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Thema: Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  1. #1276
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    […] das mit dem "Handel" stimmt natürlich nicht. Dtl. produziert und exportiert mehr als je zuvor. […]
    Der Handel produziert eigentlich nichts, sondern bringt nur die von anderen Unternehmen hergestellten Waren in Umlauf: insofern ist's schon mal gar nicht übel, dass Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftspolitiker üblicherweise Produktion und Handel zu unterscheiden gelernt haben. Und wie blendend es uns allen so geht, indizierte heute gerade die Preistafel an einer eher versteckt gelegenen Tankstelle: Der preisliche Unterschied zwischen dem steuerbegünstigten "E10" und dem stärker nachgefragten Super ROZ 95 beträgt mittlerweile 4 Cent pro Liter - dass Dumme ist bloß, dass der Tankwart/der Tankstellenpächter davon auch nix hat - der verdient je Liter verkauften Treibstoffs höchstens um die 2 Cent. Und an den Tagen, an denen, wie heute, Super bleifrei bei 1,419 steht, kommen eher weniger Kunden - und wer kommt, tankt bloß für zehn oder fünfzehn Euro, in der Hoffnung, dass in zwei Tagen der Preis wieder acht bis zehn Cent niedriger steht…
    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    […] probleme sehen eigentlich anders aus. […]
    Wie übel, dass man in dieser rosigen Gegenwart so ganz zu vergessen droht, wie eigentlich Probleme aussehen… und dass die Probleme von Otto Normalverbraucher bestehen bleiben, auch wenn das Statistische Bundesamt die schönsten Zahlen wirtschaftlichen Wohlergehens veröffentlicht.

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (27.01.2018)

  3. #1277
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    Zitat Zitat von Valerio Beitrag anzeigen
    Hier gehts ja um die wirtschaftliche lage deutschlands, nicht nur gewisser teilbereiche bestimmter branchen. […]
    Die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands errechnet sich aus den unterschiedlichen Konjunkturen sämtlicher Branchen - insofern verdienen einzelne Branchen, insbesondere auch, wenn sie doch gegen den "Trend" irgendwie nicht so aufwärtsstrebend sind, wie der Aktienindex… wie auch im "Nachrichten des Tages"-Thread halte ich es für wichtig, gerade den wenig beachteten Meldungen zuzuerkennen, dass sie zumindest wesentliche Teilaspekte des Wirtschaftslebens beleuchten. So setzt, den Neuheiten anlässlich einer Fachmesse zufolge, beispielsweise die Süßwarenindustrie auf's Wachstumspotenzial zuckerfreier bzw. veganer Produkte - mit anderen Worten: Der Verbraucher will naschen, aber die propagierte Gesundheitsvorsorge lässt ihn zu solchen Produkten greifen, um die gerade ein Hype gemacht wird… andererseits erfordert die Feinabstimmung bei den deswegen zu verändernden Rezepturen nebst der Werbung für jene mutmaßlich zahnschonenden und dem Schlankheitsideal zuträglichen Kreationen der Lebensmittelchemie Investitionen, die ein kleinerer Hersteller nicht wird tragen können.
    Übrigens lese ich gerade, dass trotz der seit Anfang der 70er Jahre boomenden Fitnesswelle der Sportartikelhandel aktuell eher in Schwierigkeiten steckt.
    Geändert von I'm a Substitute (28.01.2018 um 18:06 Uhr) Grund: einen vertippten Buchstaben nachgebessert

  4. #1278
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    Standard Arbeitsmarkt in D Januar 2018 nur noch 6.782.896 Personen sind Leistungsempfänger (SG

    Arbeitsmarkt Januar 2018:


    Im Januar 2018 waren beachtliche 6.782.896 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Januar 2018 im BA Bericht auf 3.514.557 Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen im Sinne des § 16 SGB III im Januar 2018 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Januar Rekordtief “ von 2.570.311 arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 846.404 Personen in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 736.231 BA-X 254 beziffert.


    Quelle der Zahlen:
    Hier der Link zum BA Bericht für Januar 2018
    https://statistik.arbeitsagentur.de/...201801-pdf.pdf


    2.3.7 Hilfequoten
    Im Januar 2018 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,8 Prozent). 32 9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,3 Prozentpunkte) und Personen (-0,1 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.


    Quelle: Seite 23 BA Bericht Januar 2018


    2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte
    Im Januar 2018 lebten in 3.193.000 Bedarfsgemeinschaften 5.960.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.269.000) und 1.691.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.


    Quelle: Seite 22 BA Bericht Januar 2018


    1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Januar
    Tabellenanhang zum Monatsbericht Januar 2018 (Tabelle 1)

    Im Januar 2018 waren "nur noch" 6.782.896 Personen im Leistungsbezug SGB II/III allerdings schwankt diese Zahl trotz Demographie vermehrter Eintritt in Rente (Altersarmut) je nach Jahreszeit seit Jahren um die Marke von 7 Millionen Personen. Von einen Rekord oder einer signifikanten Veränderung keine Spur.


    823.079 Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
    4.268.861 Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
    1.690.956 Personen Sozialgeld


    Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 7,8 %



    Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 3.514.557 Personen 7,7 %


    1.4.6 Unterbeschäftigung
    In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.


    Quelle: Seite 15 BA Bericht Januar 2018


    Rekordbeschäftigung?

    Als erwerbstätig gelten, alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben beziehungsweise in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Also auch Personen in Elternzeit. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen durch den späteren Renteneintritt Geburtsjahrgang 1953 Altersrente 2018 mit 65 Jahre + 7 Monat


    Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?


    Gemeldete Arbeitsstellen


    In der Stellenbörse der BA habe ich vor unlängst ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren. Aufgrund dessen ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einem Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird vermutlich sehr bald Fachkräftemangel ernten.


    Leistungsempfänger SGB II/III ohne Bezieher von Asylleistungen


    Im Januar 2018 erhalten 6.782.896 Personen Personen
    Im Dezember 2017 erhalten 6.677.572 Personen
    Im November 2017 erhalten 6.663,363 Personen
    Im Oktober 2017 erhalten 6.664.905
    Im September 2017 erhalten 6.727.799
    Im August 2017 erhalten6.835.569
    Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
    Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
    Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
    Im April 2017 erhalten 6.873.442
    Im März 2017 erhalten 6.907.966
    Im Februar erhalten 6.926.753
    Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
    Im Dezember 2016 erhalten 6.714.797


    Leistungen im Bereich des SGB II/III


    Also nahezu Vollbeschäftigung? Ja regional sind vielleicht nahezu alle irgendwie oft nur in Maßnahmen beschäftigt, allerdings nicht in Vollbeschäftigung. Beschäftigung bedeutet oft Arbeit in Armut.


    In vielen Medienberichten der herrschenden Nomenklatur herrscht wieder einmal eine rosa rote „Pippi Langstrumpfwelt“ gemalt so wie sie der herrschenden Nomenklatur gefällt.
    Die niedrige Arbeitsteiligkeit und die höchste Beschäftigung seit..... bla bla blub und wie sieht die Welt in der Realität der Wirklichkeit der Bürger aus?


    Die höchste Kinderarmut im Nachkriegsdeutschland. Die höchste Armuts- und Armutsgefährdung quote im Nachkriegsdeutschland. Die Zahl der Menschen in Altersarmut wächst unaufhörlich und bedrohlich an. Die schön gemalte Welt gibt es nur in der Statistik und in vielen Medie (siehe in das Büchlein die Zahlentrickser von Gerd Bosbach Jens Jürgen Korff ) die Statistik wird einfach so gestaltet das sie der herrschenden Nomenklatur das erwünschte bestätigt. Ein Blick auf die Haushaltsansätze des Bundesministerium für Arbeit und Soziales von 2014 – 2017 zeigt sehr deutlich auf das die Kosten in eine andere Richtung deuten als die Statistiken vom Arbeitsmarkt.


