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Thema: Die Mitleidsindustrie

  1. #1
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Standard Die Mitleidsindustrie

    Es gibt weltweit 37.000 Hilfsorganisationen mit einem jährlichen Budget von $120 Mrd.
    Die Journalistin Linda Polman war in den letzten Dekaden viel in den Krisenherden der Welt unterwegs und hat in ihrem Buch "Die Mitleidsindustrie " Erschreckendes und moralisch Problematisches zutage gebracht über die Arbeit von Hilfsorganisationen.

    Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, dafür aber einen Video-Beitrag aus der Sendung "Aspekte" gesehen.
    Sendung Verpasst? - ZDF Mediathek (Die ersten 8 Minuten)

    Es geht darin u.a. über die Problematik, dass die NGOs unter Druck stehen, da sie wie wirtschaftliche Unternehmen handeln müssen um zu überleben. Sie versuchen das Maximum an Spenden zu generieren und möglichst aktiv zu sein. Aufgrund dieses Aktionsdrucks nehmen sie es bei Spendenaufraufen manchmal mit der Wahrheit nicht so genau und stehen vor dem moralischen Problem, dass sie oftmals militante Machthaber unterstützen müssen, um überhaupt in Krisengebiete zu kommen. Wenn sich eine NGO weigert an die blutigen Warlords zu zahlen, dann tut es eben eine andere.
    Polman will mit ihrem Buch aber keineswegs Menschen von Spenden abraten, sondern nur fordern, dass die Spender von den NGOs möglichst genaue Informationen zur Lage, der Arbeit und den Konditionen einholen bevor sie Geld überweisen.

    2 Beispiele aus dem Buch:

    - Im Flüchtlingslager Goma in Zaire waren entgegen der offiziellen Informationslage nicht die ruandischen Opfer, sondern die Täter (Hutu-Milizen), die sich dort von den NGOs haben durchfüttern lassen auf der Flucht vor ihren Rächern. Als "Ärzte ohne Grenzen" das bemerkten, stoppten sie ihre Arbeit dort, wurden aber sofort durch andere Organisationen ersetzt

    - In vielen Krisenherden ist es normal, dass die NGOs Teile ihres Budgets an das ortsansässige Militär, bzw. den Warlord abdrücken müssen, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen dürfen. In Aceh (Tsunamigebiet in Südostasien) waren es 30%, in Somalia gar 80% des Budgets

    Die Rezensionen sind durchweg positiv und informativ.
    [ame="http://www.amazon.de/Die-Mitleidsindustrie-Kulissen-internationaler-Hilfsorganisationen/dp/359339233X/ref=cm_cr_pr_product_top"]Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen: Amazon.de: Linda Polman, Marianne Holberg: Bücher[/ame]


    Die unbequeme Frage dahinter:

    Sollte man konfliktverlängernde humanitäre Hilfe ablehnen oder stets versuchen, möglichst schnell möglichst vielen zu helfen?


    Problematisch dabei ist die Tatsache, dass NGOs durch die finanzielle Unterstützung blutiger Milizen selbst neue Krisenherde schaffen oder verschärfen und davon letztlich selbst profitieren. Ob es welche gibt, die das absichtlich mit diesen Gedanken im Hinterkopf tun weiß ich nicht, aber einige Amazonrezensionen deuten darauf hin, dass das Buch dies bejat. Letztlich ist es aber nachrangig, da es eigentlich um den Effekt an sich geht.

  2. Folgende 7 Benutzer sagen Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

    Anouk (30.08.2010), ArgoNaut (26.05.2016), koboldblau (30.08.2010), Kojo no Tsuki (30.08.2010), PrometheusXL (30.08.2010), Sonne (30.10.2016), Stillicho (30.08.2010)

  3. #2
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von Zippo Beitrag anzeigen
    Sollte man konfliktverlängernde humanitäre Hilfe ablehnen oder stets versuchen, möglichst schnell möglichst vielen zu helfen?
    Einerseits ist konfliktverlängernde humanitäre Hilfe langfristig betrachtet unsinnig, andererseits ist es unmenschlich, Menschen verhungern zu lassen obwohl man es verhindern könnte.

