Neoliberalismus: Ein sozialdarwinistisches Paradoxon

  • tätääätätäääätätääääää!




    ach was, das scheint nur ein kleiner erlöserkomplex zu sein.
    "redwingismus und dünnes".... das geht ja schon in die richtge richtung, da ist noch nicht jede hoffnung vergebens..;)


    Man könnte es aber etwas kürzer fassen. Um Dinge auf den Punkt zu bringen muss man nicht Seitenlange Texte verfassen.
    :smilewinkgrin:

  • Man könnte es aber etwas kürzer fassen. Um Dinge auf den Punkt zu bringen muss man nicht Seitenlange Texte verfassen.
    :smilewinkgrin:


    hatte ich ja auch angemerkt - an anderer stelle, gleiche frage...;) - nur, das konvolut würde dann nicht mehr ganz so (ge-)wichtig "wirken"...:cornut:

  • hatte ich ja auch angemerkt - an anderer stelle, gleiche frage...;) - nur, das konvolut würde dann nicht mehr ganz so (ge-)wichtig "wirken"...:cornut:


    Erinnert mich an die Leute, die stundenlang reden können ohne viel zu sagen. Bei solchen Vorlesungen bin ich immer eingeschlafen.

  • Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Es ist absolutes Pflichtprogramm bei einer Reise in eine neue V-Nation, daß der Redwing seine legendären, in tausend literarischen und politischen Feuern geschmiedeten Flaggtexte veröffentlicht.


    Du glaubst doch nicht selbst, was du sagst. Immerhin ist deine Orthographie einigermaßen in Ordnung.
    Im Englischen gibt es jedoch Nachholbedarf. Es heißt, wenn überhaupt, flag-text.
    Die Form ist nicht ganz unerheblich, wenn Inhalte zum Ausdruck gebracht werden sollen. Wenn die Form nicht stimmt, gibt es in der Regel auch inhaltliche Schwächen.
    Mal eine Frage, so von Handwerker zu Kopfarbeiter: Kann Einsicht verordnet werden? Oder bedarf es mehr als eines Gesetzes, daß der Stift auf dem Bau nicht zum Bierholen, sondern zum Facharbeiter ausgebildet wird?

  • Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Es ist absolutes Pflichtprogramm bei einer Reise in eine neue V-Nation, daß der Redwing seine legendären, in tausend literarischen und politischen Feuern geschmiedeten Flaggtexte veröffentlicht. Offensichtlich befinden sich hier viele Blasphemiker, die tatsächlich nicht wissen, was einmaliger Redwingismus überhaupt heißt. Und ich werde auf mein legendäres Werk nicht verzichten, nur weil hier irgendwo schon einmal eine Stammtischdiskussion vage in dieselbe Richtung ging. 8-) Alles klaretti? Und wer hierzu nichts sagen will oder es angeblich nicht gelesen hat, ...


    Du solltest anfangen, die Antworten derer zu lesen, die es ganz gelesen haben. Bist du ein Schaumschläger?

  • Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Es ist absolutes Pflichtprogramm bei einer Reise in eine neue V-Nation, daß der Redwing seine legendären, in tausend literarischen und politischen Feuern geschmiedeten Flaggtexte veröffentlicht.
    Offensichtlich befinden sich hier viele Blasphemiker, die tatsächlich nicht wissen, was einmaliger Redwingismus überhaupt heißt. Und ich werde auf mein legendäres Werk nicht verzichten, nur weil hier irgendwo schon einmal eine Stammtischdiskussion vage in dieselbe Richtung ging. 8-) Alles klaretti?


    Das steht dir ja frei. Du lieferst hier aber lediglich eine Art Istanalyse, wie sie jedem politisch Iinteressierten und vor allem den Linken unter uns längst bekannt ist und bereits 100-fach durchgekaut wurde.
    Sicher, man kann es nicht oft genug schreiben, was da schief läuft in unseren "blühenden Landschaften" und der Welt.


    Du hast allerdings ein "Problem", du lieferst keine Lösungsansätze oder Utopien und Diskussiosgrundlagen.


