Ãœber das Gute und das Böse in der Welt

  • So, ich möchte denn meine Einführungsoperation gern zu einem raschen Ende bringen und danach erstmal den großen Verschwindibus machen. Meine Wahl ist getroffen! Wenn mich Posiwitien enttäuscht, komm ich vielleicht zurück und gewiß für den einen oder anderen Threadkopf. Aber ansonsten wars das erstmal; Politopia hat mich technisch und in Sachen Gliederung bei weitem nicht überzeugt, und der Traffic ist ungefähr gleich in der Alternative - vielleicht ein wenig besser, entgegen meiner ursprünglichen Einschätzung. 8-) Nur der Name hier konnte punkten; mußte ich mir gar keinen eigenen V-Nation-Namen mehr ausdenken. ;-D Aber Erdogan-Tech...nein danke. Ist ja schlimmer als in Boardanien noch! :-P Und wir wissen, wie das endete. Ach, und Riker, du brauchst mir nicht eher mit Boardanien XY ankommen, als bis das auch der letzte meiner Texte wieder da ist! :-/


    Doch nun zum zweiten Subflaggext, den ich jüngst noch einmal aufbereitete, und es unterstreicht meine Funktion als erhabener Rotinquisitor und roter Paladin:


    Genau hier, genau jetzt werde ich die gewagteste aller Thesen offenbaren. Erstmals tat ich das zur Weihnachtszeit 2004, weshalb ihreuch in eine Weihnachtsstimmung versetzen müßt - selbst dann, wenn gerade Hochsommer ist. ;-)

    Weihnachten liegt wieder einmal an, Leute. Eine Zeit, wo die Wirtschaft hier und dort vielleicht mal innehält, Heucheln jedoch Hochkonjunktur hat. Eine Zeit, wo viele Menschen eine krampfhaft harmonische und heitere Stimmung leben bzw. erzwingen wollen und sich „besinnlich“ geben. Natürlichgibt es skrupellose Geschäftsleute, Politiker (oder ist das dasselbe?) und Konsorten, die bereits so kühl und unmenschlich sind, daß ihnen Weihnachten hinten vorbeigeht und sie sich nicht einmal bemühen, eine Maske aufzusetzen. Doch viele Vertreter der reichen Minderheit scheinen sich für ein paar Tage zu verändern. Sie kehren in sich und verbringen die Feiertage mit ihrer Familie, wenn denn vorhanden. Da werden dann ganz tolle Geschenke an die lieben Kleinen (und die Geschäftspartner) verteilt. Unter einem strahlenden Weihnachtsbaum, und im Hintergrund dudelt harmonische Gefühlsmusik. So ganz vergessen sie, daß es immer mehr Menschen gibt, die sich keine Geschenke, keinen Baum, ja vielleicht nicht einmal eine Wohnung leisten können. Daß überall in der dritten Welt die Menschen hungern, Kriege führen, unter miserabelsten Umständen vegetieren - und das alles, weil die Industrienationen in der Vergangenheit und auch jetzt den Hals nicht voll genug bekommen und ihren finanziellen und machtpolitischen Status unbedingt aufrecht erhalten wollen. Und es sind diese Gestalten aus den Reihen der reichen Minderheit, die hier die Fäden ziehen und national und international für großes Leid sorgen. Ja, auch in den wenigen Industrieländern selbst - vielleicht direkt vor der Haustür der Luxusvillen, in denen diese Herrschaften Weihnachten genießen - herrscht zunehmend das Elend. Auch in diesen paar „Gewinnernationen“ selbst schwindet die Mittelschicht zunehmend, wovon sich das überragende Gros zur immer größer werdenden und immer ärmer werdenden Unterschicht gesellt. Das Gefälle von arm und reich fällt hier somit besonders stark auf, da es direkt nebeneinander her existiert. Eine protzige Minderheit schwelgt in überflüssigem Reichtum, und eine immer größere Schar von Systemopfern mußsich ganz genau überlegen, ob es sich überhaupt etwas zu Weihnachten leisten kann, und wenn, dann was. Aber dann gibt es ja die „ganz Sozialen“, die mal großzügigerweise mit der Luxuskarre vor einem Obdachlosen halten und sich herablassen, ihn zu registrieren und ihm das Vermögen von circa einem Euro abzutreten. Es ist ja Weihnachten! Heute sind wir mal sozial - das beruhigt das Gewissen! Und dann aber ab nach Hause in die gut beheizte Luxusvilla! Das Bankett wartet. Und was ist an den anderen 364 Tagen? Ach, egal! Es kann ja nicht jeden Tag Weihnachten sein.

    Soweit zu der alljährlichen Heuchelei von dieser dekadenten Bande da oben. Das eigentliche Thema lautet jedoch anders: Es geht um nichts Geringeres als das Böse selbst. Ich sage euch, was ich für das einzig wahre Böse auf der Welt, ja vielleicht im ganzen Universum halte.

    Das Böse ist keine mystische, metaphysische Macht. Auch Einzelpersonen oder Völker sind es nicht. Das Böse ist ein Gedankengut, eine Gier, eine Handlungsweise. Es ist ein System - ein System, das all die schlechten Eigenschaften im Menschen weckt und fördert. Habgier, Machtgier, Egoismus, Arroganz, Rassismus - das Bedürfnis, mehr haben zu müssen als andere und etwas Besseres zu sein. Es ist der Kapitalismus! Was ist für all das Leid im In- und Ausland verantwortlich? Dieses System. Bei Geographie einst nahmen wir des Öfteren andere Länder durch, in Geschichte andere Zeiten. Es ist immer dasselbe: Eine unausstehliche Minderheit von reichen Bonzen beutet ganze Scharen aus und will stets so wenig soziale Zustände wie möglich dabei haben. Für ihre Interessen werden Gewalt, Religion/Medien und Politik mißbraucht. Ãœberall wird die Umwelt zerstört, wird Sozialabbau betrieben, werden Kriege geführt und Politiker, Juristen sowie Medien korrumpiert, weil diese verdammte, verantwortungslose Minderheit ihren Willen durchsetzen will. Dabei geht es ihnen stets nur um ihren Vorteil und das eine Motiv, Geld zu akkumulieren. Lokale Bevölkerungen, Umweltverschmutzung und soziale Standards interessieren die gar nicht. Die Haie gehen da hin, wo sie am billigsten und am asozialsten Kohle „verdienen“ können und wo die Regierungen, auf Kosten des Volkes und manchmal auch kleinerer, einheimischer Betriebe, nach ihrer Pfeife tanzen. Zu jeder Zeit und an fast jedem Ort gab und gibt es diese widerliche Minderheit, die für all das, wofür das Volk bluten und geradestehen soll, verantwortlich ist. Sie spielen sich als Segen, Gönner und Retter auf, dabei sind sie mit ihrem System die Ursache aller Probleme.

    Doch über die nationale und internationale Ausbeutung der Massen habe ich schon oft berichtet. Hier geht es um etwas anderes: Was macht die Vertreter der reichen Minderheit zu diesen gefühllosen Vampiren, welche die meisten von ihnen sind? Ich erwähnte oben schon die Eigenschaften, die der Kapitalismus fördert und oft erst weckt. Fragt ein unbeeinflußtes Kind, was gerechter und stabiler ist: Ein System, in dem es wenigen Menschen gut geht und sich bei diesen alles staut, während es auf der anderen Seite sehr vielen Menschen schlecht geht, die kaum etwas haben, oder ein System, in dem alles in etwa ausgeglichen ist und es allen in etwa gleich gut geht - wo eben gerecht geteilt wird? Da braucht sicher kein Kind lange zu überlegen, was denn besser und gerechter ist. Doch später wird man ja „erwachsen“ und „begreift“, daß der Sinn des Lebens nun einmal daraus bestehe, Geld zu verdienen und nach Ruhm und Reichtum zu streben; immer besser sein zu müssen als andere, im ständigen Wettbewerb. Wo das Kind noch „ballaballa“ sagt, freut sich der „Experte“, der ja „weiß“, was wichtig ist im Leben, einen Wolf. So „funktioniert“ die Welt halt. Die reiche Minderheit - der einzige Gewinner des Systems - und ihre Medien sagen es, also muß es wohl so sein.
    Doch nun bin ich schon wieder abgedriftet. Der Kapitalismus verlangt den Wettbewerb. D.h. es muß immer billiger, immer schneller, immer sozialfeindlicher, etc. gearbeitet werden (wobei die „armen“ Firmenchefs allerdings oft vergessen, daß noch viel Kapital in ihren Privatkonten steckt, was zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen könnte). Zudem fördert er das Konkurrenzdenken und somit die oben genannten Eigenschaften. Wer nicht bereit ist, diesen skrupellosen Weg zu gehen, kann seine „Karriere“ oft vergessen. Man muß bereit sein, vollkommen Ich-bezogen seinen Weg zu gehen und „Mitbewerber - egal ob Kollegen oder andere Firmen, etc. - ohne Gnade auszustechen. Die Ellenbogengesellschaft wird gefördert. Zudem gehört es meist dazu, nach unten zu treten und nach oben zu kriechen, bis man dann selbst wieder einen Level aufsteigt und noch mehr treten kann. Es wird verlangt, sich der Obrigkeit zu unterwerfen, um irgendwann selbst dazuzugehören, und zudem nur den Erfolg und nichts anderes vor Augen zu haben. Und so wird Karriere/Geld/Erfolg auch immer mehr zum „Wert“ Nr.1, und alles andere steht hinten an. Es gibt Menschen, die sich aus diesem System ausklinken, doch denen geht es zumindest inmaterieller/existenzieller Hinsicht meist nicht allzu gut. Zumindest können sie sich auf einen niedrigen Lebensstandard einstellen. Jene Gestalten, die krampfhaft nach oben wollen, lassen alles andere im Leben fast gänzlich hinter sich. Sie sind wie besessen von dem Gedanken, immer noch mehr Geld und noch mehr Macht zu erlangen. Und je länger sie dieses Spielchen spielen und nach diesen falschen Werten streben und leben, desto besessener werden sie und desto stärker verändert sich ihr Charakter. Sie stumpfen immer mehr ab gegenüber den echten, wirklich wichtigen Werten, die sie, wenn sie nicht von vorneherein so erzogen wurden, wahrscheinlich auch einmal hatten. Sie fixieren sich immer mehr auf Geld und Karriere und beginnen zu glauben, daß nur das zählt. Wenn sie dann zu den Wenigen gehören, die oben ankommen und nicht vorher völlig ausgebrannt ausgeschieden sind, dann haben die meisten von ihnen keinerlei Skrupel oder soziales Gewissen mehr. Sie entlassen scharenweise Personal, um noch mehr Kohle einzuheimsen bzw. zu sparen, sie gönnen Arbeitslosen nicht ihr bißchen Geld zum Ãœberleben und betrachten es als würdeloses Vieh, sie verziehen keine Miene angesichts der globalen Not und des Elends. Sie kennen nur noch eines: Geld und Macht. „Ein Unternehmen ist keine Sozialeinrichtung!“ heißt es dann wie selbstverständlich. „Hier wird Geld verdient!“. Geld für wen und von wem? Sie sind besessen vom Kapitalismus - einer bösen Macht, deren Attribute die Gedanken vergiften und zu bösen Handlungen anregen. Dieses Böse beherrscht die Menschen, je länger sie damit zu tun haben und je intensiver sie sich damit beschäftigen. Stück für Stück werden sie mehr zu einer seelenlosen Marionette dieser bösen Macht und somit irgendwann selbst immer böser. Andererseits verursachen diese Menschen jene böse Macht, geben ihr erst Kraft - durch ihre Gedanken und Handlungsweisen. Der Kapitalismus verführt dazu, doch existiert er nur, weil bestimmte Menschen in seinem Interesse denken und handeln. Also schaffen Menschen das Böse, sind aber zugleich Sklave davon, denn die Reize dieses Bösen treiben sie an.
    Ich sehe die Welt nicht schwarzweiß, wohl aber hell- bis dunkelgrau. So ist es auch mit den Menschen. In jedem steckt gutes undschlechtes Potential, doch es ist unterschiedlich gewichtet und wird, von den Personen selbst und von deren Umweltbedingungen, unterschiedlich gefördert. Und der Kapitalismus - diese abgrundtief böse Macht - verdirbt die Menschen und fördert eben nur die schlechte Seite; er prägt sie immer weiter aus und unterdrückt immer stärker das Gute, je länger und intensiver ein Mensch sich darauf einläßt. Nehmen wir z.B. Joschka Fischer. Wie hat der mal angefangen, und wo ist er später gelandet? Gier nach Macht und Geld haben ihn zu dem gemacht, was er einst haßte. Er fühlt sich nun geläutert, doch innerlich weiß er, daß er sich keineswegs verbessert, sondern bloß seine Seele verkauft hat. Der Mann, der einst Joschka Fischer war, ist nun Darth Fischer geworden - ein diabolischer Politiker (sorry, das mußte jetzt sein). Natürlich sind eher jene Menschen dazu geneigt, diesen einsamen und skrupellosen Weg an die mögliche Spitze zu gehen, die mehr schlechtes als gutes Potential in sich tragen. Das Böse kann sie so eben leichter verführen, doch manchmal weckt der Kapitalismus dieses Bestreben bei einst recht anständigen Menschen vielleicht erst und zieht sie in diesen finsteren Strudel hinein. Manchmal sind es die äußeren Rahmenbedingungen. Z.B. schreibt das übrigens mehrfach grundgesetzwidrige Ha(r)tz4 vor, daß ein Arbeitsloser nur noch Sklave des Arbeitsmarktes und somit der Wirtschaft zu sein hat und alles andere Nebensache ist. Und dann gibt es arme Menschen, die im Fernsehen und vielleicht sogar vom Nachbarn oder möglicherweise schon früher von wohlhabenderen Klassenkameraden vorgegaukelt bekommen, was „hip“ und ja heutzutage „Standard“ ist. „Wie? Du hast keine Schuhe der Marke Turbolatsche? Du bist ja asozial!“, oder: „Wie? Du fährst keinen Mercedes Bonz! Ha ha, Versager!“. Manch ein einst besonnener Mensch kannso leicht vom Bösen verführt werden und denken, dieser düstere Pfad ihn zu besseren Zeiten. Doch erstens ist der tatsächliche Erfolg nur verschwindend Wenigen- Tendenz sinkend - beschert, und zweitens verkaufen sie dafür ihre Seelen und werden zu Handlangern und Trägern des Bösen. Manch einer geht auch einfach nur seiner Arbeit nach und versucht, in dieser skrupellosen Welt des Kapitalismuszu überleben, doch stetig voranschreitender Sozialabbau, wie z.B. längere Arbeitszeiten, weniger Gehalt, weniger Urlaub, mehr Streß, zwingen ihn, sein Leben immer mehr auf den Job zu fixieren und dieses makabere Spiel unweigerlich, zumindest bis zu einem gewissen Grad, mitzuspielen.