    Eine eindeutige Antwort auf die Frage ist mir somit nicht möglich. Egal wie man es macht, man macht es falsch und trifft am Ende immer die Zivilbevölkerung. Alimentiert man Warlords, dann wüten sie weiter rum, tut man es nicht dann wüten wohlmöglich andere herum. Am Beispiel von UN-Sanktionen kann man gut erkennen, dass diese Sanktionen viel mehr die Bevölkerung treffen als ihre Machthaber. Letztere profitieren oft sogar noch davon. Andererseits schließen bedingungslose Hilfsleistungen eine Entwicklung in Richtung Selbstständigkeit aus und es kommt zu einem Dauereinsatz ohne jegliche Verbesserung und einer Zementierung katastrophaler Verhältnisse.
    Geändert von Zippo (30.08.2010 um 13:27 Uhr)

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Zippo für den nützlichen Beitrag:

    Sonne (30.10.2016)

  5. #3
    shut down Avatar von koboldblau
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    Ein heikles und schweres Thema. Es ist nahezu unmöglich, wirklich verlässliche Daten zu bekommen.
    Zwar vergiebt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ein Spendensiegel aber:
    Man denke an den UNICEF Skandal, der die im Grunde als seriös geltende Organisation dieses Spendensiegel in Deutschland kostete. Es waren "Beratergelder" unkontrolliert abgflosen. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich ferner heraus:
    Zitat:
    Offiziell wirbt Unicef mit Verwaltungskosten von unter zehn Prozent - doch zählt man Presse-, Werbe- und Grußkarten-Etat hinzu, kommt man auf über 18 Prozent, ...
    "Es ist seit längerem bekannt, dass Unicef nicht gerade ein Modellfall für Transparenz ist", kritisiert Strachwitz. "Auf der Internetseite findet man viele bunte Bilder - aber keine einzige verständliche Geschäftsbilanz." weiter: SPIEGEL 5.2.2008


    Um 2007 kam der "Menschenrechtsverein für Migranten" / AAchen ins Visier des Verfassungsschutzes, da er nebenbei den "Nationalen Widerstandsrat Iran" alias "Volksmodjahedin Iran-Organisation" unterstützte. Den Spendern hatte man dagegen gesagt, das Geld käme "Frauen in der Todeszelle" zugute.
    Die IHH Deutschland wurde 2010 wegen Unterstützung der Hamas verboten.

    Im einzelnen aber ist das Vorgehen gerade der prominenten und als "seriös" geltenden international tätigen Organisationen nur sehr schwer überprüfbar. Die Internetseiten zeigen viele bunte Bilderm, aber kaum detaillierte Offenlegungen.
    __________________________________________________ _____________________
    Sobald man mir eine Dummheit nachgewiesen hat, setze ich schnell eine andere an ihre Stelle.

    Voltaire

  6. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu koboldblau für den nützlichen Beitrag:

    Kojo no Tsuki (30.08.2010), Sonne (30.10.2016), Stillicho (30.08.2010), Zippo (30.08.2010)

  7. #4
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    Zitat Zitat von koboldblau Beitrag anzeigen
    Ein heikles und schweres Thema. Es ist nahezu unmöglich, wirklich verlässliche Daten zu bekommen.
    Zwar vergiebt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ein Spendensiegel aber:
    Man denke an den UNICEF Skandal, der die im Grunde als seriös geltende Organisation dieses Spendensiegel in Deutschland kostete. Es waren "Beratergelder" unkontrolliert abgflosen. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich ferner heraus:
    Zitat:
    Offiziell wirbt Unicef mit Verwaltungskosten von unter zehn Prozent - doch zählt man Presse-, Werbe- und Grußkarten-Etat hinzu, kommt man auf über 18 Prozent, ...
    "Es ist seit längerem bekannt, dass Unicef nicht gerade ein Modellfall für Transparenz ist", kritisiert Strachwitz. "Auf der Internetseite findet man viele bunte Bilder - aber keine einzige verständliche Geschäftsbilanz." weiter: SPIEGEL 5.2.2008

    Um 2007 kam der "Menschenrechtsverein für Migranten" / AAchen ins Visier des Verfassungsschutzes, da er nebenbei den "Nationalen Widerstandsrat Iran" alias "Volksmodjahedin Iran-Organisation" unterstützte. Den Spendern hatte man dagegen gesagt, das Geld käme "Frauen in der Todeszelle" zugute.
    Die IHH Deutschland wurde 2010 wegen Unterstützung der Hamas verboten.

