Aufmarsch der Powerfrauen?

  • Wirtschaftsgrößen 2012: Aufsteiger und Abgestürzte - SPIEGEL ONLINE


    Erst wenn man um Frauen im Beruf nicht mehr so ein inflationäres Geschiss macht,
    dann werden weibliche Vorgesetzte wie selbstverständlich hinter deren Rücken
    nicht mehr als Quotenfrauen beschimpft.


    Wie seht Ihr das?


    Ich habe das Thema mal in den Religions-Ordner gesetzt, weil das Thema inzwischen
    beinahe traumatisch post-religiöse Züge aufweist.


    :out:

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  • Wie seht Ihr das?

    Ganz sicher hat der jahrelange Aufriss um die "Quotenfrauen" mehr geschadet als genützt.
    Eine Quote ist zumindest dann kontraproduktiv, wenn sie zwanghaft herbeigeführt werden soll und dabei sogar Zugangsvoraussetzungen verschieden bewertet oder angesetzt werden.

  • Ganz sicher hat der jahrelange Aufriss um die "Quotenfrauen" mehr geschadet als genützt.
    Eine Quote ist zumindest dann kontraproduktiv, wenn sie zwanghaft herbeigeführt werden soll und dabei sogar Zugangsvoraussetzungen verschieden bewertet oder angesetzt werden.


    Quotenregelungen basieren normalerweise auf der Grundlage "gleiche Qualifikation bzw. gleiche Eignung", wobei das quotenbestimmende Merkmal keinen oder nur einen minimalen Einfluß auf die Tätigkeit haben darf. Gerade in Führungspositionen spricht nichts gegen den Einsatz von Frauen. Frauen sind oft gelassener und handeln auch unter Stress souveräner als Männer. Männliche Androgene sind ein Teufelszeug, die den Verstand vernebeln und die Kritikfähigkeit einschränken. Frauen fehlt es im Gegensatz dazu oft am nötigen Selbstbewusstsein. Aber das ist trainierbar.

  • ... Frauen sind oft gelassener und handeln auch unter Stress souveräner als Männer. Männliche Androgene sind ein Teufelszeug, die den Verstand vernebeln und die Kritikfähigkeit einschränken. Frauen fehlt es im Gegensatz dazu oft am nötigen Selbstbewusstsein. Aber das ist trainierbar.


    :biggrin:


    Echt? Gibts dafür auch einen wissenschaftlichen Beleg (bitte nicht aus der Emma)? Ich hab das noch ganz anders in Erinnerung:


    2 Tage vor der Prüfung:
    Die Weibchen sind in heller Aufregung, überall wird diskutiert, mit schriller Stimme hallen Entsetzensschreie durch den Raum ("kommt das etwa auch dran?") und lamentiert ("das kann er nicht wirklich dranbringen, oder?"). Die Männchen stehen verwirrt zusammen. Mann schaut sich das wilde Durcheinander mit steigender Nervosität an, einige nehmen sogar aktiv am bunten Treiben teil, bis dann endlich einer die erlösenden Worte: "Erst mal nen Bier trinken." murmelt. Entspannt ob diesen Vorschlags zieht man in die Kneipe...


    Ich höre auch ständig, dass Frauen die besseren Teamarbeiterinnen seien, aber um die Frauenabteilung macht jeder einen ganz großen Bogen. Bleibt doch einfach mal gelassen Mädels. Selbstvertrauen trainieren - tsss - wie habe ich mir das vorzustellen? TSCHAKA?


    :biggrin:

  • Gerade in Führungspositionen spricht nichts gegen den Einsatz von Frauen. Frauen sind oft gelassener und handeln auch unter Stress souveräner als Männer.


    Und trotzdem hat es sich nicht durchgesetzt...... Schon seit Jahrzenhten gibt es von Frauen geführte kleine Unternehmen. Steve Jobs, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben Hinterhofklitschen zu Weltimperien gemacht. Obwohl sie nur unterprivilegierte Männlein waren. Wo sind die äquivalenten Unternehmen, die von Frauen geführt wurden?

  • Und trotzdem hat es sich nicht durchgesetzt...... Schon seit Jahrzenhten gibt es von Frauen geführte kleine Unternehmen. Steve Jobs, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben Hinterhofklitschen zu Weltimperien gemacht. Obwohl sie nur unterprivilegierte Männlein waren. Wo sind die äquivalenten Unternehmen, die von Frauen geführt wurden?


