Zwangs-Smart-Metering?

  • Man kann ja zum "Smart-Metering" stehen wie man will (ich habe mich schon mit Dieter59 darüber gestritten, weil ich prinzipiell die Idee nicht schlecht finde), dass aber in diesem Staat immer alles per Zwangsmaßnahmen, und zwar verbunden mit Kosten (in Form von jährlichen Zusatzabgaben) für alle, auch für die, welche überhaupt nicht davon profitieren (weil sie noch gar keinen neuen Stromzähler bzw. eine PV-Anlage besitzen), eingeführt werden soll, geht mir auf die Nerven. Vor allem steht auch die derzeit gebotene Gegenleistung in keinem Verhältnis zu den Kosten (z.B. müsste es zunächst einmal ein breites Angebot an Haushaltsgeräten geben, die sich über Smart-Meter "intelligent" steuern ließen, so dass derjenige, der den neuen Stromzähler benutzt, sich nicht nur den Strompreis anzeigen lassen, sondern auch Kosten sparen könnte...). Kurz gesagt: Kein Konzept, aber Hauptsache neue "Zwangsumlage". Hier der Artikel, auf den ich mich beziehe:


    Smart Meter: Regierung plant Zwangsumlage für Stromkunden - SPIEGEL ONLINE


    "Eine Arbeitsgruppe beim Bundeswirtschaftsministerium legte am Donnerstag ein Konzept vor, wonach zunächst jeder Haushalt acht Euro im Jahr bezahlen soll, auch wenn er noch mit einem alten Stromzähler ausgestattet ist. Für Neubauten und bei Modernisierungen hingegen würde der obligatorische Einbau eines Smart Meter bis zu 72 Euro im Jahr kosten. Gleiches gelte für die etwa zwei Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer, die bereits über Solaranlagen, Wärmepumpen oder Mini-Blockheizkraftwerke verfügen."

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  • Schade, dass dieses Thema nicht aufgegriffen wurde.
    Es ist aktueller denn je.


    Allerdings sehe ich die ganze Sache unter einem anderen Aspekt.
    Mal wieder Datenschutz und Schnüffelei.


    https://de.wikipedia.org/wiki/….B6gliche_Fernabschaltung

    Zitat

    Der Schutz der Privatsphäre ist fraglich – es besteht das Risiko, dass der Kunde zum „gläsernen Kunden“ wird, sofern Verbrauchsprofile an den Stromlieferanten übertragen werden. Erfassung und missbräuchliche Auswertung der Verbrauchsdaten gestatten weitreichende Rückschlüsse über die Lebensgewohnheiten der Kunden. Aus den Lastkurven (rechtes Bild) lässt sich ablesen: Bewohner steht gegen 6:00 Uhr auf, duscht und frühstückt. Er geht aus dem Haus und kehrt gegen 18:00 Uhr zurück und kocht. Er wäscht und besitzt einen Wäschetrockner. Kurz vor Mitternacht löscht er das Licht. Die Anzahl der Personen im Haushalt folgt aus der Dusch- und Waschfrequenz. Genauere Aussagen ergeben sich aus der Korrelation mit dem Wasserverbrauch. Im Extremfall kann aus den Daten über den Stromverbrauch sogar das konsumierte Fernsehprogramm identifiziert werden. Der Stromverbrauch moderner Fernseher variiert mit der Bildhelligkeit. Ist die zeitliche Sequenz von Hell-Dunkel-Phasen eines Films bekannt, lässt sich diese Signatur mit der Verbrauchskurve korrelieren.[58] Um das Fernsehprogramm zu erkennen wurde ein zu Testzwecken generierter Film verwendet und ein Messintervall von 2 Sekunden verwendet.[5


    Mal davon abgesehen, dass auch die finanzielle Sache ein Unding ist.
    Die armen gebeutelten Energieriesen, die zum Atomausstieg gezwungen werden, müssen ja eine rentable künftige Einkommensquelle haben. Da reichen die Milliardenklagen gegen den Staat nicht aus. Auch dass wir ohnehin fast die gesamten Kosten für den Mist zahlen, wird gerne ausgeblendet.


    Welch hervorragende Ergänzung diese Technik doch zu bereits bestehenden Möglichkeiten bietet.
    Was könnten wir Geld sparen, wenn man die Hartzer überwacht und sie dingfest machen kann, wenn sie sich unerlaubt und heimlich ein paar Tage von ihrem zu Hause entfernen. Da jubeln die Sanktionsherzen aber auf.


    TM, lieber Ãœberwachungsphobie, als Islamophobie

  • So ein Mist. Habe feststellen müssen, dass ich anscheinend auch so einen Smart-Meter habe.
    "Mein" Häuschen wurde renoviert und bekam eine komplett neue Elektrik eingebaut.


    Da werde ich morgen mal beim Grundversorger nachfragen, was so alles gespeichert ist und ob sie Zugang haben.
    Was mich nämlich wundert, ich wurde aufgefordert, den Zählerstand abzulesen und zu übermitteln. Eigentlich wäre dies ja gar nicht notwendig.


    Daraus kann ich ja nur folgern, dass es entweder verheimlicht wird, da es für Privatverbraucher anscheinend gar nicht erlaubt ist, die Daten zu erheben, oder es findet tatsächlich keine Auslesung/Ãœbermittlung statt.


    Aber immerhin gibt es findige IT-Cracks, die eine Lösung haben, selbst an die Daten heran zu kommen:
    http://wiki.volkszaehler.org/h…hz/itron_ace3000_type_260


    Einen Elektrikermeister, der mir da helfen kann, habe ich glücklicherweise zur Hand. Auch jemand der in Linux fit ist.
    Mit Skripten kenne ich mich nicht so aus, aber die Skripte scheinen für Linux geschrieben zu sein. Das wäre ja schonmal ein kleiner Vorteil für mich, obschon das alles recht aufwändig klingt und für mich wohl eine Ecke zu hoch ist.


    TM, unverschuldet und unwissend ins Ãœberwachungsvisier geraten :mad5: