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Ergebnis 961 bis 975 von 976

Thema: Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  1. #961
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Das Verfassungsgericht hat entschieden, dass Zuschüsse zu den Wohnkosten gedeckelt werden dürfen. Generell ist das nicht verwunderlich, denn es ist nicht einzusehen, dass Einzelpersonen sich übermäßig großen oder teuren Wohnraum von der Allgemeinheit bezahlen lassen.

    Wenn da nicht die normative Kraft des Faktischen wäre...
    Wohnraum ist knapp. Günstiger Wohnraum kaum zu finden, der Streit (Wettbewerb) um die wenigen verbliebenen günstigen Wohnungen findet zwischen größer werdenden Gruppen Bedürftiger statt.

    Es können also nicht alle versorgt werden. Bald nicht einmal mehr die Meisten derjenigen, die darauf angewiesen sind. Und dann?

    Heute las ich bei SPON folgendes Stück

    Verfassungsgericht
    Jobcenter müssen nur günstige Hartz-IV-Wohnungen bezahlen

    Eine Hartz-IV-Empfängerin wollte ihre 77-Quadratmeter-Wohnung erstattet bekommen. Vor dem Bundesverfassungsgericht folgte eine Niederlage: Anspruch gibt es nur auf Wohnungen im unteren Preissegment.
    Das veranlasste mich, einen Kommentar dazu zu schreiben:

    Der Kurs in die ...
    ... programmierte Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile ist nun auch höchstrichterlich eingeschlagen und bestätigt worden.
    Doch was nützen willkürlich (nach Kassenlage) gesetzte Richtwerte, die an die Schwächsten angelegt werden, die an deren Tagesaktualität und Lebensrealität vorbei gehen? Wer seine Wohnung verliert, findet im Lebensumfeld vermutlich keine neue. Und dann? Auf die Straße?

    Und falls doch eine günstigere Wohnung greifbar ist, bekommen diese vermutlich eher diejenigen, die ein geregeltes Einkommen vorweisen können. Wird ein Umzug in eine andere Stadt erforderlich, wo die Mieten günstiger sind und eine Wohnung angeboten wird, muss der Umzug mit allen Begleitkosten bezahlt werden. Wer von denjenigen, die nichts haben, kann das?

    Was aber machen alle diejenigen, denen es nicht gelingt, eine günstige Wohnung oder Alternativen zu finden?
    Die Entwicklung ist noch nicht zu Ende, sondern die Preise für Wohnraum und Energie steigen weiter, die verfügbaren Bezüge stagnieren andererseits. Das sich daraus entwickelnde Resultat ist vorhersehbar...
    Wollen wir wirklich in die programmierte Ausgrenzung eines weiter wachsenden Teils der Bevölkerung abgleiten?

    Was ist mit den Rentnern, der Welle der Millionen der von Altersarmut betroffenen Frauen und Geringverdiener? Werden in zwei Jahrzehnten Zeltstädte auf den Feldern vor den Großstädten vom Roten Kreuz verwaltet werden, in denen diejenigen leben, die sich keine richtigen Wohnungen mehr leisten können?
    Wer denkt eigentlich noch an die Gestaltung der Zukunft, angesichts der tagesaktuellen Bürokratiemonstren?
    Geändert von Konrad (14.11.2017 um 12:34 Uhr)

  2. #962
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Das Verfassungsgeicht hat entschieden, dass Zuschüsse zu den Wohnkosten gedeckelt werden dürfen.
    Generell ist das nicht verwunderlich, denn es ist nicht einzusehen, dass Einzelpersonen sich übermäßig großen oder teuren Wohnraum von der Allgemeinheit bezahlen lassen.

    Wenn da nicht die normative Kraft des Faktischen wäre...
    Wohnraum ist knapp. Günstiger Wohnraum kaum zu finden, der Streit (Wettbewerb) um die wenigen verbliebenen günstigen Wohnungen findet zwischen größer werdenden Gruppen Bedürftiger statt.

    Es können also nicht alle versorgt werden. Bald nicht einmal mehr die Meisten derjenigen, die darauf angewiesen sind. Und dann?
    77 qm sind zuviel. Das Urteil ist absolut richtig, fair und gerecht.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1177867.html

    Ich finde der Staat sollte 20 qm für die erste, weitere 15qm für die zweite und 10 qm für jede weitere Person garantieren. Wenn die Wohnung zu groß ist und man ausziehen soll, muss der Staat den Ersatz herbeischaffen, der diesem Standard entspricht, wenn man das nicht selbst kann. Geht das nicht, müsste weitergezahlt werden.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  3. #963
    Sicherungsposten Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen

    Ich finde der Staat sollte 20 qm für die erste, weitere 15qm für die zweite und 10 qm für jede weitere Person garantieren.

