Mal wieder die Deutsche Bahn...

  • Logisch. Solange die Bahn das praktisch einzige und somit konkurrenzlose Verkehrsmittel zu Lande war, waren Bau und Betrieb einer Bahnlinie für die lokale/regionale Wirtschaft existenziell notwendig und sinnvoll - aber leider sind Bahnen spurgebunden und somit verlangen sie ihren eigenständigen Gleiskörper, so dass bei räumlicher Verlagerung eines Unternehmens (das mit seinem Verkehrsaufkommen die Bahn erst wirtschaftlich betreiben lässt) ein doch recht erheblicher Investitionbedarf für die Öffentliche Hand erfolgt, den diese nicht tragen kann. Das Automobil ist also flexibler einzusetzen - und deswegen ist die Straße der bevorzugte Verkehrsweg. Massentransporte (Erz, Öl etc.) kann man sicher z.T. auf's Schiff verlagern - aber für den Transport in der Fläche ist mithin der Lkw zu den verstreut liegenden Endabnehmern der Ware weniger umständlich. Würde der Bahnkunde den höheren Personalaufwand denn zu bezahlen bereit sein? Wohl kaum.



    Das Auto (besonders die fetten Kisten, die zum großen Teil deutsche Straßen) verstopfen ist ein sehr teures Verkehrsmittel und verbraucht in Relation zu der von ihm erbrachten Verkehrsleistung übermäßig viel Energie
    (schön blöd wenn über eine Tonne Leergewicht für das Lebendgewicht einer menschlichen Person in Bewegung gesetzt werden muss), produziert übermäßig viel Lärm und Schadstoffe, kostet übermäßig viel Menschenleben, braucht übermäßig viel Platz und trägt satt zum Klimawandel bei. Der übermäßige Straßenverkehr ist mit der größte volkswirtschaftliche Klogriff aller Zeiten.

  • Das Auto […] ist ein sehr teures Verkehrsmittel und verbraucht in Relation zu der von ihm erbrachten Verkehrsleistung übermäßig viel Energie […]

    Das wird uns heute (bzw. seit mehr als 40 Jahren) eingeredet - das Automobil wird von seinem Nutzer bezahlt und fährt, im Gegensatz zur Bahn oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, niemals leer - der gewöhnliche Autonutzer verzichtet sogar auf "Umwege", schon um die Kosten für den Spritverbrauch nicht ausufern zu lassen.
    Dagegen erfordert die Bahn stets zusätzliche Verkehrsbewegungen, um den nächsten Bahnhof überhaupt zu erreichen und vom Zielbahnhof aus zum eigentlichen Reiseziel weiterzukommen. Wollte man Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wirksam eindämmen, müsste zunächst der Flug- und Schiffsverkehr reduziert werden. Die so gern vorgerechnete Energiebilanz von Massenverkehrsmitteln gehen stets von einer rund 100%igen Auslastung aus - und natürlich kommt es in Stoßzeiten vor, dass Busse und Bahnen bis zum letzten Platz gefüllt sind. Ihren von Dir so betonten sozialen Nutzen erfüllen derartige Verkehrsmittel jedoch, indem sie im Taktverkehr eingesetzt werden, und das bedeutet, dass zu manchen Zeiten keine auch nur 20%ige Auslastung gewährleistet ist.
    Und das ist der Grund, weswegen auch die Betreibergesellschaften von Bahnen recht genau prüfen, auf welchen Streckenverbindungen der Betrieb überhaupt (wirtschaftlich) zu verantworten ist.

  • Nun ist das Auto in aller Regel auch nur zu 25%,höchstens aber 50% besetzt,diesen Nutzungsgrad erreicht die Bahn auch.In Hinblick auf den Schiffsverkehr dürfte aber auch kein anderes Transportmittel über einen so günstigen Nutzungsgrad verfügen,bewegt doch z.B.ein binnenschiff mit rd.1000 PS und Verbräuchen von rd.30 Litern/Stunde mehrere hundert Tonnen Nutzlast.Das schafft kein LKW,eher die Bahn.
    Wären in der Vergangenheit auch nur 50%der Strassenbausubventionen in das Bahn/Kanalnetz geflossen,sähe es in Hinblick auf den Frachtverkehr auf unseren Strassen deutlich besser aus.
    Nur mal dran denken:1000 Last auf'm Kahn erspart 25 Lkw auf der Strasse (bis auf den Verteilverkehr)

  • Nun ist das Auto in aller Regel auch nur zu 25%, höchstens aber 50% besetzt […]


    […] 1000 Last auf'm Kahn erspart 25 Lkw auf der Strasse (bis auf den Verteilverkehr)

    Nicht wirklich… erstens beziffern die 40 t eines Sattelschleppers nicht dessen Nutzlast, zweitens transportiert ein Schiff seine Ladung nur zum Hafen und nicht bis vor die Tür des Endabnehmers, drittens hast Du den stündlichen Treibstoffverbrauch des Binnenschiffs ein wenig unterschätzt… der tatsächliche Verbrauch liegt eher beim Zehnfachen Deiner Schätzung.
    Dass das Gros der Pkw als Viersitzer ausgelegt ist, macht das Fahrzeug nur flexibler einsetzbar - wenn im Alltag Pkw meist nur mit dem Fahrer und bestenfalls einer weiteren Person belegt sind, dann ist doch wohl davon auszugehen, dass keine weiteren Personen vom selben Ort aus und zur selben Zeit auf derselben Route zu reisen einen Anlass haben.

  • Das wird uns heute (bzw. seit mehr als 40 Jahren) eingeredet - das Automobil wird von seinem Nutzer bezahlt und fährt, im Gegensatz zur Bahn oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, niemals leer - der gewöhnliche Autonutzer verzichtet sogar auf "Umwege", schon um die Kosten für den Spritverbrauch nicht ausufern zu lassen.


    Deine Rede ist ein Erweis dafür wer hier wem dessen Lügenmärchen aufsitzt. Das bist nämlich du, der sich (im Verbund von zig Millionen anderen Verdummten dieser Republik) von der Autolobby einreden lässt, das Auto wäre wirtschaftlich.


    Ok, das Auto fährt immerhin im Schnitt knapp eine Stunde am Tag (Verhältnis 1: 23, ergo etwa zeitliche Auslastung = ca. 4,1%). Wenn es fährt steht es zwar auch im Stau oder Ampeln herum, aber das vernachlässige ich mal. Den Idioten, die da hupen und drängeln muss man nicht nacheifern. Leider schwächeln die benannten 4,1% zeitliche Kapazitätsauslastung noch einmal, wenn man die Auslastung der im Schnitt 5 vorhandenen Sitzplätze betrachtet, bei einer etwaigen durchschnittlichen Auslastung von ca. 1,2 Personen pro PKW komme ich da pro durchschnittlichem Stinke-PKW noch mal auf ein Verhältnis von 1,2 Personen zu 5 mitgeschleppten Sitzplätzen = ca. 23% Sitzplatzauslastung.


    23% durchschnittliche Sitzplatzauslastung kombiniert mit 4, 1% zeitlicher Auslastung ergibt ( 0,23 x 0,041 = 0,0093) die beeindruckende Gesamtauslastung von 0,93%.


    Du kannst, wenn du diesen ominösen Wert und dessen betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung nicht so wirklich einschätzen kannst, dir einen Rat bei jedem halbwegs fähigen Betriebs- bzw. Volkswirtschaftler einholen, was der dazu meint. Die Jungs sind zwar auch oft gekauft und verblendet, spätestens wenn´s um die heilige Kuh seutsches Stinkeauto geht, labern viele von denen auch nur Bockmist, aber das dürfte angesichts dieser Kenndaten selbst denen schwer fallen. :smilewinkgrin:


    Ok, dieses betriebswirtschaftliche private Fiasko mit Namen Auto wird zwar in aller Regel von den Haltern dieses Fiaskos bezahlt, was vielleicht auch die generell schlechte Laune der automobilen Verkehrsteilnehmer erklären kann. Abgezockte hupen im Chor der im eigenen Stahlblech allseitig abgezockten Gefangenen.:head:



    Dagegen erfordert die Bahn stets zusätzliche Verkehrsbewegungen, um den nächsten Bahnhof überhaupt zu erreichen und vom Zielbahnhof aus zum eigentlichen Reiseziel weiterzukommen. Wollte man Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wirksam eindämmen, müsste zunächst der Flug- und Schiffsverkehr reduziert werden. Die so gern vorgerechnete Energiebilanz von Massenverkehrsmitteln gehen stets von einer rund 100%igen Auslastung aus - und natürlich kommt es in Stoßzeiten vor, dass Busse und Bahnen bis zum letzten Platz gefüllt sind. Ihren von Dir so betonten sozialen Nutzen erfüllen derartige Verkehrsmittel jedoch, indem sie im Taktverkehr eingesetzt werden, und das bedeutet, dass zu manchen Zeiten keine auch nur 20%ige Auslastung gewährleistet ist.


    Und das ist der Grund, weswegen auch die Betreibergesellschaften von Bahnen recht genau prüfen, auf welchen Streckenverbindungen der Betrieb überhaupt (wirtschaftlich) zu verantworten ist.


    Na ja, du lässt zwar wenig aus, womit der kostenintensive und schadensreiche Betrieb der 45 Millionen deutschen Stinkeautos schöngeredet, die Bahn dagegen schlecht gerechnet und sonst wie diffamiert werden soll. Nur ist es so, dass falsche Argumente auch in großer Anzahl wiederholt erbracht nicht richtiger wird. 5+1 soll 9 sein wird auch nicht wahrer, wenn dieser Quatsch 10 000 mal gesagt wird.


    Sicher sollte die Entfernung zum nächsten Bahnhof nicht allzu groß sein bzw. mit möglichst ökologischen Verkehrsmitteln überbrückt werden können. Beides geht indem das Bahn- Bus- und Radnetz ausgebaut und möglichst niederschwellig verknüpft werden. Was die Bahn angeht müsste de facto erst einmal die Zeit zurückgedreht werden, um das tolle Bahnnetz von 1930 wieder reaktivieren zu können, um dieses dann im Anschluss weiter ausbauen zu können. Anstatt den depperten 20% Schwund im Bahnnetz seit 1992 hätten wir seit diesem Zeitpunkt ein Plus von 100% gebraucht.
    Nun sollten gut 130% in den nächsten 10-15 Jahren erbracht werden. Dann mal los....

    4 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • […] Ok, das Auto fährt immerhin im Schnitt knapp eine Stunde am Tag […]

    Das mag, wegen der zahlreichen Wenigfahrer, so sein - aber selbst jenen ist das eigene Kfz den Preis der Anschaffung und der monatlichen Aufwendungen (Versicherung, Wartungskosten, Sprit, evtl. Garagenplatz und gelegentliche Knöllchen) wert, weil diese eine Stunde durchschnittlicher Nutzung mindestens eine weitere Stunde Zeitersparnis einbringt - und dazu den Vorteil, Fahrtzeiten, Route und Gepäckmitnahme wesentlich stärker nach dien jeweiligen Bedürfnissen wählen zu können.

    […] Leider schwächeln die benannten 4,1% zeitliche Kapazitätsauslastung noch einmal, wenn man die Auslastung der im Schnitt 5 vorhandenen Sitzplätze betrachtet […]

    Da ein Teil der Pkw nur über 2 vollwertige Sitze verfügt, während die sieben- bis neunsitzigen Vans und Kleinbusse nun eine relativ geringe Zahl privater Nutzer finden, hast Du Dich bei der "Berechnung" der durchschnittlichen Sitzplatzzahl schon mal gründlich vertan…

    […] Sicher sollte die Entfernung zum nächsten Bahnhof nicht allzu groß sein bzw. mit möglichst ökologischen Verkehrsmitteln überbrückt werden können. […]

    Nun wird die unmittelbare Nähe des Bahnhofs oder auch einer Bahnstrecke nicht von jedermann als wünschenswert oder als Idyll empfunden - beispielsweise das Behnhofsviertel in Frankfurt am Main gilt ja auch nicht als die beste Wohnlage der Stadt… überhaupt haben sich mit zunehmendem Wohlstand zahlreicher Normalverdiener deren Ansprüche ans Wohnumfeld, das möglichst fern vom Wirtschaftsleben platziert sein soll, die deswegen meist günstiges Bauland auf der grünen Wiese suchen. Diese Leute würden sofort eine Bürgerinitiative dagegen organisieren, würden Bahn oder Kommune planen, ihnen einen Bahnschluss zu spendieren…

