Bahn und Fernbusse

  • Jahrzehnte vielleicht 100 Jahre durften keine Fernbusse auf deutschen Strassen rollen. Die Bahn hatte/hat alles im Griff. Einfach praktisch konkurrenzlos. Doch jetzt ändert sich das. Die Fernbusse schlagen ein. Ich hatte oft Mitfahrgelegenheiten benutzt und das war gut so (Strecke von ca 400 km ca 25 euro!). Ich kann nur raten : Leute weg mit der Preisdiktatur der Bahn!


    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39141/1.html

  • Jahrzehnte vielleicht 100 Jahre durften keine Fernbusse auf deutschen Strassen rollen. Die Bahn hatte/hat alles im Griff. Einfach praktisch konkurrenzlos. Doch jetzt ändert sich das. Die Fernbusse schlagen ein. Ich hatte oft Mitfahrgelegenheiten benutzt und das war gut so (Strecke von ca 400 km ca 25 euro!). Ich kann nur raten : Leute weg mit der Preisdiktatur der Bahn!


    Fernbus - Goldgräber mit Fallstricken | Telepolis


    Ja endlich gibt es eine vernünftige Konkurrenz für das Bahnmonopol, es war ja der reine Irrsinn, dass selbst Flüge wesentlich billiger als die Bahn waren! Entweder die reagieren jetzt, oder die können ihren Laden zumachen! ZU RECHT, muß man sagen! Vor allem muß es endlich mal klare verständliche Tarife geben!

  • Ja endlich gibt es eine vernünftige Konkurrenz für das Bahnmonopol, es war ja der reine Irrsinn, dass selbst Flüge wesentlich billiger als die Bahn waren! Entweder die reagieren jetzt, oder die können ihren Laden zumachen! ZU RECHT, muß man sagen! Vor allem muß es endlich mal klare verständliche Tarife geben!


    Ich bin in Spanien öfter mal von Valencia aus zur Messe Barcelona gefahren. Etwa 450 Km.
    Ein paar mal mit dem Zug, aber das Buchen dort und das Hoffen auf einen freien Platz ist schlimmer als einen Flug zu nehmen...
    Security Schleuse gabs auch, wenn auch weniger aufwendig als am Airport.
    Allerdings: Knapp 45 Euro die Fahrt, inkl. einem ordentlichen Essen war schon okay.
    Meist habe ich aber den Alsa Bus genommen. War unter 30 Euro, fuhr zwar ne Stunde länger als der Zug, machte dafür aber zumindest mal eine Raucherpause im Ebro Delta. Und obendrein war der Busbahnhof in Barcelona nur 5 Fußmin. von der Messe entfernt, wo ich hin musste. Ehrlich gesagt, der Bus war mir lieber als der Zug.

  • Dauert erheblich länger und ist im Verhältnis dazu kaum günstiger. Ich bleibe bei Bahn oder Flugzeug, wenn ich nicht mit dem Wagen fahre.

  • ............ Ehrlich gesagt, der Bus war mir lieber als der Zug.


    Allerdings nur mit ausgeschlafenen und ordentlich vergüteten Busfahrern, die die Lenkzeiten einhalten! Sonst fahre ich lieber selbst mit dem Auto! Grüsse vom grauen kater

  • Allerdings nur mit ausgeschlafenen und ordentlich vergüteten Busfahrern, die die Lenkzeiten einhalten! Sonst fahre ich lieber selbst mit dem Auto! Grüsse vom grauen kater


    Ich weiss nicht, wie die Busfahrer bezahlt waren, aber 2 x 2 Stunden Fahrt mit ner halben Stunde Pause haben die locker geschafft und sahen auf keinen Fall übermüdet aus.

  • Ich weiss nicht, wie die Busfahrer bezahlt waren, aber 2 x 2 Stunden Fahrt mit ner halben Stunde Pause haben die locker geschafft und sahen auf keinen Fall übermüdet aus.


