Frankfurter Rundschau geht in Konkurs

  • "Frankfurter Rundschau": Qualitätszeitung meldet Insolvenz an - SPIEGEL ONLINE


    Frankfurt am Main - Die Gerüchte über eine mögliche Einstellung der verlustreichen "Frankfurter Rundschau" wabern schon seit Monaten - der DuMont-Verlag ließ dergleichen allerdings immer dementieren, zuletzt im Oktober. Nun steht fest: Die "FR" ist endgültig pleite.
    Heute morgen um 9.45 Uhr hat das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH beim Amtsgericht Frankfurt am Main Insolvenz angemeldet. Dies bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts dem SPIEGEL. Viele Redakteure wissen vom Schicksal ihrer Zeitung noch nichts, die Pleite soll heute um 15 Uhr auf einer Betriebsversammlung verkündet werden.


    außerordentlich bedauernswert ist das.
    die frankfurter rundschau war mal ein leitmedium der deutschen presselandschaft.
    dann schon einmal schwer gestrauchelt, aber hat sich in letzter zeit aus dem griff der SPD gelöst, und einen beachtlich guten relaunch gehabt.
    auch die website der rundschau war guter journalismus und sehr lesenswert.


    ein verlust für die deutsche medienlandschaft ...


    bakunicus

  • Das hat sich leider schon länger abgezeichnet.


    Zitat

    "FR" und "Berliner Zeitung" gehören beide mehrheitlich zum MDS-Reich, ihre Redaktionen sind eng miteinander verbunden. So entstehen die Mantelseiten der "FR" in Berlin, und die DuMont Redaktionsgemeinschaft beliefert beide Titel mit Material für den Mantel. Eine Einstellung der "FR" hätte somit auch Konsequenzen für die "Berliner Zeitung" und ihre Redaktion.


    An der "FR" ist neben dem Kölner Zeitungshaus MDS (50% und eine Stimme) auch die SPD-Medienholding [B]ddvg mit 40% beteiligt, den Rest der Anteile hält die [B]Karl-Gerold-Stiftung. Die Gesellschafter haben nach [B]kress-Infos zuletzt auch die Umstellung auf eine rein digitale Ausgabe als Alternative zur Einstellung prüfen lassen (kress.de vom 28. September 2012).
    [/B][/B][/B]


    Betriebsversammlungen in Berlin und Frankfurt: "Frankfurter Rundschau" beantragt Insolvenzverfahren: kress.de


    Sie sind ja auch nicht die Einzigen. Bei Springer wurde das traditionsreiche "Hamburger Abendblatt" jüngst mit den Zeitungen der Welt-Gruppe (Welt und WamS) und der "Berliner Morgenpost" in einen Topf gerührt. "Notwendige Personalveränderungen", heißt es in einem und zwar bezeichnenderweise letzten Satz der dazugehörigen Pressemitteilung, "sollen sozialverträglich umgesetzt werden".


    WELT-Gruppe, BERLINER MORGENPOST und HAMBURGER ABENDBLATT bilden Redaktionsgemeinschaft Axel Springer AG


    Hier Näheres dazu: http://www.taz.de/!104375/


    Anfang Oktober stellte die Nachrichtenagentur dapd (u.a. vormals deutsche Tochter der ap, associated press) den Insolvenzantrag, sie ist ebenfalls pleite. Heute wurde offiziell vermeldet, dass infolgedessen ein Drittel der Mitarbeiter entlassen wird.


    Nachrichtenagentur: Ein Drittel der dapd-Mitarbeiter soll gehen | Wirtschaft | ZEIT ONLINE


    To be continued.

    Einmal editiert, zuletzt von A0067 ()

  • Es wäre definitiv kein Verlust, würde die FR von der Bildfläche verschwinden. Die Insolvenz hat sich das Blatt aufgrund jahrzehntelangen Missmanagements selbst zuzuschreiben.

