Religion: Was würde den Menschen ohne Religion fehlen?

  • Der Threadtitel sagt schon alles. Eine offene Diskussion. Was spricht für Religion?

  • Ich denke eine pauschale und allgemein gehaltene Aussage ist in Bezug darauf nicht möglich.
    Es kommt stets auf den individuellen persönlichen Glauben an.
    Beim Fehlen einer Religion gäbe es bspw. für einen Wahabiten eine ganz andere gesellschaftliche Wirkung wie es der Fall für einen in einer säkulären Gesellschaft lebenden die Religion auf einen persönlichen Glauben beschränkenden Menschen wäre.
    Fällt für den einen ein vollständiges Gesellschafts- und Rechtssystem weg, werden sich die Änderungen beim Zweiteren nicht auf objektiv fassbare private Ansichten die andere Menschen ncht angieren beziehen.


    Ich denke deshalb kann eine solche Frage auch nur für einen persönlich beantwortet werden.
    Wie stark mich der eigene Glaube beeinflusst weiß ich nicht, ich bin mir aber sicher, dass er nicht ein fundamentales Loch in meine Attitüde reißen würde.
    Aber bei anderen wird sich dies natürlich wieder vollständig anders auswirken.

  • Spiritualität? Dazu muss ich allerdings sagen, dass das für mich persönlich nicht unbedingt mit Religion verknüpft ist.

  • Ich habe nichts gegen Religion, so lange die Religion politisch nicht missbraucht wird und so lange die Religion sich an die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes anpasst. :yesnod:


    Sobald Religion politisch wird, führt es am Ende nur zum Chaos, die Geschichte hat es mehr als genug gezeigt, brauchen wir also nicht drüber zu diskuttieren. :yesnod:


    Auch in der heutigen Zeit führt Religion zum Chaos, sobald es politisch wird, man braucht nur die Nachrichten zu sehen oder zu lesen, werden mehr als genug Beispiele aufgezeigt. :yesnod:

    Einmal editiert, zuletzt von Daywalker ()

  • Ich habe nichts gegen Religion. Nur die Organisation stört mich.


    Im Grunde genommen sind alle 3 monoteistischen Religionen so ziemlich veraltet. Was ich an unserer Religion nicht mag, ist, dass die Menschen zu Bettlern und Helfern gemacht werden. Es ist eigentlich nicht würdig Menschen Almosen zu geben und auch Almosen zu nehmen. In der heutigen Hochsteuerstaatssystemen ist es doch ein Unding, dass der Arbeitslose oder Kranke etc. keine staatlichen Sozialgelder erhalten. Als Beispiel: Solange ich arbeite zahle ich doch Steuern, das bedeutet wenn ich nicht mehr zahlen kann muss der Staat es mir zahlen. Ich bin gegen die Tieropfern, Zakats, Fitres, und sonstigen Almosen die im Namen Allahs gemacht werden. Menschlichkeit sollte nicht unter Probe gestellt werden und daher denke ich der Staat ist für alle Menschen der Vater unser. Nein zu Almosen, ja zur Arbeit und zur Solidarität.
    Ebenfalls sind alle Almosen in die dritte Welt nur für Betrug. Wenn man den Menschen in der 3. Welt helfen möchte sollte man Sie nicht ausnutzen und allen Ländern Ihr Recht auf Unabhängigkeit gönnen!
    Solange es ein funktionierendes Staat gibt, wird es auch deren Bevölkerung zum Wohlstand bringen.

  • Was mich noch an unserer Religion stört ist die Sprache. Wieso muss ein Türke arabisch können? Das hat stört mich seit meiner Kindheit an. Ohne arabisch kannst du den Islam garnicht ausleben.


    Was mich weiterhin unheimlich stört, dass man versucht eine politische Religion wie den Islam auf nur Gebetsreligion zu umwandeln. Der Islam ist eine politische Religion Islam und Politik gehören zusammen. Das ist Fakt und ist auch bestätigt.

    Einmal editiert, zuletzt von Erol TaÅŸ ()

  • Religion Islam und Politik gehören zusammen.


    Dann hast du die türkische Verfassung (inkl. Atatürk Inkilaplari) nicht gnaz verstanden oder noch nicht gelesen.


    In der Türkei, sowie beispielsweise Frankreich herrscht Laizismus, sprich Trennung von Staat und Religion.


    Staat = Politik
    Religion = Islam

  • Dann hast du die türkische Verfassung (inkl. Atatürk Inkilaplari) nicht gnaz verstanden oder noch nicht gelesen.


    In der Türkei, sowie beispielsweise Frankreich herrscht Laizismus, sprich Trennung von Staat und Religion.


    Staat = Politik
    Religion = Islam


    Das ist mir schon klar.
    Aber grundsätzlich ist der Islam noch nicht laizisiert wie der Christentum, daher haben wir heute jede Menge Probleme mit der Auslegung.

