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Thema: Elektro Autos

  1. #1
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    Standard Elektro Autos

    Da zuerzeit der hype sagt elektroautos sind die zukunft wollte ich mal ein paar fragen stellen.

    Was bringen E-Autos für die umwelt ?
    Wie wird der strom erzeugt ?

    Wieso werden die akkus im auto geladen ? wenn in meiner digikam der akku leer ist wechsel ich den akku und fotografier weiter, wieso muß man das auto stehen lassen und wechsel nicht einfach den akku ?

    im benziner steckt ja auch nicht ne raffinerie. Spart auch die lade elektronik.und man kan zwischen verschieden teuren akkus wählen, NiCd, NiMh, LiIonen, Kondensatoren.

    Ach ja wieso Akkus, Kondensatoren könnte man super schnell laden, und man braucht die ladung normalerweise sowieso sofort, so das der verlust durch lagerung egal ist.

    kurz gesagt wieso sind elektro autos so dumm gebaut ?

    könnte es sein das die Ölkonzerne Blockieren ?

    Was meint ihr zur zukunft des elektroauto

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu A0490 für den nützlichen Beitrag:

    Karl S. Ruher (14.06.2010)

  3. #2
    Politopia-Methusalem Avatar von Peddargh
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    Ich habe von Bestrebungen gehört, nachdem die Akkus vereinheitlicht werden sollen.
    Auf Leihbasis.
    Man fährt an die Tanke. Leerer Akku raus, frischer Akku rein.
    Ob das aber Logistisch machbar ist?
    So ein Akku ist ja ein ganz scjöner Klotz...
    Man bedenke die Lagerhaltung...

    Man denkt auch über induktive Stromversorgung nach.
    Der Asphalt als "Oberleitung"...

    In vielen Fällen muß es aber auch kein Auto sein:

    PRODUKT ELMOTO – E-Bike – Kleinkraftrad mit Elektroantrieb – urban lifestyle mobility

    Stealth Electric Bikes | Electric mountain bike| Springvale VIC


  4. #3
    Avatar von Karl S. Ruher
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    Was bringen E-Autos für die umwelt ?

    • Weniger Lärmverschmutzung (ist aber erstmal für alle Verkehrsteilnehmer, später für Sehgeschädigte gefährlich, Lösung nötig)
    • Weniger Smog in den Städten
    • Durch (noch) geringere Reichweite, und lange Ladezeiten ergäben sich andere Benutzungsprofile.
    • Auf Kurzstrecken und bei Stop&Go (Ampeln, Stau) wird das Elektroauto umweltfreundlicher sein.


    Wie wird der strom erzeugt ?

    • Konventionell
    • Alternativ
    • kleiner Teil durch Nutzbremse
    • Du kannst den Akku auch aufladen wie du möchtests, z.B. mit einem Heimtrainer an den du den Akuu anschließt


    Wieso werden die akkus im auto geladen ? wenn in meiner digikam der akku leer ist wechsel ich den akku und fotografier weiter, wieso muß man das auto stehen lassen und wechsel nicht einfach den akku ?

    Diese Strategie (Batterie wird nur gemietet, und beim "Tanken" ausgetauscht) wird doch für Lithium-Ionen-Akkus verfolgt:
    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=OHHvjsFm_88&feature=player_embedded"]YouTube - Battery switch technology demo[/ame]


    und man kan zwischen verschieden teuren akkus wählen, NiCd, NiMh, LiIonen, Kondensatoren.
    Beim Kauf des Autos oder beim Tauschen des Akkus?

    Ach ja wieso Akkus, Kondensatoren könnte man super schnell laden, und man braucht die ladung normalerweise sowieso sofort, so das der verlust durch lagerung egal ist.
    Daran wird ja momentan geforscht, allerdings ist die Energiedichte (Wattstunden/kg) von marktreifen Kondensatoren bei den EDLCs noch nicht annähernd so hoch wie die von Akkus. Außerdem betragen die Kosten etwa das hundertfache, was dem Verbraucher aber bei gemieteten Akkus relativ egal sein dürfte, und der Händler könnte sie durch längere Lebensdauer auch wieder reinbekommen.... Es fehlt da eben noch die Erfahrung auf dem Gebiet der Massenproduktion von so großen Kondensatoren für Elektroautos, darum scheuen die Elektroautoanbieter wohl den Einsatz noch einer "riskanten" Technologie.


    kurz gesagt wieso sind elektro autos so dumm gebaut ?
    Weil a) Autobauer kein interesse daran haben, Elektroautos zu bauen, und b) anderen Pionieren es an Geld oder Mut fehlt, da bisher der Markt für Elektroautos zu klein war.

    könnte es sein das die Ölkonzerne Blockieren ?

