Deutsche Sprache schwere Sprache ?!

  • Immer häufiger fällt mir auf, dass selbst in den Medien gravierende Grammatikfehler aber auch Rechtschreibfehler auftauchen.
    Das war früher nie der Fall.
    Lernt man heute in diesem Land keine korrekte Sprache mehr ?
    Unter wekchen Kriterien werden heute junge Leute in den Pressevertrieben eingestellt?


    Erst heute morgen las ich die Ãœberschrift einer renommierten deutschen Zeitung:


    "Hai biss junger Deutscher",


    den weiteren Artikel zu lesen habe ich mir erspart.


    Tut mir leid, darueber kringeln sich mir die Fussnägel. Das tut schon richtig weh.


    Jedem können Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Aber das ist wohl eine andere Kategorie.

    Einmal editiert, zuletzt von Sakkara ()

  • Immer häufiger fällt mir auf, dass selbst in den Medien gravierende Grammatikfehler aber auch Rechtschreibfehler auftauchen.
    Das war früher nie der Fall.


    Spätestens beim Lektor war Schluss mit solchen Fehlern. Aber gerade Lektoren fielen dem Kostendruck zum Opfer.


    Lernt man heute in diesem Land keine korrekte Sprache mehr ?
    Unter wekchen Kriterien werden heute junge Leute in den Pressevertrieben eingestellt?


    Billig müssen sie sein, und flexibel, am besten gratis.

  • Was willst Du erwarten , in Zeiten wo Redaktionen permanent unterbesetzt sind in den großen Jahreslöchern ( Karneval / Ostern /Pfingsten / Sommer / ein bisschen Herbst / und die ganze Weihnacht`s Arie ). Und nicht zu vergessen den Fußi Club :D


    Weitgehendst sind in den Redaktionen dann besetzt mit Volontären / Praktikanten und aushilfsweise die Büro Putzfrau , ähm sorry ( Cleaning Managerin ) ( Ist ne neue Berufsbezeichnung ) falls die Volontäre und Praktikanten mal ausfallen durch was auch immer . Und für Lisa die Putzfrau ist es ja äußerst prickelnd den Besen in die Ecke zu stellen um auch mal in die Tasten zu hauen um einen kleinen Artikel zu schreiben . ( Worker pur )


    mfg BB

    Einmal editiert, zuletzt von BON BOX ()


  • Evtl. ist es im o. a. Beispiel tatsächlich Flüchtigkeit und es fehlt ... in den Hintern!" Das wäre dann nur Schlampigkeit und nicht so sehr sprachliches Unvermögen.
    :joker:

  • Evtl. ist es im o. a. Beispiel tatsächlich Flüchtigkeit und es fehlt ... in den Hintern!" Das wäre dann nur Schlampigkeit und nicht so sehr sprachliches Unvermögen.
    :joker:


    nee, nicht wirklich

  • Deutsche Sprache schwere Sprache ?!


    Ja. Wie jede andere "natürliche" Sprache auch.


    Zitat

    Immer häufiger fällt mir auf, dass selbst in den Medien gravierende Grammatikfehler aber auch Rechtschreibfehler auftauchen.
    Das war früher nie der Fall.


    Was war nicht der Fall, dass es dir auffiel, dass es dir immer häufiger auffiel, oder dass in den Medien Fehler auftauchten?


    Zitat

    Lernt man heute in diesem Land keine korrekte Sprache mehr ?
    Unter wekchen Kriterien werden heute junge Leute in den Pressevertrieben eingestellt?


    Wie du siehst (oder auch nicht) machen ja nicht nur junge Leute Fehler. Wieso fügen z.B. viele Schreiber Leerzeichen vor Satzendzeichen ein (plenken)? Sind da die Franzosen schuld?



    Die Internetsuche findet für

    Zitat

    "Hai biss junger Deutscher"

    ziemlich viele Onlinemedien die das Satzfragment heute Morgen verwendeten, scheint eine Agenturmeldung (AP) zu sein:


    Hai beißt deutscher Touristin Arm ab (SpOn)
    Hai beißt deutscher Touristin den Arm ab (Die Welt)
    Hai beißt junger Deutscher auf Hawaii einen Arm ab (Focus)
    Hai auf Hawaii beißt deutscher Urlauberin den Arm ab (T-Online)
    Hai reißt deutscher Touristin vor Hawaii einen Arm ab (Web.de)
    Vor Hawaii: Hai beißt deutscher Urlauberin den Arm ab (Hitradio FFH)
    ...


