Ãœber das Gute und das Böse in der Welt

  • Bei allem Respekt für die Arbeit der Klofrau, [...]


    apropos klofrau:
    Niedriglöhner – Wer meckert, putzt die Klos
    Rund acht Millionen Menschen schuften in Deutschland als Niedriglöhner, oft zu unwürdigen Bedingungen. Die meisten verhalten sich still – aus Angst. Denn sonst könnte es sein, dass ihre Arbeit noch unangenehmer wird, als sie sowieso schon ist.
    “Büro hab’ ich mir abgeschminktâ€, sagt Katja Schultze (Name geändert). Bis vor sechs Jahren arbeitete sie für eine Bank. Dann kam McKinsey, und ihre Stelle wurde eingespart. Seitdem ist sie Putzfrau. “Mit 50 brauchen Sie sich nirgendwo mehr zu bewerbenâ€, sagt sie. “Aber Hartz IV – das wollte ich auf gar keinen Fall.†Heute ist sie 56. Sie wird Putzfrau bleiben, bis zum Schluss.
    Quelle: SPIEGEL Online

  • Es könnte ja aber auch irgendwann einmal der Umstand berücksichtigt werden (neben Knappheit und Angebot/Nachfrage), dass Arbeiten die eigentlich niemand machen möchte auch in der Bezahlung Berücksichtigung finden.


    Momentan besteht hier doch mehr Zwang, ausgelöst durch Konventionen und gewisse Umstände.


    Die Klofrau soll genauso viel verdienen, wie der Ingenieur? So in etwa?

  • Die Klofrau soll genauso viel verdienen, wie der Ingenieur? So in etwa?


    Habe ich das geschrieben?Aber wenn du diesen Gedanken weiterspinnst dann könnte der Umstand das man etwas gerne oder ungerne macht auch einen Wert bekommen, der allerdings bei gerne nicht unbedingt und ausschließlich im Monetären seine Vergütung finden muss.Sich wohlfühlen und glücklich sein ist auch eine Form der Belohnung/Vergütung.

  • Es könnte ja aber auch irgendwann einmal der Umstand berücksichtigt werden (neben Knappheit und Angebot/Nachfrage), dass Arbeiten die eigentlich niemand machen möchte auch in der Bezahlung Berücksichtigung finden.


    Momentan besteht hier doch mehr Zwang, ausgelöst durch Konventionen und gewisse Umstände.


    Das wäre bedenkenswert, allerdings weißt Du ja selbst, was passiert...es werden dann billigste Arbeitskräfte aus dem Ausland geholt...

  • Die Klofrau soll genauso viel verdienen, wie der Ingenieur? So in etwa?


    Klofrauen verdienen mitunter sehr gut durch das Geld das auf den Tellern zusammenkommt. Nicht immer müssen sie alles abgeben wie ich lernen konnte. Mitunter ist das sehr lukrativ.
    Die Mutter einer rumänischen Kollegin macht das in München.

  • Die Klofrau soll genauso viel verdienen, wie der Ingenieur? So in etwa?


    Nein, so viel, dass sie nicht zum Amt rennen muss zusätzlich wenn sie den Job in Vollzeit macht.


    Grobe Richtschnur: 1,5 x so viel wie ALG II ihr (inkl. KdU und KV/RV) bringen würde. Das sollte die Unterkante für den Mindestlohn sein. Und wer das unterläuft als AG zahlt Minimum 2 Jahresgehälter Entschädigung/Schmerzensgeld.
    Anders kriegt man die Penner nicht.

  • Habe ich das geschrieben?Aber wenn du diesen Gedanken weiterspinnst dann könnte der Umstand das man etwas gerne oder ungerne macht auch einen Wert bekommen, der allerdings bei gerne nicht unbedingt und ausschließlich im Monetären seine Vergütung finden muss.Sich wohlfühlen und glücklich sein ist auch eine Form der Belohnung/Vergütung.