    Die Autobauer haben da genug eigenes Interesse, so dass man nicht die (bösen) Ölkonzerne (die ja auch auf dem Energieerzeugungsmarkt tätig sind) verantwortlich machen muss. So haben die großen Autobauer Angst ihre Kernkompetenzen (Motorbau) auch noch auslagern zu müssen, und dann komplett nur noch von Zulieferern (die heute ja schon fast alle Teile außer dem Motor fertigen) abzuhängen, und als reiner Zusammenbauer zu fungieren.

    Was meint ihr zur zukunft des elektroauto
    Dauert in Deutschland zumindest noch 10 Jahre, bis man wieder einige Elektroautos sieht, dann zuerst in den Städten.

    Doku zum Thema: [ame=http://www.youtube.com/watch?v=khpDizJrkAI]YouTube - Strom im Tank - Wo bleibt das Elektroauto? [1v5][/ame]


  5. Folgender Benutzer sagt Danke zu Karl S. Ruher für den nützlichen Beitrag:

    A0490 (14.06.2010)

  6. #4
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    Doku zum Thema:

    [ame=http://www.youtube.com/watch?v=RF8ajdgdHck]Warum das Elektroauto sterben musste Teil 1 - YouTube[/ame]

    Ich denke, dass es schon längst Alternativen zum normalen Diesel / Benzinmotor geben könnte und zwar über die Versuchsstadien und vereinzelten Verkäufen hinaus. Wenn man sich anschaut wie General Motors das eigene Produkt EV1 torpediert hat, wird einem vieles klarer.

    General Motors EV1:
    GM schloss Verträge mit den EV1-Kunden, die es dem Unternehmen ermöglichten, nach Ablauf von drei Jahren die Fahrzeuge zurückzurufen und zu verschrotten. Die Verschrottung aller gebauten EV1 war angeblich notwendig, da GM die langfristige Sicherheit der Fahrzeuge aufgrund fehlender Ersatzteilproduktion nicht garantieren konnte. Die Einstellung der Produktion wurde damit begründet, dass die Nachfrage zu gering und keine Rentabilität zu erwarten sei.
    Auch bei dem Akkuproblem spielt die Ölindustrie mit:
    Später verkaufte GM die Mehrheitsanteile von Ovonics, die die Produktion der NiMH-Akkus mittels Patenten kontrollieren, an den Ölkonzern Texaco. Der Toyota Prius verwendet zum Beispiel 228 in Reihe geschaltete 6,5-Ah-NiMH-Akkus. Die Grenze ist 10 Ah, es sind verschiedene Rechtsstreite, unter anderem mit Matsushita, anhängig. Alternativ lassen sich große Akkus von der zu Ovonics gehörenden Konzerntochter Cobasys erwerben.
    Maximaler Profit auf dem Rücken der Endverbraucher, der Umwelt und der Zukunft.

  7. #5
    Avatar von Karl S. Ruher
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    Ich verliere langsam den Glauben daran, dass Elektroautos den Durchbruch schaffen.

    Chinesischer Autohersteller: BYDs großer Traum vom Aufstieg verblasst - manager-magazin.de - Lifestyle

    Bis vor Kurzem galt BYD als Star unter Chinas Autoherstellern. Doch nun bricht der Absatz des Daimler-Kooperationspartners ein, seine Autos mit Elektromotoren erweisen sich als Ladenhüter.[...]
    Im August gab BYD einen Gewinneinbruch von 90 Prozent bekannt. Zugleich musste das Vorzeigeunternehmen deutliche Absatzrückgänge hinnehmen. Etwas mehr als 220.000 Autos lieferte BYD in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aus, etwa 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
    Schuld daran sei der intensive Wettbewerb und der Wegfall von staatlichen Subventionen für Kleinwagen, begründete BYD den Einbruch. Dabei wächst der Gesamtmarkt weiterhin: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in China um 5,8 Prozent mehr Autos verkauft als im Jahr zuvor, zeigen die Statistiken der chinesischen Autoherstellervereinigung CAAM.
    Nun schaltet das Unternehmen offenbar auf Krisenmodus. Rund 70 Prozent seiner 2200 Vertriebsmitarbeiter in der Autosparte will BYD loswerden, bestätigte der chinesische Autohersteller vor einigen Wochen. Chinesische Zeitungen berichten, dass BYD zudem insgesamt 7000 von 200.000 Stellen streichen will - eine Größenordnung, die BYD dementiert. [...]

