Die Klospülung funktioniert nicht mehr!

  • Immer so eine Sache. Hast Du nicht erst in Wärmedämmung investiert? An welche Lösung denkst Du? Ich denke mal Neubau schliesst Du aus. Ein anderes Haus zu kaufen kann auch schnell ein Griff ins Klo werden und Eigentumswohnungen können auch schnell teuer werden. Ich denke mal das Ganze gibt ein Lotteriespiel.
    Wenn ich nochmal 15 Jahre jünger wäre würde ich meine Hütte verkaufen und neu bauen. Ich habe mit über 50 nur keine Lust auf Schulden.



    So ist es. Das gesamte Dach wurde gedaemmt.
    Leider regnet es an einer Stelle massiv durch. Wasser habe ich also genug, wenn auch nicht aus der Leitung.:(


    Da ich weder in der Denkmalliste noch in der Vormerkliste stehe gingen mir zwei Optionen durch den Kopf.
    1. Kernsanierung
    2. Abriss und Neubau


    Das Grundstueck ist sehr schoen und ausserdem guenstig gelegen.
    Aber Du sagst es. Das Alter spielt auch eine Rolle und laesst die Angelegenheit zum Abenteuer werden.


    So hatte ich mich ohnehin entschlossen in diesem Jahr das Haus abzustossen.


    Die Schaeden muessen aber vorher behoben werden und das kostet nochmals viel Geld.
    (Leider habe ich gestern eine meiner Arbeitsstellen gekuendigt)



    Ich werde das Grundstueck (ohne Haus) taxieren lassen und das Haus mit 30.000 in den Verkauf setzen.


    Es gibt ausreichend Niederlaender, die Angst vor dem Absaufen haben und hier kaufen. Ihnen gehoert ohnehin schon die halbe Stadt.


    Hier werden sie nicht ueberschwemmt. Bei mir geht es Droepje voor Droeoje. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Sakkara ()


  • Ich würde, abhängig von den Finanzen, eine Kernsanierung vorziehen. Voraussetzung, die Grundsubstanz ist O.K.


    P.S.: ist schon ein schwieriges Alter für gewisse Dinge. Zu alt für hohes Risiko, zu jung um an "nach mir die Sintflut" zu denken. Mit 95 J. fallen solche Entscheidungen leichter.

    Einmal editiert, zuletzt von wudi ()

  • Ich würde, abhängig von den Finanzen, eine Kernsanierung vorziehen. Voraussetzung, die Grundsubstanz ist O.K.



    Die Grundsubstanz ist in Ordnung. Die Finanzen auch, denn ich habe kuerzlich noch ein halbes (besseres) Haus geerbt, die Finanzierung ist also machbar.
    Aber in der Zwischenzeit muss ich irgendwo wohnen und das kostet zusaetzlich. Eine Kernsanierung kostet nicht nur Geld sondern auch Zeit.


    Eine guter Verkaufserloes plus dem halben Haus eroeffnet mir aber noch andere Moeglichkeiten.:)


  • Eine Kernsanierung kostet nicht nur Geld sondern auch Zeit.


    Und manchmal auch viele Nerven. Ich habe es frisch hinter mir, eine (fast) Kernsanierung allerdings. Große Teile der Elektrik, vor allem aber die Verteilung auf den Etagen, ein paar neue Strippen und den Schaltkasten. Dann die komplette sanitäre Ver- und Entsorgung. Wände raus bzw. versetzt, Decke einziehen, viel Putzarbeiten .... der Kamin musste "trocken" gelegt werden und ganz spontan haben wir daher auch die nicht so alte Therme erneuern lassen.


    Der hautsächliche Streß wurde durch zwei Gewerke und die Voreigentümer verursacht. Elektrik und Kamin haben mich übel hängen lassen, obwohl sie mir zugesagt haben, sie hätten Zeit bzw. eigentlich schon einen Auftrag vom Voreigentümer hatten. Der Spaß hat mich fünf Wochen gekostet und dazu geführt, dass beide rausgeflogen sind.


    Der Rest der Handwerker war allerdings super, was uns dann gerettet hat.

  • Da hast Du so recht. Jede Ãœberraschung kostet auch Geld.


    Hehe, das erinnert mich an die Worte meines verstorb. Vaters.


