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Umfrageergebnis anzeigen: Weg mit der Wehrpflicht?

Teilnehmer
53. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja - Weg mit der Wehrpflicht

    35 66,04%
  • Nein - Wehrpflicht behalten

    18 33,96%
Seite 22 von 23 ErsteErste ... 1220212223 LetzteLetzte
Ergebnis 316 bis 330 von 339

Thema: Weg mit der Wehrpflicht?

  1. #316
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Youtube ist ein gutes Beispiel.Aber es können eben nicht alle Youtuber werden, denn sonst würde das tragende System (für Youtube) zusammenbrechen.
    Also ich bitte dich: Es sollte schon DLive in Verbindung mit Steemit sein (da kann auch der Normal-Blogger etwas verdienen und nicht nur jemand mit 100000 Followern)!

    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Aber es ist halt unfair den einen vorzuwerfen die vorgezeichneten Wege zu nehmen (vielleicht sind sie ja auch glücklich damit) und gleichzeitig zu ignorieren das diese aber die neuen Konzepte mitragen und diesen erst eine Etablierung ermöglichen.
    Nein, 'vorwerfen' ist nicht das richtige Wort, ich habe es noch nie jemandem übel genommen, der auf meine Anregungen nicht eingegangen ist. Es ist mehr so eine Art 'Unverständnis' meinerseits: Da rackert sich jemand mit irgend so einem Mistjob ab, für 450 Euro im Monat (und schimpft auch ständig über seine Situation), obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich ihn upvoten würde, wenn er auf Steemit schreibt.
    Ich glaube eben nicht, dass die meisten mit ihrer Arbeit glücklich sind, wenn ich mich so umhöre.

  2. #317
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von PrometheusXL Beitrag anzeigen
    Was heute und in den nächsten Jahrzehnten gebraucht wird, sind pragmatische und machbare Lösungen, um über die Zeit der Transformation von einer Wirklichkeit in diejenige, die in fünfzig Jahren die Umstände der Gesellschaften definieren wird, zu kommen.
    Das sehe ich nicht anders. Es kann ein langer und für die Mehrheit sehr mühsamer Weg werden. Zu den ohnehin vorhandenen Schwierigkeiten, eine Gesellschaft grundlegend zu verändern, kommt meiner Meinung nach noch die extrem konservative Denkweise vieler Menschen hinzu. Ein Problem ist zum Beispiel unser Arbeitsethos ("Hauptsache er arbeitet, egal, was."), der uns (bzw. viele von uns) glauben macht, erst Arbeit gäbe unserem Leben einen Sinn. Wer vorübergehend nicht arbeitet, leidet nicht nur unter finanziellen Problemen, sondern und dem Stigma, 'nutzlos' zu sein.

    Ich glaube aber schon, dass es nicht nur mir selbst nützt, wenn ich z. B. zur Unileitung sage "Ihr spart hier, ihr kürzt dort und setzt auf Quantität statt Qualität? Ok, macht das, wenn ihr aufgrund politischer Vorgaben müsst, aber bitte ohne mich!" Das kriegen schon einige mit, und beginnen darüber nachzudenken, ob sie alles mit sich machen lassen sollten. Je mehr Menschen so etwas tun, desto besser.

  3. #318
    Politopia-Haudegen Avatar von Meinungsbaum
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt hab ich gar nichts gegen ehrenamtliche Arbeit, selbst wenn sie bewirkt, dass sich der Staat irgrndwelche Löhnung spart. Ich halte das strikte Ablehnen ehrenamtlicher Arbeit auch für eine irgendwie besonders schräge Form von Geiz oder Neid. Allerdings bin ich gegen "ehrenamtlichen" Wehrdienst, sondern nur für ehrenamtliche Sozialdienste.



    Das unterschreibe ich voll und ganz. Ich hab in den letzten jahren einige jugendliche Klotzköpfe kennengelernt, die - mit echter, unmittlbarer Not konfrontiert - sehr viel von ihrer Klotzköpfigkeit verloren und brauchbare Gedanken entwickelt haben.
    Was hat das denn mit Geiz/Neid zu tun, wenn ich der Ansicht bin, dass ein Ehrenamt falsch eingerichtet ist, wenn es Löhne drückt? Und wieso machst Du einen Unterschied zwischen Wehrdienst und "friedlichen" Ehrenämtern. Geht es Dir nicht um die diesbzgl. Systematik? Ein inflationärer Einsatz der Ehrenämter, der unsere Politiker verstärkt in die Versuchung bringt, sich manch ihrer Aufgaben zu entledigen? S. auch den Hinweis auf die Tafeln, wenn Bedürftige gen 0 runtergestuft werden?