  • Der Abbau einer echten Information in Print wird immer mehr und ist gewollt . Die Auswirkungen mag ich mir gar nicht vorstellen wollen sonst wird mir nur noch übel .

  • Fazit :


    Kritisch schreibende Journalisten werden entlassen , sie belegen zu viel Platz in der Print .


    Dafür gibt es Werbung satt und der Verlag wie Burda und Konsorten können mal wieder ein paar nette schwarze Zahlen in einem ihrer zahllosen/zahnlosen aber kontrollierten Blätter schreiben .

  • Es wäre definitiv kein Verlust, würde die FR von der Bildfläche verschwinden. Die Insolvenz hat sich das Blatt aufgrund jahrzehntelangen Missmanagements selbst zuzuschreiben.


    Ah ja. Du wirst aber hoffentlich einräumen, dass es für die Redakteure mehr als bitter ist - die haben sich jahrelang mit Gehaltsverzichten (und branchenüblichen gratis einkalkulierten Ãœberstunden) für den Erhalt ihres Blattes stark gemacht.


    Hier übrigens mal eine vermutlich nicht vollständige Auflistung von Blättern und deren Verlagen, die längst aus den Tarifverträgen ausgeschert sind und untertariflich zahlen. Das ist nämlich längst Usus.


    Tarifumgehung der Verlage - DJV - Deutscher Journalisten-Verband


    Die nächsten Blätter, die am seidenen Faden hängen, sind "Capital" und die "Financial Times Deutschland" (FTD) aus dem Haus Gruner + Jahr. Deren Schicksal soll sich Berichten zufolge am 21. November entscheiden. Und das Stadtmagazin "Prinz" (Jahreszeiten Verlag) erscheint seit neuestem nur noch online.


    „Frankfurter Rundschau“ insolvent: „FTD“ und „Capital“ als Digitalprodukt? - IT + Medien - Unternehmen - Handelsblatt


    Stadtmagazin "Prinz" erscheint nicht mehr als gedruckte Ausgabe - SPIEGEL ONLINE


    ps Ich beantrage die Ausweitung des Themas in einen Sammelthread für sterbende Zeitungen. Das böte sich doch an - analog zu "Kürzlich gestorben/verstorben". Es wird sich ja absehbar fortsetzen.

  • Fazit :


    Kritisch schreibende Journalisten werden entlassen , sie belegen zu viel Platz in der Print .


    Dafür gibt es Werbung satt und der Verlag wie Burda und Konsorten können mal wieder ein paar nette schwarze Zahlen in einem ihrer zahllosen/zahnlosen aber kontrollierten Blätter schreiben .


    Keine Abonnenten, zu wenig verkaufte Zeitungen (=keine Werbekunden) = Pleite! Natürlich trifft das die Mitarbeiter der FR hart, welche auf vieles verzichtet haben, aber der Turnaround scheint zu spät gekommen zu sein. Willkommen in der Marktwirtschaft.

  • Meine ehemalige Nachbarin hat sich schon vor längerer Zeit ihre Abfindung auszahlen lassen und ist in ihr Heimatland (BW?) gezogen.

  • Es wäre definitiv kein Verlust, würde die FR von der Bildfläche verschwinden. Die Insolvenz hat sich das Blatt aufgrund jahrzehntelangen Missmanagements selbst zuzuschreiben.


    Man könnte fast meinen, Sie wären selbst im inneren Zirkel der FR gewesen. Woher wissen Sie denn von jahrzehntelangem Missmanagement? Ich vermute ganz andere Gründe.


    Zuerst einmal: Ich habe in meiner Frankfurter Zeit in den 70er Jahren die FR stets als Zeitung angesehen, die ausgewogen - wenngleich linksliberal - berichtet hat. Bis heute ist sie ihrer Linie treu geblieben. Die Gründe für die Insolvenz mögen vielschichtig sein.


