WG, Dreck und die Strafe dafür

  • Die Druckmittel hast Du.
    Es hat zwei Jahre hervorragend geklappt und das weiss auch Dein Vermieter
    8
    Stärke Dein Selbstbewusstsein und setze Dich mit ihm in Verbindung !


  • In einer solchen Lage gibt es nur zwei Alternativen für Dich:


    - Du tolerierst diese Umstände weiterhin und läßt sie hilflos zu, wie Du das schilderst.
    oder aber
    - Du verlässt diese Wohnstätte und suchst Dir etwas anderes.

    Dabei solltest Du berücksichtigen ob Dir fünfzig Euro p. m. wichtiger sind, als Deine Toleranzgrenzen mit Deinem (ich nehme mal an) gegenwärtigen studentischen Lebensraum, oder nicht. Dein Blick könnte sich demnach danach ausrichten, wie Du jene 50 Euro mehr verdienen könntest, oder wie Du Deine derzeitigen Kosten um diese 50 Euro reduzieren könntest. 50 nur als Beispiel, denn wenn ich halbwegs richtig liege (Status Studium), kann es nicht um bedeutend mehr gehen.

    Einmal editiert, zuletzt von daylight ()

  • Du bist in der Minderheit, hast keinen Durchgriff, das sieht übel aus.


    Da bleibt eigentlich nur lernen
    Tragödie der Allmende
    Nicht jeden reinlassen


    Als Handlungsmöglichkeiten
    * Leiden und Dulden
    * Nach der alten Soldatenregel überlegenem Fein ausweichen
    * Einen gepflegten WG-Krieg anfangen, ist aber natürlich in Unterzahl ein erhebliches Risiko


    Mein persönlicher Tipp: Option 2


    Gruß
    Verbalwalze

  • ist doch insgesamt ein schönes beispiel aus dem richtigen leben. wenn theorie auf praxis stößt erweist es sich, aus welchem holz der mensch tatsächlich geschnitzt ist....


    im grunde, aca, sind dir alle optionen aufgezeigt worden. bleibt zu klären, was du eigentlich willst und vor allem, wozu du bereit bist.
    a) entweder du setzt dich (mehr oder weniger gelungen) durch und bleibst, - musst dann mit den konsequenzen, die sich daraus ergeben, weiter leben, oder
    b) du erkennst eine andere notwendigkeit nach faktenlage und gehst andere wege, auch mit allen sich daraus resultierenden konsequenzen.


    es ist also nicht eine frage, was zu tun ist, um die mitbewohner zu disziplinieren - denn das dürfte nach deiner und den aussagen der teilnehmenden foristen wohl als abgehakt gelten, jedenfalls mit tragfähigen mitteln, ohne ihnen ihre zimmer mit farbe auf buttersäurebasis anzumalen... :wink5: - sondern darum, sie entweder loszuwerden, indem du dich zielführend positionierst; oder dich völlig neu zu orientieren, indem du dir etwas neues suchst.


    eine klassische entscheidungssituation.
    eine einfache entscheidungshilfe ist das sog. adenauerkreuz.

    5 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: form

  • Hallo Acaloth, wenn die WG Vetragspartner des Vermieters ist, sucht er dann die Mitbewohner aus?
    Ich verstehe einfach nicht warum du die derzeitigen Zustände ausbaden musst.


    Nur am Rande:


    Unser jüngerer Sohn gründete Anfang 20 mit 3 seiner Kumpels eine WG.


    Auch diese Mietwohnung war nach ca. 1 Jahr nicht gerade ein Aushängeschild für Reinlichkeit und Ordnung.


    Zusammen mit 2 weiteren Müttern der WG`ler startete ich an einem Samstagmorgen um 7:30 Uhr einen Ãœberraschungsangriff.


    Ausgestattet mit Unmengen an Reinigungs-und Putzutensilien "stürmten" wir die Bude und räumten richtig auf. Dabei lamentierten wir bewußt lauthals und machten emsig Vorschläge zur Verschönerung der Unterkunft mit Karogardinchen, Omas Spitzendeckchen usw. :angel:


    Die Wirkung war verblüffend, die Jungs taten alles um einen weiteren Mama-Putzangriff zu vermeiden.

  • Die Wirkung war verblüffend, die Jungs taten alles um einen weiteren Mama-Putzangriff zu vermeiden.


    Das kann ich mir lebhaft vorstellen , wenn Mütter in einer WG morgens um 7:00 zur unchristlichen Zeit ( man ist ja gerade erst nach Hause gekommen ) vor der Tür als Putzgeschwader stehen , klingeln und klopfen um die verlotterte Bude ihrer Söhne zu stürmen .


    Macht übrigens nen Super Eindruck dieser Mütter Ãœberfall auf die gerade letzte Nacht kennen gelernte klasse Frau die gerade neben mir im Bett liegt , die sich sofort anzieht und verschwinden .


    Meiner Mutter habe ich damals solche Ãœberfälle verboten und ein Besuch von ihr nur nach 3 Tagiger vorheriger telefonischen Ankündigung .sonst gibt es einen Krawall :cornut:


    mfg BB


  • Meiner Mutter habe ich damals solche Ãœberfälle verboten und ein Besuch von ihr nur nach 3 Tagiger vorheriger telefonischen Ankündigung .sonst gibt es einen Krawall :cornut:


    Es soll Söhnchen geben, die schätzen "Hotel Mutti" !

  • Es soll Söhnchen geben, die schätzen "Hotel Mutti" !


    Meine Mutti wollte auch 1x in der Woche putzen kommen. Zum Glück hatte sie keinen Führerschein. Ich suchte mir eine Wohnung nicht zu weit weg, zu weit zum Laufen und ohne Busverbindung. Alle Konflikte waren ausgeräumt.

  • Meine Mutti wollte auch 1x in der Woche putzen kommen. Zum Glück hatte sie keinen Führerschein. Ich suchte mir eine Wohnung nicht zu weit weg, zu weit zum Laufen und ohne Busverbindung. Alle Konflikte waren ausgeräumt.


    genau, so wird das gemacht! :joker:


    Wir hatten damals kein Telefon und wohnten weit weg (Eltern 2, Schwiegereltern 4 Stunden Fahrtzeit)

  • Es soll Söhnchen geben, die schätzen "Hotel Mutti" !


    Ja ich weiss , und kenne auch solche Pflegefälle die sich null bewegen . Die Eltern sind ratlos .....


    Das wäre ich nicht , meine Kids hätten bis max über 20zig Zeit bei mir rum zu lungern ,sich dann selbständig zu machen und ich würde ihnen nahe legen sich endlich ne eigene Bude oder ne WG zu suchen .


    Nach 2 Jahrzehnten will man ja dann auch seine Ruhe , und es reicht ja auch wenn die Kids pausenlos angeeiert kommen und den genialen Spruch lancieren .


    " Papi ich bin pleite weil .... haste mal noch so ein paar Scheinchen für mich , denn die Stromrechnung ist massiv gestiegen ... usw ":yikes: aber da man seine Kids kennt rückt man ja mit der Kohle raus . :)


    Selber bin ich 1 Monat nach meinem 18 Geb. ausgezogen in aller Freundschaft mit meinen Eltern .
    Wie jeder weiss ist man als junger Mensch auf eigenständigen Beinen immer klamm , besonders wenn die Youngster Rhythmus in ihrer Vitaltät haben .
    Denn bei den ersten unbeaufsichtigten Schritten der Eltern , will man das Leben nur " PUR " erleben in seinen ganzen Facetten und seinen Marktwert aus zu loten und zu experimentieren . Sonnenklar .


    Da haben Lebensfreudige Youngster nicht groß Artig Putzen und Karriere in ihrer Birne , denn sie wollen was ?


    Genau , " LEBEN LERNEN , mit allem was dazu gehört "



    mfg BB

  • genau, so wird das gemacht! :joker:


    Wir hatten damals kein Telefon und wohnten weit weg (Eltern 2, Schwiegereltern 4 Stunden Fahrtzeit)


    Ich fand es O.K. nicht zu weit weg zu wohnen. Meine Mutter war alleinstehend. Schön wenn man 1x die Woche vorbei schauen kann und diverse Dinge erledigt. Dazu noch Einkäufe die schwer zu tragen sind, Getränke, Kartoffeln, .........

  • Ich fand es O.K. nicht zu weit weg zu wohnen. Meine Mutter war alleinstehend. Schön wenn man 1x die Woche vorbei schauen kann und diverse Dinge erledigt. Dazu noch Einkäufe die schwer zu tragen sind, Getränke, Kartoffeln, .........


    ja, das auch ist in Ordnung, meine Mutter hatte noch zwei Töchter am Wohnort, allerdings auch keinen Führerschein.
    Die Härtefälle waren Weihnachten und Ostern, wenn wir erst nach den Festtagen die Eltern besuchten.


  • Zusammen mit 2 weiteren Müttern der WG`ler startete ich an einem Samstagmorgen um 7:30 Uhr einen Ãœberraschungsangriff.


    Ausgestattet mit Unmengen an Reinigungs-und Putzutensilien "stürmten" wir die Bude und räumten richtig auf. Dabei lamentierten wir bewußt lauthals und machten emsig Vorschläge zur Verschönerung der Unterkunft mit Karogardinchen, Omas Spitzendeckchen usw.


    :yikes:


    Gute Methode, allein die Uhrzeit grenzt schon an Körperverletzung. ^^ Aber die Story erinnert mich an zwei frühere Kommilitonen, deren Wohnung einem Biotop für unbekannte Lebensformen glich. Die Muttis hatten anfangs wahrscheinlich auf denselben Effekt gehofft wie Du, susenn, rückten dann aber umschichtig im zweiwöchigen Turnus zum Saubermachen an. Epic Fail! Die Jungs gewöhnten sich einfach dran und begannen sich erst zusammenzureißen, als nach einigen unverbindlichen La-La-La-Beziehungen 2 Traumfrauen auf der Bildfläche erschienen. Denen wollten sie imponieren. :biggrin:


    Aca, ich denke, Du hast keine realistische Chance. Sämtliche Lösungsvorschläge, die schon genannt wurde, will ich nicht wiederholen. Es gibt WG-Konstellationen, die einfach passen, bei anderen gibt's immer wieder Zoff. Und wenn Du nicht den Mietvertrag und die beiden anderen als Untermieter dabei hast, sieht's duster aus. An Deiner Stelle würde ich mir was anderes suchen. Solange das Mietverhältnis noch nicht gekündigt ist, hast Du alle Zeit der Welt.


    Ansonsten könntest Du den Vermieter vielleicht höchstens noch zu 'nem Deal bewegen: dass er Euch kündigt und Du in den Vertrag danach als Hauptmieter einsteigst (mit Recht auf weitere Untervermietung). Das gibt dann zwar mit Sicherheit Ärger mit Deinen jetzigen Mitbewohnern, klärt aber die Fronten. Die Gefahren dabei hat Baku schon genannt; ich selbst bin mal in 'ner ähnlichen Konstellation zwar "nur" auf einigen Hundert Mark Telefonkosten sitzengeblieben, aber so was kann halt passieren.


    Oder Du gehst zu sublimer bis offensiver Kriegsführung über. Verkuppele sie. Schalte Kontaktanzeigen in Gratis-Blättchen für die beiden Dreckspatzen. Verhökere sie auf 'ner Dating-Plattform. "Unerschrockene, charmante Ladies mit ausgeprägten häuslichen Qualitäten für verlotterte Männchen gesucht". Irgendwie so. Als Kontaktmöglichkeit gibst du ihre Handy-Nummern an. Flankieren würde ich die Kampagne mit zusammengesuchten Zeitschriften-Artikeln über das Messie-Syndrom ("Schleichend geht es los"). Platziere sie unübersehbar auf dem Herd, sich auftürmenden Tellerstapeln und an sonstigen neuralgischen Punkten. Ziehe ihre Eltern ins Boot, falls die mal zu Besuch kommen. Und so weiter ... ;)


    Aber die Zeit, die Du dafür brauchst, kannst Du auch für die Zimmersuche aufwenden. Viel Glück, und halte uns bitte auf dem Laufenden. :seeya:

    2 Mal editiert, zuletzt von A0067 () aus folgendem Grund: konvertiert

  • greife bei Perma-Resistenz zu gelungenen Ãœberraschungen;
    suche dir ein paar wohlgesonnene Komilitionen,
    miete sie als Hygiene-Demontranten und Wutbürger vor der WG! :peace2:


    VOR der WG bietet sich nur an, wenn Aca der unweigerlich einsetzende Nachbarschaftsklatsch völlig wumpe ist.
    Ersatzweise könnte man auch ein entsprechendes Indoor-Happening veranstalten - vorzugsweise zu einem Termin, der ihnen sehr wichtig ist und den sie daheim genießen wollen (Fußball-Länderspiel zum Beispiel?). :joker:


    Oder Aca sammelt einfach das unabgewaschene Zeugs und verteilt es konsequent auf die Zimmer der beiden mutmaßlichen Verursacher. Punkt. Keine weiteren Statements. Dann dürften die - neben Aca, der selbstverständlich sofort im Verdacht steht - sich auch gegenseitig bezichtigen, für das Chaos verantwortlich zu sein, und das bricht schon mal die bisher geschlossene Front der beiden Schlendriane auf.

    2 Mal editiert, zuletzt von A0067 ()



  • Die genannten WG`ler waren im Grunde alles nette Burschen. Alle waren es gewöhnt die gewaschene u. gebügelte Wäsche 1x wöchentlich v. Mama geliefert zu bekommen.


    Mein Sohnematz hatte z.d. Zeitpunkt noch keinen Führerschein, da musste Mama häufig Chauffer spielen.



    Ist doch alles normal und liebenswert.


  • Etwas sollte man den besorgten Müttern lassen. Ich war 1x wöchentlich dort essen und habe es mit Arbeiten in der Wohnung verbunden. Meine Mutter war richtig glücklich darüber.

  • Wenn jetzt schon die Mikrowelle verschimmelt ist, kann es nur noch schlimmer werden.


    Nichts wie ausziehen, Aca!

  • [quote='Kojo no Tsuki','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=633906#post633906']Nichts wie ausziehen, Aca![/quote


    Genau zu Mama Kojo . :lol:

  • Genau zu Mama Kojo . :lol:



    In eine neue WG.


    Ich habe in New York auch in WGs gelebt. Damals fiel mir das Sauermachen noch schwer;)


    So wie mein Mann und sein Kollege ihre Wohnung haben verkommen lassen, das ist sie sehr teuer zu stehen gekommen. DM 6.000 in 1980! Typisch ITler!