    Frdl. Grüße
    Christiane

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Meinungsbaum für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (09.08.2018)

  5. #319
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    Das klingt mir zu fatalistisch!
    Ich bin gerade dabei, mich so vielen Zwängen wie möglich zu entziehen.
    Das bleibt Dir ja unbenommen, aber Du kannst es nur, weil Du in ein festes Gesellschafts- und Sozialgefüge eingebunden bist.

    Ich habe das etwas überspitzt. Aber wer böse will, könnte natürlich durchaus diese mangelnde Bereitschaft als unsozial bezeichnen. Diese Art von Community-Denken ist aber einfach nicht die meine. Ich engagiere mich für so Einiges, aber eben nicht zwangsweise. Ich finde es viel interessanter und befriedigender, wenn Menschen sich ihre Tätigkeitsbereiche selbst aussuchen und sie ihnen nicht von einem mächtigen Staat übergestülpt werden.
    Es klingt toll, diese Freiwilligkeit, aber m. E. bleibt der Sinn für das Notwendige auf der Strecke. Du engagierst Dich da, wo es Dir Spaß macht, aber Spaß ist doch nicht das Ziel, sondern Hilfe da, wo sie gebraucht wird.

    Du wirst die Hände überm Kopf zusammenschlagen, aber ich bin gegen die Schulpflicht.
    Ich wäre dafür, dass unter der Voraussetzung, regelmäßig erfolgreich Prüfungen abzulegen, Eltern ihre Kinder selbst unterrichten dürfen sollten, statt sie einem maroden Bildungssystem voller überfüllter Klassen und verzweifelter Lehrer ausliefern zu müssen.
    Denk es zu Ende: Was passiert, wenn die Eltern ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen und zu viele Kinder zu oft durch die Prüfungen fallen?

    Zitat Zitat von Meinungsbaum Beitrag anzeigen
    Was hat das denn mit Geiz/Neid zu tun, wenn ich der Ansicht bin, dass ein Ehrenamt falsch eingerichtet ist, wenn es Löhne drückt?
    Die meisten Ehrenämt drücken keine Löhne, sondern das, was die Ehrenamtler machen, würde sonst gar nicht getan. Geiz oder Neid in seltsamer Ausformung sehe ich da, wo man nichts für andere tun will - man geizt mit eigenem Einsatz und neidet anderen, was sie evtl. gratis bekommen. "Mir hilft auch keiner" ein sehr beliebter Satz bei Asozialen - asozial in umfassender Bedeutung.

    Und wieso machst Du einen Unterschied zwischen Wehrdienst und "friedlichen" Ehrenämtern. Geht es Dir nicht um die diesbzgl. Systematik?
    Nein. Warum sollte es mir um "Systematik" gehen? Ich halte unseren derzeitigen Wehrdienst für überflüssig (wir verteidigen derzeit das Vaterland nicht, nicht mal am Hindukusch) und ich meine, dass das Geld dafür besser in den Sozialsystemen oder Schulen aufgehoben wäre.

    Ein inflationärer Einsatz der Ehrenämter, der unsere Politiker verstärkt in die Versuchung bringt, sich manch ihrer Aufgaben zu entledigen? S. auch den Hinweis auf die Tafeln, wenn Bedürftige gen 0 runtergestuft werden?
    Ist das so? Ich meine, das hätte man doch gelesen, wenn ein H4-Empfänger kein Geld mehr bekommen und stattdessen auf die Tafeln verwiesen worden wäre. Bitte nenne mir ein Beispiel, bei dem Bedürftige gen Null runtergestuft wurden. Aber bitte nicht die Story von dem verhungerten jungen Mann, die bei näherer Betrachtung keine Runterstufung, sondern eine Art Selbstmord erkennen ließ.

    Dass es einen inflationären Einsatz an Ehrenämtern, besonders im sozialen Bereich gibt, kann ich nicht erkennen.
    Gelassenheit ist die Grundvoraussetzung für Höflichkeit

    (Moritz Freiherr Knigge)


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  6. #320
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Das bleibt Dir ja unbenommen, aber Du kannst es nur, weil Du in ein festes Gesellschafts- und Sozialgefüge eingebunden bist.
    Alles ist immer ein Geben und Nehmen. Der Staat/die Gesellschaft nimmt ja auch viel von mir, mein Geld, mein Wissen, meine Fähigkeiten ... durch jegliche Kommunikation mit Mitmenschen fließen immer auch Wissen, Information, Gedanken, Ideen. Wer letztlich von wem mehr profitiert und wer mehr "gibt", wäre eine äußerst komplexe Rechenaufgabe ...