    Zitat

    Und wer hierzu nichts sagen will oder es angeblich nicht gelesen hat, der möge sich dann auch bitte seinen blöden, inhaltslosen Spruch stecken.


    Das ist intolerant. Wenn du für dich beanspruchst, uns dein Pflichtprogramm hier ungeachtet bisheriger Forengeschehnisse und Forenarchiv "aufzudrüken", dann haben auch alle das Recht, dir ihre - dir womöglich unliebsame Meinung - aufzudrücken ;)


    Zitat

    Denn ansonsten steht ihr da wie der neoliberale Honk vorm Schuldenberg. Ich weiß natürlich nicht, wie vielen der werten Leserschaft es hier auffällt, aber es hat schon was...Dünnes, hier leere Sprüche abzukotzen nach dem geistreichen, zutiefst aussagefähigen Motto: "Der Text ist doof", aber selbst absolut nichts anbieten zu können, das auch nur vage nach einem Argument oder auch nur textbezogener Konversation aussieht. ;-)


    Äääh, was bietest du denn an, außer einer Beschreibung und deiner Interpretation eines Istzusandes?
    Ich lese in deinem Eingangsposting weder eine Frage, noch ein Lösungsansatz oder sonst ein Ansatzpunkt für eine Diskussion.


    Zitat


    Nee, wegen unangenehmer Wahrheiten, mit denen sich der reiche, im eigenen Interesse "Volksaufklärung" betreibende Chef oder Chefredakteur nicht anfreunden kann. Prinzipiell gleichgeschaltete Systempresse in Kernfragen halt. Und deshalb muß das Volk auch dieses Problem gegebenenfalls einmal progressiv angehen...


    Offen gestanden brauche ich keine Welterklärer. Ich bin selbst einer :smilielol5:

  • Na, gut, daß ich den Text gespeichert hatte, bevor der Laden hier vollends eingefroren ist. :-P


    Hat Redwing dieses Forum mit Indymedia links unten verwechselt?


    Hast du das Forum zufällig wieder mit deiner Toilette verwechselt? 8-)


    Tob` Dich aus. Es wird ja keiner gezwungen deine Texte zu lesen. Dein Post strotzt ja gerade vor Ãœberheblichkeit.


    Ich kanns mir erlauben. ;-D


    Man könnte es aber etwas kürzer fassen. Um Dinge auf den Punkt zu bringen muss man nicht Seitenlange Texte verfassen.


    Doch, muß man, um eine ausreichend fundierte Argumentation präsentieren zu können, aber daß das viele der Aktiven hier offenbar nicht nachvollziehen können - und ich schreibe keineswegs nur für besagte Aktive -, wird evident, wenn man deren eigene Beiträge so verfolgt... ;-) Ich HABE das hier schon relativ konzentriert auf den Punkt gebracht; andere würden davon ein Buch machen.


    Du glaubst doch nicht selbst, was du sagst. Immerhin ist deine Orthographie einigermaßen in Ordnung.
    Im Englischen gibt es jedoch Nachholbedarf. Es heißt, wenn überhaupt, flag-text.
    Die Form ist nicht ganz unerheblich, wenn Inhalte zum Ausdruck gebracht werden sollen. Wenn die Form nicht stimmt, gibt es in der Regel auch inhaltliche Schwächen.
    Mal eine Frage, so von Handwerker zu Kopfarbeiter: Kann Einsicht verordnet werden? Oder bedarf es mehr als eines Gesetzes, daß der Stift auf dem Bau nicht zum Bierholen, sondern zum Facharbeiter ausgebildet wird?


    Die Frage versteh ich jetzt nicht wirklich; jedenfalls nicht den zweiten Teil. Und ob Einsicht verordnet werden kann, erforschst du am besten mal mit einem Selbsttest. ;-)
    Was den "Flaggtext" angeht, so hat sich damit SCHON mal jemand blamiert. Ich spiele damit natürlich auf das gute, alte Flaggschiff an, wo die Flagg(e) weht. Wenngleich man es wohl auch mit einem g schreiben kann. Aber nix englisch. Meine beiden Flaggtexte sind sozusagen Supersternzerstörer der Executor-Klasse. 8-) Meine beiden Sub-Flaggtexte allerdings bewegen sich noch weit oberhalb eines gewöhnlichen imperialen Sternzerstörers.