    2014 wurden rund 122,0 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
    2015 wurden rund 125,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
    2016 wurden rund 129,8 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt
    2017 wurden rund 137,6 Milliarden € für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales benötigt


    Quellen der Zahlen:
    https://de.statista.com/statistik/da...undeshaushalt/
    https://www.bundeshaushalt-info.de/f...soll/epl11.pdf


    Für 2017 werden demnach rund 137, 6 Mrd. € für das Bundesministerium für
    Arbeit und Soziales (trotz der höchsten Anzahl an Arbeitsplätzen und der statistisch historisch geringen Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung) im Haushalt eingerechnet. Somit sind die Ausgaben für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales binnen 4 Jahre um rund 15,6 Milliarden Euro von rund 122,0 auf 137,6 explodiert. Der Jobboom kostet der Solidargemeinschaft der Steuerzahler enorm viel Steuergeld. Jobsharing schafft natürlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.


    Ein Beispiel die Bäckerei bei uns um die Ecke hatte lange Zeit von 6 Uhr 30 bis 18 Uhr geöffnet und Samstag bis 13 Uhr in der Bäckerei waren 3 Verkäuferinnen in Vollzeit (170 Std/Monat) beschäftigt


    Nun hat die Bäckerei von Montag bis Samstag von 5 Uhr 30 bis 20 Uhr und sonntags von 8 - 10 Uhr geöffnet jetzt arbeiten dort 8 Verkäuferinnen (Jobsharing) je 70 Std/Monat es sind also 5 neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen entstanden. 5 Verkäuferinnen erhalten zusätzlich ALG II Leistungen oder Wohngeld.


    So entstehen neue sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen allerdings kann nun keine der 8 Verkäuferinnen trotz das sie früh aufsteht und arbeitet von ihrer Hände Arbeit sich und ihre Kinder angemessen versorgen. Sie benötigt entweder ein zweites Einkommen oder erhält ergänzende Sozialleistungen. „Qualitätsmedien“ und die herrschende Nomenklatur mögen das als Erfolg feiern ich nicht. Und das ist nur ein Beispiel einer einzigen Bäckerei wie viele Bäckereien gibt es in Deutschland? In wie vielen Bereichen entstehen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen durch Jobsharing?


    Der einen Erfolg ist der anderen Armut.


    Mein Kommentar zum Arbeitsmarkt im Januar 2018


    Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur. Viele waren davon überzeugt das es „Deutschland“ das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Nach dem Motto „Wenn du, mit einer Speise in der Hand, einen Armen erblickst, geh hin. Doch reich ihm die Speise nicht. Iss sie vor seinen Augen genüsslich auf.“ Ja abermals jubeln viele Medien über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen …. seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur sowie die höchste Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt – nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. Die herrschenden Nomenklatur hat durch Ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung, früher in der DDR hieß das Planerüberfüllung, in den Jahren 1988/89 war das Wort fester Bestandteil in der „Aktuellen Kamera“) aber jede Blase platzt – wie in der DDR geschehen - irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt, findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleich-klingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“ die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990 Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind. Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau. Aber was die „Qualitätsmedien“ in ihrer lückenhaften Berichten zum Arbeitsmarkt vermutlich nur versehentlich vergessen oder übershen ist das eine Beschäftigung in Teilzeit (zum Beispiel 3 Stunden pro Tag als Beifahrer von Paketdiensten, Regalbefüller oder Jobsahring in Bäckereien oder im diversen Einzelhandel) sowie Beschäftigung in Leih und Zeitarbeit zwar einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Rekordbeschäftigung) bedeutet aber keine echte Vollbeschäftigung ist keine Beschäftigung in der die Beschäftigten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien erzielen können. Sondern für viele nichts anderes als Armut trotz Arbeit mit ergänzender Grundsicherung. Diese Grundsicherung wird als Lohnsubvention für Beschäftigung von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler zu Gunsten der Unternehmen erbracht. Die Wirtschaft-Mächtigen freut es, ihnen bleiben die Freiräume zur Gewinnmaximierung. Die Armen bleiben eben arm.