    Im einzelnen aber ist das Vorgehen gerade der prominenten und als "seriös" geltenden international tätigen Organisationen nur sehr schwer überprüfbar. Die Internetseiten zeigen viele bunte Bilderm, aber kaum detaillierte Offenlegungen.
    Aus eigener lokaler Erfahrung muss ich hier beitragen dass die EGOmania inerhalb der NGO's, oder lokaler Assoziationen, mehr Regel als Ausnahme ist.
    Wir sind hier kurz davor eine zu gründen. Simple, lokal: Capoeira und Gelegenheit für die kids Kunsthandwerk zu erlernen und zu präsentieren.
    An der Sache arbeiten wir seit 5 Jahren. Das Ding hätte in einem Jahr stehen können, wenn es allen Angesprochenen wirklich nur um die Sache und nicht um EGOmania gehen würde.
    Letztendlich mussten wir einsehen dass nicht jeder so denkt wie wir und haben die Sache nun alleine auf die Beine gestellt.
    Und, big oath, KEIN finanzielles Eigeninteresse.
    Ich denke das ist das Hauptproblem der NGO's, jene, die sich dort bequem einnisten wollen.
    Güte vergelte mit Güte, Schlechtigkeit mit Gerechtigkeit
    only with headphones:
    Ein jüdischer Freund von mir:
    http://www.youtube.com/watch?v=x_223...eature=related
    stairways:
    http://www.youtube.com/watch?v=w9TGj2jrJk8

  8. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu zenoncroco für den nützlichen Beitrag:

    koboldblau (30.08.2010), Kojo no Tsuki (30.08.2010), schlabund (30.08.2010), Sonne (30.10.2016)

  9. #5
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    Ich spende einmal pro Jahr an eine kleine, fränkische Kirchengemeinde
    einen etwas höheren Betrag, weil man ohne Spenden die sehr nette
    Gemeinde und vor allem Kirche nicht mehr finanzieren könnte und
    an einen lokalen Verein für Demenzkranke, der damit den Ehrenamtlichen
    ein paar Euronen für ihre tolle Arbeit zukommen lassen kann.
    Die internationale Spendenmafia bekommt von mir keinen Cent.

  10. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Spiegelfechter für den nützlichen Beitrag:

    Sonne (30.10.2016), Stillicho (30.08.2010)

  11. #6
    Freigeist Avatar von Kojo no Tsuki
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    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen
    Die internationale Spendenmafia bekommt von mir keinen Cent.
    Von mir auch nicht.

    Ich (wir) spende jährlich einen kleinen Betrag an Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die jüdische Organisation Karen Hayesod.

  12. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Kojo no Tsuki für den nützlichen Beitrag:

    Sonne (30.10.2016), Stillicho (30.08.2010)

  13. #7
    Politopia-Methusalem Avatar von wudi
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    Standard Achtung festhalten,

    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen
    Ich spende einmal pro Jahr an eine kleine, fränkische Kirchengemeinde
    einen etwas höheren Betrag, weil man ohne Spenden die sehr nette
    Gemeinde und vor allem Kirche nicht mehr finanzieren könnte und
    an einen lokalen Verein für Demenzkranke, der damit den Ehrenamtlichen
    ein paar Euronen für ihre tolle Arbeit zukommen lassen kann.
    Die internationale Spendenmafia bekommt von mir keinen Cent.
    ich spende als Nichtchrist ab und zu der Heilsarmee in Norwegen. Die machen hier wirklich eine super Arbeit. Egal aus welcher Glaubensrichtung, über die Heilsarmee hört man bei uns nur Positives.