    Fast allen Zeitungen in diesem Lande ist doch eigen, dass sie puren Verlautbarungsjournalismus betreiben und nur das wiederholen, was Reuter-Agentur ohne ähnliche Institutionen von sich geben. Kaum eine renommierte Zeitung hinterfragt fundiert und kritisch skandalöse Vorfälle in diesem Lande. Das bringen eben nur ganz besondere Medien zustande, die sich den journalistischen Hauptströmungen dieser gleichgeschalteten Zeitungslandschaft widersetzen.


    Brillant recherchierte und informative Berichte gibt es nur in linkslastigen - ich wiederhole mit Freude 'linkslastigen' - Zeitungen und Magazinen wie die 'taz' oder die 'junge Welt', die häufig ihre Finger in faulende und eiternde Finanz- und Wirtschafts-Wunden legen und die Dinge beim Namen nennen. Frei nach dem Motto: sie lügen wie gedruckt - wir drucken wie sie lügen! Eine wunderbare Aussage, die sich in vielen Fällen bereits bewahrheitet hat. Eine Einstellung, die sich manch andere Zeitung zueigen machen sollte.


    Rechtskonservative Medien hingegen berichten nur das, was Finanzindustrie und Wirtschaft guttut.


    Persönlich tut es mir leid, dass die FR Insolvenz angemeldet hat. Kommen wir nochmals zurück auf die Gründe für die Insolvenz. Der wesentlichste Grund besteht hierfür im massiv zurückgegangenen Anzeigengeschäft. Ich würde einfach mal behaupten, dass bestimmte Wirtschaftskreise ihre Anzeigen eben über die Jahre nicht mehr in der FR geschaltet haben, weil die Zeitung zu kritisch mit unserem Lande umgesprungen ist. Wer wie die FR zu investigativ-kritisch hinterfragt und das Ãœble an die Öffentlichkeit zerrt, riskiert eben, dass ihr die finanzielle Basis entzogen wird. Wirtschaft, Banken und Finanzindustrie haben eben das Sagen. Wer nicht spurt, wird abgestraft. Auch in diesem Falle.


    Das Zeitungssterben wird weitergehen. Wohl kaum wird es die rechtskonservativ-stramme FAZ oder vielleicht andere SPRINGER-Erzeugnisse treffen. Eine fast in Gänze gleichgeschaltete Zeitungslandschaft braucht sich über ihre Zukunft keine Sorgen zu machen. Nur: freiheitlich-demokratischer und kritischer Journalismus geht über den Deister. Eine schlimme Prognose für dieses Land.

  • Keine Abonnenten, zu wenig verkaufte Zeitungen (=keine Werbekunden) = Pleite! Natürlich trifft das die Mitarbeiter der FR hart, welche auf vieles verzichtet haben, aber der Turnaround scheint zu spät gekommen zu sein. Willkommen in der Marktwirtschaft.


    Mit Turnaround hat das nicht sonderlich viel zu tun .... wesentliche, vormals "klassische" Bereiche, mit denen Geld zu machen war, haben sich schon seit Jahren ins Web verlagert, und Plattformen, die teilweise für einen Appel und ein Ei betrieben werden und gratis genutzt werden können, schnappen insbesondere den Tageszeitungen die traditionell wichtigen Anzeigen weg (Immobilien, Stellenmarkt, Automarkt u.v.m.). Einige Verlage haben darauf - obgleich überwiegend verspätet - mit eigenen entsprechenden Angeboten reagiert und zusätzlich ihre redaktionelle Inhalte konsequent hinter Paywalls versteckt. Digitale ePaper-Ausgaben, die üblicherweise weniger umfänglich sind, werden teilweise für einen Bruchteil des Verkaufspreises der gedruckten Ausgabe verscheuert - na, wer's mag... ;)