    Jobwunder durch Hartz IV und Co.?
    http://www1.wdr.de/daserste/monitor/...nd-co-100.html


    Bei dem Lesen der BA Berichte über einen längeren Zeitraum denke ich immer an die Romane eines sehr bekannten Autors, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird. Bis sich gegen Ende des Romans das utopische mit der Wirklichkeit vermischt. Oder anders gesagt philosophisch formuliert „Am Ende der Kreidezeit kurz vor dem Meteoriteneinschlag waren die Dinosaurier am größten“

    Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.


    Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
    Wir gestalten die Wirklichkeit.
    Wir schaffen die Wirklichkeit.
    Wir erschaffen die Wirklichkeit.
    Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin


    So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
    PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!


    Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)


    Erstellt von Sybilla am 31.01.18 --- 10 Uhr 30


    PS: Wie können Menschen mehr Teilhabe am allgemeinen Einkommen gewinnen?
    Durch Bildung und Qualifikation der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit heißt Qualifikation gegen den Fachkräftemangel.BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT Scheele fordert mehr Geld für Betreuung von Langzeitarbeitslosen Gut Herr Scheele denkt an seine Leute anstatt die zu viel gewordenen Mitarbeiter der Jobcenter zu entlassen und so die finanziellen Aufwendungen der Steuerzahler einzudämmen. Fordert Herr Scheele noch mehr Geld von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler (der Überschuss aus der Arbeitslosenversicherung steht dafür nicht zur Verfügung) für seine und noch mehr Mitarbeiter, damit sie bei „regionaler Vollbeschäftigung“ die laut Statistik kaum vorhandenen Arbeitslosem (Kunden) intensiver „betreuen“ können. Dabei verweist er auf Modellprojekte bei denen 69 bzw. 66 % der (Kunden) auch durch das intensivere „betreuen“ durch seine Mitarbeiter von den Betrieben nicht eingestellt wurden. Lediglich einen Zuwachs von 19 bzw. 17 % kann er vermelden wobei natürlich die Gründe des Zuwachses bei „regionaler Vollbeschäftigung“ nicht zwingend in den exorbitant teuren Modellprojekt zu suchen sind sondern eventuell auch in der Ansiedelung von Arbeitsplätzen z.B. in Logistikzentren usw... zumindest wird durch die flächendeckende Umsetzung der teuren Modellprojekte kein Mitarbeiter der Jobcenter arbeitslos. Eventuell wird der eine oder die andere Kunde*Kundin durch das intensivere „betreuen“ nicht nur psychisch belastet, Wenn ein Kunde*Kundin viele Bewerbungsabsagen in kurzer Zeit verkraften und den Mitarbeitern des Jobcenter der den „ Kunden*Kundin“ intensiv betreut erklären muss, warum er nur Absagen erhält, was er natürlich nicht kann, weil Absagen nur sehr selten von Arbeitgebern begründet werden und auch nicht begründet werden müssen. Vielleicht steigt dadurch auch die Gesamtzahl psychisch erkrankter Menschen auf einen neuen Höchstsand seit der Wiedervereinigung an. Aber auch diese Kunden*Kundinnen fallen dann zumindest vorübergehend aus der Statistik und können als „Erfolg“ verbucht werden.


    Ich bitte um Erfahrungsberichte von betroffenen Personen die diese „ Betreuung“ von den Jobcenter erhalten haben. Werden tatsächlich intensiver Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht und angeboten oder ist sind das nur Termine bei denen die „Bewerbungen des Kunden“ gesichtet werden und die Gründe der Absagen durch die Jobcenter Mitarbeiter beim Kunden abgefragt werden? Erfahrungsberichte bitte per PN an mich senden. Danke.
    Geändert von Sybilla (31.01.2018 um 10:25 Uhr)

  5. #1279
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Dank vorausschauender gesetzgeberischer Maßnahmen und statistischer Korrekturmechanismen werden auch in der Zukunft die Erfolgsmeldungen nicht abreissen. Arbeitslose werden statistisch ausgebucht oder frühverrentet, wenn eine Anschlussverwendung eher weniger wahrscheinlich ist.

