Bahn und Fernbusse

  • […] Ein nicht marktgerechter Normlfahrpreis der Bahn […]

    Seltsam nur, dass auf den stärker frequentierten Fernverbindungen, auf denen ICE verkehren, diese meist bis zum letzten Platz ausgebucht sind… auf manchen Strecken ist selbst im Regionalexpress ausgesprochene Glückssache, einen freien Sitzplatz zu ergattern. Insofern scheinen die Fahrpreise sehr wohl marktgerecht zu sein - selbst wenn sie auf manchen Streckenverbindungen nicht einmal kostendeckend sind.

  • Die Reise auf einer Fernstrecke beginnt an der eigenen Haustür und endet an der Haustür am Zielort. Meist startet sie in Orten der Kategorie Unterammergau und endet in Orten der Kategorie Möllenbeck.



    Dazwischen liegen auf einer solchen Reise Hunderte Kilometer ICE-Strecke.



    Lange nicht alle Deutsche leben in einer Stadt mit ICE-oder Fernbahnhof.



    Aus einfacher, betriebswirtschaftlicher Sicht mag man behaupten wollen, dass sich nur die großen Fernstrecken rechnen. Deshalb picken sich ja die privaten oder halbprivaten Konkurrenten der Bahn auch diese Strecken wie Rosinen heraus.



    Ein verdichteter Wettbewerb, auch um die Preise, auf den Strecken zwischen Großstädten erhöht die Kosten pro Kilometer auf den Reststrecken, es sei denn, man akzeptiert einen Status, dass es keine Verbindungen mehr von der ländlichen Fläche in die Städte gibt.

  • Die Reise auf einer Fernstrecke beginnt an der eigenen Haustür und endet an der Haustür am Zielort. Meist startet sie in Orten der Kategorie Unterammergau und endet in Orten der Kategorie Möllenbeck. Dazwischen liegen auf einer solchen Reise Hunderte Kilometer ICE-Strecke.


    Lange nicht alle Deutsche leben in einer Stadt mit ICE-oder Fernbahnhof.


    Aus einfacher, betriebswirtschaftlicher Sicht mag man behaupten wollen, dass sich nur die großen Fernstrecken rechnen. Deshalb picken sich ja die privaten oder halbprivaten Konkurrenten der Bahn auch diese Strecken wie Rosinen heraus.



    Das hätte die Bahn gerne so: Weite Streken zum möglicht unermässigten Tarif + Sitzplatzreservierung und ohne einen Anspruch der Kundschaft darauf, mit einem gelingeden Nahverkehr angenehm dorthin zu kommen bzw. dort abfahren zu könen, wo die Kunschaft jeweils wirklich starten und ankommen will.


    Die Wünsche der Bahn und die der Kundschaft sind zwei verschiedene Paar Schuh, die die Deutsche Bahn AG aber nicht zusammenbringen will (darf). Bislangen pfeift das Unternehmen auf dieses Dilemma und konnte bislang mit Hile von ca. 8,5 Mrd staatlicher Subvention im Jahr ihr Defizit von ca 6,5 Mrd pro anno ausgleichen um einen vermeintlichen Gewinn behaupten zu können. Inzwichen klappt nicht mal mehr dieses verlogene Spiel, der aktuelle Geschäftsbericht weist einen Verlust von 1,3 Mrd Euro (trotz der unverändet und teils erhöhren Subvention) aus.

    Ursprünglich fuhr die Ban in jeden Herrgottswinkel, so konnte man z.B. bis 1968 in den Zentralspessart bis nch Heimbuchentahl fahren, bis ie Bahn die m.E. von ihr vorsätzlich ruinierte Strecke im Personenverkehr unnötig stilllegte.




    Mit den in der Region seit Anfagn der 1960er Jahre neben den Damploks eingestzten Schienenbussen
    der Baureihe VT 98 hätte der Bahnbetreib auf dieser 16 Kilometer langen Kleinbahn so kostengünstig gestaltete werden können, dass diese erhalten hätte werden können. Die Bahn hatte nämlich Potential, anstatt sie platt zu machen, hätte sie nur 4 Kilometer nach Mespelbrunn verlängert werden sollen um die Touristen zum dortigen Wasserschloß bringen zu können.


    Das sollte wie so vielerorts nicht sein, tausende Kilomter Nebenbstecken wurden ab Mitte der 1950er Jahre in einem etwa 30 Jahre andauernden Prozeß in der alten BRD stillgelegt, gamze Regionen wurden
    vom Bahnnetz abgehängt, was die Abkehr der dortigen Bevölkerungen von der Bahn bedeutete.
    Die Bahn hat sich mit der ihrer wenig ergiebigen Sparpolitik, das vielen Nebenbahnen die Existenz gekostet hat der Netzabbau um mehr als 40% Streckenlänge ergab nur wenige Prozent Reduktion der Betriebs - und Unterhaltskostenkosten), quasi en Kundenpotential von gut 35% der Gesamtbevölkerung abgegraben- dümmer geht´s nicht mehr!


