Linksradikale Gewalt

  • Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_5193218.html


    Wieder gab es Ärger in Hamburg.


    Ob Rechts, oder Links oder religiös verbunden, oh man, diese radikalen Menschen gehen mir echt aufm Senkel. :censored:


    Nur Gewalt im Kopf, nur zerstören und Polizeiwagen anzügen, was soll der Sch.... ? Haben die eine Latte vor der Stirn oder was ? :crazy:


    Immer wieder Stress verursachen, also irgendwo hört doch der Spass auf oder nicht ? :crazy:


    Der linke Schwarze Block ist total kaputt in der Birne, genauso wie die rechtsradikalen Neonazis und irgend welche religösen radikalen Menschen, auch die haben einen Dachschaden, nur Gewalt, Hass und Provokation im Kopf. :crazy:


    Man, man, man, wieder ein Beweis dafür, wie manche Menschen einfach dumm im Kopf sind. :yesnod:

  • Definieren wir mal als erstes die Radikalität, ich fürchte nämlich, dass sie wiedereinmal mit Extremismus gleichgesetzt wird, nur weil diese beiden Begriffe übergangsweise synonym benutzt wurden.


    Der Begriff Radikalismus leitet sich vom lateinischen Wort radix, die Wurzel ab, und bedeutet das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme "an der Wurzel" anzugreifen und zu lösen. Dies bedeutet eine genaue Auseinandersetzung mit den herrschenden Faktoren und ihren Grundlagen in Politik, Wirtschaft, Religion und Weltanschauung.
    Ein Grundvorraussetzung für die Entwicklung radikaler Ansichten ist die Analyse in verschiedensten Bereichen der Geisteswissenschaften: Philosophie, Geschichte, Politik, Soziologie und Psychologie.


    Der politische Gebrauch des Wortes radikal geht auf die linke Demokratiebewegungen des 19. Jahrhunderts zurück.
    Heute werden auch rechtsgerichtete politische Ansichten als radikal bezeichnet, und der Begriff fälschlicherweise mit Fanatismus gleichgesetzt.




    In Deutschland wurde deswegen seit 1975 der Begriff "Extremismus" eingeführt,der eine äußerste Randposition im Verhältnis zur angenommenen Mitte des politischen Spektrums, eine Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates und Gewaltbereitschaftbezeichnet. Diese Fremdsicht wird von Gruppen, die sich selbst als Radikale verstehen, in der Regel abgelehnt.





    So, kommen wir zum Artikel zurück, es geht um Ausschreitungen zwischen der Staatsgewalt und linken Autonomen. Wieso passiert sowas?



    Fragen wir mal das FAQ des Verfassungsschutzes ( http://www.verfassungsschutz.de/de/FAQ/ )
    Das sollte man sich mal durchlesen, es ist ganz schön krass!



    Naja, unter anderem steht da folgendes:
    Als extremistisch werden die Bestrebungen bezeichnet, die gegen den Kernbestand unserer Verfassung – die freiheitliche demokratische Grundordnung – gerichtet sind. Ãœber den Begriff des Extremismus besteht oft Unklarheit. Zu Unrecht wird er häufig mit Radikalismus gleichgesetzt. So sind z. B. Kapitalismuskritiker, die grundsätzliche Zweifel an der Struktur unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung äußern und sie von Grund auf verändern wollen, noch keine Extremisten. Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz. Auch wer seine radikalen Zielvorstellungen realisieren will, muss nicht befürchten, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet wird; jedenfalls nicht, solange er die Grundprinzipien unserer Verfassungsordnung anerkennt.“



    So weit so gut, ich muss mir also keine Gedanken machen. Oder doch? Mir wird das Recht auf eine radikale politische Meinung zugesichert, meine Ansicht aber in die Wirklichkeit umzusetzen, dass ist verboten. Man, was hab ich denn dann davon? Gar nichts.
    Der Verfassungsschutz darf spionieren, observieren und "nachrichtendienstliche Mittel" verwenden. Aber zum Glück habe ich ja einen Anspruch darauf, Auskunft über die zu meiner Person gespeicherten Daten zu erhalten. Uups, Einschränkung. Ich muss das gut begründen. Nenne ich doch den Grund, der mich überhaupt zu einer überwachten Person machte "ich bin radikal". Tja, und da haben wir den Salat, der Verfassungsschutz kann mir die Auskunft verweigern, wenn darin die Möglichkeit besteht, dass ich dadurch lerne, wie man mich nicht mehr bewachen kann. Also, wenn der Verfassungschutz sich berechtigt sieht, mich zu observieren, so muss ich mich damit abfinden. Das ist doch blanker Hohn!



    Beschäftigt man sich mal mit der Entwicklung der radikalen politischen Meinung und seiner Ausdrucksweise in der tatsächlichen Politik, so findet man erstaunliches heraus.
    Die gehandelte Radikalität ist nicht gleichzusetzen mit ihrer gedanklichen Grundlage. Da der Staat bedroht ist durch eine radikale Ansicht, versucht er, diese zu stoppen, obwohl man ein Recht auf radikale Ansschauung hat.


    Der Radikale muss noch mehr Widerstand leisten, um nicht vom Staat assimiliert zu werden.


    Anstatt darüber nun im Monolog weiter zu sinnieren, zitiere ich lieber.


    "... nonviolence was an excuse for not struggling.
    To not act, to not do anything... or to not do as much as you can do - whatever it is - is violent, is criminal, is complicity.
    "


    Sehr denkwürdig.

  • Auf Indymedia liest sich der "schwere Zusammenstoß" auf dem hamburger Schanzenfest sehr anders, in größter Kürze:


    Alhaus Kommentar zum Schanzenfest, dass zum 21. Male den Wünschen des Kapitalismus trotzt: "Ein rechtswidriges Schanzenfest wird zukünftig
    nicht mehr geduldet".


    Kommerz und Kapitalimus ist unter den Feiernden aber nicht erwünscht. Selbstbestimmung lautet die Tagesordnung
    Da steigende Mieten durch die Gentrifizierung der Umgebung die BewohnerInnen immer mehr ausgrenzen, wurde feierlich die Besetzung eines Hauses in der Rosenhofstrasse bekannt gegeben.


    11:30: Die Cops sind da, 2 Festnahmen folgen, das Haus bleibt besetzt.


    Dämmerung: Die Polizei durchstreift "wie auf einer Polonäse" das Fest und sorgt für Unmut.


    Ca. 22:00: Stürmung des Festes, die Musikband muss abbrechen, die Bühne hektisch abgebaut und gerettet werden.


    Es eskaliert, das gewohnte und gewollte Bild von Krawall ist erfolgreich hergestellt.

    "Der brutale Ãœberfall der Cops auf das Fest blieb nicht ohne
    Folgen. Weitere Auseinandersetzungen gingen bis in die Morgen-
    stunden.. "


    Kommentar zum Artikel: "Wie bereits schon erwähnt patrolierte die Bullerei schon gegen 20:00 Uhr ständig mit Robocop- Mannschaften durch das Party-Folk, und provozierte damit gewaltig. Die Schanze war bevor irgendein Stein oder sonst was geflogen war massiv umzingelt. Es war also nur eine Frage der Zeit wann das Spiel beginnen sollte..!
    (...)"


    Zusatzartikel: Politik und Polizei gegen das Schanzenfest (auch die Kommentare sind lesenwert und informativ)
    http://de.indymedia.org/2009/07/255519.shtml

    Einmal editiert, zuletzt von Cassia ()

  • Nochwas aus Hamburg:


    "Sie sind verpflichtet nach dem Polizeigesetz ihren Namen zu geben"
    "Is mir jetzt egal."
    http://www.welt.de/videos/poli…die-Fassung.html#autoplay


    Hat auch jemand was aus Nürnberg gehört? Da überfiel die Polizei ein Strassenfest in Gostenhof.


    Indymedia: http://de.indymedia.org/2009/07/255593.shtml


    Nürnberger Nachrichten Online: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1046442&kat=10&man=3


    Süddeutsche Zeitung (das ist der Polizeibericht, die haben sich nichtmal den Anschein von Mühe gegeben): http://www.sueddeutsche.de/J5U…bei-Randale-verletzt.html


    Nürnberger Zeitung: http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1047107&kat=11


    Hmmmmm.

  • "Nürnberg - Bei einem Nürnberger Stadtteilfest ist es in der Nacht zum Sonntag zu Attacken auf die Polizei gekommen. Vier Beamte wurden verletzt. Nach Polizei-Angaben setzten zunächst unbekannte Täter einen Müllbehälter in Brand. Beim Löschen der Flammen wurden die Einsatzkräfte aus der Menge heraus mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Später ließen sich mehrere Dutzend Personen "aus dem linken Spektrum" auf einer Straße nieder und behinderten den Fahrverkehr. Eine Gruppe von mehr als hundert Leuten zog anschließend weiter. Dabei wurden erneut Flaschen auf Polizisten geworfen und Feuerwerkskörper gezündet."


    Aus der SZ.


    Ohne Gewalttätigkeiten kann es anscheinend bei linken Chaoten/Anarchisten nicht abgehen.


    Zu viel Testosteron.

  • [mod] Daywalker gewöhn dir doch bitte an aussagekräftigere Titel zu benutzen. [/mod]

  • G8 Treffen in Italien, da drehen manche Menschen auch komplett durch, die schmeißen auch mit Flaschen, etc. pp., wieso können diese Affen nicht friedlich demonstrieren, ich verstehe das nicht !


    Keine Frage, G8 bzw. G20 ist ein Dreck, aber muss man mit Flaschen in der Gegend rum schmeißen und Randale machen ? Man kann auch friedlich demonstrieren, verkleidet euch als Clown und gebt jedem Polizisten eine Blume, eine schönere Geste gibt es doch gar nicht. :tongue:

  • @ Kojo: Die SZ hat den Polizeibericht kopiert und abgetippt.
    Ihr glaubt doch sonst auch nicht kritiklos, was in den Medien kommt, warum, wenn es um den Freiheitskampf linker Autonomer geht?


    Ich verstehe das nicht. Habt ihr euch mal die Geschichte des Besetzten Hauses auf dem Topf & Söhne Gelände durchgelesen?
    Dieses Gelände war dem Verfall ausgeliefert, bis selbstbestimmte Menschen es in Beschlag nahmen. Die Besetzung hat eine Vorgeschichte, die bis ins Jahr 1989 zurückgeht.
    3 Jahre lang hatte es in Erfurt kein linkes selbstverwaltetes Zentrum gegeben. Das legale Hausprojekt "Korax" war von der Stadt geschlossen worden, trotz Versprechungen über ein neues Projekt geschah nichts.


    Sich nicht mehr auf die Stadt verlassend besetzten die Leute leerstehende Häuser. Auf dem ehemaligen Topf & Söhne Gelände waren sie 8 Jahre lang erfolgreich; es entstand Wohnraum, ein Bauwagenplatz, Konzert- und Partyräume, Bandproberäume, ein Infoladen/ Lesecafe, Kino, ein Umsonstladen, Werkstätten, ein Sportraum, sowie eine "Küche für alle", sowie Raum für politische Gruppen.


    Auch die Geschichte der Firma Topf & Söhne wurde aufgegriffen, Topf & Söhne war ein aktiver Täter des Holocausts.
    Zitat: "Auf den öffentlichen Veranstaltungen und Rundgängen über das Gelände wird besonders die freiwillige engagierte Beteiligung der normalen deutschen Bevölkerung an der technischen Umsetzung der massenhaften Menschenvernichtung herausgearbeitet. Ebenso wird aufgezeigt, dass Antisemitismus, Rassismus, Lohnarbeit als Lebensmittelpunkt und einziger anerkannter Lebensunterhalt sowie das Abdelegieren von Verantwortung nach "Oben" ausschlaggebend für die Beteiligung der Mitarbeiter_innen von Topf & Söhne waren."




    Zitat: "Nur ein Teil ist übrig von der Erfurter Fabrik Topf & Söhne, 1887 gegründet, 1946 enteignet, seit 1939 Hauptlieferant für die Verbrennungsöfen der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Werbeslogan: "Stets gern für Sie beschäftigt."
    400.000 Reichsmark brachte das Geschäft mit dem NS-Regime und seiner proklamierten "Endlösung" den Unternehmern Ludwig und Ernst-Wolfgang Topf ein. 1942 reichten die Angestellten der "Abteilung Spezialofenbau" sogar das Patent für einen "kontinuierlich arbeitenden Leichen-Verbrennungsofen für Massenbetrieb" ein. Bei Topf & Söhne arbeitete man mehr als eifrig für das einträgliche Geschäft mit der Ermordung von Millionen Juden.
    In der Begründung des Patent-Antrags heißt es: "In den durch den Krieg und seine Folgen bedingten Sammellagern der besetzten Ostgebiete mit ihrer unvermeidlich hohen Sterblichkeit …besteht der Zwang, die ständig anfallende Anzahl von Leichen durch Einäscherung schnell und hygienisch einwandfrei zu beseitigen." Dazu sollten am besten "mehrere Leichen gleichzeitig eingeäschert werden."
    (Quelle: http://www.spiegel.de/panorama…aft/0,1518,602934,00.html )






    Das Gelände ist mehr als eine "Nische im System", es ist, neben der Aufklärungsarbeit ein Rückzugsort für viele Leute, Nazis werden nicht geduldet, und Menschen unterstützt, die von sexistischen und rassisitischen Ãœbergriffen bedroht sind. Kultur und Freizeit sind auf dem Gelände keine Luxusartikel der Reichen.



    2007 wurde das Gelände an die Domicil Hausbau GmbH & Co KG verkauft, welche die Besetzung nicht duldeten, sie wollten das Gelände abreissen, um dort, 1 km von der Innenstadt entfernt, ein Gewerbe- und Wohngebiet anzusiedeln.


    Am 8. Januar 2009 erreichte die Besetzer ein Schreiben, wonach sie das Gelände am 21. Januar auf Veranlassung des neuen Besitzers räumen mussten. Passiert ist seither nichts. "Wir sind immer noch da, nur quasi noch ein bisschen illegaler als vorher schon", sagt Jens, einer der Bewohner des Geländes.


    Die Räumung wurde verlangt, und von den Besetzern und ihren Sympathisanten ignoriert. Auf vielfältigen Ebenen gab es Aktionen und Widerspruch gegen die Räumung und den geplanten Abriss. Sie eint der Konsens, dass verschiedene Aktionsformen ihre Berechtigung haben.


    Ãœberregional fand das "Haus" Beachtung, als Aktivisten die Kika Kultfigur "Bernd das Brot" aus der Erfurter Innenstadt entführten. Auf dem Bekenner Video, dass auf YouTube schnell gesperrt wurde, wird klar, dass Bernd quasi als sympathisierendes Kastenbrot in das besetzte Haus gezogen sei. Dort habe er, wie es in dem Film heißt, "Zuflucht gesucht".
    Auf dem Gelände Topf & Söhne wurde ein Abbild Bernds angebracht, mit dem Slogan "Hier bin ich Brot. Hier darf ich sein."
    Nach 2 Wochen "befreit" die Polizei das indoktrinierte Brot (geiles Bild: http://www.spiegel.de/fotostre…html#backToArticle=604842 ) :biggrin:




    Die Stadt erteilte mehrere Ultimaten, die aus guten Gründen ignoriert wurden. Da das einzige von der Stadt angebotene alternative Objekt war viel zu klein und sollte außerdem mittels Vereinsgründung in legale Bahnen gelenkt werden.



    Die Erfurter Antifagruppe AG17 rief mit folgenden Argumenten zum Widerstand gegen eine Räumung auf: „Die linke Szene in Erfurt und Thüringen sollte nicht widerstandslos das Projekt Besetztes Topf und Söhne - Gelände aufgeben. Auch wenn es rein strategisch und juristisch gesehen überhaupt keinen Zweck hat, sich der Räumung zu widersetzen ist es notwendig, diesen Schritt zu gehen. Nur so kann gesellschaftlich klar gemacht werden, dass es einen Willen nach Alternativen im Jetzt und Hier geben muss und nicht erst am Sankt Nimmerleinstag der kommunistischen Weltrevolution oder der absolut harmonischen sozialen Marktwirtschaft im seligen Reigen der Demokratie. Rücksichten auf die argumentativen Nöte von Thierbach und Bausewein gegenüber der Law and OrderFraktion der CDU im Stadtrat Erfurts sollte es dabei nicht geben. Es geht hier um mehr als nur demokratisches Parteiengerangel. Kämpfe um Besetzte Häuser und Projekte waren schon immer auch politische und soziale Kämpfe, in denen sich die Mittel nicht daran messen lassen, was erlaubt und verboten ist sondern was angemessen und angebracht ist.“



    Das Gelände ist nun vollständig geräumt. Der Einsatz zur Räumung hat einen Haufen Geld gekostet (ca. 170 000 €), Geld, welches die Stadt Erfurt nicht in ein selbstbestimmtes autonomes Zentrum investieren wollte, und auch nicht in den Erhalt des geschichtsträchtigen Topf & Söhne Geländes.
    Was soll das? Das sind Repressionen gegen die Szene selbstbestimmter Menschen, obwohl diesen ein grundgesetzliches Recht über ihre radikale politische Ansicht zusteht. Und da sieht man, wie weit Gesetz und Wirklichkeit auseinanderklaffen.




    Ein weiterer Vergleich zweier Demonstrationen, an denen ich höchstselbst mitdemonstrierte:


    Bildungsstreik: Der Kampf um gerechte Bildung, die Abschaffung der Studiengebühren wurde zu einem sehr großen Teil von der autonomen Szene organisiert. Es wurden Mahnwachen organsiert, Infoabende, Vorträge, Bildungscamps. Darüber wurde nur Schlechtes berichtet! Diese Menschen haben monatelange, jahrelang gekämpft. Für eine falsche Sache? Meint ihr das? Ist es falsch, für Bildung auf die Strasse zu gehen? Ist es falsch, auf den Unigeländen Bildungscamps zu errichten? Dort haben Schüler geschlafen, gewohnt, eine Woche im Freien. Sie haben demonstriert und informiert, sie wurden von er Szene selbstbestimmter Menschen unterstützt, es gab kostenloses Essen, und die Camps wurden nachts bewacht, weil Ãœbergriffe nicht nur befürchtet wurden, sondern von Seiten konservativer Gruppen, die ein Bildungselite wünschen, auch getätigt wurden.
    Auf den Demos und Kundgebungen stellte die linke Szene, der schwarze Block einen nicht unerheblichen Teil dar. Sie blockierten friedlich Strassen, Schüler waren dabei, und alle möglichen politischen Gruppierungen, um die Massen zu erreichen, und wurden gewalttätig geräumt.
    Die Polizei war in voller Ausrüstung da, es wurde permanent gefilmt, mehrere Hundertschaften kesselten die Blockierenden ein, welche auch für die Kinder der Polizei dort auf dem Asphalt saßen! Warum man soweit gehen muss? Weil man sonst einfach nicht angehört wird. Jahrelnager Kampf in den Gremien der Univerwaltungen konnten nichts an der Einführung der Studiengebühren ändern. Das ist keine Demokratie!


    Andere Demo: Solidarität für die iranische Bevölkerung, deren Protest gewalttätig niedergeschlagen wird. Die Polizei steht äußerst vereinzelt in ihrer täglichen Streifenkluft unauffällig am Rande. Ein ganz anderes Bild als bei den Bildungsstreiks, wo sie in Ketten, behelmt, mit Schlagstöcken, Funken und Schildern ausgerüstet ihre Macht demonstrierten.
    Auch auf dieser Demo waren die selbstbestimmten Menschen dabei, aber in bunter Tarnkleidung. Es war vorher nichts angekündigt, es passierte nichts, keine Gewalt. Auf dem Bildungsstreik herrschte auch keine Gewalt seitens der Demonstranten, die Polizei provozierte allein durch ihr militähaftes Auftreten.


    Was soll das?


    Was denkt ihr, wenn ihr seht, dass die Iraner in ihrem Protest, der nicht erhört werden will, sondern brutal niedergeschlagen, zu den Mitteln der Gewalt greifen: brennende Barriakden, Steine werfen?
    Wo ist der Unterscheid zu Deutschland? Wir werden nicht gefoltert, aber ignoriert, und das ist Gewalt! Und sie wird jedes Jahr schlimmer, indem die Ãœberwachung zunimmt, und sogar gesetzlich erlaubt wird. Wo führt das hin? Dahin, dass alternative Lebensformen keinen Platz mehr haben, obwohl uns dieser rechtlich zusteht! Er steht uns zu. So steht es im Gesetz, ich habe den Absatz aus den FAQs des BfV extra herkopiert. Und dieses Recht wird einem verwehrt, siehe Autonomes Zentrum in Erfurt.
    Es ist nicht so, dass die Autonomen einfach der Stadt ein Haus klauen wollen, es gibt darüber Debatten und Gremien, es werden verschiedene Lösungen angeboten; das ewige Aufschieben der Umsetzung, das ist Gewalt! Staatsgewalt. Und dagegen wehrt man sich, indem man ungenutzte Häuser benutzt, besetzt. Und die Hausbesetzer gehen dabei ein hohes Risiko ein: Repressionen, Ãœberwachung, Geldbußen, Haftstrafen! Meint ihr, dass machen die aus reinem Jux?