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Es klingt toll, diese Freiwilligkeit, aber m. E. bleibt der Sinn für das Notwendige auf der Strecke. Du engagierst Dich da, wo es Dir Spaß macht, aber Spaß ist doch nicht das Ziel, sondern Hilfe da, wo sie gebraucht wird.
    Wie bereits geschrieben, das "Notwendige" muss dann eben finanziell so gut entlohnt werden, dass es wieder "Spaß" macht. In unserer Gesellschaft gilt eben ein Millionen verdienender Bankvorstand als 'notwendiger' als eine Krankenschwester - man müsste sich eben mal über die Prioritätensetzung Gedanken machen, statt Leute zwangsverpflichten zu wollen, weil bestimmte Jobs so dermaßen unattraktiv sind.

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Denk es zu Ende: Was passiert, wenn die Eltern ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen und zu viele Kinder zu oft durch die Prüfungen fallen?
    Die Statistiken der Hauptschulen sind ohnehin bereits miserabel. Wenn Eltern solcher Schüler jemanden finden würden, der ihren Nachwuchs privat unterrichtet, dürfte es kaum schlechter aussehen als jetzt.

    Außerdem sollte die Möglichkeit des Homeschoolings mit anderen gesellschaftlichen Veränderungen einhergehen, die die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen würden. Gäbe es ein BGE, würde nicht mehr jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt seines Lebens arbeiten (der wirtschaftlichen Produktivität täte das angesichts von rund um die Uhr arbeitender KI keinen Abbruch). Eltern, die selbst nicht mehr ständig arbeiten müssten, hätten mehr Zeit dafür, sich selbst weiterzubilden sowie ihre Kinder zu unterrichten und zu erziehen(!).

  7. #321
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    ....Bitte nenne mir ein Beispiel, bei dem Bedürftige gen Null runtergestuft wurden.....
    Wie viele brauchst du?



    Einen kleinen Überblick über unsere "Sozial"behörden bekommt man anhand von Beispielen:
    https://hartz4widerspruch.de/blog/di...-im-jahr-2017/
    Geändert von Diogenes2100 (09.08.2018 um 15:36 Uhr)
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (10.08.2018)

  9. #322
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    In den im Link aufgezählten Fällen ght es um skandalöses Behördenversagen, die Liste der vollsanktionierten Leistungsberechtigten betrifft erwerbsfähige Leistungsbezieher.

    Ich kann allerdings nicht erkennen, dass die Fehler der Behörden aufgrund ehrenamtlicher Bürgerarbeit gemacht wurden oder dass Leistungsbezieher auf die Tafeln verwiesen wurden, wie Meinungsbaum andeutete. Ich erinnere an ihren einschlägigen Satz
    Ein inflationärer Einsatz der Ehrenämter, der unsere Politiker verstärkt in die Versuchung bringt, sich manch ihrer Aufgaben zu entledigen? S. auch den Hinweis auf die Tafeln, wenn Bedürftige gen 0 runtergestuft werden?
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  10. #323
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    In den im Link aufgezählten Fällen ght es um skandalöses Behördenversagen, die Liste der vollsanktionierten Leistungsberechtigten betrifft erwerbsfähige Leistungsbezieher.
    Das ist ein Irrtum. Es werden zwar ab 55-jährige gesondert aufgeführt, aber auch unterhalb von 55 Jahren gibt es ALG II-Bezieher, die eine sogenannte "Arbeitsmarktrente" beziehen. Genauer gesagt beziehen diese Leute eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (3-6h/Tag arbeitsfähig), wurden aber vom Jobcenter als nicht vermittelbar eingestuft. Der Witz bei diesen ist, dass sie dadurch auf dem Papier als voll erwerbsgemindert eingestuft werden, die Rente jedoch 50/50 zwischen Jobcenter und Rentenversicherung aufgesplittet wird.

    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Ich kann allerdings nicht erkennen, dass die Fehler der Behörden aufgrund ehrenamtlicher Bürgerarbeit gemacht wurden oder dass Leistungsbezieher auf die Tafeln verwiesen wurden, wie Meinungsbaum andeutete. Ich erinnere an ihren einschlägigen Satz Inflationärer Einsatz der Ehrenämter...
    Oh, ich kenne durchaus Fälle, in denen dem Sanktionierten erklärt wurde, falls ihm etwas abgeht, solle er zu den Tafeln gehen. Sogar in meinem Beisein, weil ich ab und zu als Zeuge mit zu den Einladungen erschienen bin.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (10.08.2018)

  12. #324
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Denk es zu Ende: Was passiert, wenn die Eltern ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen und zu viele Kinder zu oft durch die Prüfungen fallen?
    Dieser Artikel passt (leider) sehr gut zu unserem kleinen Exkurs ins Bildungssystem (auch wenn 'Wehrpflicht' das Strangthema ist, geht es ja doch auch um 'Zwänge' im Allgemeinen). Will ich meiner Tochter dieses Schulsystem zumuten, wenn sie das entsprechende Alter erreicht hat? Auf gar keinen Fall! Wie ich das verhindern kann, weiß ich allerdings noch nicht. Vielleicht durch Auswandern.