    Früher bot die Bahn gerade zur Urlaubszeit viele bequeme Direktverbindungen zu touistsch interessanten Zielen an, gemeinsam rollten urlaubshungrige Menschen in gut gefüllten Zügen in die Urlaubsregionen, die mit nur wenig Autoverkehr belastst eine echte Erholungsfunktion boten. Heute kommen viele Urlauber gestresster aus ihrem Urlaub nach Hause, als vor dessen Beginn.


    Dass der Sinn des Leben nicht nur aus Effizienz und Zeitgewinn, sondern au ganz anderen Dingen bestehen kann, dieser wichtige Gednke kommt in unserer neumodischen Unkultur oft zu kurz,
    gerade bei der auf eine sterile Modernität gepolten Bahn kommt das besonders deutlich zum Ausdruck.

    Ein Beispiel:


    Ein Senior der aus Wuppertal nach Oberammergau fahren möchte kann zwar die gesamte Fahrt noch per Bahn erledigen, aber in dem hektischen rücksichtlosen Bahnverkehr der Neuzeit macht das schon lange keinen Spaß mehr. Der ursprünglch idyllische Endbahnhof Oberammergau ist in gnadenlos neuzeitlicher Manier verhässlicht worden, der alte Warteraum abgerissen, die Gleisanlagen bis auf ein Stumpfgleis reduziert und die so entstandene Freiflläche mit einem üblichen Supermarkt vollgestellt worden, wo die Kundschaft zu 90% und mehr mit dem Auto anrollt.


    Was will man in so einer Scheißgegend noch Urlaub machen?


    Gut, m Hotel macht sich die auszubildende Zuckermaus im Dirndl ganz nett, das Happi-Happi ist auch ok, die Berge haben sie noch nht eggesprengt, aber veles schwächelt im steril augeräumten und kaputt moderniesierten Deutschland schwer im Vergleich zu früher.


    Anstelle der alten Züge mit ordentlichem Bahnkomort wird man von Murnau bis Oberammergau in einer Art Mini-S-bahn rumgekarrt, die sich von den im Münchener S-Bahnverkehr eingesetzten Plastikbüchsen nur durch ein eingebautes Klo unterscheidet. Murnau Banhof ist nach em Abriß der schönen Holzüberdachung ein ebenso gesichtsloser Umsteigepunkt geworden, wie so viele Bahnhöfe dieser verstrahlten Republik. Reisen macht mir nur noch wenig Spaß in diesem Land -man rollt von A nach B
    (wenn´s klappt) und ist roh, wenn man da ist. Reisen ist nur noch Mittel zum Zweck, das ist mir zu wenig.


    Zitat

    Ein verdichteter Wettbewerb, auch um die Preise, auf den Strecken zwischen Großstädten erhöht die Kosten pro Kilometer auf den Reststrecken, es sei denn, man akzeptiert einen Status, dass es keine Verbindungen mehr von der ländlichen Fläche in die Städte gibt.


    Ein gutes Netz- dazu gehören die Verbindungen inder läche- ist die wesentliche Vorraussetzng für enen gut funktionierenden Bahnbetrieb, der dann auch flächeneckend von wachsenden Teilen der Bevölkerung angenommen werden würde. Die m.E. haltolse und von der Bahn vorgeschobenen Rentabilitäsbetrachtung greift vorne und hinten nicht. Zwar kann Geld gespart werden, wenn Strecken stillgelegt werden, aber die Flexbilität und Attraktivität der Bahn sinkt in einem ungünstigen Verhältnis.
    genausogut könnte man sich einen Arm mit der Begründung amputieren, dass dann das Herz weniger pumpen muss....


    In Sachsen droht der Ausverkauf großer Teile ds ohnehin schon gerupften Nahnetzes. Auch hier wurde kapuumoderniesert und werden teure Tarife verlangt, die sich viele ncht leisten können und kaum jemand leisten will.


    Fazit: Der Bund lässt die ihm zu 100% gehörende Bahn au Kosten der Steuerzahler teuer und schelcht managen, damit die Privatindustrie mit dem teuren, umweltschädlichen und Menschenleben fordernden Autoverkehr Kasse machen kann.


    Dumm, dümmer, deutsche Verkehr(t)spolitik.

    10 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • […] so konnte man z.B. bis 1968 in den Zentralspessart bis nch Heimbuchentahl fahren, bis [d]ie Bahn […] m.E. [die] Strecke […] unnötig stilllegte. […]

    So hübsch die Fahrt mit der 64 anzuschauen ist - wenn die Fahrgastzahlen und mithin die Einnahmen für den Unterhalt der Strecke (Gleis, Signalanlagen, Bahnübergänge, Bahnhofsgebäude etc. und Personal) selbst bei Einsatz der VT98 nicht mehr ausreichen, ist die Verlagerung des Verkehrs auf die Straße (Bushaltestelle mitten im Ort, statt am Gleis) für den Endverbraucher bequemer und betriebswirtschaftlich sinnvoll. Wie sähen heute die Bahnhöfe denn aus, wenn die Fahrkartenschalter und die Bahnhofswirtschaft geschlossen sind, alles mit Graffiti vollgeschmiert ist und pro Zug und Zwischenhalt bestenfalls ein Fahrgast wartend an der Bahnsteigkante steht?