    Das Böse ist der Kapitalismus, der die Menschen verdirbt. Manche geben sich ja als die Oberklugen und ach so Verständnisvollen und sagen: „Na ja, der Kommunismus ist an sich ja eine ganz gute Idee, aber nicht durchführbar, da der Mensch einfach zu schlecht ist“. Das ist die neueste Taktik, den Kommunismus oder Sozialismus nicht direkt als schlecht zubezeichnen, sondern zwar als gute, aber nicht realisierbare Idee - als Utopia. Nach dem Motto: Wir brauchen es erst gar nicht versuchen. Aber was macht die Menschen denn so schlecht, so egoistisch? Es ist der Kapitalismus, der diese negativen Eigenschaften nicht nur fördert, sondern sie auch verlangt. Je ungerechter der Kapitalismus - auf seinen Untergang zusteuernd - wird, desto mehr Verlierer gibt es in ihm und desto mehr Menschen werden bereit sein, sich von ihm zu lösen. Mißerfolg und Armut wird die Ernte der Meisten sein, die sich Erfolg und Wohlstand wünschen, und dies wird sich sehr ernüchternd und enttäuschend auswirken - und vielen die Augen öffnen. Die Sozialismusversuche des letzten Jahrhunderts waren noch unausgegorene Pionierprojekte und hatten frühe Kapitalismen als Gegenspieler, die ihr Scheitern noch nicht derart unter Beweis stellen konnten. Doch schon bald wird die Welt den Kapitalismus scheitern sehen, da er, durch seine offenbar unumkehrbare, sich verstärkende Ungleichheit, schlichtweg instabil ist und früher oder später kollabieren wird. China und Konsorten stehen jetzt als Wirtschaftswunder da, weil sie das endliche Monopoly-Spielchen gerade erst begonnen, während dauerkapitalistische Länder dieses fast beendet haben. Doch auch diese irrgläubigen Länder, die sich sehr von zunehmend kriselnden, wenigen Exportpartnern abhängig machten, werden irgendwann jenes Waterloo erleben, wenn das Spielfeld wieder neu aufgebaut werden muß - meistens nach einem gewaltigen Knall - oder endlich ein besseres, längerwährendes Spiel gespielt wird. Zudem habe ich gelesen, daß das Wirtschaftspotential von China maßlos überschätzt wird, aber das nur am Rande. Zumindest haben es und auch Indien eine jämmerliche Binnenmarktsituation, denn„Standortvorteil“ im globalen Wettdumpen ist ja geringer Anspruch. Auf jeden Fall werden etliche Menschen dort jetzt einfach fallengelassen und sind - oft nichtshabend - auf sich allein gestellt, während früher immerhin für jeden gesorgt wurde. Aber das ist halt „die große Verbesserung“.

    Der echte (Neo)sozialismus ist ein gemeinschaftliches, gleichberechtigendes, ausgewogenes und somit stabiles System, das jedem einenguten - nicht exzessiven, aber guten und garantierten - Lebensstandard bietetund menschliche Werte fördert, statt materielle sowie oberflächliche Macht- und Geldgier. Er ist vielleicht nicht perfekt, wobei modifizierbar, doch wesentlich gerechter und stabiler als der Kapitalismus. Der Sozialismus ist für mich das Gute, denn er fördert gute Eigenschaften. Wenn die Völker der Erde den kapitalistischen Moloch, der die Welt in seinen Klauen hält, mit allen Folgen scheitern sehen und ein System, in dem Gutes und nicht Schlechtes zählt, Trumpf ist, dann kann die Menschheit wieder andere Schwerpunkte setzen und sozialer werden - und dann würde auch der Sozialismus funktionieren.