    "Alles was Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen!"
    ( Adenauer)



  14. Folgender Benutzer sagt Danke zu wudi für den nützlichen Beitrag:

    Sonne (30.10.2016)

  15. #8
    shut down Avatar von koboldblau
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    Zitat Zitat von zenoncroco Beitrag anzeigen
    Und, big oath, KEIN finanzielles Eigeninteresse.
    Ich denke das ist das Hauptproblem der NGO's, jene, die sich dort bequem einnisten wollen.
    Bei den seriösen grossen (also weltweit tätigen) ist ein ganz grosses Problem, dass das vorgehaltene Equipement auch "beschäftigt" sein will.
    Im Grunde ein ähnliches Problem wie die Krankenwagenralleys hierzulande: die Wagen müssen sich rentieren, sie müssen im Einsatz sein.
    Das bewirkt schon mal einen gewissen industriellen Charakter.

    Eine Organisation, die wirksam eine Grosskatastrophe bekämpfen können soll, kann nicht nur aus Freiwilligen und Gutherzigen bestehen.

    Daneben natürlich die von Zippo aufgeworfene frage, welche Kompromisse man politisch etc. eingehen darf, um zu helfen.

    Die vielen kleinen NGO's (mit denen wir z.B. oft künstlerisch-organisatorisch zu tun haben) kennen diese Probleme nicht.
    __________________________________________________ _____________________
    Sobald man mir eine Dummheit nachgewiesen hat, setze ich schnell eine andere an ihre Stelle.

    Voltaire

  16. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu koboldblau für den nützlichen Beitrag:

    wudi (30.08.2010), Zippo (30.08.2010)

  17. #9
    shut down Avatar von koboldblau
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    Standard Politische Barmherzigkeiten

    Ein viel grösseres Problem als die (unerwünschtn aber evt. nötigen) Kompromisse
    der tatsächlichen Hilsorganisationen sind

    Organisationen, die nur a der Oberfläche, bzw. in ihrem äusseren Erscheinungsbild, Hilfsorganisationen sind, aber tatsächlich Politik vertreten.
    Momentan denkt man immer zuerst an Islamismus, aber es gibt aus Zeiten des Kalten Krieges auch jede Menge andere.
    Ihre Ausrichtung ist oft schwer zu bestimmen. Zum Teil führt der von mir schon öfters benannte Weltfriedensrat ein Stück weiter, dessen Folgeorganisationen sie teils angegliedert sind.
    Manchmal kann man es auch im Gegenspiel von Hilfsorganisation "XY" und entsprechender "XY-watch - Organisation" (= Gegenspieler) feststellen.
    __________________________________________________ _____________________
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    Voltaire

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu koboldblau für den nützlichen Beitrag:

    Kojo no Tsuki (30.08.2010)

  19. #10
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    Ich spende an mehrere NGOs. Der mit Abstand größte Betrag geht jährlich an die Ingenieure Ohne Grenzen, die kleineren Beträge gehen an kleinere deutsche Organisationen gegen Zwangsehen und für das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer.

    Die großen Organisationen kriegen kein Geld von mir.
    "Wenn ich nicht alle Türken hasse, bloß weil sie Türken sind, wird es dort drüben bestimmt auch einen Türken geben, der mich nicht hasst, bloß weil ich Griechin bin!" (Sotiria, Mitte der 90'er, Athen)

  20. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Wolf für den nützlichen Beitrag:

    schlabund (30.08.2010), Sonne (30.10.2016)

  21. #11
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    Zitat Zitat von Spiegelfechter Beitrag anzeigen
    Ich spende einmal pro Jahr an eine kleine, fränkische Kirchengemeinde
    einen etwas höheren Betrag, weil man ohne Spenden die sehr nette
    Gemeinde und vor allem Kirche nicht mehr finanzieren könnte und
    an einen lokalen Verein für Demenzkranke, der damit den Ehrenamtlichen
    ein paar Euronen für ihre tolle Arbeit zukommen lassen kann.
    Die internationale Spendenmafia bekommt von mir keinen Cent.
    Ich hoffe das wird sich ändern wenn wir in ein paar Tagen offiziell registriert sind.