    Du solltest anfangen, die Antworten derer zu lesen, die es ganz gelesen haben. Bist du ein Schaumschläger?


    Dann geh mal diese Antworten durch und sag mir, wo da die großartigen textbezogenen Argumente sind, auf die man wiederum sinnvoll reagieren kann? Das ist doch alles nur leeres Blabla! ;-D


    Das steht dir ja frei. Du lieferst hier aber lediglich eine Art Istanalyse, wie sie jedem politisch Iinteressierten und vor allem den Linken unter uns längst bekannt ist und bereits 100-fach durchgekaut wurde.
    Sicher, man kann es nicht oft genug schreiben, was da schief läuft in unseren "blühenden Landschaften" und der Welt.


    Eben, und darüber hinaus schreibe ich für Alliierte, Zweifler und auch Feinde gleichermaßen. Damit alle wissen, was Sache ist und wird. 8-)


    Zitat

    Du hast allerdings ein "Problem", du lieferst keine Lösungsansätze oder Utopien und Diskussiosgrundlagen.


    Unverschämte Aussage, nach meinem eindrucksvollen Debut hier: http://www.politopia.de/innenp…italismus.html#post584664 (übrigens gut zu verknüpfen mit DIESEM Kopftext)


    Zitat

    Das ist intolerant. Wenn du für dich beanspruchst, uns dein Pflichtprogramm hier ungeachtet bisheriger Forengeschehnisse und Forenarchiv "aufzudrüken", dann haben auch alle das Recht, dir ihre - dir womöglich unliebsame Meinung - aufzudrücken


    Ja, können sie ja, aber wenn ich das auch nur im Ansatz ernst nehmen soll, dann sollte die "Meinung" auch Argumente beinhalten, und zwar am besten themenbezogene. ;-)


    Zitat

    Offen gestanden brauche ich keine Welterklärer. Ich bin selbst einer


    Ja, aber vielleicht bist du noch nicht auf...den MEISTER gestoßen. 8-) Und überdies gibt es leider genug Leute, die brauchen noch einen Welterklärer.


    Redwing over, Mann - smash capitalism...ach nee, das schafft der ja schon selbst 8-)

    Einmal editiert, zuletzt von Redwing ()

  • Tagchen,


    nicht etwa, daß ich wieder ein längeres Engagement im verträumten und mittlerweile hoffentlich um einige Asis bereinigten Politopien plane, aber es gibt da ein wichtiges Add-on, das natürlich zunächst in der V-Nation der gegenwärtigen Hauptbasis des Redwing veröffentlicht wurde, und dort (notgedrungen, aber auch ganz passend) als Stand-alone sogar. 8-)
    Im Grunde geht es und noch viel mehr bereits aus dem Threadkopf hervor, aber ich will hier mal explizit und ausführlich auf dieses gerade ganz besonders als reflexartige Gegenreaktion auf Trumps Protektionismus umhergeisternde Gespenst des Freihandels eingehen - und somit auch gleich eine Antwort auf den aktuellen Mist mit Japan geben.


