Falklandinseln wollen britisch bleiben

  • Das wird eine herbe Enttäuschung für Argentinien sein. Die Falklandinseln wollen britisch bleiben. Bei einer Abstimmung mit einer Wahlbeteiligung von 92 % stimmten nur 3 Wähler gegen den Verbleib in Großbritannien.


    Rund um die Falklands werden große Ressourcen im Meeresboden vermutet.


    War ja nicht anders zu erwarten; dementsprechend auch logisch. Aber wo ist jetzt der Diskussionsansatz? Worüber sollen wir diskutieren?


    (Da man mich bisher oftmals falsch verstehen wollte: Die Nachfrage nach der Fragestellung/Diskussionsansatz ist nicht bös gemeint, sondern soll der Diskussion dienen.)

  • War ja nicht anders zu erwarten; dementsprechend auch logisch. Aber wo ist jetzt der Diskussionsansatz? Worüber sollen wir diskutieren?


    (Da man mich bisher oftmals falsch verstehen wollte: Die Nachfrage nach der Fragestellung/Diskussionsansatz ist nicht bös gemeint, sondern soll der Diskussion dienen.)


    Man könnte z.B. hinterfragen, ob der historisch begründete Anspruch Argentiniens berechtigt sei, oder ob der Wille der Falkländer schwerer wiegt. Man könnte untersuchen, ob und wie die vermuteten Ressourcen die Ansprüche beflügeln. Nur mal als Anstoß.

  • Man könnte z.B. hinterfragen, ob der historisch begründete Anspruch Argentiniens berechtigt sei, oder ob der Wille der Falkländer schwerer wiegt. Man könnte untersuchen, ob und wie die vermuteten Ressourcen die Ansprüche beflügeln. Nur mal als Anstoß.


    Ich denke, dann müsste man ebenfalls über die Ansprüche von Frankreich und Spanien sprechen. Ich bin der Meinung, dass derjenige - und man muss hier aus dem historischen Kontext von 'sich hergeben' sprechen - das Land bewirtschaftet, der soll auch entscheiden; und das ist eben die Bevölkerung. Wenn wir über einen Anspruch reden, der sich aus der Historie herleiten soll, sprechen wahrscheinlich über unerträglichen Generalisierung und zahlreichen Ansätzen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir (?) so nicht weiter kommen.

  • In meinen Augen gibts genau eine Sache zu tun, die gesamte EU sollte GB die absolute Unterstützung zusichern.

  • In meinen Augen gibts genau eine Sache zu tun, die gesamte EU sollte GB die absolute Unterstützung zusichern.


    Ich kann mir schon vorstellen, welchen Ansatz du da pflegst: Wohl weniger um Selbstbestimmung, als um Sicherung von Ressourcen. ;)

  • Ich kann mir schon vorstellen, welchen Ansatz du da pflegst: Wohl weniger um Selbstbestimmung, als um Sicherung von Ressourcen. ;)


    Ähm da unterschätzt du mich....ich hab hier doch schon öfters gesagt das jeder Bürger das recht auf Verteidigung hat in meinen Augen.
    Wenn diese Bürger Britanniens weiterhin Bürger Britanniens sein wollen haben sie jegliches Recht das zu bleiben und gerade England die in meinen Augen absolute Pflicht das zu unterstützen und zwar völlig unabhängig von den Kosten oder sonst was.


    Die Ressourcen sind zwar ein netter Bonus aber nicht ausschlaggebend. Ich würde das gleiche auch über andere Inseln sagen wenn sie keine Ressourcen haben.

  • Unterschätzen recht nicht. Wäre ja auch ein Ansatz. Aber fehleingeschätzt, wenn.


    Du unterschätzt mich wenn du denkst das ich nur in so profan finanziellen Maßstäben denken würde....meine Triebfeder ist das Wohlergehen meines Landes....

  • Du unterschätzt mich wenn du denkst das ich nur in so profan finanziellen Maßstäben denken würde....meine Triebfeder ist das Wohlergehen meines Landes....


    Ich bewerte einen Ansatz, der einen Ressourcenkampf somit die Realistische Denkschule pflegt, erstmal nicht. Die Frage, ob es legitim ist oder nicht, steht ja noch im Raum, und wird in Zukunft häufiger diskutiert. Deswegen würde ich nicht von 'Unterschätzen' sprechen.

  • Man könnte z.B. hinterfragen, ob der historisch begründete Anspruch Argentiniens berechtigt sei, oder ob der Wille der Falkländer schwerer wiegt. Man könnte untersuchen, ob und wie die vermuteten Ressourcen die Ansprüche beflügeln. Nur mal als Anstoß.


    Welcher historisch begründete Anspruch? Vor der Besiedelung der Europäer waren die Inseln unbewohnt. Es lebten nie Argentinier auf den Inseln, deshalb finde ich den Terminus "zurückgeben", den Präsidentin Kirchner neulich gegenüber Cameron benutzte schlichtweg Blödsinn.