    Und so dürfte auch die Prognose für einige Tausend der in den nächsten Jahren überflüssig werdenden Mitarbeiter in der Finanzdienstleistungsbranche aussehen.
    Wer wird eine/n Bankangestellte/n mit 30-35 Dienstjahren in Filialen schon anstellen, wenn der Rückbau des Filialnetzes im Bankensektor allgemein auf der Agenda steht?
    Wer möchte teure 50+-Veteranen einstellen, wenn es erheblich preiswerteren Nachwuchs für die wenigen Jobs gibt, die parallel vakant werden?

    Kreditinstitute
    Studie sagt Deutschland großes Bankensterben voraus

    Die Untersuchung einer Unternehmensberatung kommt zu dem Schluss, dass in den nächsten Jahren Hunderte Banken dichtmachen müssen: Von derzeit rund 1900 Banken sollen nur noch 150 bis 300 übrig bleiben.
    ...
    Heute sind knapp 1900 Banken in Deutschland aktiv, die knapp 36.000 Bankfilialen unterhalten.
    ...
    Dass die Zahl der Filialen zurückgeht, ist tatsächlich schon länger zu beobachten.
    sein.
    ...
    Wesentlich für das Filialsterben verantwortlich ist die Digitalisierung: Innovative Technologien, neue Wettbewerber und veränderte Kundenwünsche erzeugen Anpassungsdruck - weg vom Filialnetz, hin zu Onlineangeboten. Hinzu kommen Kostendruck und der Abbau von Überkapazitäten, zum Beispiel in Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang.


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    Schopenhauer (01.02.2018)

  7. #1280
    Politopia-Methusalem Avatar von Schopenhauer
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    Zitat Zitat von Konrad Beitrag anzeigen
    Wer wird eine/n Bankangestellte/n mit 30-35 Dienstjahren in Filialen schon anstellen, wenn der Rückbau des Filialnetzes im Bankensektor allgemein auf der Agenda steht?
    Wer möchte teure 50+-Veteranen einstellen, wenn es erheblich preiswerteren Nachwuchs für die wenigen Jobs gibt, die parallel vakant werden?


    Es werden viele Tränen vergossen werden- in vielen Branchen.Und es ist klar, dass "lebenslanges Lernen" seine Grenzen haben wird.Denn wir werden halt langsamer und schwerfälliger, wenn wir in die Jahre kommen.Entweder wird das Tempo (Zeit ist Geld) aus den Anforderungen und den Arbeitsbedingungen herausgenommen, oder es wird für sehr viele sehr schwierig werden.

  8. #1281
    Politopia-Urgestein
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    Zitat Zitat von Sybilla Beitrag anzeigen
    […] Die Zahl der Menschen in Altersarmut wächst unaufhörlich und bedrohlich an. […]
    Auch das wird am Ende doch als "Erfolg" gefeiert werden, sinken damit doch die Aufwendungen der gesetzlichen Rentenversicherung pro Versichertem… aber heutzutage muss man als Normalbürger ja schon froh sein, wenn man in der Zeitung liest, dass der Emirates-Großauftrag bei Airbus wenigstens erlaubt, den A380 noch ein Weilchen lang weiter zu produzieren. Auch etliche Zulieferbetriebe (und damit die Regionen um Toulouse und Hamburg bzw. Stade) profitieren davon.

  9. #1282
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    Hurra, eine "neue" Risikogruppe ist ausgemacht, die eher gefährdet ist, unter die Armutsgrenze zu rutschen: Es sind Alleinstehende, also Singles, Witwen/Witwer, natürlich auch Alleinerziehende (nach Auszug des/der Kinder aus dem gemeinsamen Haushalt).