    Zurzeit ist es ja in, weil The Trumpet, der tatsächlich mit dem geisteskranken, sadomasochistischen und willkür-imperialistischen Gedanken spielte, Venezuela zu überfallen und jetzt fast nur noch rechte Psychopathen um sich hat, die solch kranke Ideen vielleicht gar unterstützen würden, in den USA für Zölle ist, gegen Zölle und für Freihandel zu sein. Das wird als der tolle Segen der Menschheit dargestellt, obwohl genau das in eine elendige globale Dumpingspirale mit Millionen Toten und Abermillionen Perspektivlosen und Verelendeten führte. Wohl selbst mancher von denen, die mit Recht vor gar nicht langer Zeit noch gegen TTIP protestiert haben, schwenkt plötzlich um, weil ja alles, was von Trump kommt, automatisch schlecht sein muß. Da sind wohl auch gewisse linksliberale Kreise nicht vor gefeit, befürchte ich - oder solche, die sich als so bezeichnen würden. Sicher, es IST vieles schlecht von Trump - verdammt viel -, aber eben nicht automatisch alles. Jetzt mal davon abgesehen, daß die Trumpet ja behauptet, das sei nur eine Reaktion auf andere Zölle und auch er strebe die reine Marktsektiererwelt bar jeder Schranken und Schutzschilde an - aber dies sei eben derzeit nicht möglich und bla bla. Merkel kriegt, ungeachtet ihrer tiefen reflexartigen Vasallenschaft gegenüber den USA, ein noch tiefer verankertes Programm ebenfalls nicht aus ihrem schwammigen Schädel: das Marktsektierertum. Und weil sie und diverse EU-Funktionäre, etc. das alles nicht aus dem Kopf kriegen, werden jetzt auch peu a peu mehr alternative Freihandelsabkommen zu TTIP verbrochen - etwa mit Japan oder Kanada. Auch an China, das sich jetzt als der weise Bewahrer des freien Welthandels darstellt (soviel zum Thema, das seien noch anständige Sozialisten oder gar Kommunisten, wenn sie es denn jemals wirklich waren) und freilich angesichts der geringen und auch heute noch nicht weit verbreitet aufgebauten Binnenkaufkraft vom Außenhandel vielleicht noch abhängiger ist als Deutschland, das erst dabei ist, diese Binnenkaufkraft durch die Gefällebildungspolitik seit vor allen Dingen der Agenda 2010 nachhaltig abzuwürgen, ist schwer angesagt hierzulande und bei der EU. Menschenrechtsverletzungen werden dabei zwar, im Gegensatz zu denen in den USA, mal als Nebensatz mit gedämmter Stimme und vorgehaltener Hand von der Seite her zugeraunt, aber das war's dann auch pro forma. Menschenrechte interessieren Kapitalisten nicht, nur Profite. ;-)


    Als es um Protest gegen Trump ging, da stand doch da so ein "hippes, modernes, aufgeklärtes Mädel" mit einem T-Shirt, wo "I love free markets" draufstand... :-/ So sehen Protest und das "linke Lager" in den USA wohl aus. Na, prost Mahlzeit. So sieht Revolution da aus, dabei ist es nur naiver Hirnkleister. Auch etwa die ZDF "Heute Show", die ich sonst tendenziell eher schätze, scheint der Doktrin zu folgen, daß automatisch das Gegenteil von Trump gut ist, erwähnt aber auch mit mahnendem Zeigefinger die EU-Zölle. Ich muß leider sagen, daß man auch dort zuletzt - zurzeit ist ja Sommerpause, und ich sehe es auch nicht immer - immer mal wieder unangenehm durch Hurra-freie-Märkte-Mist aufgefallen ist. Da ist sogar ein kleiner Trump aufgetaucht und hat dem kleinen Chinesen und dem kleinen Deutschen den Kaufmannsladen zerdeppert. :-/ Aber hätte man auch "Hurra-TTIP" gesagt? Ist das entfesselte, darwinistische Marktgötzenanbetertum jetzt plötzlich hip, nur weil die Trumpet es derzeit mit den Zöllen einschränken will? Ich sage nein, aber ganz entschieden.