  13. #325
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Dio, ich muss mal recht dumm fragen, weil ich es echt nicht weiß: Warum werden denn Leistungsbezieher "sanktioniert"? Ich dachte immer, dass das die Leute sind, die mehrmals Jobs ablehnen.

    @Jaki: Du lehnst den Schulzwang ab, aber Du traust Dich offenbar nicht, sie selbst zu unterrichten oder etwas auf die Beine zu stellen, was besser ist als die heutigen Schulen. Genau das habe ich aber gemeint, als ich schrieb, dass die Eltern ihre Fähigkeiten überschätzen, wenn sie meinen, homeschooling wäre besser als öffentliche Schulen.
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  14. #326
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    @Jaki: Du lehnst den Schulzwang ab, aber Du traust Dich offenbar nicht, sie selbst zu unterrichten ...
    Wie kommst du denn darauf? So ein Forum ist immer wieder für Überraschungen gut.

  15. #327
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von ArgoNaut Beitrag anzeigen
    Dio, ich muss mal recht dumm fragen, weil ich es echt nicht weiß: Warum werden denn Leistungsbezieher "sanktioniert"? Ich dachte immer, dass das die Leute sind, die mehrmals Jobs ablehnen.
    Sanktionsgründe gibt es weit mehr. Der Vorwurf ist nahezu immer "mangelnde Mitwirkung". Und darunter fallen Terminversäumnisse, nicht rechtzeitige Beibringung von Unterlagen und etliches andere. Wie diese Verstöße im einzelnen jedoch zu Stande kommen, darüber könnte man Bücher schreiben.
    Termine werden z.B. so kurzfristig gelegt, dass der Einladungsbrief einen Tag vorher erst im Briefkasten liegt. Manchmal kommt er sogar erst am Tag des Termins oder danach. Wer da nicht täglich nachschaut kann schon Pech haben. Und dann beweise dem Jobcenter mal, dass du den Brief für den Dienstagstermin erst am Mittwoch bekommen hast.

    Jüngstes Beispiel aus meiner Umgebung, gerade passiert: Ein 62-jähriger in Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente) soll bis zum 10. Juli eine Kopie des Schreibens der Rentenversicherung mit der Anpassung zum 1.7. beibringen. Diese Briefe werden aber von der Rentenversicherung den ganzen Juli über verschickt. Er rief am 10. an, dass der Brief noch nicht da sei, im Callcenter hieß es "ja, haben wir vermerkt, 14 Tage Fristverlängerung".
    Am 18. wurde der Brief mit der Androhung der Zahlungseinstellung ab 1.8. versendet wegen "mangelnder Mitwirkung", von seinem Anruf zwecks Fristverlängerung habe man nichts gehört.
    Da werden Akten oder Teile daraus verschlampt, Anrufe nicht weitergeleitet, Fristverlängerungen nicht notiert usw. usw.

    Die Jobcenter funktionieren mindestens genauso gut wie das BamF oder sonstige Behörden - nämlich gar nicht.
    Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.


    André Gide

  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    jaki01 (10.08.2018)

  17. #328
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    Vielleicht durch Auswandern.
    Ich dachte das hättest du sowieso vor!?Eigentlich müssten die USA doch genau deinen Vorstellungen entsprechen (ich meine das jetzt nicht abwertend).Und jeh nach Bundesstaat bekommst du doch genau die Punkte die dir wichtig sind.Als Akademiker und schlaues Kerlchen welches du bist wäre das doch eine echte Alternative!?Ich habe letztens noch mit Eltern gesprochen, deren Sohn eine Stelle an der Uni von Boulder (Colorado) angetreten hat, nachdem sich Siemens ziemlich desinteressiert gezeigt hat.Allerdings haben die (Professoren) ihn auch 2 Stunden relativ anspruchsvoll über Live-Video-Chat gecastet.

    Zu unseren Miseren an allen Fronten...