    Gruß
    Verbalwalze
    20 qm für eine Person????

    Sorry Walze, dir geht es anscheinend nicht mehr gut...mein Schlafzimmer hat diese Maße, wenn ich mir jetzt deinen Vorschlag so anschaue, und in Gedanken dort noch eine Küche sowie ein Bad integriere, wäre ich glatt geneigt, dich bis an dein Lebensende in dieser Hucke zu verfrachten.

    Hallo....das hier ist Deutschland, Walze, und nicht irgendein Schwarzafrikanischer Landstrich mit ein paar Haufen Hütten...

    Wenn ich das so manchesmal lese, was du zum Besten gibst, dann sehe ich für die Zukunft der weniger priveligierten Menschen in diesem Land echt schwarz...Zustände wie zu Zeiten der Industriealisierung...

    Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, das die Menschen menschenwürdig untergebracht und leben können...ich rede extra von Leben und nicht von vegetieren, klaro?
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

    Les McCann / Invitations to Opening
    WHITE NOISE / An Electric Storm
    Simple Minds

    Ignore: Jegliches Sperr-Geschrei und
    philosophisch angehauchtes Geschwätz

    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....

  4. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu techniker1 für den nützlichen Beitrag:

    gun0815 (14.11.2017), Schopenhauer (14.11.2017)

  5. #964
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    Die exakte Größenbestimmung ist gar nicht die entscheidende Frage.
    Die mangelnde Verfügbarkeit ist der Flaschenhals. Die normative Kraft des Faktischen.

  6. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (15.11.2017), grauer kater (14.11.2017)

  7. #965
    Sicherungsposten Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Die exakte Größenbestimmung ist gar nicht die entscheidende Frage.
    Die mangelnde Verfügbarkeit ist der Flaschenhals. Die normative Kraft des Faktischen.
    So ist es...aber mal ganz ehrlich, die angebotenen 20 qm von neoliberaler Seite trieben meinen Blutdruck gerade wieder extrem in die Höhe...
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

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  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu techniker1 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.11.2017)

  9. #966
    Politopia-Methusalem Avatar von gun0815
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    Kausaler Zusammenhang?

    ...
    Allerdings ist die Zahl der Wohnungslosen auch ohne Berücksichtigung der Flüchtlinge in den vergangenen beiden Jahren um etwa 25 Prozent von 335.000 auf 420.000 gestiegen.
    ...
    "Aber die wesentlichen Ursachen für Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit liegen in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland, in Verbindung mit der unzureichenden Armutsbekämpfung." Dass immer mehr Menschen wohnungslos seien, liege auch am unzureichenden Angebot an bezahlbarem Wohnraum und Sozialwohnungen. "Zusätzlich haben Kommunen, Bundesländer und der Bund eigene Wohnungsbestände an private Investoren verkauft. Damit haben sie Reserven bezahlbaren Wohnraums aus der Hand gegeben", sagte Specht.
    ...
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeit...chtlinge-armut


    Nicht die Größe der Wohnung sollte entscheidend sein. Der Faktor Preis, also wieviel Geld einer Person zur Verfügung steht, um sich Mietraum zu suchen, sollte im Vordergrund stehen. Denn so kann man dem Geldempfänger entscheiden lassen, in was für einer Wohnung er leben möchte. Modern und klein oder einfach und etwas größer. Besser wäre ein flexibler Tarif. Aber für statische Denker ist Flexibilität ein Ding der Unmöglichkeit. Hier eindrucksvoll von der Walze zur Schau gestellt.
    Wer in Grenzen denkt ist im denken begrenzt.

    "Geist ist geil!"

  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu gun0815 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (14.11.2017)

  11. #967
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    So ist es...aber mal ganz ehrlich, die angebotenen 20 qm von neoliberaler Seite trieben meinen Blutdruck gerade wieder extrem in die Höhe...

    Die Walze sollte man mal ein Jahr lang auf Montage, zu sechst im Container, bei Mindestlohn, von dem noch jeden Monat 300 für das Bett und 100 für die Wäsche abgezogen werden, schicken.