    Sozialismus gegen Kapitalismus heißt nichts anderes denn Gut gegen Böse, und ich persönlich weiß, wo ich stehe. Unbeirrbar bin ich dabei in meinem Glauben. Wählt auch ihr eure Seite, doch tragt die Konsequenzen und erkennt euch selbst. Es zählen keine Ausreden! Jeder Mitläufer trägt auch eine gewisse Teilschuld und darf sich nicht hinter seinem Regime verstecken. Die strippenziehenden Soziopathen da oben können ihre kranken Pläne zwar allein aushecken, doch Realität werden sie erfahrungsgemäß erst durch die Unterstützung einer Vielzahl von feige und nicht selten opportunistisch nach oben kriechenden und nach unten tretenden Komplizen. Und dafür werden oder sollten auch all jene ein Stück weit verurteilt werden, wenn denn endlich Gerechtigkeit herrscht - nicht selten übrigens ein großer Unterschied zu geltendem und insbesondere praktiziertem „Recht“. Die betuchten Politiker und Wirtschaftsbosse sowie manch lobbyistischer Steigbügelhalter aus der Judikative sind die Drahtzieher, aber auch jeder Polizist, Soldat, Sachbearbeiter einer faschistischen Institution, etc. trägt eine Teilschuld und sollte sich dessen gewahr sein. Und wenn er/sie nicht wenigstens von innen heraus noch Schadensbegrenzung bzw. Gutes zu tun anstrebt und dann auch vermag, so sollte er/sie irgendwann die Konsequenzen ziehen und entweder gehen oder offen den Kampf gegen das praktizierte Unrecht suchen. Ansonsten ist er/sie Teil des Bösen und darf auch so betrachtet werden... Auch im dritten Reich gab es Gesetze und geltendes Recht, und jeder Polizist, KZ-Wärter, Soldat, etc. hat ja „nur seinen Job gemacht“ oder „hatte keine Wahl“. Das ist die billigste Ausrede überhaupt. In einem Unrechtsregime heißt es nichts Gutes, sich an geltendes„Recht“ zu halten. Und welches Unrechtsregime stellt sich schon hin und gibt offenzu, ein solches zu sein - und die Ungerechtigkeit zu vertreten? Da muß man eben selber etwas denken und hinter Masken zu schauen imstande sein. Jeder muß sich selbst die Frage stellen, wie weit er bereit ist, bei offensichtlichem Unrecht mitzuwirken. Er muß Dinge hinterfragen, Realitäten anerkennen und dann wählen zwischen Gut und Böse. Ãœbrigens ist es wohl nie zu spät, schlechte Pfade(wieder) zu verlassen. Doch irgendwann könnte es ein wenig unglaubwürdig anmuten...

    Euer Rotinquisitor - Paladin des Guten


    ...

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  • ...


    Nun noch ein kleines Addon zu meinem viiiel zu kurzgeratenen Kopftext:

    Ein früheres (?) Beispiel aus Brasilien (prä da Silva Zeit): Die Straßenkinder in den Favelas (alle Menschen dort) leben in bitterer Armut. Dort herrscht auch eine hohe Kriminalitätsrate, denn wer bleibt schon gerne "brav", wenn es ums nackte Ãœberleben geht und einem jeden Tag da oben vorgelebt wird, daß Dreistigkeit siegt. Na ja, jedenfalls gab es wohl endlich auch Ãœbergriffe auf die Villen der reichen Protzer und wohl auch Ãœberfälle aufTouristen, etc.. In der "gehobenen Gesellschaft" wird das Elendanderer also plötzlich fühl- und sichtbar. Und prompt erscheinen "geistreiche"und "noble" Politiker und/oder Wirtschaftsbosse im Fernsehen, die darüber diskutieren, wie man dieses unschöne Problem denn beseitigen könne. Letztlich riefen welche dazu auf, die Kinder doch einfach zu ermorden, denn jeder Tote von ihnen heute wäre ein Verbrecher von morgen weniger. Ich glaube, die wollten sogar dafür zahlen. Und es gab wohl mitunter Beifall von einigen aus der besser gestellten Bevölkerungsschicht. Zudem sind Schwarze in dem Land immer noch schlechter gestellt als andere Menschen.
    Auch in Deutschland wünschen viele jener Kreaturen, die noch etwas mehr haben oder gar "da oben" weilen, den Opfern dieses Systems ja bekanntlich so selbstgerecht wie ursachenignorant das Schlechteste. Z.B.verhalten sich viele von ihnen alles andere als solidarisch gegenüber arbeitslosen Systemopfern, solange sie selbst noch nicht dazugehören. Zudem sind Moslems,etc. plötzlich an allem schuld. Früher die Juden, jetzt die Moslems und dieArbeitslosen, etc.. Die reiche Minderheit hetzt alle gegeneinander auf, um vonsich selbst als Problemursache abzulenken, und nicht wenige sind immer noch soblöd und spielen das armselige Spiel mit, anstatt sich an die wahren Schuldigen zu wenden. Das ist ja auch soviel bequemer - zunächst.
    Aber zurück zu Brasilien: Dort wütete lange Zeit derLiberalismus - teils gar unter Militärs. Das Resultat ist bittere Armut und ungleiche Verteilung. Und am Ende kommen Boshaftigkeiten und Skrupellosigkeitenwie die oben genannten auf. Wenn das nicht das Böse ist, dann weiß ich auchnicht. Und kommt mir nicht mit dem "sozialistischen" Brasilien jetzt.Davon abgesehen, daß die noch nicht allzu lange an der Macht sind, hat da Silvafast alle Wahlversprechen gebrochen und einen Kniefall vor Bush und dem Kapitalismus gemacht. Deswegen gab es auch parteiinterne Kritik und Unmut in der Bevölkerung. Es scheint so, daß Geld und Macht überall die Menschen verderben und/oder aber die schlechten Menschen erst anziehen und sich voll entfalten lassen. Schröder, Fischer, da Silva,... Wenn Politiker nicht besser bezahlt werden würden als viele andere Bürger, dann würden sie vielleicht nicht derart abheben und sich stärker dem Volke und nicht einer reichen Minderheit sowie der Wirtschaftslobby zugehörig fühlen. Denn Geld ist ein Faktor des Bösen. Zumindest in diesem System.