  • >Freiheitskampf linker Autonomer<


    Sorry, aber dafür fehlt mir jedes Verständnis.

  • >Freiheitskampf linker Autonomer<


    Sorry, aber dafür fehlt mir jedes Verständnis.


    Warum? Weil sie alle in die Linke Szene gehören?
    Oder weil du nicht meinst, dass es sich lohnt, für ein selbstbestimmtes, selbstorganisiertes Leben zu kämpfen? Dies beinhaltet ja nicht, dass der Staat die Szene wohltätig finanzieren soll. Ganz das Gegenteil, diese Menschen wollen alleine Leben, in ihrer Gesellschaft selbstbestimmter Menschen, unabhängig von staatlicher Kontrolle, die die Gentrifizierung fördert.


    Die Ziele dieses "Kampfes" sind:
    - freie Bildung für jedermann
    - Ausstieg aus dem Atomprogramm, Stilllegung der Atomkraftwerke (oder möchtest du neben einem AKW oder einem Endlager leben? )
    - Kampf gegen die Patentierung von Leben und Genen, wie es Monsanto betreibt (Monsanto hat 200 000 Selbstmorde indischer Bauern zu verantworten, nachdem die Firma diese existentiell ruiniert hat)
    - Schaffung von Räumen und Stätten, wo selbstbestimmtes Leben möglich ist, für Orte, wo politische und soziale Arbeit geleistet wird.
    - Kampf gegen den Kapitalismus, der soziale Ungerechtigkeit verbreitet und fördert.
    - Einhaltung der Menschenrechte. Wieso muss ich meine Rechte überhaupt beanspruchen, sie sollten meine Ureigensten sein, die niemand wagt, anzutasten!
    - Solidarität mit unterdrückten Menschen anderer Nationen, aktive Hilfe, um diese vor Repressionen zu schützen (Rote Hilfe, etc.)


    Diese Ziele nur zu haben, ohne für sie einzustehen, ist, sie nicht zu haben!


  • Der politische Gebrauch des Wortes radikal geht auf die linke Demokratiebewegungen des 19. Jahrhunderts zurück.
    Heute werden auch rechtsgerichtete politische Ansichten als radikal bezeichnet, und der Begriff fälschlicherweise mit Fanatismus gleichgesetzt.


    Links meinte zu Beginn des 19. Jahrhunderts alle gegen die herrschende Ordnung gerichtete Opposition. Das darf nicht mit dem heute im politischen Diskurs verwendeten Begriff "Links" verwechselt werden.



  • Ja die linken sind echt nicht mehr normal, in der Türkei genauso...alles Kommunisten wie Gezmis welche der Türkei schaden wollten / wollen.

    Hier Atatürk über den Kommunismus:

    Komünizm Türk Dünyası'nın en büyük tehlikesidir. Her görüldüÄŸü yerde ezilmelidir.


    Mustafa Kemal Atatürk


    Helal olsun sana Atam, bu pis Komünistleri durdurmaliyiz


  • Inwiefern siehst du persönlich den Kommunismus denn als Gefahr an?


    Deniz Gezmis wollte der Türkei schaden?In welcher Hinsicht?
    Kennst du seinen Werdegang?


  • Dir ist schon bewusst, das Gezmis ein Atatürk Liebhaber ohne Ende und gleichzeitig ein VATANSEVER war oder Kudret ?