  • Das mag, wegen der zahlreichen Wenigfahrer, so sein - aber selbst jenen ist das eigene Kfz den Preis der Anschaffung und der monatlichen Aufwendungen (Versicherung, Wartungskosten, Sprit, evtl. Garagenplatz und gelegentliche Knöllchen) wert, weil diese eine Stunde durchschnittlicher Nutzung mindestens eine weitere Stunde Zeitersparnis einbringt …



    Was in einem Satz die gesamte Idiotie aufzeigt, so ganz selbstverständlich und unbedacht niedergeschrieben, bar jeder Reflexion, was das inhaltlich denn tatsächlich bedeutet. ;)


    Das ist so clever, als ob jemand irgendwo hin geht, um dafür zu bezahlen, damit er arbeiten darf... sich Arbeit kauft...
    Für die meisten Autofahrer bedeutet das, dass sie jede Stunde vorgeblicher Freiheit mit durchschnittlich gut zehn Stunden Unfreiheit in Form von Arbeit für andere, die dafür geleistet werden muss, erkaufen.
    Ein 1:>10-Tausch also.
    Ist das clever?


    Tatsächlich ist es doch eher der Beweis der vorliegenden Verblendung und Indikator für die Prägung, die Manipulation. Die formen den Wunsch nach Image und Prestige, was die Menschen dazu verleitet, solche unsinnigen Entscheidungen zu treffen.
    Nix clever, einfach nur verführt. :L

  • […] Für die meisten Autofahrer bedeutet das, dass sie jede Stunde vorgeblicher Freiheit mit durchschnittlich gut zehn Stunden Unfreiheit in Form von Arbeit für andere, die dafür geleistet werden muss, erkaufen. […]

    Dein bedauernswerter ehemaliger Mathematiklehrer… die gesparte Stunde für den Arbeitsweg etwa (von der Zeit für den Wocheneinkauf, Verwandtenbesuche, Ausflüge etc. ganz zu schweigen) bedeutet Lebensqualität - und ist somit praktisch unbezahlbar.

  • Mache Dir weniger Sorgen um meine Rechenkünste oder den Mathematiklehrer, als um Deine Logik, die ist nämlich löchrig wie ein Sieb, denn für 90% der Autofahrer ist der Besitz des eigenen Fahrzeugs ein reiner Luxus.
    Das Auto als Endstation Sehnsucht wurde beworben und an bestimmte Begriffspaare und Trigger gekoppelt, das Bewusstsein der Berieselten damit geprägt, von Kindesbeinen an.
    Sinnvoll für den Einzelnen ist das nicht, aber lukrativ für die Branche.
    Hättest Du dich damit näher befasst, wüsstest Du, worum es geht.
    Ich will Dir den Spaß daran, dir Wissen anzueignen und deinen Verstand zu trainieren, und auch zu nutzen, nicht dadurch nehmen, dass ich dir die Lösung vorsage.. ;)


    Nichts von dem, was Du als Beispiele anführst, ist nicht möglich, wenn der Einzelne kein eigenes KFZ besitzt. Nichts.
    Anderenfalls wäre der Trend zum KFZ-Besitz nicht nach Altersgruppen gestaffelt stark unterschiedlich und bei den Jüngeren rückläufig, weil die inzwischen erkannt haben, dass ein Auto nicht nur Freiheit und Nutzungsmöglichkeiten in bestimmten Spots mit sich bringt, sondern vor allem Belastungen, Kosten und Unfreiheit in der überwiegenden Zeit. Denn auch wenn es steht, kostet es. Und es steht im Durchschnitt aller KFZ von Privatleuten rund 23h täglich. Und die Kosten laufen weiter...
    Ein Car-to-go-and-drive-it-now kostet dagegen nur dann, wenn ich es auch tatsächlich bewege.