  12. Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (15.11.2017), grauer kater (14.11.2017), Schopenhauer (14.11.2017)

  13. #968
    Sofa-Stratege Avatar von BudSpencer
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    20 qm für eine Person????

    Sorry Walze, dir geht es anscheinend nicht mehr gut...mein Schlafzimmer hat diese Maße, wenn ich mir jetzt deinen Vorschlag so anschaue, und in Gedanken dort noch eine Küche sowie ein Bad integriere, wäre ich glatt geneigt, dich bis an dein Lebensende in dieser Hucke zu verfrachten....
    Also ich weiß nicht was Du hast Tech. Das geht doch ? Also für lau ist das doch völlig OK. Was denn noch ?? Dieses Anspruchsdenken ist doch abstoßend...


  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu BudSpencer für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (15.11.2017)

  15. #969
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Es gibt durchaus 20m² Appartements, die zumutbar sind. Nur liegen die preislich meist außerhalb dessen, was ein ALG II Empfänger bewilligt bekommt, denn die Ausstattung mit hochintegrierten Möbeln ist nicht billig.

    Hätten die Gemeinden/Kommunen den Trend zu fortschreitender Versingelung der Gesellschaft nicht komplett verschlafen und zudem den rapiden Abbau der Anzahl Sozialwohnungen nicht durch Verkauf an Immo-Haie und Investmentfonds vorangetrieben, wäre das Problem gar keines.

    Wer schwarze Nullen zu einem Fetisch macht wird eben selbst zu einer solchen.
    Geändert von Diogenes2100 (14.11.2017 um 20:00 Uhr)
    Wenn Jesus zu Zeiten des Radikalenerlasses gewirkt hätte, hatte er nicht mal Postbote werden können - dieser linksradikale Sozialromantiker

  16. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (15.11.2017), grauer kater (14.11.2017), Konrad (15.11.2017), techniker1 (15.11.2017)

  17. #970
    Politopia-Methusalem Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Die exakte Größenbestimmung ist gar nicht die entscheidende Frage.....................Die normative Kraft des Faktischen.
    De facto haben wir in Deutschland genügend Wohnraum, nur hat die verstärkte Konzentration auf die Ballungszentren das Problem hervorgerufen. Auf dem Lande gibt es Wohnraum aber oft keine vernünftige Arbeit, zudem wurde die Mobilität zum Luxusgut hochstilisiert und in den Ballungszentren gibt es eben eher Arbeit aber eben für den Normalverdiener keine bezahlbaren Wohnungen.

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu grauer kater für den nützlichen Beitrag:

    Kleinlok (14.11.2017)

  19. #971
    Politopia-Haudegen Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen

    Ich finde der Staat sollte 20 qm für die erste, weitere 15qm für die zweite und 10 qm für jede weitere Person garantieren.
    Es wurde ja schon einiges dazu gesagt, darum spare ich mir die moralische Keule.

    Viel wichtiger ist, es gibt solche Wohnungen so gut wie überhaupt nicht in D.Schon bei der Größe vo 38 qm wird es eng.Und die kleinen verbliebenen 1 Zimmer Wohnungen sind Konkurrenzmasse von Millionen Singles, Studenten und Rentnern ohne Geld.
    Das wäre höchstens noch in einer WG realisierbar.

    Heute hörte ich im Radio, dass wir mittlerweile 1.000.000 Menschen ohne Wohnung in D haben.Die Hälfte sind Flüchtlinge und die andere Hälfte sind Festbestand.Die Zahl steigt und mit den kommenden Armutsrentnern stehen wir vor einer mittelschweren Katastrophe.

    @Konrad
    Was ist mit den Rentnern, der Welle der Millionen der von Altersarmut betroffenen Frauen und Geringverdiener? Werden in zwei Jahrzehnten Zeltstädte auf den Feldern vor den Großstädten vom Roten Kreuz verwaltet werden, in denen diejenigen leben, die sich keine richtigen Wohnungen mehr leisten können?
    Aber vielleicht werden die momentanen Containerdörfer ja demnächst anderweitig genutzt.Zelte sind doof, aber man könnte natürlich Favela-Architekten einfliegen, um die Leute hier in der Kunst der Holz- und Wellblechverarbeitung einzuweihen.Trailerparks mit abgerockten Wohnmobilen würden auch gehen.Wasser kommt von oben und Strom holt man sich vom selbstgebastelten Windrad.Abwässer werden in den nächsten Gulli eingelassen.Geht doch!
    Geändert von Schopenhauer (14.11.2017 um 19:06 Uhr)

  20. Folgender Benutzer sagt Danke zu Schopenhauer für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (15.11.2017)

  21. #972
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von techniker1 Beitrag anzeigen
    20 qm für eine Person????
    GENAU DAS!


