Frühlingsanfang

  • Habe gerade gelesen, dass bereits um den 5. Februar herum die ersten Störche in Deutschland gelandet sind.

  • Habe gerade gelesen, dass bereits um den 5. Februar herum die ersten Störche in Deutschland gelandet sind.


    Vergangenes Jahr sollen auch viele Störche gleich ganz in Deutschland geblieben sein.


    Warum wohl?

  • Ich weiß nur von jenen Störchen, die in Süddeutschland irgendwo den Winter über gefüttert werden. Die sind wohl geblieben.
    Aber Graugans und Co. bleiben wohl immer öfter hier oder fliegen nicht mehr so weit in den Süden. Und ich weiß von einem Kranichpaar auf dem Darß, welches sich nicht auf den Weg gemacht hat und immer noch dort ausharrt.
    Dieses Verhalten einiger Zugvogelarten bietet zwar den Vorteil einer frühen Revierbesetzung, kostet aber auch vielen das Leben.

  • Ich denke, dass ist Evolution live. Die Anpassung an sich verändernde Bedingungen.
    ich finde das höchst spannend.

    Einmal editiert, zuletzt von zizou ()

  • Ich finde es immer so erschreckend, dass die Zugvögel in Italien abgeschossen werden. Dass das nicht mal gesetzlich dort verboten wird.

  • Schlimmer ist der Netzfang. In der Po-Ebene hängen auch heute noch immer gelegentlich illegale Netze in den Zugwegen der Singvögel. Als ich das erste Mal in den 1960ern in der Gegend war, gab es tausende dieser Netze, man konnte den Eindruck gewinnen, jeder Anwohner hatte sein eigenes aufgestellt, einige davon hunderte Quadratmeter groß über den Flussauen gespannt, mit massenweise Singvögeln darin, die sich verfangen hatten und einen qualvollen Tod gestorben sind.

  • Schlimmer ist der Netzfang. In der Po-Ebene hängen auch heute noch immer gelegentlich illegale Netze in den Zugwegen der Singvögel. Als ich das erste Mal in den 1960ern in der Gegend war, gab es tausende dieser Netze, man konnte den Eindruck gewinnen, jeder Anwohner hatte sein eigenes aufgestellt, einige davon hunderte Quadratmeter groß über den Flussauen gespannt, mit massenweise Singvögeln darin, die sich verfangen hatten und einen qualvollen Tod gestorben sind.


    Ich war noch nie in Italien (außer auf Ischia und Sardinien), aber von den Netzen habe ich schon Bilder gesehen. Wie grausam.

  • Vor einiger Zeit las ich irgendwo etwas von Jägern, die die Singvögel abschießen. An denen ist wohl das Verbot vorbeigegangen.


    Ich meine, dass es sich dabei um zwei unterschiedliche Tatbestände handelt.
    Das Fangverbot betrifft den Netzfang, insbesondere die Großfanganlagen.
    Die Jagd mit Schusswaffen ist eingeschränkt saisonal und quotiert erlaubt.

  • Das Fangen von Singvögeln ist nicht nur in der EU immer noch weit verbreitet. Aber am schlimmsten ist es in Ägypten, wo ca. 700 km Fangnetze Millionen Singvögeln das Leben kosten.


    Zitat

    Fangnetze auf 700 Kilometer Länge und skrupellose Freizeitschützen lassen die Mittelmeerküste Ägyptens zu einer immer schwerer zu überwindenden Barriere für Zugvögel werden. Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren in einem Umfang verschärft, dass NABU-Vogelexperte Lars Lachmann die Bestände einiger Arten gefährdet sieht.


    https://www.nabu.de/tiere-und-…chutz/aegypten/15715.html


    Zitat

    Während des Herbstzugs werden in Ägypten entlang der Mittelmeerküste etwa zwölf Millionen Zugvögel gefangen und als Delikatesse verkauft – ein einträgliches Geschäft im Umfang von rund 40 Millionen Euro.


    https://www.nabu.de/news/2016/05/20692.html

  • Das Fangen von Singvögeln ist nicht nur in der EU immer noch weit verbreitet. Aber am schlimmsten ist es in Ägypten, wo ca. 700 km Fangnetze Millionen Singvögeln das Leben kosten.


    Das ist ganz furchtbar.


    Das ist bestimmt einer der Gründe, warum es z. B. in diesem Jahr so wenig Singvögel gibt.

  • Das ist ganz furchtbar.


    Das ist bestimmt einer der Gründe, warum es z. B. in diesem Jahr so wenig Singvögel gibt.


    Ja, ich finde es auch schrecklich. Seit vielen Jahren sind die Singvögel auch in Deutschland auf dem Rückzug. Nicht nur wegen solcher Vorgänge wie in Ägypten oder wie sie kürzlich auf Zypern festgestellt wurden (siehe Link unten). Schuld sind auch völlig ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Hecken oder artenreiche Feldraine. Stattdessen wird bis zum Horizont mit Pestiziden behandelter Mais angebaut, der dann auch noch für so etwas mit dem verlogenen Namen "Biosprit" verarbeitet wird.
    Auch unsere Gärten werden zunehmend zu ökologischen Wüsten. Ordentlich und artenarm, höchstens mit ein paar hübschen Exoten verziert, die keinem Tier nutzen - weder einem Vogel noch einem Schmetterling oder einer Biene. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Traurig, aber wahr.


    Zitat

    In nur zwei Nachteinsätzen wurden auf Zypern in den britischen Militärbasen mehr als 500 Vogelfang-Netze entdeckt. Sie haben eine Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern.


    http://naturschutz.ch/news/toe…zypern-aufgespuert/111951

  • In den letzten Tagen herrschte in Berlin traumhaftes Wetter. Ein ziemlich starker Hauch von Frühling wehte durch die Stadt. Wunderbar. Und die ersten Kranich- und Gänsetrupps zogen gen Norden. Leider ist es schon wieder vorbei.

  • In den letzten Tagen herrschte in Berlin traumhaftes Wetter. Ein ziemlich starker Hauch von Frühling wehte durch die Stadt. Wunderbar. Und die ersten Kranich- und Gänsetrupps zogen gen Norden. Leider ist es schon wieder vorbei.



    Ich höre sie zuerst und sehe sie dann: die Kranich- und Gänseformationen, die nach Osten ziehen:)

  • Relativ milde Temperaturen zwischen 0 und - 8 Grad. Aussagen tut es nicht viel, der Maerz kann noch bitterkalt werden.
    Selbst im Süden hatten wir schon unter - 20 Grad.


    Von mir aus kann der Fruehling bis Osten warten. Ich bin ja nicht nach Norwegen um im Februar ueber 10 Grad zu haben. Und die 35 Grad im Sommer bleiben mir bisher auch erspart.


    Sicher war ich in meinem frueheren Leben ein Eisbaer. :)