    Hast du das ganze denn elektronisch oder auf Papier gelesen?
    Vermutlich hat da wirklich ein Hai einem jungen Titel einen Teil des Satzes abgebissen.



    Der Roman den ich zuletzt las (978-3492285162) enthielt übrigens auch zahlreiche offensichtliche Fehler (das/dass; seid/seit), was das Lesevergnügen deutlich schmälerte. :mad2:

  • Evtl. ist es im o. a. Beispiel tatsächlich Flüchtigkeit und es fehlt ... in den Hintern!" Das wäre dann nur Schlampigkeit und nicht so sehr sprachliches Unvermögen.
    :joker:


    Möglicherweise wurde die Satzstellung einfach vertauscht. Dann müsste es korrekt lauten: "Junger Deutscher biss Hai!" Das wäre nicht nur eine Meldung, sondern vielleicht sogar ein längeres Stückchen wert - nach dem bewährten Motto: "Mann beißt Hund". :joker:


    @Sakkara: Superthread! Theoretisch könnte der als Sammelplätzchen für Hohlspiegel-Verdächtiges dienen. :biggrin:

    Einmal editiert, zuletzt von A0067 () aus folgendem Grund: korr

  • In Romanen ist es mir bisher nicht aufgefallen. Es wird dort zuvor Korrektur gelesen.


    Bei Zeitungen haeuft es sich. Manche Artikel sind nicht unbedingt lesenswert da zu viele Fehler vorhanden sind.


    Ich las im Netz. Den Artikel rief ich mir schon komplett auf.


  • @Sakkara: Superthread! Theoretisch könnte der alsSammelplätzchen für Hohlspiegel-Verdächtiges dienen. :biggrin:


    Habe nichts dagegen und hatte selbst schon in dieser Richtung ueberlegt. ;)

  • Hai beißt junger Deutscher auf Hawaii einen Arm ab


    So hab ich es heut morgen auch gelesen.


    Entweder


    "Hai beißt jungem Deutschen auf Hawaii..."
    oder
    "Hai beißt junger Deutschen auf Hawaii..."


    Oder man formuliert es einfach so, wie es die beiden darüber getan haben.


    Sakkara hat nicht als einzige diese Beobachtung gemacht. Es wurde hier ja auch schon ein Ãœbersetzerprogramm in die Runde geworfen. Das klingt zu mindest mal plausibel.


    Wenn ich aber mitbekomme, dass Erstklässler erstmal so schreiben dürfen, wie sie es für richtig halten, dann frage ich mich, warum lernen unsere Kleinen es erst falsch, nur um es hinterher noch mal richtig zu lernen? Das ist Irrsinn! Im Mathe-Unterricht wird doch auch nicht zu erst intuitiv gerechnet und hinterher dann so, wie es sein soll. :out:


    Aber wer Masse und Masse in einen Topf wirft und grundlegende Sprachregeln ignoriert (kurz gesprochener Selbstlaut vor doppeltem Mitlaut), der darf sich nicht wundern, wenn man Kilogramm mit Metern verwechselt. :wink5:


    ...ich liebe das "ß" und werde es immer lieben. :biggrin:


    mfg

  • In Romanen ist es mir bisher nicht aufgefallen. Es wird dort zuvor Korrektur gelesen.


    Auch nicht immer sehr sorgfältig, leider.


    Zitat

    Bei Zeitungen haeuft es sich. Manche Artikel sind nicht unbedingt lesenswert da zu viele Fehler vorhanden sind.


    Ich las im Netz. Den Artikel rief ich mir schon komplett auf.


    In Online-Redaktionen geht es sowieso oft husch-husch und sehr flink, da sind Flüchtigkeitsfehler quasi programmiert. Und andere User erwähnten ja auch schon, dass Korrektoren bei den allermeisten Zeitungen längst eingespart wurden. Eigentlich sind CvDs und Schlussredakteure fürs Gegenlesen zuständig, aber wenn viel los ist, kontrollieren die längst nicht jede Zeile, sondern überfliegen nur das Wesentliche. Mehr geht nicht. Und mit Pech ist derselbe Redakteur, der auch den Text geschrieben oder aus Agenturmeldungen zusammenkopiert und redigiert hat, für die Korrektur seiner eigenen Seite zuständig. Da bleibt die Qualität naturgemäß auf der Strecke, und Leser beklagen sich zu Recht.