    2 Mal editiert, zuletzt von A3243 ()

  • Dein bedauernswerter ehemaliger Mathematiklehrer… die gesparte Stunde für den Arbeitsweg etwa (von der Zeit für den Wocheneinkauf, Verwandtenbesuche, Ausflüge etc. ganz zu schweigen) bedeutet Lebensqualität - und ist somit praktisch unbezahlbar.


    Ob das so stimmt, was du da so den allseits bekannten Mythen der Autoverherrlichung zum Besten gibst? :talktalk:


    Zum Thema kürzere Reisezeit:



    http://www.bikerscorner.cc/wp-…/uploads/2015/08/Stau.jpg


    So ein Bildchen sagt noch sicher allein nicht viel aus, aber so sehr selten ist die oben dargestellte Situation nicht auf deutschen Straßen. 45 Millionen Autos können sich da schon mal in die Quere kommen und stell dir vor- sie tun es.
    Der Mythos "Freie Fahrt für freie Bürger" kann vielleicht in der Computersimulation oder nachts um 3 Uhr früh erlebt werden,auf dem stressigen Weg zur Arbeit kann er schon nach der 5 Kurve ins Schleudern kommen.


    Mythos Lebensqualität:


    Sollte das Auto wirklich einen solchen Garanten für ein Plus an Lebensqualität abgeben, wie du da behauptest, warum machen dann so sehr viele dieser am Quell der Lebensfreude teilhabenden Nasen ein so grimmiges Gesicht, flippen wegen jedem kleinen Scheiß am Lenkrad aus, hupen, wenn der Vordermann/-frau 1 Sekunde später an der grün gewordenen Ampel losfährt, zanken sich um Parkplätze, scheißen auf die Rettungsgasse und Dieselskandal, solange es keine Fahrverbote gibt?


    Für mich sind 80% aller Autofahrer/innen Sklaven einer überlebten Moderne, eine Sklaverei mit der habgierige Kapitalisten sich dumm und dämlich verdienen können, die aber vielen Menschen weniger nutzt als allegemein angenommen und diese eher beschädigt. Am schlimmsten wenn es zu Unfällen kommt, an die sich aber diese Gesellschaft in langen Jahrzehnten gewöhnt zu haben scheint.






    https://www.autodandler.de/wp-…o-silber-min-1080x720.jpg





    http://img.fotocommunity.com/d…2b3cfd8c0b.jpg?width=1000




    https://img.zeit.de/mobilitaet…ll/wide__820x461__desktop




    https://media.tag24.de/0/8/0/80960f96091b1927e7af.jpg



    http://i.auto-bild.de/ir_img/1…x800-449edd46987d6f85.jpg

  • Nichts von dem, was Du als Beispiele anführst, ist nicht möglich, wenn der Einzelne kein eigenes KFZ besitzt. Nichts.


    Unmöglich ist generell nichts. Theoretisch jedenfalls. Wir leben aber im Hier und Heute und nicht auf der Metaebene. Das relativiert deine Feststellung. Mobilität geschieht nicht um ihrer selbst willen (meist jedenfalls). Ich will zur Arbeit, Hobbys ausführen, Sachen transportieren. Diejenige Mobilitätsform gewinnt, die das individuell und unter Berücksichtigung aller Umstände am besten lösen kann. Und die Hauptstichworte dabei sind Kosten und Zeit. Und dabei macht der ÖPV, insbesondere die Bahn, im Hier und Heute eine ganz schlechte Figur. Gerade außerhalb von Großstädten. Es macht ja keinen Sinn darüber zu reden, wenn es gar keine Bahnstrecke für die Fahrt zur Arbeit gibt und man mit anderen ÖPNV zu mindestens einer Anfangs- oder Endzeit der Schicht gar nicht mehr wegkommt... Und selbst wenn. Die Point to Point Zeit liegt in meinem Fall bei 1,5 h. Für läppische 16 km. PKW: 20 min. Ganz grob bedeutet das bei 180 Arbeitstagen: 180 h verbringe ich dann zusätzlich jährlich im ÖPNV. Das ist das Zeitvolumen eines ganzen Arbeitsmonats! Dazu kommt die Preisgestaltung. In die Landeshauptstadt in den Zoo. Frau, Tochter, Enkeltochter, ich. Macht mit der Bahn fast 100 Euro. Hallo??!!


