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Thema: Parteien unter der Lupe - SPD

  1. #2266
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    ....Habe gerade Andrea Nahles im Sommerinterview beim Walde pfeiffen sehen.....
    ... dass wir Sozialdemokraten niemals Politik auf dem Rücken der Schwächsten in unserer Gesellschaft machen würden ....
    Da ist mir echt fast mein Essen im Hals stecken geblieben. Was für eine verlogene Tante. Ich weiß schon, warum die SPD seit Schröder unwählbar ist für jeden, der auch nur einen Funken Anstand und soziales Gewissen besitzt.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (20.08.2018)

  3. #2267
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Aus Österreich, und mit Herz:

    Nur soziale Ziele können Europa und die liberale Demokratie retten

    Um die offene Gesellschaft authentisch und wirksam verteidigen zu können, muss man sich das Grundvertrauen breiter Bevölkerungsgruppen nämlich erst verdient haben. Die Demokratie ist nur für ein bestimmtes Spektrum der Bevölkerung ein absoluter Selbstzweck. Für viele andere ist sie ein Mittel zum Zweck, das seine Nützlichkeit immer wieder erneut unter Beweis stellen muss.
    Und das gilt nicht nur für die sPD, oder ihr österreichisches Pendant, die sPÖ. Das gilt für alle Parteien, mit Abstrichen natürlich auch für Klientelparteien wie der FDP.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (11.10.2018)

  5. #2268
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    […] Ich weiß schon, warum die SPD seit Schröder unwählbar ist für jeden, der auch nur einen Funken Anstand und soziales Gewissen besitzt.
    Und je mehr Leute diese Ansicht teilen, desto stärker wird die SPD, um überhaupt noch Wähler für sich zu gewinnen, dem Parteiprogramm der CDU bis zur Ununterscheidbarkeit näherrücken.

  6. #2269
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Mich würde interessieren, was jemand, der die SPD wegen ihrer Sozialpolitik für unwählbar hält, in der Bundesrepublik für ernsthaft wählbare Alternativen hat.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


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  7. #2270
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, was jemand, der die SPD wegen ihrer Sozialpolitik für unwählbar hält, in der Bundesrepublik für ernsthaft wählbare Alternativen hat.
    Gute Frage.

    Die Linke ist ein gebranntes Kind (zudem ebenfalls zerstritten) und weiß nicht wie sie die Globalisierung, Flüchtlinge, Außenpolitik (inklusive NATO und EU) unter einen Hut bringen soll (ähnlich SPD) und die Grünen wissen nicht ob sie das heiße Eisen Steuern, Vermögen, Rente etc. noch einmal angehen sollen, wenn sie gewählt werden wollen.

    Alles Scheisse außer Mama!!!!

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    ArgoNaut (10.10.2018)

  9. #2271
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Und je mehr Leute diese Ansicht teilen, desto stärker wird die SPD, um überhaupt noch Wähler für sich zu gewinnen, dem Parteiprogramm der CDU bis zur Ununterscheidbarkeit näherrücken.
    Womit sich beide Parteien als "Volkspartei" aus der Geschichte verabschieden können. Die Wirtschaft ist eben kein Selbstzweck und Politik muss den Primat haben, mit dem Ziel, dass die Wirtschaft die Bedürfnisse der Menschen erfüllt.

  10. #2272
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Womit sich beide Parteien als "Volkspartei" aus der Geschichte verabschieden können. […]
    Ist es nicht paradox, wenn "das Volk" sich von Splitterparteien besser vertreten glaubt?
    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    […] dass die Wirtschaft die Bedürfnisse der Menschen erfüllt.
    Die Maxime, dass der Staat möglichst nicht oder im Allgemeininteresse nur maßvoll in Belange der Wirtschaft einzumischen habe, hat sich doch eigentlich seit der Französischen Revolution bewährt - so gut sogar, dass mit wachsendem Wohlstand zunehmend gefordert wurde, auch Betriebe der Öffentlichen Versorgung (Bahn, Post, Telekommunikation, Wasser, Strom etc.) zu privatisieren

    Bei der Finanzausstattung von Bund, Ländern und Gemeinden - und Steuererhöhungen sind unpopulär, so dass sich daran auch nichts ändern wird - wird auch eine SPD-Regierung diese Entwicklung nicht stoppen oder gar umkehren können. Zudem ist für "die Bedürfnisse der Menschen", im historischen Vergleich, verhältnismäßig gut gesorgt. Und dem Konsumverhalten der Bevölkerungsmehrheit nach zu urteilen wird ja auch nicht vermisst, was vom Markt verschwindet - und den Gebrauchtwarenmarkt von privat an privat über ebay stark belebt…

  11. #2273
    An allem schuld Avatar von PrometheusXL
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ist es nicht paradox, wenn "das Volk" sich von Splitterparteien besser vertreten glaubt? D
    Ich halte es eher für eine folgerichtige Entwicklung.
    Denn das ist die Ernte der ausgebrachten Saat aus den 80ern unter Kohl und Lambsdorff. Das Hohelied der "Eigenverantwortung", auf der Plattform des Neoliberalismus - das alles führte zum Primat der Partikularinteressen.

