Deutsche Sprache schwere Sprache ?!

  • Sportreporter über den Endspurt eines Skilanglauf-Wettbewerbs (selbst gehört): "Der Finne hatte das bessere Finish."


    Das ist glaube ich schon ziemlich alt: "Sie standen an den Hängen und Pisten."

  • Ich weiss wirklich nicht, was ihr wollt. Die deutsche Sprache ist ein Quell der Inspiration und der schöpferischen Schönheit.
    Und in keiner anderen Sprache können durch Betonung wechselnder Worte einem Satz aus acht Wörtern acht unterschiedliche Bedeutungen verliehen werden.


  • Und in keiner anderen Sprache können durch Betonung wechselnder Worte einem Satz aus acht Wörtern acht unterschiedliche Bedeutungen verliehen werden.


    Na ja...doch, die gibt es schon.

  • Das meine ich nicht.
    Ich gebe mal ein Beispiel aus einem Rhetorik-Seminar von Alfred Mohler


    Der Satz lautet
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.


    Je nachdem, welches Wort betont wird, erhält die Aussage eine völlig veränderte Bedeutung.
    Ich veranschauliche durch Unterstreichung, das kann jeder für sich mal selbst überprüfen.
    Betont wird das unterstrichene Wort.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.
    Ich sagte nicht, er hätte das Geld gestohlen.


  • Tja.....
    Dann kann ich dir nicht dienen..


    In Aachen heisst das allerdings : "da kann ich Sie nicht helfen".....:angel:

    Einmal editiert, zuletzt von Bongo ()

  • Oh Mann, Spiegel:
    "... und warnt davor, dass Deutschland und Frankreich sich nicht von US-Präsident Trump auseinander treiben lassen."
    Müsst ihr wirklich in jede grammatikalische Falle tappen, in die man tappen kann?
    Man warnt vor etwas Negativem, also davor, sich auseinander dividieren zulassen, nicht aber vor etwas Positivem, sich NICHT auseinander dividieren zu lassen. Und das schon in der Ãœberschrift ...


    Man sollte solche Stilblüten mal hier sammeln finde ich ...

  • Oh Mann, Spiegel […]

    Wenn ich mir den Artikel so anschaue, fällt mir auf, dass redaktionell keinerlei redaktionelle Urheberschaft beansprucht wird . die Meldung wurde also umstandslos dem Ticker entnommen. Verantwortlicg sind also die unterzeichnender Nachrichtenagenturen cht/dpa/AFP.

  • Sie haben's tatsächlich eingesehen und korrigiert. Sogar mein Hinweis kam durch die Zensur. :)

  • Ich sammele mal weiter. Aus der anspruchsvollen ZEIT:


    "Der Willen ist da" (Unterüberschrift!)


    Korrekt ist: "Der Wille ist da" (Nominativ, ohne 'n').



    "Ãœber Einzelheiten des Programm ..."


    (Wooo ist das Genitiv-S?)



    Verschreiber unterlaufen mir selbst nicht selten ... ich frage mich nur inzwischen manchmal, ob das wirklich noch alles Verschreiber sind oder schlicht Unwissen?

  • Ich überlese die vielen Fehler meist, aber manchmal geht das schlichtweg nicht. Da ich selbst nicht gerade der Virtuose an der Tastatur bin, und meist meinen Gedanken hinterherstolpere, muss ich oft genug korrigieren. Manches sehe ich aber gar nicht auf den ersten Blick. Doch wenn ich von meiner Schreibe leben müsste, wäre das etwas anderes. Nur ist das Redigieren und Korrekturlesen heute anscheinend nicht mehr die übliche Routine in Redaktionen. Die Umstände haben sich geändert, und das geht - wie fast überall - zu Lasten der Qualität.
    Ich würde also nicht davon ausgehen, dass die Kompetenzen geringere sind, sondern einfach entschuldigend unterstellen, dass die Bezahlung das Problem ist, weil heute für ein Stück so wenig bezahlt wird, dass der Druck, Masse zu liefern, also Leistung in kürzeren Intervallen zu erstellen, die Qualität auf der Strecke bleiben lässt.
    Das Korrekturlesen kostet fast so viel Zeit, wie das reine Schreiben eines Stücks, weil ja Wort für Wort aufmerksam gelesen werden muss. Und wenn das nicht passiert - aus Zeitdruck - bleiben zuweilen die merkwürdigsten Kinken unentdeckt.

  • [FONT=&amp]Das Verb ist schuld, das Verb ist schuld, es steht viel zu spät im Satz und wir können uns nur noch mühsam an den Satzanfang erinnern.[/FONT]
    [FONT=&amp]Und deshalb empfiehlt die dpa: Max. 30 Wörter sind ein Satz. Dann kommt ein neuer. [/FONT]


    [FONT=&amp]Das Ende der Schwurbelei? Oder schlichte Nachrichten für „gestresste“ Empfänger? [/FONT]
    [FONT=&amp]
    https://www.journal21.ch/ein-satz-mit-1077-woertern</span></a><span style="color: windowtext"></span>[/FONT]
    [FONT=&amp]
    Frdl. Grüße[/FONT]


    [FONT=&amp]Christiane[/FONT]


  • Es liest niemand mehr Korrektur, dafür gibt es jetzt Programme. Allerdings passt deren Leistung irgendwie noch nicht richtig zur reisserischen Kommunikation in Sachen Sprach-KI.


    Gruß
    Verbalwalze