    Es ist sehr spaet, deshalb erstmal nur ein Beispiel. (es gibt andere)


    Welche Antwort kann ich als Frau geben?


    Natuerlich Coco Chanel !


    Oder gehts nur ums I-Net ? o;)o

  • Und trotzdem hat es sich nicht durchgesetzt...... Schon seit Jahrzenhten gibt es von Frauen geführte kleine Unternehmen. Steve Jobs, Mark Zuckerberg und Bill Gates haben Hinterhofklitschen zu Weltimperien gemacht. Obwohl sie nur unterprivilegierte Männlein waren. Wo sind die äquivalenten Unternehmen, die von Frauen geführt wurden?


    Meine Erfahrung: ich war einige Zeit, etwa 6 Jahre, in mittlerer Führungsposition in einem großen Elektronikkonzern, und hatte teils männliche, teils weibliche Vorgesetzte. Die Frauen waren immer chillig und gut drauf, zu einer habe ich heute noch privaten Kontakt, während die Männer immer irgendwie unter Strom standen, gestresst wirkten und teilweise absolut inkompetent waren. Das hat mich übrigens dermaßen abgeschreckt, dass ich dankend ablehnte, als man mich für diesen Posten vorsah. Von meinem Naturell her, bin ich mehr der Tüftler und Bastler, der lieber im Entwicklungslabor rumhängt, als jemand der Zulieferer und Kunden über's Ohr haut.


    Die Gates- und Zuckerberg-Typen sind halt geldgeil. Moneymakers, die von vorn herein planen, wie sie sich die Taschen maximal vollstopfen können. Frauen in Führungspositionen sind eher auf Harmonie bedacht, also dass der Laden läuft wie geölt.

  • Powerfrauen ?


    Davon kenne ich eine menge , die erste war meine Mutter , 4 Kinder zur Welt gebracht und erzogen , gleichzeitig noch nen Halbtags Job ( Grafikerin) und ganz neben bei den Laden zu Hause aufrecht erhalten incl. Kochen , Waschen , Klamotten flicken , ihre Kinder bei Krankheit pflegen , Ausflüge Urlaube und Entertainment organisieren , bei Schulhausaufgaben nachhelfen . Und immer bei Sorgen ,Problemen und Nöte ansprechbar .


    Und ganz nebenbei sich mit viel Liebe und Fürsorge ihrer Familie und Freunde gewidmet .


    Bis heute weiss ich nicht woher meine Liebe alte Dame ihre Kraft gesogen hat um die gewaltigen Aufgaben zu meisten , aber sie hat es .


    Eine wahrhafte " Powerfrau" und meine Geschwister und ich verdanken ihr eine gute Zeit um Erwachsen zu werden . Mit allen Ecken und Kanten bzw Rauch im Karton . :D

    Einmal editiert, zuletzt von BON BOX ()




  • Frisch ausgeschlafen noch drei weitere Beispiele.


    Estee Lauder
    Helena Rubinstein
    Elizabeth Arden.


    Zwar waren sie nicht im technischen Bereich sondern machten das was sie besser konnten. Mode und Kosmetik.
    Aber sie gruendeten ihre eigenen kleinen Unternehmen, die sie zur Weltspitze fuehrten und zwar in einer Zeit als von Powerfrauen noch keine Rede war.


    Ich bin sicher, dass heute -wo Frau sich befreit hat- sich noch viele Beispiele finden lassen.
    Es ist der Muehe wert das mal zu recherchieren, leider fehlt mir die Zeit dazu.


  • Bei Frauen waren es bisher wohl eher Bereiche wo nicht die breite Masse ansprechen.

  • Mir kommt es inzwischen so vor als müsste die Gesellschaft jeden erfolgreichen Schritt einer Frau
    mit tosendem Applaus begleiten.



    "Das hast Du wirklich ganz, ganz toll gemacht..."
    sagte früher die Mutter, wenn das große Geschäft in den Topf und nicht in die Hose ging.

  • Mir kommt es inzwischen so vor als müsste die Gesellschaft jeden erfolgreichen Schritt einer Frau
    mit tosendem Applaus begleiten.



    "Das hast Du wirklich ganz, ganz toll gemacht..."
    sagte früher die Mutter, wenn das große Geschäft in den Topf und nicht in die Hose ging.