    Von dem Fahrzeug erhofft sich BYD einen Riesenmarkt. Denn in ihrem Fünfjahresplan hat die chinesische Regierung festgeschrieben, dass bis 2015 eine Million Elektroautos auf ihren Straßen rollen sollen. Jedes verkaufte Elektroauto erhält einen staatlichen Zuschuss von 6500 Euro.
    Bislang sind den Chinesen Elektroautos jedoch zu teuer: Von Juni 2010 bis Juni 2011 wurden in ganz China gerade mal 800 Stromer neu zugelassen. Das mag auch an der geringen Anzahl an verfügbaren Modellen liegen. Doch selbst Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao rudert bereits langsam zurück. Erst vor Kurzem schrieb er in einer Parteizeitung, dass er sich nicht sicher sei, ob sich Elektroautos letztlich durchsetzen werden.

    Wenn selbst die Chinesen es nicht mit massiven Subventionen schaffen Elektroautos an den Bürger zu bringen, sehe ich schwarz für diese Art der Mobilität.

    Die Frage nach dem "Schuldigen" bleibt, und ich muss eine Antwort schuldig bleiben:
    Ist es der Bürger, der nicht auf Komfort verzichten will und Angst vor neuem hat?
    Ist es der Staat, der nicht genug subventioniert und aufklärt?
    Sind es die Hersteller von Batterien die nicht genug Forschen?
    Sind es Hersteller konventioneller Autos und Erdölfirmen die blockieren?
    Ist die Zeit einfach noch nicht reif?



    Meiner Meinung nach müsste man nicht nur von Verbrennungs- auf Elektro-Motor umsteigen sondern man müsste auch
    a) die notwendige Mobilität einschränken
    b) und es attraktiver machen unterschiedliche Automobile für unterschiedliche Zwecke zu nutzen (große Autos leiht man sich nur bei Bedarf (z.B. Einkauf) aus, ansonsten reicht den meisten auch ein kleineres Auto)


  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Karl S. Ruher für den nützlichen Beitrag:

    wudi (26.10.2011)

  9. #6
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    Zitat Zitat von hauke Beitrag anzeigen
    Was bringen E-Autos für die umwelt? Wie wird der strom erzeugt? Wieso werden die akkus im auto geladen? Kondensatoren könnte man super schnell laden.
    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, welche Abmessungen und Gewichte die für Nutzung im Kfz benötigten Akkus haben? Wollen Sie wirklich noch Zweit- und Drittakku mitführen? Wie der Strom erzeugt wird, schreibt Ihnen regelmäßig Ihr Stromversorger... Nicht jeder Fahrzeughalter verfügt über eigene Garage mit Stromanschluß, das ist wahr - aber wohin sollte man die Ladestationen sonst verlagern? Erwarten Sie, daß jeder Tankstellenpächter zusätzlich zu seinen Investitionen wegen der Umweltauflagen noch Lagerplatz für Fahrzeugakkus schafft, letztere in Abwesenheit seiner Kunden auflädt und jeweils - am besten noch gratis - jeweils alt gegen neu austauscht?
    Und jetzt überlegen Sie mal: Wie würde die Reichweite eines Elektromobils zu beziffern sein, wenn Sie sich auf Kondensatoren statt Akkus verließen?

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    wudi (26.10.2011)

  11. #7
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Standard Wasserstoff + Brennstoffzelle

    Es gibt keine Batterien, die den Ansprüchen genügen und preiswert genug wären. Wenn die Technik dieses Problem nicht löst, gibt es auch keine akzeptablen Elektroautos.

    Ich finde diese Variante (Mercedes B-Klasse) viel überzeugender:

    Mercedes B-Klasse tankt ab 2015 Wasserstoff - Berlin.de

    Brennstoffzelle: Mobilität ohne Gefahr - Wasserstoff-Brennstoffzelle - Alternative Antriebe

    Das technische Problem bei der Brennstoffzelle ist, dass bis heute Elektroden aus Platin verwendet werden, die die Brennstoffzelle wahnsinnig teuer machen. Auch hier ist also noch etwas zu erledigen. Aber die Technik an sich funktioniert tadellos. Der B-Klasse Mercedes F-CELL hat bereits die Erde umrundet.