    Fakt ist, dass angestellten Redakteuren unterdessen mantraartig vorgebetet wird, die Personalkosten für die Redaktionen seien zu hoch. Dabei machen Personalkosten bei der klassischen Zeitungsproduktion (bei einer Vollredaktion, wohlgemerkt, nicht bei Blättern, die ohnehin nur von drei Leuten und überwiegend von unterbezahlten Freien gefüllt werden) je nach Kalkulation und Erhebung zwischen 18 und 22, 23 Prozent aus; der Löwenanteil geht in Technik, Marketing und Vertrieb. Wie sich das auf dem US-Markt verhält, weiß ich nicht - da dürfte es schätzungsweise noch erheblich weniger ausmachen, berücksichtigt man auch, dass lokale Nachrichten zum Teil von Leserreportern in die verbliebenen Rumpfredaktionen getwittert oder gesendet werden, von dort zum Zusammenschreiben nach Asien gemailt und beispielsweise von indischen Schreibkräften zu Berichten zusammengefasst werden. Als pseudo-lokale Stories landen sie dann wieder auf US-amerikanischen Schreibtischen und im Blatt (so es denn noch existiert und nicht auch bereits dahingerafft wurde) oder im Newswire der Nachrichtenagentur. Die Agentur Reuters beispielsweise hat schon 2004 jede Menge Jobs nach Bangalore ausgelagert.


    Die "New York Times" dagegen, die 2009 noch vor dem Bankrott stand, scheint es unter anderem mit ihrem Umstieg auf digitale Bezahl- und Multimediainhalte geschafft zu haben. Vor einem Jahr trennte sie sich von 16 von ihr gehaltenen, weitaus kleineren Regionalzeitungen. Was mit denen passiert und ob sie es packen, ist ungewiss bzw. zumindest mir nicht bekannt. Aber überträgt man das auf Verhältnisse auf dem deutschen Zeitungsmarkt, wo seit langem ebenfalls Blätter verschmolzen, abgespeckt oder teils auch eingestellt werden, dürfte bei einigen davon wohl auch der Letzte die Lichter ausmachen.


    So erging es übrigens auch der "Rocky Mountain News" in Denver/Colorado, die mit einer Auflage mehr als 250.000 in einer Liga mitkickte, die hierzulande von mittleren Regionalzeitungen bedient wird. Auf dem Höhepunkt der US-Zeitungskrise bot der Verlag sie zum Verkauf an - da sich aber binnen eines Monats kein Käufer fand, wurde das Blatt Ende Februar 2009 ersatzlos eingestampft. Die dort beschäftigten Journalisten dokumentierten den Untergang der Zeitung und ihrer Arbeitsplätze in einem sehenswerten Video. Was können gelernte Chronisten auch sonst tun... vor allem, wenn sie sich an die illusorische Hoffnung klammern, dass es vielleicht doch klappen könnte? R.I.P.!


    2 Mal editiert, zuletzt von A0067 () aus folgendem Grund: -en

  • Ich Demokratie lebt von Medienvielfalt. So gesehen schade. Die FR war ja kein extremistisches, hetzerisches Blatt. Gegen links ausgerichtete Berichterstattung spricht ja nichts.

  • Brillant recherchierte und informative Berichte gibt es nur in linkslastigen - ich wiederhole mit Freude 'linkslastigen' - Zeitungen und Magazinen wie die 'taz' oder die 'junge Welt', die häufig ihre Finger in faulende und eiternde Finanz- und Wirtschafts-Wunden legen und die Dinge beim Namen nennen. Frei nach dem Motto: sie lügen wie gedruckt - wir drucken wie sie lügen! Eine wunderbare Aussage, die sich in vielen Fällen bereits bewahrheitet hat. Eine Einstellung, die sich manch andere Zeitung zueigen machen sollte.


    Rechtskonservative Medien hingegen berichten nur das, was Finanzindustrie und Wirtschaft guttut.


    ich muß ein veto einlegen ...


    die FAZ, die financial times deutschland oder das handelsblatt sind auch guter journalismus.
    und zur selbstkritik fähig.


    oder the economist als int. leitmedium...


    ich lese die sehr gerne, und sehe sie als mehr als nur ein reaktionäres gegengewicht ...