  10. #1283
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    Die Bundesbank hat errechnet, dass die Bundesbürger im Schnitt 107 Euro Bargeld, und davon 6 Euro in Münzen zur Hand haben. Ihnen dieses Geld zu entziehen scheint vorrangiges Ziel der bereits mehrmals verlautbarten Absichten, das Bargeld auf lange Sicht abzuschaffen, zu sein. Wenn jetzt als Problem gesehen wird, dass Beträge unter 5 Euro in bar beglichen werden, bräuchte man ja nur die Preise entsprechend zu erhöhen…

  11. #1284
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    ..................... Wenn jetzt als Problem gesehen wird, dass Beträge unter 5 Euro in bar beglichen werden, bräuchte man ja nur die Preise entsprechend zu erhöhen…
    Solange die Sicherheitsstrukturen in der Geldwirtschaft nicht zu 110% funktionieren, kann man auf Bargeld kaum verzichten. Und die Lebenshaltungskosten in Westeuropa sind hoch genug, da sind jegliche Preiserhöhungen kontraproduktiv und Gift für jede Entwicklung.

  12. #1285
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Hurra, eine "neue" Risikogruppe ist ausgemacht, die eher gefährdet ist, unter die Armutsgrenze zu rutschen: Es sind Alleinstehende, also Singles, Witwen/Witwer, .....................................
    In der Regel stimmt das, denn die Kosten für Wohnen, Energie, Steuern, Abgaben, Mobilität etc. verteilen sich nicht mehr auf mehrere Personen, steuerliche Vorteile gibt es kaum, auch keine Subventionen und dergleichen mehr.

  13. #1286
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    Studie sagt Deutschland großes Bankensterben voraus

    wenn kommt was macron und merkel vorhaben, eine europäische haftungsunion,
    sage ich eher ein grosses bankkundensterben voraus.
    genauer ein grosses, deutsches, österreichisches, holländisches bankkundensterben voraus.

  14. #1287
    Endstation des Schwarzen Peters Avatar von Konrad
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    Zitat Zitat von euroade Beitrag anzeigen


    ... sage ich eher ein grosses bankkundensterben voraus...
    Woran sollen die Kunden denn eingehen?

    Und gibt es dagegen keine Mittel?

  15. Folgender Benutzer sagt Danke zu Konrad für den nützlichen Beitrag:

    grauer kater (20.02.2018)

  16. #1288
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    Wie man in der Zeitung so liest, scheinen auch Personen mit einigermaßen hohem Einkommen einfallsreich zu sein, beim Einkauf ein wenig zu sparen… im beschriebenen Falle währte die Freude über's Schnäppchen allerdings eher nur kurze Zeit.

  17. Folgender Benutzer sagt Danke zu I'm a Substitute für den nützlichen Beitrag:

    techniker1 (20.02.2018)

  18. #1289
    POTT Techniker Avatar von techniker1
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    Zitat Zitat von I'm a Substitute Beitrag anzeigen
    Wie man in der Zeitung so liest, scheinen auch Personen mit einigermaßen hohem Einkommen einfallsreich zu sein, beim Einkauf ein wenig zu sparen… im beschriebenen Falle währte die Freude über's Schnäppchen allerdings eher nur kurze Zeit.
    Ich hätte ihm zusätzlich noch ein paar Jährchen gesiebte Luft verordnet....
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte

    Les McCann / Invitations to Opening
    WHITE NOISE / An Electric Storm
    Simple Minds

    Ignore: Jegliches Sperr-Geschrei und
    philosophisch angehauchtes Geschwätz

    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....

  19. #1290
    Politopia-Urgestein Avatar von grauer kater
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    Zitat Zitat von euroade Beitrag anzeigen
    Studie sagt Deutschland großes Bankensterben voraus

    wenn kommt was macron und merkel vorhaben, eine europäische haftungsunion,
    ...................................
    Unsinn, die Masse der Bank- und Geldinstitutkunden hat gar keine anderen Möglichkeiten, als Kunde zu bleiben. Wenn die paar Spargroschen abgehoben werden und zuhause im Sparstrumpf landen, sind sie noch unsicherer als auf der Bank. Und Gold oder Diamanten zu kaufen, kann sich die Masse auch nicht leisten, zumal die im Bedarfsfall nicht optimal zu verkaufen sind.

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