    Lies mal ein paar Bücher über das Thema Gezmis bzw. die 3 Engel, dann verstehst du es viel viel besser, ist nur ein Tipp an dich. :yesnod: Berücksichtige auch die Zeitepoche, wo die 3 Engel hingerichtet worden sind und vor allem mit was für einer Beschuldigung. :wink5:


    Wenn Atatürk was gegen Kommunismus hätte, dann hätte Lenin Atatürk sicherlich nicht geholfen bezüglich dem Unabhängigkeitskrieg damals in der Türkei.


    Dieses Zitat von Atatürk darfst du nicht einfach frei Schnauze sagen, den Zusammenhang solltest du auch zusätzlich erwähnen, damit es auch am Ende ein Sinn ergibt, so wie es der Atatürk in Wirklichkeit gemeint hatte. :yesnod:


    Fehlt dir etwa der Zusammenhang was die türkische Geschichte angeht, wie Kudret ?


    Lass dich nicht durch MHP gelabere verblenden, die sind nämlich wie ein Ping Pong Ball, die springen ständig hin und her und können sich nicht recht entscheiden und erst Recht nicht das ganze Islamgesülze der verschiedenen anderen islamischen Parteien, aber das ist ein Kapitel für sich. :yesnod:

  • Wie der Sonntag in Hamburg von der linken Brutaloszene eingeläutet wurde:


    Nächtliche Krawalle im Schanzenviertel


    Im Hamburger Schanzenviertel hat es in der Nacht zum Sonntag gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei gegeben. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei zwölf Beamte durch Flaschen- und Steinwürfe verletzt, drei weitere erlitten Rauchvergiftungen.
    (...)


    Mehr: NDR Online - Nachrichten - Hamburg- Nächtliche Krawalle im Schanzenviertel


    Ich meine, hier im Forum erwähnte jemand mal, in der "Rote Zora" zu verkehren?

    Einmal editiert, zuletzt von Firtina () aus folgendem Grund: Copyright Artikel gekürzt.

  • Das Feindbild am Sonntag
    Gewartet, gewühlt und endlich gefunden:




    Das Wort zum Sonntag ist ja eher religiös gemeint und soll aufbauen. Kojo will das Gegenteil und kann dabei nicht zwischen Zora und Flora unterscheiden, obwohl die rote Zora die Protagonistin eines Kinderbuchs ist. ;)
    Muss eine traurige Existenz sein, sich davon zu nähren...


  • Ich meine, hier im Forum erwähnte jemand mal, in der "Rote Zora" zu verkehren?


    Soll das jetzt die Frage des Threads sein? :rolleyes:
    Nur so zur Info: Ich war schon mehrfach in der Roten Flora, ist eigentlich nichts besonderes. Ich war übrigens auch schon mal im Volksparkstadion, wo auch manchmal Leute rumhängen, die sich schon mal geprügelt haben und bestimmt habe ich auch schon mal beim gleichen Bäcker Brötchen geholt wie der ein oder andere Nazi. So ist halt das Leben.... :baden:

  • Das Feindbild am Sonntag
    Gewartet, gewühlt und endlich gefunden:
    Das Wort zum Sonntag ist ja eher religiös gemeint und soll aufbauen. Kojo will das Gegenteil und kann dabei nicht zwischen Zora und Flora unterscheiden, obwohl die rote Zora die Protagonistin eines Kinderbuchs ist. ;)
    Muss eine traurige Existenz sein, sich davon zu nähren...



    Deiner Ãœberheblichkeit zu Ehren schenke ich Dir einen von tausenden Verweisen zur " Roten Zora " ,- die absolut nichts mit den Märchenbüchern Deiner Kindheit zu tun haben.


    Innenministerium NRW - RZ und Rote Zora


    Die den RZ zugehörende autonome Frauengruppe 'Rote Zora' löste sich Anfang der 80er Jahre immer mehr von der Gruppe und vollzog 1984 die politische und 1987 ...


    Die Welt ist größer als Dein DDR-Gedächtnis....

  • Mein Gedächtnis funktioniert ganz gut, wenn es um [ame='http://www.amazon.de/Die-rote-Zora-ihre-Bande/dp/3551371105']Bücher[/ame] geht, aber es ist auch Kojo, deine Schwester im Geiste himself, die sich zwischen Flora und Zora nicht entscheiden kann. Davon abgesehen ist es einfach nur jämmerlich, ihre ganz persönlichen Magenschmerzen unter der Ãœberschrift einer religiösen Sendung zu verbreiten!