    Es geht, wie gesagt, im Grunde schon weitgehend aus dem Threadkopf hervor - das und noch viel mehr -, aber ich sage es hier partiell noch mal, was freie Märkte bedeuten: Diese elendigen freien Märkte bedeuten, daß der Konkurrenzk(r)ampf der Firmen innerhalb eines Landes sich auch noch auf einen solchen aller Länder der Welt ausweitet, die mitunter völlig unterschiedliche Lebenshaltungskosten und Voraussetzungen stellen, und ebenso ein Konkurrenzk(r)ampf der Nationen/Regierungen/Völker losgetreten wird. Und "Wettbewerbsvorteil" hat da der, der am meisten bietet für die geringsten Kosten (etwa Löhne) und der das beste Kuschelbettchen für die skrupel- und verantwortungslosen Soziopathen aus der Privatwirtschaft zur Verfügung stellt (etwa möglichst wenig Sozialleistungen, damit ein hoher Erpressungsfaktor zum Schuften für (fast) nichts besteht, oder faschistoide Strukturen, damit Protest möglichst effizient und ohne unangenehme Fragen niedergemacht werden kann, etc.). Und je größer der Raubfisch, desto stärker profitiert er und nutzt die Globalisierung. DAS ist der Dämon des freien Weltmarkts! Alle Völker prostituieren sich vor diesem Götzen und dumpen um die Wette. Wer am meisten für den geringsten Lohn und die miesesten Arbeitsumstände bietet, der kriegt den Zuschlag! Aber ohne Aussicht auf signifikante Verbesserung, denn sowie die Arbeitnehmerrechte, etc. besser werden, droht der "Wettbewerbsvorteil" flöten zu gehen und ein anderer armer Schlucker den Zuschlag zu kriegen. Das kann sogar schon gänzlich ohne Verbesserungen passieren, wenn sich einfach ein noch billigerer Anbieter findet. Das ist also, entgegen der neoliberalen Sektierermärchen, nicht groß ein Treffen der Lebensqualität auf mittlerem oder gar hohem Niveau aller Länder, das ist einfach nur ein regelmäßiges Absenken der Lebensstandards aller Völker. Es wird immer weiter nach unten hin angeglichen, und eine winzige Minderheit profitiert - solange die Völker sich das bieten lassen.
    Es braucht freilich ein ganz neues System, um diese Misere zu überwinden, und ihr wißt hoffentlich inzwischen, welches ich meine, aber Zölle sind ein Stück weit Schutz der eigenen Bevölkerung und Wirtschaft vor diesem globalen Haifischbecken. Natürlich denken da, gerade in einem Ego-System, erstmal viele eher an das eigene Volk - wobei manche es auch gerne verschachern, solange sie selbst noch genug abgraben. Und das wird durch solche Zölle ein Stück weit geschützt. Und es führt eben dazu, daß die Kaufkraft im eigenen Lande nicht ganz so schnell flöten geht und daß Firmen, wenn die neoliberale Globalisierung eingeschränkt wird, ihre Arbeitnehmer nicht ganz so leicht erpressen und nicht ganz so leicht bzw. ungestraft entschlüpfen können. Zölle und Globalisierungsbremsen stärken die einheimische Arbeitnehmerschaft in jedem Land, das mitmacht. Sie ist nicht mehr so leicht erpreßbar, wenn Firmen, sollten sie ins Ausland flüchten, Probleme bekommen. Das kann auch die ärmsten Nationen stärken, die zwar nicht mehr so leicht Produkt XY in die USA, etc. verkaufen können, aber Produkt XY aus den USA, etc. kann ja auch nicht mehr so leicht bei ihnen verkauft werden und einheimische Anbieter plätten. Und wer hat bei sowas denn für gewöhnlich den längeren Atem? Firmen können nicht mehr so elendig glitschig und verantwortungslos ins Ausland ausweichen. Gerade auch nicht so reiche Länder sollten sich eher vom Weltmarkt abkoppeln und erstmal sehen, was im eigenen Land gebraucht wird und daß dort der Konsum in Gang kommt. Daß man einfach autark ist und niemandes erpreßbare Nutte oder Sklave. Stattdessen wird nur zu oft alles auf eine oder wenige Karten gesetzt, um es dann auf dem Weltmarkt zu verkaufen, wovon meist eh nur wenige profitieren, und alles andere vernachlässigt. Und wenn das Produkt oder die wenigen Produkte oder auch Dienstleistungen dann mal nicht mehr gefragt sind, erschöpfen oder wenn sich andere Weltmarktnutten noch billiger anbieten, dann steckt das Land bis zu den Hüften in der Scheiße und steht mit fast nichts mehr da. Ein klein wenig diesen Fehler hat man in Venezuela mit der starken Ölfixierung ja leider auch gemacht, wie es aussieht - aber viele andere Dinge richtig. Und man scheint auch schon gegenzusteuern.