    Insbesondere die Bahn hat ihren Zenit im Alltag überschritten. Sie ist interessant für weite Fahrtstrecken zwischen Großstädten und Ballungsräumen, wo sie auch ausgelastet ist.

  • Keine deutsche Bahn, aber einfach geil:



    Nach den Emissionswerten sollte man besser nicht nachfragen....obwohl.... eine Mail an den Betreiber dürfte nicht schaden...

  • Nach den Emissionswerten sollte man besser nicht nachfragen....obwohl.... eine Mail an den Betreiber dürfte nicht schaden...


    Da kann ich dir nicht widersprechen. Dennoch ist die Kiste oberaffengeil und wenn da in dem Zug 200 leute mitfahren ist die Bilanz besser als wenn 200 Nasen in 100 SUVs den Rest der Welt mit ihrer gummibereiften Schwanzverlängerung nerven. Lange Schwänze sind evtl. im Bett ganz nett, auf der Straße sauen diese Pimmelfakes nur unnötig das Klima ein.


    Zumal der Sound von so einer 298 einfach tausendmal geiler ist als das Gelärme auf der Straße. :grins:

  • […] Ein Car-to-go-and-drive-it-now kostet dagegen nur dann, wenn ich es auch tatsächlich bewege.

    Na klar - wahrscheinlich lassen sich die Betreibergesellschaften (meist Firmentöchter von Autoherstellern und Fahrzeugvermietern) von Kfz-Steuer und Versicherungspflicht befreien…
    Ãœbrigens: Wenn Deine grobe Schätzung, das privat genutzte Automobil sei für 90% der Eigentümer reiner Luxus - wer wollte ihnen den missgönnen? Nicht jedermann hätte am Theater- oder Opernabonnement Freude… und billiger als ein Märchenschloss auf einer Chiemseeinsel ist so ein Automobil obendrein! Es ist also wenn überhaupt, dann der Luxus des common man. Und somit eine Ikone demokratischer Gesellschaften.

  • Ich missgönne niemandem etwas, nicht einmal deren eigene Dummheit.
    Ich zahle sogar dafür. Sobald die aber unverhältnismäßig zu meinen Lasten geht, ändert das die Sachlage grundlegend und auch meine Geberlaune nimmt rasend schnell ab, vor allem dann, wenn die Dummheit anfängt das Umfeld zu zerstören. Dann kann mein Entgegenkommen in Ablehnung umschlagen und es passieren, dass ich mich dafür einsetze, dass das endlich ein Ende hat.

  • […] so sehr selten ist die oben dargestellte Situation nicht auf deutschen Straßen […]

    Die im von Dir gesuchten und gefundenen Bild dargestellte Situation ist nicht nur selten auf deutschen Straßen, sondern bislang wohl niemals vorgekommen. Aufgenommen worden sein dürfte das Bild in Südostasien oder auf den Philippinen.
    Und Unfälle (oft auch mit Todesfolge) hat es schon gegeben, als das Automobil noch gar nicht erfunden war - und selbst in ihrer Glanzzeit hat selbst die Bundesbahn dem Sterberegister Zuwachs beschert.

  • Da kann ich dir nicht widersprechen. Dennoch ist die Kiste oberaffengeil und wenn da in dem Zug 200 leute mitfahren ist die Bilanz besser als wenn 200 Nasen in 100 SUVs den Rest der Welt mit ihrer gummibereiften Schwanzverlängerung nerven.


    So hat eben jeder seine Steckenpferde, die sich von denen der anderen natürlich in allem abheben und nicht im Entferntesten so schlimm sind wie...;)


    Aber würdest Du für eine Wette um die Menge Emissionswerte in der Summe und im Einzelnen auch ..., sagen wir das Eine riskieren, was Dich als Dreibein kennzeichnet? :erol:

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Das hier ist auch obergeil (wenn leider auch Vergangenheit):


    […]

    Eine solche Kreuzung zwischen Vollspureisenbahn und Straßenbahn hat es in Hamburg-Harburg auch mal gegeben - aber das Straßenbahnnetz ist sukzessive abgebaut worden, als ich im Teenageralter war und begann, ohnehin eher mit dem Fahrrad meine Mobilitätsbedürfnisse zu erledigen.