    Mercedes - B-Klasse F-CELL Weltumrundung

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    wudi (26.10.2011)

  13. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Karl S. Ruher Beitrag anzeigen
    Daran wird ja momentan geforscht, allerdings ist die Energiedichte (Wattstunden/kg) von marktreifen Kondensatoren bei den EDLCs noch nicht annähernd so hoch wie die von Akkus.


    Hallo Karl,


    besten Dank für den Beitrag, Du hast mir viel Schreibarbeit gespart. Vom Fach?
    "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)

  14. #9
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Standard ...

    Es gibt ja einen Thread zum Wasserstoffauto und wenn die Moderation es für angebracht hält, dann verschiebt bitte meine Posts zu diesem Thema dorthin. Meiner Meinung nach, kann man das Elektro-Auto aber durchaus in einem Atemzug mit dem Brennstoffzellenauto nennen, denn es werden beide mit Elektromotoren betrieben.

    Hier noch zwei interessante Links dazu:

    Durch Wasserstoff dem Elektroauto Schwung geben

    Brennstoffzellen-Auto

    Überhaupt tut sich etwas an der Wasserstoff-Front. Etwas, was wohl nur durch die Abschaltung der Atomkraftwerke an Fahrt gewinnt. Eine gute Sache wie ich finde, die längst hätte passieren müssen. Aber auch bei der hier vorgestellten Variante werden die Energiekonzerne weiter mitverdienen, denn das Modell stützt die vorhandene Stromwirtschaft. Anstatt den Wasserstoff über das Erdgasnetz direkt an die Endverbraucher zu liefern, die dann mit Brennstoffzellen Strom und Wärme erzeugen oder Fahrzeuge betreiben könnten, wird nur wieder in Richtungen gedacht, die das Monopol der Strom-Riesen bewahren und damit auch unsere Abhängigkeit von deren Preisen. Aber wie auch immer, es bewegt sich wenigstens was in Richtung Energieträger Wasserstoff.

    Energiewende dank Wasserstoff: Wind im Tank - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (28.10.2011)

  16. #10
    Politopia-Urgestein Avatar von wudi
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    Für mich käme ein El-Auto nur als Zweitwagen in Frage, obwohl das Konzept vom norwegischen Staat gefördert wird. Der grosse Schwachpunkt ist und bleibt die Batterie.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  17. #11
    Erfahrener Politopianer Avatar von jack000
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    Aus dem Link:
    Auf diese Weise entsteht aus flüchtigem Strom ein gut speicherbares, energiereiches Gas.
    Das Problem bei Wasserstoff ist, dass es das kleinste aller Elemente ist:
    http://www.uniterra.de/rutherford/im...entgruppen.gif

    Genau deswegen ist die Speicherung ist doch das Problem, denn man braucht einen Tank, der aus kleineren Elementen besteht. Aber natürlich gibt es da Möglichkeiten, aber die sind aufwendig: dieBrennstoffzelle.de - Speicherung von Wasserstoff

    Wenn das mal ebenso möglich sein würde, hätte man bereits Serienfahrzeuge mit Energie aus Wasserstoff.

  18. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu jack000 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (28.10.2011), wudi (26.10.2011)

  19. #12
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    Zum Thema Kondensatoren: An einer US-amerikanischen Universität wurden vor wenigen Jahren Kohlenstoff-Nanotube-Kondensatoren hergestellt. Diese haben genauso hohe Energiedichten wie moderne Akkumulatoren, sind zehntausende Male wiederaufladbar, und bestehen nur aus Papier und Kohlenstoff.

    Allerdings haben Kondensatoren den Nachteil, dass ihre Spannung mit der Ladung sinkt, so dass hierbei die Elektrik wohl komplizierter sein müsste als bei Verwendung von Akkumulatoren.

  20. #13
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    Die heutigen Akkumulatoren sind durchaus schon leistungsfähig genug, um alltagstaugliche E-PKW zu konstruieren. Was bedeutet denn alltagstauglich!? Ich muss zur Arbeit und zurück fahren können, und dann noch ein paar Kurzstreckenfahrten machen können, und das auch unter widrigsten Umständen, z B bei Winterkälte (die die Akkukapazität erheblich verringern kann) und mit ein paar Stunden im Stau stehen. Also sagen wir 150km normale Reichweite mit halber Akkukapazität. Da Akkumulatoren über ihre Lebensdauer selbst bei perfekter Behandlung Kapazität verlieren (genau genommen definiert der schleichende Kapazitätsverlust die Lebensdauer) und bei 80% als verbraucht gelten, muss ein E-PKW für mich also unter Idealbedingungen fabrikneu 375km Reichweite mit einer Akkuladung schaffen.