    Und so komme ich zu dem Schluß: Freihandel und Weltmarkt sind scheiße, Schutzzölle und Protektionismus sind gut, wenn auch bloß ein Tropfen auf dem heißen Stein in diesem kranken Gefälleexpansionssystem. 8-) Aber es sagt viel über den Zustand des fragilen Systems aus, daß diese Handelskriege jetzt zu eskalieren drohen, und wenn das mal noch lange bloß Handelskriege sind... Es ist eben ein einziges allumfassendes Gegen- und nicht Miteinander.


    PS: Und nicht vergessen, hier steht die Alternative zum neoliberalen Wahnsinn: http://www.politopia.de/thread…zialismus-vs-Kapitalismus. ;-)

    Einmal editiert, zuletzt von Redwing ()

  • Jetzt brauchen wir noch das Wunder, dass der biedere Werktätige sein Feierabendbier freiwillig beiseite stellt, um das zu lesen, dann zu verstehen und dann noch schnell die Barrikaden zu errichten und anzuzünden, bevor die Frühschicht anfängt.


    Revolution geht heutzutage anders.

  • Wenn man für Zölle Regeln aufstellt, können sie teilweise sogar sinnvoll sein.


    Als Grundregel sollte gelten:
    BIP/Kopf Importland < BIP/Kopf Exportland - OK


    Ansonsten sollte man den Scheiß einfach lassen.

  • Das Freihandelsabkommen mit Japan ist ein Abkommen von in etwa wirtschaftlich gleichstarken Partnern zum gegenseitigen Nutzen, ganz etwas anderes als TTIP und TISA, womit die USA die EU unter ihr Rechtssystem pressen wollten und dazu noch Klagemöglichkeiten einplanten, um souveränen Staaten die Gesetzgebung zugunsten der Konzerne vorzuschreiben.


    Das Ziel weltwirtschaftlicher Politik muss darin bestehen, die Lebensbedingungen weltweit den Normen der Charta der Menschenrechte anzupassen, dort möglichst ökologisch verträglich zu produzieren, wo das Ergebnis optimal erreichbar ist und Chancengleichheit herzustellen. Handelshemmnisse sind kontraproduktiv, es muss konstruktive Hilfen für Schwellenländer und Entwicklungsländer geben, die auch ihnen ermöglichen, nach modernsten Standards auf dem Stand der Technik zu produzieren.

    Einmal editiert, zuletzt von grauer kater ()

  • Das Freihandelsabkommen mit Japan ist ein Abkommen von in etwa wirtschaftlich gleichstarken Partnern zum gegenseitigen Nutzen, ganz etwas anderes als TTIP und TISA, womit die USA die EU unter ihr Rechtssystem pressen wollten und dazu noch Klagemöglichkeiten einplanten, um souveränen Staaten die Gesetzgebung zugunsten der Konzerne vorzuschreiben.


    Wenn es so wäre, warum lehnt Trump TTIP dann ab?

  • Wenn es so wäre, warum lehnt Trump TTIP dann ab?


    Weil Trump lieber mit kleineren Entitäten verhandeln würde, die lassen sich besser unter Druck setzen.

  • Wenn es so wäre, warum lehnt Trump TTIP dann ab?


    Weil er wahrscheinlich gar nicht begriffen hat, welchen weitreichenden Einfluss US-Konzerne und Finanzfonds durch TTIP und TISA erhalten hätten und wie souveräne Staaten durch die möglichen Gerichtsverfahren in die Knie gezwungen worden wären, wenn Interessen internationaler Multis auf dem Spiel stehen. Trump ist eben nicht der "Geschäftsmann" und große Zampano, der er gern sein möchte.