    Wenn man drei Jahrzehnte lang den Stempel der Entsolidarisierung und Entrechtung ganzer Bevölkerungsschichten, und die Entwertung der ehemals gültigen Grundlagen aufdrückt, sollte man sich hinterher nicht darüber wundern, wenn solche Ergebnisse dabei heraus kommen.
    Geändert von PrometheusXL (11.10.2018 um 13:19 Uhr)
    "Kluge lernen aus allem und von jedem, der Durchschnitt aus Erfahrungen und die Dummen brauchen nichts zu lernen, denn die wissen bereits alles, vor allem besser."
    (sinngemäß nach Sokrates, 470 - 399 v. Chr.)

  12. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu PrometheusXL für den nützlichen Beitrag:

    Diogenes2100 (11.10.2018), grauer kater (11.10.2018), Schopenhauer (11.10.2018)

  13. #2274
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    […] Wenn man drei Jahrzehnten lang den Stempel der Entsolidarisierung und Entrechtung ganzer Bevölkerungsschichten, und die Entwertung der ehemals gültigen Grundlagen aufdrückt, sollte man sich hinterher nicht darüber wundern, wenn solche Ergebnisse dabei heraus kommen.
    Die Frage ist, ob ein "weiter so" nach Anbruch der 80er Jahre die sozialen Verwerfungen nicht eher beschleunigt hätte - dass die "geistig-moralische Wende" die schöne Zeit der Bonner Republik beendet hat, ist unbestritten - ob aber die Bundesrepublik Deutschland als sozialdemokratisches Freilichtmuseum im Herzen Europas ihren Bürgern eine bessere Lebensperspektive hätte bieten können, ist fraglich.

  14. #2275
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Ist es nicht paradox, wenn "das Volk" sich von Splitterparteien besser vertreten glaubt? …
    Wenn es keine vernünftige Wahlalternativen gibt, geht halt der Trend zu den Parteien, in die man Hoffnung setzt. Wer allerdings glaubt, die AfD oder andere rechte Parteien würden die Lage des Volkes verbessern, der sollte sich die Geschichte der Weimarer Republik und deren Folgen im Dritten Reich nochmals vor Augen führen.

    Und der Staat nimmt genug Steuern und Abgaben ein, leistet aber damit zu wenig. Mehr als die Hälfte des Jahres arbeitet der Deutsche für den Staat, ehe er für seine Bedürfnisse Geld einnimmt. Und dann kommen die Miethaie und weiteren Abzocker, die das verfügbare Einkommen auf ein Minimum reduzieren. Wenn Du das als "gut gesorgt" bezeichnest, dann frag mal jene mit Grenzeinkommen im unteren Drittel, wie sie das empfinden. Diese Situation betrifft immerhin rund 40 % der dt. Bevölkerung, deren Zorn ich richtig verstehen kann, obwohl es mich selbst nicht betrifft.

  15. #2276
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Mehr als die Hälfte des Jahres arbeitet der Deutsche für den Staat, ehe er für seine Bedürfnisse Geld einnimmt.
    Wessen Bedürfnisse erfüllen Sozialausgaben, Mobilitäts-Infrastruktur, Bildungseinrichtungen, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Diplomatie, Netzausbau und anderes?
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    (Moritz Freiherr Knigge)


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  17. #2277
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    .. ob aber die Bundesrepublik Deutschland als sozialdemokratisches Freilichtmuseum im Herzen Europas ihren Bürgern eine bessere Lebensperspektive hätte bieten können, ist fraglich.
    Wie gut, dass diese Weisheit noch niemand den Skandinaviern verkündet hat. Die hätten sonst sicherlich auch schon die Alten- und Pflegeheime in gewinnbringende Verwahranstalten mit überlastetem Personal umgewandelt.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  18. #2278
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    Zitat Zitat von grauer kater Beitrag anzeigen
    Wenn es keine vernünftige Wahlalternativen gibt, […]
    […] heißt das doch, dass die Splitterparteien vielleicht eine Wahlalternative sind, jedoch keine vernünftige.

  19. #2279
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Wie gut, dass diese Weisheit noch niemand den Skandinaviern verkündet hat. Die hätten sonst sicherlich auch schon die Alten- und Pflegeheime in gewinnbringende Verwahranstalten mit überlastetem Personal umgewandelt.
    Jaja, aus der Ferne betrachtet erscheint Skandinavien als das Paradies… sind Schweden und Norwegen nicht schneller bzw. früher als Deutschland darangegangen, die großzügigen Regelungen der Rentenversicherung schmerzlich einzuschneiden, als sich zeigte, dass die während der 70er Jahre eingeführten Verbesserungen auf Dauer nicht zu finanzieren waren?
    Nun, das hat sich auch hier gezeigt - und deswegen ist an der Rentenversicherung viel "reformiert" worden - und das einzige, was dabei vergrößert wurde, ist der Verwaltungsaufwand…

  20. #2280
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Wessen Bedürfnisse erfüllen Sozialausgaben, Mobilitäts-Infrastruktur, Bildungseinrichtungen, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Diplomatie, Netzausbau und anderes?
    Seltsamerweise gibt es Staaten, die das besser und effizienter machen, dem Bürger nicht so tief in die Tasche greifen. Man kann von den staatlichen Einrichtungen, Institutionen und vor allem von der Regierung erwarten, bei den Staatlichen Aufgaben die Kosten im Griff zu haben, den Staat zukunftsfähig auszurichten und keine rund 800 Milliarden Euro Investitionsstau vor sich her zu schieben.

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