    Einmal editiert, zuletzt von bakunicus ()

  • Meine ehemalige Nachbarin hat sich schon vor längerer Zeit ihre Abfindung auszahlen lassen und ist in ihr Heimatland (BW?) gezogen.


    und die hat was genau mit der frankfurter rundschau zu tun ?
    mein nachbar hat auch gerade ein pups gelassen.

  • Woher wissen Sie denn von jahrzehntelangem Missmanagement?


    Das war/ist in der Branche ein offenes Geheimnis.


    Ich vermute ganz andere Gründe.


    Welche denn?


    Zuerst einmal: Ich habe in meiner Frankfurter Zeit in den 70er Jahren die FR stets als Zeitung angesehen, die ausgewogen - wenngleich linksliberal - berichtet hat.


    Ja, was denn nun? Ausgewogen oder linksliberal? Beides geht nicht. Abgesehen davon war die FR immer ein SPD-Hofblättchen.


    Zitat

    Eine Untersuchung von U. Volkmann aus dem Jahr 2005 beurteilt die FR als SPD-nahe Zeitung – „eine Parteiverbundenheit, die sich so in keiner Weise bei den anderen Qualitätszeitungen findet“


    Zitat

    Anfang Mai 2004 übernahm die SPD-eigene Medienholding DDVG 90 Prozent der Anteile am Druck- und Verlagshaus als Herausgeberin der FR. Wegen der Landesbürgschaft gab es Kritik an einer befürchteten Abhängigkeit der Zeitung von der CDU-Regierung. Die darauf folgende DDVG-Ãœbernahme wurde durch eine heftige öffentliche Diskussion begleitet, da die Zeitung nun zu den wichtigsten SPD-Medienbeteiligungen gehörte.


    Zitat

    Im Juli 2006 verkaufte die DDVG 50 Prozent der Anteile plus eine Aktie an den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg; zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Seither hält die DDVG 40 Prozent des Kapitals,...


    Quelle


    Von ausgewogener Berichterstattung kann bei dieser Sachlage sowieso keine Rede sein.



    Bis heute ist sie ihrer Linie treu geblieben.


    Nein.



    Die Gründe für die Insolvenz mögen vielschichtig sein.


    Klar, jahrelang Trends verschlafen, falsche Prioritäten gesetzt, etc. Wie ich schrieb: Missmanagement.


    Fast allen Zeitungen in diesem Lande ist doch eigen, dass sie puren Verlautbarungsjournalismus betreiben und nur das wiederholen, was Reuter-Agentur ohne ähnliche Institutionen von sich geben. Kaum eine renommierte Zeitung hinterfragt fundiert und kritisch skandalöse Vorfälle in diesem Lande.


    Da gebe ich Dir sogar Recht. Agenturmeldungen werden lediglich auf Linie der politischen Ausrichtung des jeweiligen Blattes gebracht. anhand dieser politischen Ausrichtungen wird auch entschieden, über was NICHT berichtet wird. Das ist eigentlich der interessanteste Punkt. Um der Wahrheit so nah wie möglicg zu kommen, müsste man eigentlich jeden Tag fünf Zeitungen lesen.


    Das bringen eben nur ganz besondere Medien zustande, die sich den journalistischen Hauptströmungen dieser gleichgeschalteten Zeitungslandschaft widersetzen.


    Lass mich raten, Du meinst die FR.


    Brillant recherchierte und informative Berichte gibt es nur in linkslastigen - ich wiederhole mit Freude 'linkslastigen' - Zeitungen und Magazinen wie die 'taz' oder die 'junge Welt', die häufig ihre Finger in faulende und eiternde Finanz- und Wirtschafts-Wunden legen und die Dinge beim Namen nennen. Frei nach dem Motto: sie lügen wie gedruckt - wir drucken wie sie lügen! Eine wunderbare Aussage, die sich in vielen Fällen bereits bewahrheitet hat. Eine Einstellung, die sich manch andere Zeitung zueigen machen sollte.