    Mir sind nur die Arbeitsbedingungen der Trucker geläufig und vor Tagen lief ein Bericht über Busfahrer in der Türkei im TV, der zu denken gab! Vier Stunden Schlaf und 16 Stunden Bus fahren am Stück, da wundert sich niemand, wenn es zu krassen Unfällen kommt!

  • Jahrzehnte vielleicht 100 Jahre durften keine Fernbusse auf deutschen Strassen rollen. Die Bahn hatte/hat alles im Griff. Einfach praktisch konkurrenzlos. Doch jetzt ändert sich das. Die Fernbusse schlagen ein. Ich hatte oft Mitfahrgelegenheiten benutzt und das war gut so (Strecke von ca 400 km ca 25 euro!). Ich kann nur raten : Leute weg mit der Preisdiktatur der Bahn!Fernbus - Goldgr�ber mit Fallstricken | Telepolis


    Ich habe vor Jahrzehnten in einer Öffentlichrechtklausur die Frage, ob die Wettbewerbseinschränkung zugunsten der Bahn zulässig und begründet sei, eindeutig zurückgewiesen. Meine Note war schlecht, hart an der Durchfallgrenze. Ich bin dem Professor (Gott habe ihn selig) deswegen heute noch gram. Denn selbstverständlich hatte ich recht mit der Befürwortung von mehr Konkurrenz.

    Einmal editiert, zuletzt von Stillicho ()

  • Mir sind nur die Arbeitsbedingungen der Trucker geläufig und vor Tagen lief ein Bericht über Busfahrer in der Türkei im TV, der zu denken gab! Vier Stunden Schlaf und 16 Stunden Bus fahren am Stück, da wundert sich niemand, wenn es zu krassen Unfällen kommt!


    Ich schaffe heute noch die Tour nach Spanien im PKW 2000 Km in 20 Stunden. Allerdings inkl etlicher Pausen.
    250 bis 350 Km am Stück, dann PP, Kaffee oder Tanken...
    Aber zugegeben: Das geht nicht jeden Tag. Ich brauch danach wenigstens einen Tag zum regenerieren.

  • Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Zum einen ist es ok wenn die Bahn Konkurrenz bekommt, zum anderen aber hat es auch einen guten Grund dafür gegeben Fernbusse zu verbieten.
    Bahntrassen neu zu bauen, bzw. zu erneuern ist sehr teuer aber auch das Ziel (Verkehr von der Strasse auf die Bahn zu verlagern).
    Wenn jetzt aber als Konkurrenz zur Bahn nun Busse fahren, werden nachvollziehbar weniger Menschen die Bahn benutzen und dadurch ist weniger Geld für Schienen vorhanden.


    (Das die Bahn insgesamt ein Saftladen ist, ist ein anderes Thema)

  • Dieses Verbot war nichts weiter als ein Relikt aus der Zeit, als die Bahn noch staatlich war. Und wenn ich mir die Selbstherrlichkeit der Bahn gegenüber ihren Kunden so anschaue, "der hat das zu nehmen, was angeboten wird, nicht das, was er wünscht", kann ich nur sagen, es war an der Zeit, daß die Damen und Herren mal durch Konkurrenz Dampf unters Jäckchen bekommen.

  • Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Zum einen ist es ok wenn die Bahn Konkurrenz bekommt, zum anderen aber hat es auch einen guten Grund dafür gegeben Fernbusse zu verbieten.Bahntrassen neu zu bauen, bzw. zu erneuern ist sehr teuer aber auch das Ziel (Verkehr von der Strasse auf die Bahn zu verlagern).Wenn jetzt aber als Konkurrenz zur Bahn nun Busse fahren, werden nachvollziehbar weniger Menschen die Bahn benutzen und dadurch ist weniger Geld für Schienen vorhanden.



    (Das die Bahn insgesamt ein Saftladen ist, ist ein anderes Thema)


    Aber genau das ist das Thema. Weil die DB, bzw. deren Führungs und Entscheidungsetagen ein Saftladen ist benutzen Ihn immer weniger Menschen. Und Dank der Alternative Fernbus werden es hoffentlich mehr werden.
    Aber was jetzt schon klar ist, es werden keine (dem Verbraucher ) positiven Konsequenzen daraus bei der Bahn gezogen werden.

  • Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Zum einen ist es ok wenn die Bahn Konkurrenz bekommt, zum anderen aber hat es auch einen guten Grund dafür gegeben Fernbusse zu verbieten.
    Bahntrassen neu zu bauen, bzw. zu erneuern ist sehr teuer aber auch das Ziel (Verkehr von der Strasse auf die Bahn zu verlagern).
    Wenn jetzt aber als Konkurrenz zur Bahn nun Busse fahren, werden nachvollziehbar weniger Menschen die Bahn benutzen und dadurch ist weniger Geld für Schienen vorhanden.


    (Das die Bahn insgesamt ein Saftladen ist, ist ein anderes Thema)


    Die Bahn ist über Jahre mit Milliarden DM/EURO durch den Steuerzahler subventioniert worden, der Wasserkopf hochbezahlter Bürokraten ist entsprechend groß, der Kunde zählte nur als Zahlemann! Wenn daraus ein dienstleistendes effizientes Unternehmen gestaltet würde, könnte es den Bussen locker Konkurrenz mit günstigen Preisen machen. Man hatte es nicht nötig und bis heute hat man auch keine Voraussetzungen geschaffen, den Güterverkehr lukrativ gegenüber dem LKW zu gestalten, obwohl es Container und ähnliches gibt!

  • Die Bahn ist über Jahre mit Milliarden DM/EURO durch den Steuerzahler subventioniert worden, der Wasserkopf hochbezahlter Bürokraten ist entsprechend groß, der Kunde zählte nur als Zahlemann! Wenn daraus ein dienstleistendes effizientes Unternehmen gestaltet würde, könnte es den Bussen locker Konkurrenz mit günstigen Preisen machen. Man hatte es nicht nötig und bis heute hat man auch keine Voraussetzungen geschaffen, den Güterverkehr lukrativ gegenüber dem LKW zu gestalten, obwohl es Container und ähnliches gibt!


    Die Bahn bräuchte nur mal ein Jahr lang auf den am stärksten frequentierten Fernstrecken Onlinepreise in der Höhe wie die Buskonkurrenz anbieten und das Thema hätte sich erledigt, würde aber vermutlich vor den Gerichten landen, denn die Bahn hat kein Recht auf Wettbewerb zur Fernbuskonkurrenz.

  • Die Bahn bräuchte nur mal ein Jahr lang auf den am stärksten frequentierten Fernstrecken Onlinepreise in der Höhe wie die Buskonkurrenz anbieten und das Thema hätte sich erledigt, würde aber vermutlich vor den Gerichten landen, denn die Bahn hat kein Recht auf Wettbewerb zur Fernbuskonkurrenz.


    Die Bahn kann das aber objektiv nicht, weil sie sonst fürchterlich in die Nassen fahren würde. Die Bahn ist nun mal ein eigenes Verkehrssystem mit den entsprechenden Anforderungen, u.a. an die Sicherheit. So was kostet nun mal. Das System Schiene ist in unserer Gesellschaft zu einem riesigen Quersubventionierungssystem verkommen. Meist nur vordergründig zu Nutzen des Fahrgastes. Auf alle Fälle aber zu Lasten des Mobilität benötigenden Bewohners ländlicher Gegenden.

  • Die Bahn kann das aber objektiv nicht, weil sie sonst fürchterlich in die Nassen fahren würde. Die Bahn ist nun mal ein eigenes Verkehrssystem mit den entsprechenden Anforderungen, u.a. an die Sicherheit. So was kostet nun mal. Das System Schiene ist in unserer Gesellschaft zu einem riesigen Quersubventionierungssystem verkommen. Meist nur vordergründig zu Nutzen des Fahrgastes. Auf alle Fälle aber zu Lasten des Mobilität benötigenden Bewohners ländlicher Gegenden.



