Mal wieder die Deutsche Bahn...

  • Auch heute (am 6. Mai) lag die Frühjahrsausgabe der Kundenzeitschrift der Deutschen Bahn AG am Bahnhof Hamburg-Altona nicht aus - langsam mache ich mir Sorgen, das Blatt könne überraschend eingestellt worden sein…


    "Dein Bahnhof" könnte mal eine ordentliche Neuaufstellung vertragen, bevor die nächste Ausgabe ins Rennen geschickt wird.


    Ãœbrigens, sollte der in dann 179 Jahren Altonaer Eisenbahngeschichte 4. Bahnhof für Altona in Diebsteich realisiert werden, könnte man ja den 3. Bahnhof in Form eines über Bahnschienen notgelandeten Kaufhofs wieder durch eine. m.E. deutlich attraktivere Rekonstruktion des 2. Altonaer Bahnhofs ersetzen.


    https://www.ndr.de/fernsehen/s…r-Bahnhofs,hamj48286.html

  • "Dein Bahnhof" könnte mal eine ordentliche Neuaufstellung vertragen […]

    Das würde echten Epoche 3 Freunden sicher gefallen - aber "Dein Bahnhof" versteht sich als Kundenmagazin, nicht als bahnhistorische Fachpublikation. Der Nutzer von heute versteht sich schließlich nicht als Reisender, er will zum vereinbarten Preis bloß rasch sein Ziel erreichen - und dabei kostenloses WLAN genießen… wer schaut heute noch zum Zugfenster 'raus in die Landschaft?


    Das erinnert mich jetzt doch glatt an eine Situation, in der ich, damals noch als Teilnehmer im Leserforum des SPIEGEL, zur Verdeutlichung des Wandels der Wahrnehmung beim Bahnfahren eine Textpassage aus Michel Butors "Paris - Rom oder die Modifikation" (die Szene, in der seine Abreise aus Paris gerade beginnt) abgetippt habe, um zum Vergleich als Beispiel konkreter Poesie den Blick aus dem Seitenfenster eines fahrenden Zuges ein
    LÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRMLÄRM
    SCHUTZSCHUTZSCHUTZSCHUTZSCHUTZSCHUTZSCHUTZSCHUTZ
    WALLWALLWALLWALLWALLWALLWALLWALLWALLWALLWALLWALL
    dagegenzusetzen.

  • Bei der Deutschen Bahn läuft ja oft viel aus dem Ruder und die kleine Dreieichbahn von Frankfurt über Dreieich-Buchschlag nach Dieburg gibt sich besonders viel Mühe dem omnipräsenten Chaos bei der DB eins drauf zu setzen.



    https://www.op-online.de/regio…rufspendler-10067148.html


    Kopie meines Leserbriefs zum Artikel:


    Zitat

    Als Werbeslogan für die DB und das von dieser zu verantwortende Chaos auf der Dreieichbahn empfiehlt sich der Titel der US-amerikanischen Filmkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier". Der dortige Protagonist Phil Connors sitzt als egozentrischer und zynischer Wetteransager in einer Zeitschleife fest und erlebt ein und denselben Tag immer wieder neu, bis er geläutert sein Leben fortsetzen kann. Die Ausgangslage erinnert an die DB, die in der scheinbaren Endlosschleife des automobilen Zeitalters gefangen das allseits bekannte Elend auf Schienen betreibt. Da versackt eine millionenschwere Tunnelbohrmaschine und die über der Tunnelbaustelle befindliche stark befahrene Rheintalbahn gleich mit, monatelang geht dort auf Schienen nichts mehr. In bzw. unterhalb von Stuttgart verbohren sich Bahn und Politik seit 8 Jahren in einen unterirdischen Großstadtbahnhof, der immer teurer wird und schwer umstritten ist. Der Vorstandsvorsitzende der DB verdient trotz diesem und weiteren Wahnsinn soviel wie 90 Lokführer zusammen, das Personal darf dagegen Ãœberstunden schieben und während Politik und Bahnvorstand versuchen die kleine Lokführergewerkschaft an die Kette zu legen wird bei der Bahn gefühlt an 365 Tagen im Jahr gestreikt. Mit viel Geld möglichst viel Unfug anstellen = der Wahnsinn hat einen Namen und heißt Deutsche Bahn. Anstatt eine gute Bahn für Alle zu ermöglichen und als ökologisch verantwortlicher Verkehrsträger Marktanteile über 50% anzustreben (was technisch sehr gut möglich wäre), bescheidet sich die DB mit der tragikomischen Nebenrolle als rollender (bzw. nicht rollender) Klapse, wobei die kleine Dreieichbahn die geheime Zentrale abzugeben scheint. Es ist gut und nötig, wenn die "Bürger für Dreieich" da einen neuen Protestzug auf die Schiene setzen wollen, aber solange die etablierte Politik in der Bahn nur einen Störfaktor erkennt, der die Profite der Straßenverkehrslobby nicht gefährden soll, fahren wir angesichts Klimawandel, endlicher Ressourcen und globaler Problemlagen auf Gummireifen weiter flott in Richtung Wand während die Menschen in der Bahn auf der Strecke bleiben. Und täglich grüßt das Murmeltier.





    7 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Bekanntlich gab's in den letzten Jahren zunehmend Probleme mit der über den Hindenburgdamm führenden Bahnverbindung der Insel Sylt mit dem nordfriesischen Festland - Verspätungen, Zugausfälle, chaotische Rangierbewegungen der Autotransportzüge in Westerland… jetzt hat der Bund angekündigt, die Streckenabschnitte zwischen Niebüll und Klanxbüll und zwischen Morsum und Westerland zweigleisig ausgebaut werden - weswegen plant man bei dieser Gelegenheit nicht ebenfalls den zweigleisigen Ausbau des Hindenburgdamms mit ein? Wenn die Strecke zwischen Morsum und Klanxbüll eingleisig bleibt, ändert sich am Chaos doch wenig - außer, dass die Wartezeiten von Niebüll nach Klanxbüll und von Westerland nach Morsum verlagert werden… und so ganz sicher, dass bald mit dem Ausbau der ersten Streckenabschnitte begonnen wird, scheint man noch gar nicht zu sein.

  • Bei der üblichen Dauer, der von Planungsmängeln behinderten Bauvorhaben der Bahn, hat vermutlich ein Controller errechnet, dass Sylt noch vor der Fertigstellung des zweiten Gleises des Hindenburgdamms von den steigenden Fluten der Nordsee weggespült worden sein dürfte, und die ganze Sache am Ende in einem toten Gleisende münden würde, was dem Vorhaben irgendwie den Sinn nähme.