    Vor vielen Jahren sanierte ich bereits ein anderes Haus.


    Da meine Ideen nicht mit seinen uebereinstimmten gab er mie folgenden Tip:


    "Wenn ich dir einen Rat fuers Leben geben darf, dann schau in einem alten Haus niemals hintee jedes Brett, jedes hat eine eigene Ueberraschung fur Dich bereit."


    Der Spruch ist bis heute haften geblieben.

  • "Wenn ich dir einen Rat fuers Leben geben darf, dann schau in einem alten Haus niemals hintee jedes Brett, jedes hat eine eigene Ueberraschung fur Dich bereit."


    Und er hat damit so recht.


    Ich habe es so gehalten, dass die Grundsubstanz solide sein muss. Dann müssen die wesentlichen Installationen in Ordnung oder neu sein und der Rest wird sich zeigen (oder hoffentlich nicht). Ich will keine Wände mehr aufreissen müssen.


    Ich mache mir heute keinen Kopp mehr über die Ãœberraschungen von morgen.


    Im Frühjahr kommt der Garten dran ... :lol:

  • Wahre Kernsanierungen in derart alten Häusern laufen auf ein russisch Roulette raus. Das Problem zumeist, keine Sau hat die Unterlagen und Dokumentationen mehr komplett über sagen wir mal rund 100 Jahre ursprünglicher Substanz incl. sämtliche Instandshaltungs- und Reparaturmassnahmen. Greift man die erste Ecke an.., ist bald die zweite dran. Die unbekannte Leckstelle kann Dutzende Ursachen haben, alleine die angegebene Wassermenge mit 2.000 Litern ist bereits einigermaßen ernüchternd. Schimmelbildung wird bereits in wenigen Tagen einsetzen,..womöglich auch an verdeckten Stellen, längere Zeit nicht diagnostizierbar..aber später.


    Man muss die Bude ohnehin baldmöglichst trocken legen mit (erbärmlich lautstarken Heißluftgeräten), um Schlimmeres verhindern zu wollen, nachdem zumindest punktueller Abbruch der Leckstelle erledigt ist. Abbruch bedeutet gegebenfalls bis in die partielle Substanz des Grundmaurwerkes. Abwasserschächte etc.


    Wochen im Hotel oder bei Verwandten/Freunden. Das ganze, so fürchte auch ich, wird teuer. Sehr teuer- Kosten/Nutzen-Analyse ist angesagt. Benchmarks für Kernsanierungen wird es geben, arbeite und rechne mit Sicherheiten.


    Good Look!

  • Tipp eines Kollegen, kalkulieren und dann mal zwei. Passt.:smilewinkgrin:


    Nö. das ist too much. Er braucht einen Fachmann, nen erfahrenen Architekten z. B., der speziell mit Kernsanierungen solch alter Wohnhäuser Erfahrungen hat. Der hat die richtigen Ansätze..aber gut, der kostet auch wieder. Allerdings ohne einen solchen wirds meistens eh nix. Und man muss dem vertrauen können. Die Handwerker selbst, die kleinen Betriebe, die finden und finden und finden..wenn sie einmal ran gelassen worden sind. Und zudem geht es um jemanden, der den Ãœberblick hat und die kleinen Scheiß-Tricks kennt und auf Abnahme und Mängel achtet. Und das Auge muss Erfahrung haben...

    2 Mal editiert, zuletzt von daylight ()

  • Er braucht einen Fachmann, nen erfahrenen Architekten z. B., der speziell mit Kernsanierungen solch alter Wohnhäuser Erfahrungen hat. Der hat die richtigen Ansätze..aber gut, der kostet auch wieder. Allerdings ohne einen solchen wirds meistens eh nix. Und man muss dem vertrauen können.


    Aber auch der muss mit Bedacht gewählt werden.


    Bei einer wirklichen Kernsanierung hat man dann aber auch einen an der Hand, der die Vorschriften, nicht nur die Tricks kennt.

  • Aber auch der muss mit Bedacht gewählt werden.


    Bei einer wirklichen Kernsanierung hat man dann aber auch einen an der Hand, der die Vorschriften, nicht nur die Tricks kennt.


    Wem sagst Du das? :)