    Es geht bei einer angemessenen Bezahlung von einfacher Tätigkeit, also einfach im Sinne einer sehr kurzen Einarbeitungszeit, auch um den Respekt vor dieser Arbeit, die nicht weniger notwendig ist als präzise Ingenieursarbeit. Damit der Autobahnverkehr fließen kann braucht es genauso die Raststätten wie eine sicher konstruierte Brücke. Auch einfache Tätigkeiten müssen so entlohnt werden, daß sie den Mann, die Frau ernähren.
    Es ist noch nicht so lange her, da reichte ein mittleres Gehalt (Facharbeiter, Angestellter),um eine Familie zu ernähren. Von diesen paradiesischen Zustaänden sind wir inwischen meilenweit entfernt. Nicht wenige Familien halten sich nur mit zwei Vollzeit- und einem Nebenjob über Wasser und Alleinerziehende haben sowieso die Arschkarte gezogen. Diese Entwicklungen halte ich für unmoralisch. es dient nicht der Geellschaft als ganzer und es dient nicht dem Einzelnen, sofern er nicht zu denen zählt, die über ein Einkommen von 100 000 im Jahr verfügen.


    @ sal nun ist es nicht so, daß der Ingenieur oder der Studierte große Brötchen backen könnte: Anfangsgehalt eines Bankers mit Master 1900 brutto, welches der Nettolohn eines verdienten Arbeiters bei Opel war. An der Uni arbeiten Promovierte auf halben Zeitstellen für weniger als 1500 Euro netto und wenn du als Ingenieur nur ein Jahr arbeitslos warst, findest du kaum eine neue Stelle, da das Wissen so schnell veraltet.
    Die hart arbeitende Klofrau ist nur ein Beispiel für staatliche Zuzahlung, die Anfangsgehälter für Akademiker ernähren auch keine Familie. Und da fragt sich die Politik, warum nur so wenige Kinder geboren werden? Fragt sie das wirklich? Dann wäre sie dumm. Fragt sie das nur rhetorisch, dann hat sie sich von Moral abgewendet und ist selber böse geworden.

    Einmal editiert, zuletzt von Firecreek ()

  • Dass der Mensch an sich gut sei, steht als Annahme am Beginn allen linken Planens, dies ist die Grundbedingung des utopischen Denkens.


    Ganz verkehrt ist die These nicht, nur etwas unpräzise. Der Mensch ist nicht von Natur aus oder an sich gut, aber er bringt von Natur aus die Fähigkeit mit, gut zu werden, sofern er eine entsprechende Sozialisation und Erziehung erfährt. Darum setzen die Linken auf Erziehung, Bildung und Chancengleichheit.

  • man bedenke bei der these auch das "gegenteil" ....


    Die Gegenseite, die behauptet, daß der Mensch von Natur aus des Menschen Wolf sei, also irgendwie böse, setzt dann eher auf die Stärkung der Ellbogenmentalität als auf Chancengleichheit, auch das sozialdarwinistische Konzept genannt. Das kommt zwar auch nicht ohne Sozialisation aus, um in die Köpfe und Herzen eingetrieben zu werden, welche aber von Erziehung unterschieden werden muß. Denn Erziehung zielt auf Selbständigkeit und Verantwortlickeit im Denken und Handeln, bloße Sozialisation auf ein dem Umständen angepaßtes Verhalten zwecks Ãœberleben im Krieg aller gegen aller.

  • Ãœber diesen Satz kann ich nur den Kopf schütteln.


    Dieser Satz ist sogar historisch herleitbar. Es waren grundsätzlich die Beharrungskräfte konservativen Ursprungs, die die Verbreitung von Bildung in der Bevölkerung verhindern wollten.

  • Dieser Satz ist sogar historisch herleitbar. Es waren grundsätzlich die Beharrungskräfte konservativen Ursprungs, die die Verbreitung von Bildung in der Bevölkerung verhindern wollten.


    Und die SPD fing als Arbeiterbildungsverein an. :)

  • Und die SPD fing als Arbeiterbildungsverein an. :)


    oh mann, ja- lang ist´s her! :D
    du bringst mich auf ideen...es gibt noch alte fotos auf denen klein-niara mit pinsel in der hand (den sie tragen durfte) beim plakate kleben im kommunalwahlkampf zu sehen ist... die muss ich mir mal wieder anschauen.