  • Der Rat für deutsche Rechtschreibung http://www.rechtschreibrat.com/der-rat/ueber-den-rat/
    hat eine Lücke geschlossen und dem kleinen ß ein großes ẞ beigegeben, das zwar kürzer als das kleine, dafür aber dicker ist.
    Auf der Tastatur:
    · ALT GR + H
    · ALT GR + SHIFT (Umschalttaste) + ß
    · Linke ALT-Taste gedrückt halten + nacheinander „7838“ auf dem Ziffernblock eingeben

    https://www.computerhilfen.de/…grosse-ss-in-word-co.html


    Wichtig, wenn Wortfolgen in Gänze GROẞGESCHRIEBEN WERDEN UND/ODER DANN MAẞE VON MASSE UNTERSCHIEDEN WERDEN SOLLEN.


    Frdl. Grüße
    Christiane

  • Auch nicht immer sehr sorgfältig, leider.




    In Online-Redaktionen geht es sowieso oft husch-husch und sehr flink, da sind Flüchtigkeitsfehler quasi programmiert. Und andere User erwähnten ja auch schon, dass Korrektoren bei den allermeisten Zeitungen längst eingespart wurden. Eigentlich sind CvDs und Schlussredakteure fürs Gegenlesen zuständig, aber wenn viel los ist, kontrollieren die längst nicht jede Zeile, sondern überfliegen nur das Wesentliche. Mehr geht nicht. Und mit Pech ist derselbe Redakteur, der auch den Text geschrieben oder aus Agenturmeldungen zusammenkopiert und redigiert hat, für die Korrektur seiner eigenen Seite zuständig. Da bleibt die Qualität naturgemäß auf der Strecke, und Leser beklagen sich zu Recht.


    Ich gebe ja zu, das Rechtschreibung nicht zu meinen Stärken gehört, aber an einem Artikel ist mir der Inhalt wichtiger als die Rechtschreibung. Ich empfinde die Kritik an der Rechtschreibung als Krümelkackerei, wenn der Inhalt fundiert ist. So wie man einen Fleck auf der Kleidung eines Tänzers/Tänzerin wichtiger nimmt als die Darbietung.


    MfG. Rainer

  • […] Ich empfinde die Kritik an der Rechtschreibung als Krümelkackerei […]

    Die "Krümelkackerei" war Threadauslöser vor ca. 4 Jahren, und genau darauf bezog sich Anouks ebenfalls 2013 bereits verfasste Antwort. Und es ging nicht um einen bloßen Tipp- oder Rechtschreibfehler,, sondern die Ãœberschrift einer Zeitungsmeldung, die in fehlerhafter Grammatik in Druck gegangen ist… im Ãœbrigen ist keinesfalls auszuschließen, dass User/in Sakkara die deutsche Sprache als Fremdsprache gelernt hat, und Du hattest doch selbst in einem früheren Beitrag bemerkt, dass es vorkommt, dass viele Menschen, die Deutsch erst später zu sprechen bzw. zu lesen und zu schreiben gelernt haben, weit achtsamer gegenüber dem korrekten Ausdruck sind.

  • im Ãœbrigen ist keinesfalls auszuschließen, dass User/in Sakkara die deutsche Sprache als Fremdsprache gelernt hat, und Du hattest doch selbst in einem früheren Beitrag bemerkt, dass es vorkommt, dass viele Menschen, die Deutsch erst später zu sprechen bzw. zu lesen und zu schreiben gelernt haben, weit achtsamer gegenüber dem korrekten Ausdruck sind.


    Die Userin Sakara ist Deutsche, ihr Mann war Libanese.

  • Hast du deutsch für eine tote sprache gehalten?


    In so fern diese, deine Frage, eine Reaktion auf den Post von Konrad ist, dann ist anscheinend Deutsch für dich wirklich eine schwere Sprache. :sifone:


  • Der gute alte Duden und sein Inhalt passen sich halt an. Und auch einfach zu schreibende Städtenamen kommen hinein. Hagen z. B.
    http://www1.wdr.de/mediathek/v…ert-in-den-duden-100.html


    Ich hole mir immer die neuste Ausgabe. Er (der Duden) könnte auch in den Kulturfaden gepackt werden. M. E. (?)


    Frdl. Grüße
    Christiane


    PS: Bielefeld steht auch drin. Aber das könnte auch Biehlefeld o. ä. geschrieben werden.

    :)