    PS: Na, wenigstens hat es diesmal mit dem korrekten Einfügen des Textes geklappt.


    PPS: Nee, doch nicht. :-P

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  • Im Namen des Mammon und des Besitzes und des heiligen Marktes unseres Gottes und Herrn und durch die Fürsprache der unbefleckten Reform, im Namen des heiligen Adam mit seiner unsichtbaren Hand und des heiligen Hajek mit seinen Verführern und Schergen !!!

    Wage es nicht länger, hinterhältige Schlange, die Kunden zu täuschen, die Kathedrale des Marktes zu verfolgen und die Auserwählten des Höchsten zu würgen.

    Dir gebietet das Herzblut der Politiker wie auch die fromme Fürsprache der Wirtschaftswissenschaftler und die innigen Gebete aller gläubigen Konsumenten.

    Wir beschwören Dich also, verfluchter roter Drache und all Deine teuflischen Legionen !!!

    Weiche von uns Satan, Erfinder und Lehrmeister jeglicher Falschheit, Feind der unternehmerischen Freiheit und Neider des Heils der Besserverdienenden !!!

    ;) :p

  • ... ... und noch ein text, der drittklassig daher kommt und inhaltlich nur aufgewärmtes allerlei, verkocht und verlängert bis zur gehaltlosigkeit, bietet......:smilie_engel_027:



    ich werde das nicht vermissen.....

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  • Ich stelle fest: Nicht nur Buddy verfehlt den Lukas. ;-D Das werte ich dann mal als stille Zustimmung oder etwas abstrakt formulierte Kapitulationserklärung gegenüber meiner fundierten Argumentation. 8-)


    Tja, also das war es dann erstmal. Ich habe meine Einführungsoperationen in Politopia und Posiwitien abgeschlossen, und es war von Anfang an klar, daß ich nur in einer davon auf unbestimmte Zeit - und das kann auch sehr kurz sein - mein neues HQ errichte. Denn meine aktivste Forenzeit liegt lange zurück, und gerade nach längerer Abstinenz tue ich mich schwer. Schon EINE V-Nation wird nur in bestimmten Subforen, zu bestimmten Themen und in mehrtägigen Intervallen von mir beglückt werden. Wobei es da natürlich noch selten Operationen in Elostan oder etwaige Hidden Raver-Einsätze gibt. Das reicht. Ich fröne schließlich auch noch der Kunst in doppelter Ausführung und muß PC-Games spielen und so. ;-)
    Tja, der Zuschlag geht erstmal an Posiwitien, das sich nach seinem fatalen Vorkoster-Fauxpas am Anfang gemacht hat. In erster Linie wurde meine Wahl beeinflußt aufgrund technischer Aspekte und solche der Subforenwahl und -übersicht. Aber auch, weil ich glaube, das Posiwitien mich noch ein klein wenig nötiger hat. ;-) Meiner ersten Erfahrung nach treiben sich hier zwar etwas mehr oberflächliche Laberköppe rum, die nicht an allzu ausgeprägter, argumentbezogener und tiefgründiger Konversation interessiert sind, aber scheinen die meisten politisch doch schon mal vage in die richtige Richtung zu tendieren. 8-)
    Natürlich hab ich auch bereits zaghaft auszuloten versucht, wo ich freier schreiben kann, doch habe ich bislang bestenfalls das Ferkel rausgelassen - und nicht die Sau. Aber das wird noch kommen. 8-) Sollte mich Posiwitien über Gebühr nerven, wie einst Planetien oder Arenatien, so gebe ich dem Laden hier vielleicht noch eine Chance in meiner unendlichen Großzügigkeit. So oder so gibt es vielleicht mal ab und an eine temporal limitierte Operation in Form eines neuen Threads oder so. Aber ein aktives Mitglied und Bürger Politopias bin ich nicht. Hah! Selbst Schuld! 8-D