  • Aber grundsätzlich ist der Islam noch nicht laizisiert wie der Christentum,


    Klar ist der Islam in der Türkei noch nicht "laizisiert", so lange solche Gruppierungen wie Milli Görüs, AKP, Fetos, Naqschbandi und wie sie alle heissen existieren. :yesnod:

  • Im Grunde genommen sind alle 3 monoteistischen Religionen so ziemlich veraltet. Was ich an unserer Religion nicht mag, ist, dass die Menschen zu Bettlern und Helfern gemacht werden. Es ist eigentlich nicht würdig Menschen Almosen zu geben und auch Almosen zu nehmen. In der heutigen Hochsteuerstaatssystemen ist es doch ein Unding, dass der Arbeitslose oder Kranke etc. keine staatlichen Sozialgelder erhalten. Als Beispiel: Solange ich arbeite zahle ich doch Steuern, das bedeutet wenn ich nicht mehr zahlen kann muss der Staat es mir zahlen. Ich bin gegen die Tieropfern, Zakats, Fitres, und sonstigen Almosen die im Namen Allahs gemacht werden. Menschlichkeit sollte nicht unter Probe gestellt werden und daher denke ich der Staat ist für alle Menschen der Vater unser. Nein zu Almosen, ja zur Arbeit und zur Solidarität.
    Ebenfalls sind alle Almosen in die dritte Welt nur für Betrug. Wenn man den Menschen in der 3. Welt helfen möchte sollte man Sie nicht ausnutzen und allen Ländern Ihr Recht auf Unabhängigkeit gönnen!
    Solange es ein funktionierendes Staat gibt, wird es auch deren Bevölkerung zum Wohlstand bringen.


    Du hast vollkommen Recht, jedoch darfst du eins nicht übersehen. In einem Islamischen Rechtssystem, gibst du den Zekat dem Staat(!) der die Bedürftigen damit versorgen kannst, wie du eben oben erwähnt hast, wenn einer Krank ist und nicht mehr Arbeiten kann. Soziale Absicherung.

  • Klar ist der Islam in der Türkei noch nicht "laizisiert", so lange solche Gruppierungen wie Milli Görüs, AKP, Fetos, Naqschbandi und wie sie alle heissen existieren. :yesnod:


    Diese Gruppen sind leider nicht Schuld an dieser Misere, sondern die Uneinigkeit der Mosleme in der gesamten Ulema-Szene. Wenn man sich die Geschichte der Sunnitischen Schulen durchliest, fällt den meisten schnell auf wie detailliert diese Schulen waren. Als hätten diese Ulemas alles vorgedacht, ohne dass man irgendetwas dazufügen kann bzw. darf. Die sunnitische Schulen sind meineserachtens eine wirklich ausgetüfftelte Lehre die keinesgleichen hat. Diese Lehren und Ausarbeitungen zu studieren benötigt sehr viel Zeit und Geduld und vor allem ein Wörterbuch.
    Die meisten Werke vermute ich sind wohlmöglich noch nicht ins lateinische übersetzt worden. Ich glaube die meisten Probleme die man bei den vermeindlichen Islamisten sieht sind Ihre Unwissenheit und Ihre Fanatismus über Ihr Unwissenheit. Ich habe nie und niemals Probleme mit Gebildeten Imame und Hodschas gehabt. Da man das gesamte nicht einfach versteht, nehmen sich die meisten Beter Teile die Sie von Imamen aufgeschnappt haben und propagandieren damit rum.

    3 Mal editiert, zuletzt von AvniSinanoglu ()

  • Was mich noch an unserer Religion stört ist die Sprache. Wieso muss ein Türke arabisch können? Das hat stört mich seit meiner Kindheit an. Ohne arabisch kannst du den Islam garnicht ausleben.


    Was mich weiterhin unheimlich stört, dass man versucht eine politische Religion wie den Islam auf nur Gebetsreligion zu umwandeln. Der Islam ist eine politische Religion Islam und Politik gehören zusammen. Das ist Fakt und ist auch bestätigt.


    Weil der Islam nicht nur für Türken ist sondern für Muslime und die gemeinsame Sprache der Muslime ist nun mal Arabisch. Sollte auch so bleiben.


    Heute wird das anders gehandhabt im Islamunterricht in der Moschee. Es wird gleichzeitig auch erklärt was das ganze bedeutet. Vers für Vers, sowohl Arabisch als auch türkisch. Wir konnten nur das Arabische lernen (lesen). Die heutigen jungen Muslime lernen gezielter und besser, weil auch das Potenzial der Imame gewachsen ist. Es unterrichten bei uns in der Moschee drei Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen. Es reicht leider immer noch nicht aus.

  • Weil der Islam nicht nur für Türken ist sondern für Muslime und die gemeinsame Sprache der Muslime ist nun mal Arabisch. Sollte auch so bleiben.


    Ich dachte immer dass wäre die gemeinsame Sprache der Araber.


    Zitat


    Heute wird das anders gehandhabt im Islamunterricht in der Moschee. Es wird gleichzeitig auch erklärt was das ganze bedeutet. Vers für Vers, sowohl Arabisch als auch türkisch. Wir konnten nur das Arabische lernen (lesen).


    Das ist schonmal ein wichtiger Schritt. Nicht anders erging es dem Latein.