    Ich dachte bisher die Männer wären dafür prädestiniert bei jeder Tat schwanzwedelnd vor Frauchen zu stehen, in der Erwartung belohnt und hofiert zu werden.


    An sich: Taucht das Thema nicht wiederholt hier auf, oder irre ich mich?

  • Gerade in Führungspositionen spricht nichts gegen den Einsatz von Frauen.


    Sagt ja auch niemand hier, aber gerade in Führungspositionen braucht man Spitzenleute und die wachsen nicht auf Bäumen. Daher halte ich es für kontraproduktiv wenn ein ohnehin nur überschaubarer Kandidatenpool durch Quotenvorschriften weiter verkleinert wird. Nur bei einem Ãœberangebot gleichwertiger Bewerber würde eine Quote nicht zu Leistungsdefiziten führen.


    Frauen sind oft gelassener und handeln auch unter Stress souveräner als Männer. Männliche Androgene sind ein Teufelszeug, die den Verstand vernebeln und die Kritikfähigkeit einschränken. Frauen fehlt es im Gegensatz dazu oft am nötigen Selbstbewusstsein. Aber das ist trainierbar.


    Sind solche Pauschalbetrachtungen nicht ein wenig oberflächlich? ;)


    Das Thema ist natürlich reichlich fettnäpfchenbehaftet, aber (zumindest aus Männersicht) sind die meisten Powerfrauen eher unweiblich. Welche eindeutig weibliche Charaktereigenschaft hat z.B. Angela Merkel? Natürlich kann man die Frage auch anders herum stellen. Warum werden Merkels Führungsqualitäten als unweiblich empfunden? Liegt das Problem bei einem veralteten, aber vielleicht sogar instinktiv determinierten Frauenbild oder müssen Powerfrauen (außerhalb der Kreativbranche) tatsächlich weibliche Eigenschaften aufgeben um Karriere zu machen?

  • .... Liegt das Problem bei einem veralteten, aber vielleicht sogar instinktiv determinierten Frauenbild oder müssen Powerfrauen (außerhalb der Kreativbranche) tatsächlich weibliche Eigenschaften aufgeben um Karriere zu machen?


    Ich würde das sogar eher geschlechtsunspezifisch sehen - viele geben um der Karriere willen einiges an Menschlichkeit auf, egal ob Männer oder Frauen. Bei Männern fällt diese Form der selbstgewollten Soziopathie nur nicht so auf.

  • Bei uns werden Stellen für "Powerfrauen" geschaffen um die Quote zu erfüllen. Die bekommen einen Aufgabenbereich wo sie nicht viel kaputt machen können, ein Büro und ein Computer.:lol:

  • Warum werden Merkels Führungsqualitäten als unweiblich empfunden?

    Werden sie nicht. Merkel wird nicht zu Unrecht als "Mutti" bezeichnet. Das ist eine gewichtige Seite der Weiblichkeit.


  • Hat schon mal jemand an Beate Uhse gedacht? :tongue:

  • Werden sie nicht. Merkel wird nicht zu Unrecht als "Mutti" bezeichnet. Das ist eine gewichtige Seite der Weiblichkeit.


    Hätte ich eine solche Mutter gehabt, wäre ich vermutlich freiwillig in ein Heim gegangen.

  • Werden sie nicht. Merkel wird nicht zu Unrecht als "Mutti" bezeichnet. Das ist eine gewichtige Seite der Weiblichkeit.


    Kannst Du das näher erläutern? Ich persönlich sehe nämlich keinerlei Mutterqualitäten als Kanzlerin bei Merkel. Sie nimmt eher eine Thatcherrolle ein. Und die galt zurecht als "eiserne Lady" und nicht als Mutter.


    Aber Merkel inszeniert sich gerne als sorgende "Mutti" oder wird gerne seitens wohlwollender Medienvertreter in diesem Licht dargestellt. Aber würde eine Mutter so mit ihrer Familie umspringen wie Merkel mit ihr unbequemen Parteifreunden oder mit dem angeheirateten Familienteil so wie mit ihren Koalitionspartnern, dann wäre sie jedenfalls kein gutes Beispiel. Weder die Griechen noch die deutschen Stromkunden können sich mütterlicher Fürsorge erfreuen.


    Das einzige das man eventuell als Muttereigenschaft gelten lassen kann, ist ihre mittlerweile 7-jährige Omnipräsenz und die zuverlässige Konstanz, was ihren Stil angeht. Man kann sie nicht mehr wegdenken.