    Schaust du mal hier hinein.
    Das Argument der offenen Frage


    Da steht ziemlich wirres Zeug, und all diese hochwissenschaftlichen Definitionen tangieren mich nicht allzu sehr. Das sind kühle Universierte da, aber wehe, etwas weicht auch nur einen Zentimeter von ihrem Fachbereich ab. 8-) Ich kenne diese Knallköppe; war selbst mal auf 'ner Uni. ;-D Und ich muß kein Professarius sein, um zu erkennen, daß es böse ist, wenn Wenige soviel mehr haben, als sie brauchen, und die meisten Anderen dafür weniger haben, als sie brauchen. Und es ist ebenso böse, wenn diese Wenigen alle für sich einspannen wollen, und wer nicht will oder sich nicht verwerten läßt, der darf verrecken. Gefälle sind böse und instabil, Ausgewogenheit ist gut und stabil. ;-) Der Kapitalismus ist Ersteres, der echte (Neo)sozialismus Letzteres.


    Redwing over - posiwitienischer Neubürger (auf Probe)


    Over & out

    3 Mal editiert, zuletzt von Redwing ()

  • Ich stelle fest: Nicht nur Buddy verfehlt den Lukas.


    Das war ein Exorzismus Du Druckspüler, nur nicht in Latein :D ;)


    Tja, also das war es dann erstmal.


    Und anscheinend hat er gewirkt. :lol:


    Allerdings war es nicht so ernst gemeint. Du musst deswegen nicht den Abgang machen oder beleidigt sein, weil Deine Flag-Texte nicht so der Renner sind. Sie taugen aber dazu festzuhalten dass Du dich einigermaßen ausdrücken kannst. Reicht aus um hier zu schreiben. :D

  • (...) Du musst deswegen nicht den Abgang machen oder beleidigt sein, weil Deine Flag-Texte nicht so der Renner sind. Sie taugen aber dazu festzuhalten dass Du dich einigermaßen ausdrücken kannst. Reicht aus um hier zu schreiben....


    ... nur nicht für die erhoffte huldigung, dazu bedarf es noch ein gutes stück mehr an substanzieller prägnanz......;)

  • Es ist ein System - ein System, das all die schlechten Eigenschaften im Menschen weckt und fördert. Habgier, Machtgier, Egoismus, Arroganz, Rassismus - das Bedürfnis, mehr haben zu müssen als andere und etwas Besseres zu sein.
    ...


    Bis auf Rassismus treffen alle diese Eigenschaften auf mich zu, das macht mich wohl böse....


    Zitat

    Es ist der Kapitalismus! Was ist für all das Leid im In- und Ausland verantwortlich? Dieses System.


    Du unterliegst, wie alle Linken, einem fundementalen Gedankenfehler, du glaubst, dass das kapitalistische oder marktwirtschaftliche System eine von vielen Optionen darstellt, also dass man eine Wahl hat, dem ist aber nicht so. Dafür gibt es zwei Gründe, die man nicht ändern kann, diese wären, erstens die Knappheit der Güter, das ist nicht eine Frage der Verteilung, deshalb müssen einige leer ausgehen. Und alle Menschen sind unterschiedlich, und sie sind nicht nur unterschiedlich, manche sind besser (intelligenter, schneller, stärker) als andere. Gäbe es unendlich viele Güter wäre es egal, das manche Menschen besser sind als andere, jeder würde das bekommen und soviel davon, wie er möchte. Das ist aber nicht der Fall, deshalb kann es nur ein System geben, in dem Wenige vieles besitzen und Viele wenig. Selbst wenn man Kommunismus einführt, wird es sich nur kurzfristig behaupten können, lagfristig gesehen wird die Natur immer dafür sorgen, dass die Wenigen Begabten das meiste besitzen.