    Zitat Zitat von techniker1
    Sorry Walze, dir geht es anscheinend nicht mehr gut...mein Schlafzimmer hat diese Maße, wenn ich mir jetzt deinen Vorschlag so anschaue, und in Gedanken dort noch eine Küche sowie ein Bad integriere, wäre ich glatt geneigt, dich bis an dein Lebensende in dieser Hucke zu verfrachten.
    Soweit ich weiß, gibt es da in jedem IKEA die 20 qm Demowohnung. Für mich definitiv zumutbar.

    Zitat Zitat von techniker1
    Hallo....das hier ist Deutschland, Walze, und nicht irgendein Schwarzafrikanischer Landstrich mit ein paar Haufen Hütten...

    Wenn ich das so manchesmal lese, was du zum Besten gibst, dann sehe ich für die Zukunft der weniger priveligierten Menschen in diesem Land echt schwarz...Zustände wie zu Zeiten der Industriealisierung...

    Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, das die Menschen menschenwürdig untergebracht und leben können...ich rede extra von Leben und nicht von vegetieren, klaro?
    Nix da, 20 qm sind absolut unzweifelhaft menschenwürdig.
    Sonst müsste man ja praktisch sämtliche Studentenwohnheime sofort noträumen. 10 qm und dann noch Gemeinschaftsküche/-bad. Also ich würde noch einmal darüber nachdenken, und zur Anschauung kann man in den IKEA.

    Beim Hartzen bin ich ja für einen Warenkorb. Da würde ich auch nämliche IKEA-Demowohnung reinstopfen, für den Single. Und ich glaube da gibt es auch das 35 qm Paardemodings.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
    Tipp: Lies Deine Antwort noch einmal durch und prüfe deren Gehalt, bevor Du postest.

  22. #973
    . Avatar von Anouk
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    Zitat Zitat von Schopenhauer Beitrag anzeigen
    (...)
    Aber vielleicht werden die momentanen Containerdörfer ja demnächst anderweitig genutzt.Zelte sind doof, aber man könnte natürlich Favela-Architekten einfliegen, um die Leute hier in der Kunst der Holz- und Wellblechverarbeitung einzuweihen(...)
    Container sind teuer (zumal etliche Geschäftsleute ihren Reibach damit gemacht haben) und inzwischen großteils längst abgebaut. Keine Ahnung, wie's bei Euch in der Gegend ausschaut, Schopi, aber hier sind die meisten Containerdörfer längst verschwunden. Die Mehrzahl der Flüchtlinge lebt hier noch immer in Asylunterkünften, die 6 qm Wohnfläche pro Kopf vorsehen.
    Persönliche Einrichtungsgegenstände wie (gespendete) Sofas, Teppiche o.ä., die die karg eingerichteten Zimmer wohnlicher machen könnten, sind aus Brandschutzgründen verboten.
    Ich kommentiere das hier nicht, sondern gebe nur den Status Quo wieder.

    Um die Wohnungsnot besser und nachhaltiger in den Griff zu bekommen, haben Kieler Architekten Anfang 2015 interessante Bauideen entwickelt. Bei ihren Vorschlägen handelt es sich um kostengünstige Fertighäuschen, die aus vorgefertigten Modulen bestehen, schnell hochgezogen und je nach Nutzung flexibel umrüstbar sind.
    Bedeutet, dass sie sowohl für die Unterbringung von Geflüchteten als auch von Studenten und/oder älteren Menschen und/oder Singles und/oder Familien mit eher einfachen Ansprüchen geeignet sind.
    Grundrisse, Kostenberechnungen usw. des sog. "Kieler Modells" kann man sich beispielsweise hier anschauen: http://www.arge-sh.de/files/3-PDF-Ki...B-05052015.pdf

    In Berlin, NRW, Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern sind bereits etliche Modulhäuser entstanden. Aber es sind schlicht noch zu wenige, und der über Jahre sträflich vernachlässigte soziale Wohnungsbau bei zugleich (in Metropolen) explodierenden Mieten hinkt der Gesamtentwicklung hinterher.
    Geändert von Anouk (15.11.2017 um 09:17 Uhr)
    "Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel." (Bertrand Russel)



  23. #974
    Individuum Avatar von Diogenes2100
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    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Nix da, 20 qm sind absolut unzweifelhaft menschenwürdig.
    Du würdest selbst einen Pappkarton unter der Brücke für menschenwürdig halten.