    Man nehme also etwas über eine Tonne Akkumulatoren und baue darum herum einen PKW. Dieser könnte dann etwa 2300kg Leergewicht haben, mit 500kg Zuladung läge man also bei einem für PKW zulässigen Gesamtgewicht von 2800kg.

    Die Akkumulatoren hätten also eine Gesamtkapazität von etwas über 100kWh, und bei E-PKW geht man üblicherweise von einem Verbrauch von 15 bis 20 kWh/100km aus. Mit diesem Fahrzaug würde man die 375km Reichweite also sicherlich noch bei 130km/h schaffen. Das Problem dabei ist, dass dieser Akkumulator momentan noch etwa 40000 Euro kosten würde. Selbst das wäre noch nicht unbedingt ein Problem, wenn das Fahrzeug genug bewegt würde. Wenn man mit einer Akkuladung durchschnittlich 400km weit fahren kann und die Akkumulatoren 2000 Zyklen schaffen, dann könnte man mit dem Fahrzeug 800000km weit fahren, und die Akkumulatorenkosten lägen bei nur 5 Euro pro 100km. Leider degradieren Akkumulatoren aber nicht nur pro Ladezyklus, sondern auch über die Zeit: Nach 5 bis 15 Jahren sind sie durch Alterung verbraucht. Man müsste also jährlich 53000km fahren um den Akkumulator auszunutzen. Fährt man pro Jahr nur 15000km, dann kostet der Akkumulator 18 Euro auf 100km.

    Die Frage ist also: Können die Anschaffungs- und Recyclingkosten dieser Akkumulatoren noch signifikant sinken?

    Natürlich geben viele Leute wesentlich mehr als 40000 Euro für ihr Fahrzeug aus - aber Umweltschutz darf natürlich nix kosten.

    Der Rest des Fahrzeugs wäre dann allerdings recht günstig, und auch die laufenden Kosten wären sehr gering und die Beschleunigungswerte müssten extrem gut sein, weil die Motoren sehr stark ausgelegt werden müssten um auch als Bremsen stark genug zu sein um die Bremsenergie zurückzugewinnen.

  21. #14
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    Zitat Zitat von Karl S. Ruher Beitrag anzeigen

    Meiner Meinung nach müsste man nicht nur von Verbrennungs- auf Elektro-Motor umsteigen sondern man müsste auch
    a) die notwendige Mobilität einschränken
    b) und es attraktiver machen unterschiedliche Automobile für unterschiedliche Zwecke zu nutzen (große Autos leiht man sich nur bei Bedarf (z.B. Einkauf) aus, ansonsten reicht den meisten auch ein kleineres Auto)
    Alles schön und gut gesagt aber was machen wir in 20 jahren wenn das öl 4 mal so teuer wird wie heute oder in spätestens 50 jahren wenn es gar kein öl mehr gibt auf der erde?

  22. #15
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Karl S. Ruher Beitrag anzeigen
    Wenn selbst die Chinesen es nicht mit massiven Subventionen schaffen Elektroautos an den Bürger zu bringen, sehe ich schwarz für diese Art der Mobilität.
    BYD hat nach großen Anfangserfolgen zu stark auf Expansion gesetzt, zu viele Filialen eröffnet und Händler eingestellt, zu wenig auf gute Qualität (vor allem der derzeit noch den Hauptanteil ausmachenden Nichtelektroautos) geachtet. Außerdem wurden nicht genehmigte Fabriken eröffnet, die dann wieder geschlossen werden mussten, und die Produktion des neuen Elektroautos "E6" verzögerte sich.

    Falls BYD die Probleme in den Griff kriegt, könnte ich mir vorstellen, dass es bald wieder aufwärts geht. Zwischen den vielen Negativmeldungen der letzten Zeit gibt es vermehrt auch wieder Lichtblicke:

    BYD bringt erstes Elektroauto auf den chinesischen Markt - Asien Asien Nachrichten - EMFIS Emphasize Emerging Markets

    China's Largest and First Environmentally-friendly Battery Storage Station is in Service - MarketWatch

    Die Kooperation mit Daimler bringt erste Ergebnisse:
    Erstes Elektroauto von Daimler und BYD kommt im Frühling - Asien Asien Nachrichten - EMFIS Emphasize Emerging Markets

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