    Das beste, was man machen kann ist, für gleiche Startbedingungen sorgen und darauf hoffen, dass die Besten gemäß ihrer Begabung das Meiste erhalten. Alles andere wäre noch ungerechter, sowie es in Kommunistischen Systemen der Fall ist, weil hier wenige Unbegabte sich alles einverleiben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Büyükanıt ()

  • Das beste, was man machen kann ist, für gleiche Startbedingungen sorgen und darauf hoffen, dass die Bessten gemäß ihrer Begabung das Meiste erhalten. Alles andere wäre noch ungerechter, sowie es in Kommunistischen Systemen der Fall ist, weil hier wenige Unbegabte sich alles einverleiben.


    Gleiche Startbedingungen zu schaffen dürfte allerdings ein Wunschdenken bleiben. Es geht bereits beim Kleinkind und dem Elternhaus los.

  • Gleiche Startbedingungen zu schaffen dürfte allerdings ein Wunschdenken bleiben. Es geht bereits beim Kleinkind und dem Elternhaus los.


    Das stimmt schon, es wird nie gleiche Startbedingungen geben, aber selbst wenn ein System nur wenig benachteiligt und das Fortkommen nicht nur von Familienstatus abhängt, werden sich die Begabten eher durchsetzen als Priviligierte.

  • Das stimmt schon, es wird nie gleiche Startbedingungen geben, aber selbst wenn ein System nur wenig benachteiligt und das Fortkommen nicht nur von Familienstatus abhängt, werden sich die Begabten eher durchsetzen als Priviligierte.


    Daher finde ich gut das in Schweden der Kindergarten in das Pflichtschulsystem eingeht. Eine gewisse Stundenzahl im Jahr ist vorgeschrieben. Nicht alle Eltern sind zugleich Pädagogen.

  • Bis auf Rassismus treffen alle diese Eigenschaften auf mich zu, das macht mich wohl böse....


    Habgier gehört zumindest zu den lastern. ganau so wie Faulheit, Hochmut und Völlerei.


    Du unterliegst, wie alle Linken,


    schon mal eine gute einleitung.... :biggrin:



    einem fundementalen Gedankenfehler, du glaubst, dass das kapitalistische oder marktwirtschaftliche System eine von vielen Optionen darstellt, also dass man eine Wahl hat, dem ist aber nicht so.


    und dann noch eine absolute wahrheit. bis hierher super +1



    Dafür gibt es zwei Gründe, die man nicht ändern kann, diese wären, erstens die Knappheit der Güter, das ist nicht eine Frage der Verteilung, deshalb müssen einige leer ausgehen. Und alle Menschen sind unterschiedlich, und sie sind nicht nur unterschiedlich, manche sind besser (intelligenter, schneller, stärker) als andere. Gäbe es unendlich viele Güter wäre es egal, das manche Menschen besser sind als andere, jeder würde das bekommen und soviel davon, wie er möchte. Das ist aber nicht der Fall, deshalb kann es nur ein System geben, in dem Wenige vieles besitzen und Viele wenig. Selbst wenn man Kommunismus einführt, wird es sich nur kurzfristig behaupten können, lagfristig gesehen wird die Natur immer dafür sorgen, dass die Wenigen Begabten das meiste besitzen.


    ach ja genau in jedem anderen wirtschaftssystem das nicht kapitalistisch aufgebaut ist ist das ziel das alle ferrari fahren und ne villa haben. und alles für jeden im überfluss da ist....
    eine fundierte argumentation kommt eben nicht ohne einen guten allgemeinplatz aus. :hurray:



    Das beste, was man machen kann ist, für gleiche Startbedingungen sorgen und darauf hoffen, dass die Besten gemäß ihrer Begabung das Meiste erhalten. Alles andere wäre noch ungerechter, sowie es in Kommunistischen Systemen der Fall ist, weil hier wenige Unbegabte sich alles einverleiben.


    strike nr. 2 für den allgemeinplatz.


  • Hättest auch in einem kurzen Satz schreiben können, dass du eigentlich keine Gegenargumente hast.politopia.de/index.php?attachment/3851/

  • Bis auf Rassismus treffen alle diese Eigenschaften auf mich zu, das macht mich wohl böse....


    Nein, nicht böse, Böse ist sympathischer. Habgier, Machtgier, Egoismus und Arroganz machen Dich zu einem absoluten Stinkstiefel, den ich nicht einmal mit dem Arsch anschauen, geschweige denn Geschäfte machen oder gar zu mir nach Hause einladen würde. So ein Typ wie Du könnte buchstäblich in der Gosse neben mir verrecken, ohne dass es mich groß kratzen würde.

    Vielleicht macht Dir diese drastische Ausdrucksweise klar, was Du da für einen sozialdarwinistischen Schwachsinn von Dir gegeben hast, aber ich fürchte eher nicht. :p