    Natürlich sind die Ölvorkommen der Hauptgrund für den Streit. Auch wenn bislang die Größe der Vorkommen unklar sind und die Förderung recht schwierig und teuer ist, weshalb erst in den letzten Jahren angefangen wurde zu bohren. Vorher war es nicht rentabel und weder Argentinien noch UK würde es mittelfristige Öl-Autarkie geben.

  • Welcher historisch begründete Anspruch? Vor der Besiedelung der Europäer waren die Inseln unbewohnt. Es lebten nie Argentinier auf den Inseln, deshalb finde ich den Terminus "zurückgeben", den Präsidentin Kirchner neulich gegenüber Cameron benutzte schlichtweg Blödsinn.
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    Nein, es geht wohl eher darum:


    "Port-Louis wurde schon 1766 an Spanien übergeben. 1811 stellte Spanien den Unterhalt der Kolonie ein, verzichtete aber nicht auf die Souveränität über die Inseln. Seitdem sind die Falklandinseln Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen Großbritannien und Spanien, danach bis heute zwischen Großbritannien und Argentinien. 1820 wurde die Inselgruppe von Argentinien physisch in Besitz genommen." (Wiki)

  • Nein, es geht wohl eher darum:


    "Port-Louis wurde schon 1766 an Spanien übergeben. 1811 stellte Spanien den Unterhalt der Kolonie ein, verzichtete aber nicht auf die Souveränität über die Inseln. Seitdem sind die Falklandinseln Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen Großbritannien und Spanien, danach bis heute zwischen Großbritannien und Argentinien. 1820 wurde die Inselgruppe von Argentinien physisch in Besitz genommen." (Wiki)


    Du vergisst dabei einen wichtigen Punkt der ebenfalls auf Wiki zu finden ist.
    die Engländer besiedelten ca. zum selben Zeitpunkt wie die Spanier die Falklands....die Spanier verjagten die Briten schliesslich mussten aber nach einem verlorenen Krieg die Briten wieder zurückkommen lassen.


    Danach zogen sich schliesslich die Spanier zurück als sie Argentinien die Unabhängigkeit gewährten (damals als Kaiserreich La Plata) sagten sie aber nichts über die Falklands und deren Souveränität und bekräftigten auch ihren Anspruch nicht mehr....ich denke nach 200 Jahren kann man Ersitzung annehmen....

  • Du vergisst dabei einen wichtigen Punkt der ebenfalls auf Wiki zu finden ist.
    die Engländer besiedelten ca. zum selben Zeitpunkt wie die Spanier die Falklands....die Spanier verjagten die Briten schliesslich mussten aber nach einem verlorenen Krieg die Briten wieder zurückkommen lassen.


    Danach zogen sich schliesslich die Spanier zurück als sie Argentinien die Unabhängigkeit gewährten (damals als Kaiserreich La Plata) sagten sie aber nichts über die Falklands und deren Souveränität und bekräftigten auch ihren Anspruch nicht mehr....ich denke nach 200 Jahren kann man Ersitzung annehmen....


    Mir ging es darum, warum man vom 'Zurückgeben' spricht.

  • Meiner Ansicht nach haben die Falkländer sich eindeutig zu einer Zugehörigkeit zu Großbritannien bekannt. Ergo gehören die Inseln zu Großbritannien.


    Man könnte aber den Argentiniern ein Gentlemen's Agreement anbieten und mit ihnen gemeinsam die Ressourcen ausbeuten.


  • Man könnte aber den Argentiniern ein Gentlemen's Agreement anbieten und mit ihnen gemeinsam die Ressourcen ausbeuten.


    Auf keinen Fall.


    Womit hätten sich die Argentinier das verdient ?
    Mit einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg ?


    Oder wann haben die Argentinier JEMALS in den gesamten 200 Jahren auch nur irgendwie Geld beigesteuert zum Unterhalt der Insel, ihrer Verteidigung oder der Verwaltung ?


    Grossbritannien hat OHNE Wissen ob dieser Vorkommen 200 Jahre lang das ganze bezahlt und hochgehalten....die haben das volle Recht darauf da nun auch einen Vorteil daraus zu kriegen.

  • Gab es zum Zeitpunkt der spanischen Souveränität über Argentinien und die Falklands eine irgendwie geartete Trennung zwischen den beiden Gebieten? Vielleicht getrennte Verwaltung etc.? Gab es die nicht, dann ist der Terminus "zurückgeben" von Seiten der Argentinier durchaus gerechtfertigt aus deren Sicht. Wobei wiederum das Selbstbestimmungsrecht der Völker in meinen Augen mehr wiegt. Also das Abstimmungsergebnis der Falkländer pro GB.


  • Vergiß aber bitte nicht,daß die 200 Sm-Wirtschaftszonen der beiden Gebiete sich überschneiden. Zumindest für die Förderung in diesen überschneidenden Gebieten würde ich gemeinsam gestalten. Man nimmt sich so Reibungsflächen.

  • Gab es zum Zeitpunkt der spanischen Souveränität über Argentinien und die Falklands eine irgendwie geartete Trennung zwischen den beiden Gebieten? Vielleicht getrennte Verwaltung etc.?


    Zwei verschiedene Siedlungen auf zwei verschiedenen Inseln die vermutlich zumindest zeitweise nichts voneinander wussten.