    Ich bin mir nicht sicher, ob Du meinen Beitrag wirklich verstanden hast.
    Wenn die Bahn die Konkurrenz eine Zeit lang mit niedrigen Preisen ausbooten würde,
    dann bedeutete dies, dass diese Konkurrenz das nicht lange durchhalten würde.
    Vermutlich würde man dagegen erfolgreich klagen.
    Ähnliches hätten einst auch Telekom, Post usw. tun können, aber das ist verboten, nehme ich an.

  • @ Miriam: Sicher könnten sie das machen und wegen der Größe würde es wohl auch funktionieren. Jedenfalls so lange keiner klagt - was wohl passieren würde. Zum Schluss ist damit ja auch keinem geholfen. Bus weg, alte Bahnpreise wieder da.

  • @ Miriam: Sicher könnten sie das machen und wegen der Größe würde es wohl auch funktionieren. Jedenfalls so lange keiner klagt - was wohl passieren würde. Zum Schluss ist damit ja auch keinem geholfen. Bus weg, alte Bahnpreise wieder da.



    @Dieter59: Wenn die Sache so einfach wäre. Auf den Terrains, wo früher nur staatliche oder halbstaatliche
    Unternehmen agierten und deshalb ein Monopol hatten, will und wollte man Konkurrenz zulassen. Man kann dazu
    stehen wie man möchte.

    Die Umsetzung wirkt nur zum Teil mehr als paradox.


    Nehmen wir die Fernbuskonkurrenz der Bahn und mein letztes Statement.



    Der größte Anbieter auf dem Fernbusmarkt und Beinahemonopolist ist flixbus.
    Warum durfte das Unternehmen den Konkurrenten „Mein Fernbus“ übernehmen?


    Warum darf flixbus Preise unter der Kostendeckung anbieten? Denn das ist immer noch Status Quo.


    Warum aber darf das die Deutsche Bahn nicht?


    Weil man künstlich Konkurrenz erzeugen will und das nur mit der Vorgabe schafft:
    Quod licet jovi, non licet bovi?



    Am Ende dieser Prozesse werden Monopolisten bleiben und keine Konkurrenzvielfalt.

  • Dieses Verbot war nichts weiter als ein Relikt aus der Zeit, als die Bahn noch staatlich war. Und wenn ich mir die Selbstherrlichkeit der Bahn gegenüber ihren Kunden so anschaue, "der hat das zu nehmen, was angeboten wird, nicht das, was er wünscht", kann ich nur sagen, es war an der Zeit, daß die Damen und Herren mal durch Konkurrenz Dampf unters Jäckchen bekommen.


    Das stimmt.


    Die Bahn hat absurderweise in diesem von einer durchgeknallten Autolobby fehleregierten Deustchland den Job die Menschen vom Bahnfahren abzuhalten und genau desen Job macht(e) in der alten BRD die alte Bundsbahn und im wiedervereinigten Deutschland die DB AG zur vollen Zufredenheit der Auttolobbyisten. Ein nicht marktgerechter Normlfahrpreis der Bahn, welche diese im Vergleich zum Auto nur als 2.Whl aussehen lässt (lassen soll). Mieser Service in enem personalreduzierten Betrieb, der für teuer Staatsgeld beständig steril kaputt moderniesiert wird, kein Bahnlair mehr beinhaltet und größtenteils eine kalte, kundenfeindliche und störanfällige Bahn zu Fahrpreisen anbietet, die kein normal denkender Mensch rewiwillig bezahlen will.


    Der Fernbus hat seine Macken, das Personal dort eher wenig zu lachen und die Preise erscheinen mir so wenig kostendeckend, als dass es sich da eigentlich eher nur um Steuerabschreibmodelle handeln kann. Sollte dieser Verdacht stimmen, dann würde der Staat gleichzeitig eine teure kundenfeindliche Bahn und eine im Vergleich dazu billige Bauskonkurrenz subventionieren, ein weiterer Erweis dafür, dass die dumme deutsche Politik keinen Plan von irgendwas hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()