    Die TAZ ist mitnichten brilliant, sondern meist plump und genauso ideologiegesteuert wie andere Zeitungen auch. Es ist nur eine Ideologie, die Dir zusagt, deswegen siehst Du darüber hinweg. Die "Junge Welt" wird vom Verfassungsschutz beobachtet und als "ein bedeutendes Printmedium im linksextremistischen Bereich“ eingestuft, beschäftigte ehemalige Stasi-Mitarbeiter, berichtete mehrfach antisemitisch und feierte den Mauerbau. Interessant, was Du so unter "brilliant" und "ausgewogen" verstehst.


    Rechtskonservative Medien hingegen berichten nur das, was Finanzindustrie und Wirtschaft guttut.


    Als pauschalaussage völliger Unsinn, auch wenn konservative Medien (Ich bin ja der Meinung, dass es wirklich seriöse konservative Medien in Deutschland nicht gibt. Die FAZ ist da eigentlich das Konservativste.) ebenfalls die Problematik der ideologiegesteuerten Berichterstattung aufweisen, die ich oben beschrieb. Allerdings schien mit der FR ein linksliberales Medium diesbezüglich alle Anderen in den Schatten zu stellen.


    Ich würde einfach mal behaupten, dass bestimmte Wirtschaftskreise ihre Anzeigen eben über die Jahre nicht mehr in der FR geschaltet haben, weil die Zeitung zu kritisch mit unserem Lande umgesprungen ist. Wer wie die FR zu investigativ-kritisch hinterfragt und das Ãœble an die Öffentlichkeit zerrt, riskiert eben, dass ihr die finanzielle Basis entzogen wird. Wirtschaft, Banken und Finanzindustrie haben eben das Sagen. Wer nicht spurt, wird abgestraft. Auch in diesem Falle.


    Das Zeitungssterben wird weitergehen. Wohl kaum wird es die rechtskonservativ-stramme FAZ oder vielleicht andere SPRINGER-Erzeugnisse treffen. Eine fast in Gänze gleichgeschaltete Zeitungslandschaft braucht sich über ihre Zukunft keine Sorgen zu machen. Nur: freiheitlich-demokratischer und kritischer Journalismus geht über den Deister. Eine schlimme Prognose für dieses Land.


    Eine Verschwörung? :eek:

  • und die hat was genau mit der frankfurter rundschau zu tun ?


    Dass es schon sehr lange bergab ging mit der Rundschau.


    Zitat

    mein nachbar hat auch gerade ein pups gelassen.


    Du must mir nicht jedesmal zeigen, welche primitiven Ausdrücke Du so auf Lager hast.

  • Dass es schon sehr lange bergab ging mit der Rundschau.


    Du must mir nicht jedesmal zeigen, welche primitiven Ausdrücke Du so auf Lager hast.


    ahh ja ...
    wenn deine nachbarin auszieht, dann geht es ab mit der rundschau.


    gut zu wissen kojo ...


    bist du eigentlich komplett plemm plemm ?
    meinst du das ernst ?


    ich glaube du solltest dich langsam aus der öffentlichkeit zurückziehen.
    ganz höflich aber deutlich.


    dir fehlt ganz einfach die fähigkeit sinnvolle sätze zu papier zu bringen.

  • ich glaube kojo wollte mit der (wirklich nur beiläufig erwähnten) aussage, ihre nachbarin habe sich die abfindung auszahlen lassen, sagen daß diese bei der fr gearbeitet hat... ich hab auch rätseln müssen.

  • ich glaube kojo wollte mit der (wirklich nur beiläufig erwähnten) aussage, ihre nachbarin habe sich die abfindung auszahlen lassen, sagen daß diese bei der fr gearbeitet hat... ich hab auch rätseln müssen.



    So ist es. Das Thema hier ist doch "Frankfurter Rundschau".