    PN, und ihr bekommt die infos
    Geändert von zenoncroco (30.08.2010 um 18:39 Uhr)
    Güte vergelte mit Güte, Schlechtigkeit mit Gerechtigkeit
    only with headphones:
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    http://www.youtube.com/watch?v=x_223...eature=related
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  22. #12
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    Zitat Zitat von zenoncroco Beitrag anzeigen
    Ich hoffe das wird sich ändern wenn wir in ein paar Tagen offiziell registriert sind.
    Da gibt es andere "Hilfs-"/"Wohltätigkeits"-Organisationen", die außerdem darauf bedacht sind, als e.V. Steuervergünstigungen einzuheimsen.

  23. #13
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    Einer UNO-Organisation würde ich nie eine Cent spenden.
    Der (hoffentlich nur) zweitbeste Freund meines besten Freundes
    arbeitet seit anderthalb Jahrzehnten bei dieser Mafia,
    wusste immer wieder allerlei Erschütterndes zu berichten,
    ich selbst hatte ähnliche leidliche Erfahrungen mit der
    Flüchtlingskommission der UNO im Nahen Osten.
    Die lassen Menschen sterben, um anschließend auf
    humanitär zu machen.
    Mir geht jede UNO-Resolution derart am Arsch vorbei....

  24. #14
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    Zitat Zitat von koboldblau Beitrag anzeigen
    Im Grunde ein ähnliches Problem wie die Krankenwagenralleys hierzulande: die Wagen müssen sich rentieren, sie müssen im Einsatz sein.
    Das bewirkt schon mal einen gewissen industriellen Charakter.

    Eine Organisation, die wirksam eine Grosskatastrophe bekämpfen können soll, kann nicht nur aus Freiwilligen und Gutherzigen bestehen.
    Ist das so? Soll eine NGO eine Großkatastrophe bekämpfen?

    Für mich auch nicht nachvollziehbar: Bei vielen BOS in DE stehen sich Wasseraufbereitungsanlagen tot. Einen Teil dieser eh vorhandenen Anlagen kann man nicht in ein Katastrophengebiet bringen? Mit ausgebildetem Personal meinetwegen einer NGO?

  25. #15
    Kontrollfreak Avatar von Zippo
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    Zitat Zitat von koboldblau Beitrag anzeigen
    Bei den seriösen grossen (also weltweit tätigen) ist ein ganz grosses Problem, dass das vorgehaltene Equipement auch "beschäftigt" sein will.
    Im Grunde ein ähnliches Problem wie die Krankenwagenralleys hierzulande: die Wagen müssen sich rentieren, sie müssen im Einsatz sein.
    Das bewirkt schon mal einen gewissen industriellen Charakter.
    Ja genau das war u.a. meine Intention bei diesem Thread. Selbst NGOs ohne interne mafiöse Strukturen oder politische Voreingenommenheit ist es oftmals unmöglich a) wirklich politisch neutral zu handeln und b) sich völlig vom wirtschaftlichen Denken zu lösen.

    Um überhaupt in einigen Regionen aktiv werden zu dürfen müssen sie Allianzen mit Verbrechern eingehen, tun sie es nicht verlieren sie ihre Existenzgrundlage. Veröffentlichen sie keinen detaillierten Finanzbericht gelten sie als unseriös, würden sie die Wahrheit veröffentlichen würden viele Spender ihnen enttäuscht den Rücken kehren und das Fortleben der Organisation wäre in Gefahr.

    Je mehr Leid auf der Welt desto besser geht es den NGOs, obwohl sie dieses Leid bekämpfen. Als Wunschergebnis eines humanitären Einsatzes gilt die Errichtung einer eigenständigen Sicherstellung der Existenzgrundlage der Bewohner. Finanziell wäre dies aber natürlich nicht das beste für die NGOs. D.h. wir haben folgende Problematik: Wirtschaftlich werden erfolglose Hilfseinsätze belohnt und erfolgreiche hingegen bestraft. Komische Welt.

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