    Solange man sich nicht traut zu schauen wo das ganze Geld des besten Deutschlands aller Zeiten hinfließt, solange wird alles auf Kante genäht, nicht nur das Bildungswesen.

    Amazon macht jetzt seine eigene Krankenkasse auf (für seine Mitarbeiter).Ich sage ja immer, Blade Runner ist keine Dystopie, sondern der Ausblick in die Zukunft.Die Herrschaft der Corporations.

  18. #329
    Politopia-Methusalem
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Ich dachte das hättest du sowieso vor!?
    Den Gedanken daran hege ich schon lange, aber es bringt auch nichts, zu überstürzen.
    Hätte ich nicht geheiratet und danach "ein Haus gebaut, einen Apfelbaum gepflanzt und ein Kind gezeugt" (oder so ähnlich), wäre ich sicherlich flexibler und trüge nur mein eigenes Risiko und nicht das anderer Menschen gleich mit ...
    Aber alles hat Vor- und Nachteile. Ich beklage mich nicht, muss nun nur etwas überlegter vorgehen als früher.

    Den ersten Schritt habe ich aber in Form einer zunächst einjährigen, unbezahlten Arbeitspause bereits getan. Danach entscheide ich, ob ich endgültig aufhöre zu arbeiten (das ist mein Plan) ... und dann wäre die nächste Frage WO ich nicht arbeite , hier (wo ich immerhin viele Freunde und oben erwähntes, liebgewonnenes Haus habe) oder woanders, wo mir das fehlte aber andere Vorteile zur Verfügung stünden. Also Südspanien (Málaga!) wäre schon toll oder einige Ort in Asien ... im September/Oktober werden wir einen Monat in Indonesien und Thailand (vielleicht auch Malaysia) verbringen, das könnte neue Anregungen liefern.

    Ein entscheidender Punkte wird natürlich auch sein, wie hoch meine Steuerlast für 2017 (das erste Jahr, in dem ich neben den 'normalen' Kryptowährungen, für die ja eine relativ kulante einjährige Haltefrist gilt, auch richtig gut durch Bloggen auf Steemit verdiente) ausfallen wird. Sollte sie einigermaßen moderat sein, bleibe ich vielleicht in Deutschland und verbringe einfach große Teile des Jahres im Ausland. Falls ich aber (was zu befürchten ist) über die Maßen abgezockt werde, bleibt mir fast nichts anderes übrig als auszuwandern, um gut vom Bloggen leben zu können, ohne von der Substanz zu zehren.

    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Eigentlich müssten die USA doch genau deinen Vorstellungen entsprechen (ich meine das jetzt nicht abwertend).
    Keine Sorge, ich sehe dich immer als wohlwollenden, nicht als zynischen Gesprächspartner, bei dem ich ständig Abwertungstendenzen wittern würde.
    Aber dennoch sind die USA wirklich eines der letzten Länder, die infrage kämen. Spätestens seit den Enthüllungen Snowdens, welche selbst schlimmste Befürchtungen übertrafen, ist das Land für mich ein No-Go-Area. Bei der Einreise muss man man Passwörter sozialer Netzwerke etc. herausrücken, Kryptowährungesbestände angeben, und wehe man hat sich mal kritisch über die NSA geäußert ... dann kann das durchaus ein Grund sein, an der Grenze erst verhört und dann wieder zurückgeschickt zu werden. Dann die laschen Waffengesetze und nun auch noch Trump ... ja dorthin werde ich gehen ... in meinen Albträumen vielleicht!

    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    Solange man sich nicht traut zu schauen wo das ganze Geld des besten Deutschlands aller Zeiten hinfließt, solange wird alles auf Kante genäht, nicht nur das Bildungswesen.
    Ja, wo man auch hinsieht, überall das gleiche Bild: Hauptsache schnell und billig, Quantität statt Qualität. Diese kurzsichtige Denkweise wird sich noch bitter rächen.
    Geändert von jaki01 (10.08.2018 um 18:26 Uhr)

  19. #330
    Politopia-Methusalem Avatar von ArgoNaut
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    Zitat Zitat von jaki01 Beitrag anzeigen
    Den Gedanken daran hege ich schon lange, aber es bringt auch nichts, zu überstürzen.
    Hätte ich nicht geheiratet und danach "ein Haus gebaut, einen Apfelbaum gepflanzt und ein Kind gezeugt" (oder so ähnlich), wäre ich sicherlich flexibler und trüge nur mein eigenes Risiko und nicht das anderer Menschen gleich mit ...
    Ein Psychologe könnte viel daraus schließen, dass Du schon lange erwägst, auszuwandern, aber dann doch "vorher" geheiratet und ein Kind gezeugt hast.
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