    Zitat Zitat von Verbalwalze Beitrag anzeigen
    Sonst müsste man ja praktisch sämtliche Studentenwohnheime sofort noträumen. 10 qm und dann noch Gemeinschaftsküche/-bad.
    Ich denke, du verwechselst das mit Gefängniszellen. Ganz abgesehen davon, dass es ein Unterschied ist, ob jemand freiwillig während seines Studiums in einem Einzelzimmer einer Studenten-WG wohnt oder gezwungenermaßen in einem heruntergekommenen Dreckloch, für das das vorgesehene Budget des Jobcenters ausreicht.

    Nur mal so als Beispiel: Traunstein bewilligt für eine Familie mit 2 Kindern eine Kaltmiete von 4,63 Euro/m² plus Nebenkosten - die Durchschnittsmiete in Bayern liegt aber schon laut Destatis mindestens 50% drüber. Die von Immobilienportalen gemittelten Durchschnittswerte für den Landkreis Traunstein liegen ebenfalls um die 7 Euro kalt. Irgend etwas stimmt da also nicht.
    Geändert von Diogenes2100 (15.11.2017 um 19:12 Uhr)
    Wenn Jesus zu Zeiten des Radikalenerlasses gewirkt hätte, hatte er nicht mal Postbote werden können - dieser linksradikale Sozialromantiker

  24. Folgender Benutzer sagt Danke zu Diogenes2100 für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (16.11.2017)

  25. #975
    Politopia-Haudegen Avatar von Verbalwalze
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    Zitat Zitat von Diogenes2100 Beitrag anzeigen
    Du würdest selbst einen Pappkarton unter der Brücke für menschenwürdig halten.
    Nein tue ich nicht und Du weiß das, Du mieser Verleumder.

    Zitat Zitat von Diogenes2100
    Ich denke, du verwechselst das mit Gefängniszellen.
    Ich denke nicht, oder willst Du mir erzählen, das durchschnittliche Studentenwohnheim hätte individuelle Badezimmer und Küchen?

    Zitat Zitat von Diogenes2100
    Ganz abgesehen davon, dass es ein Unterschied ist, ob jemand freiwillig während seines Studiums in einem Einzelzimmer einer Studenten-WG wohnt oder gezwungenermaßen in einem heruntergekommenen Dreckloch, für das das vorgesehene Budget des Jobcenters ausreicht.
    Wenn wir mal annehmen, dass ein Studentenwohnheim ausreichend würdig ist, um sagen wir mal 4 Jahre darin zu wohnen, dann wäre es ja durchaus in Ordnung würde das Jobcenter Menschen, die vom Geld anderer Leben in ein Studentenwohnheimäquivalent einquartiert. Ich war schon mal in so einem, war kein Dreckloch.

    Zitat Zitat von Diogenes2100
    Nur mal so als Beispiel: Traunstein bewilligt für eine Familie mit 2 Kindern eine Kaltmiete von 4,63 Euro/m² plus Nebenkosten - die Durchschnittsmiete in Bayern liegt aber schon laut Destatis mindestens 50% drüber. Die von Immobilienportalen gemittelten Durchschnittswerte für den Landkreis Traunstein liegen ebenfalls um die 7 Euro kalt. Irgend etwas stimicht.
    Nur mal so als Beispiel, Für eine Familie mit zwei Kindern wären in meinem Modell 55m² vorgesehen, und das Jobcenter müsste dafür sorgen dass das auch geht, es müsste dann nach oben ausweichen, sollte das nicht gehen.
    Wie schon öftere erwähnt, bin ich bei der Bestimmung des HIV-Satzes für ein Warenkorbmodell und zwar ein regionales, das eine Schwankungsreserve von einigen Prozent haben sollte und regelmäßig kontrolliert wird, so dass der Warenkorb auch tatsächlich zum kalkulierten Preis verfügbar ist.

    Gruß
    Verbalwalze
    Recht ist es, auch vom Feind zu lernen.

    P.S.
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