Soziales Netzwerk: Das Leben in einer anderen Welt

  • Es ist schon merkwürdig, welchen Einfluss die Cyberwelt auf unser Leben hat und ebenso erschreckend oder auch traurig, welche Folgen Sie mit sich bringt. Ãœber dieses Thema wurde wahrscheinlich schon tausende Male diskutiert, dennoch würde mich auch Eure Meinung dazu interessieren. Interessant ist es natürlich auch, da wir ebenso infiziert sind, auch wenn in Maßen,


    Als bekanntestes Netzwerk gilt Facebook. Täglich werden Fotos, Videos, Neuigkeiten mit den virtuellen Freunden geteilt. Die meisten User kennen ihre Freunde nichtmal persönlich, ihre Freundschaft basiert (zunächst) ausschließlich auf virtueller Basis. Verrückt, dass man dennoch durchaus intime Gegebenheiten Tag für Tag mit eben diesen teilt. Man ist (meistens) rund um die Uhr online. Man Kriegt sofort Benachrichtigungen, sobald ein Freund etwas neues postet. Zeitnah oder sogar im gleichen Moment möchte man wissen, welche Highlights geteilt werden, wie z.B. "kann nicht schlafen". Wozu teilt man solche Gedanken mit anderen? Liegt es daran, dass man Aufmerksamkeit von anderen möchte? Fühlt man sich im realen Leben so unsichtbar und in der virtuellen Welt wahrgenommen?


    Schlimmer aber ist dir Tatsache, dass bereits Grundschulkinder völlig abhängig sind von diesen sozialen Netzwerken. Gibt es überhaupt noch Kinder, die auf Spielplätzen herumtoben? Wie entwickeln sich solche Kinder, die virtuell selbstsicher, in der Realität eher zurückhaltend sind?


    In meinem Umfeld erlebe ich ständig Kommentare wie "ich hab ein Foto gepostet, aber nur wenige haben es geliked" oder "mal sehen wer meinen Status kommentiert bzw liked". Enttäuschung bei wenig Anerkennung durch wenige likes, Aufregung bei der Frage wer liken wird und überhaupt ist man so unglaublich viel mit Herz und Seele dabei.


    Nicht nur das! Für viele Stalker bieten soziale Netzwerke die beste Spielwiese. Freunde von Freunden anschauen, über wildfremde Personen Informationen sammeln, wozu das ganze?


    Was macht die Menschen so abhängig?
    Was erreichen User mithilfe von Facebook, Twitter und Co?
    Was denkt ihr grundsätzlich über soziale Netzwerke?


    Ist das soziale Netzwerk denn eigentlich negativ? Denn es gibt ja bspw auch funktionierende Ehen, deren Entstehung auf die virtuelle Welt zurückzuführen ist.


    Erzählt mal was Ihr darüber denkt und eventuell (da bin ich mir fast sogar sicher) habt ihr persönliche Erfahrungen, die Ihr mit uns teilen wollt.

    2 Mal editiert, zuletzt von TheBrain ()

  • Ich denke es kommen viele Faktoren zusammen:


    1. Faulheit sich aktiv am Leben zu beteiligen
    2. Andererseits Geltungsdrang
    3. Die Möglichkeit Kontakte zu schließen und aufrechtzuerhalten, welche sonst nur schwer möglich wären.


    Ich war relativ schnell bei Facebook registriert obwohl dies im Bekannten- und Freundeskreis noch niemand nutzte. Aber ein paar meiner Verwandten aus der Türkei waren dort registriert und man konnte so Kontakt halten ohne kostspielig ins Ausland zu telefonieren etc. Mittlerweile ist ja wirklich jeder zweite bei Facebook oder ähnlichen sozialen Netzwerken registriert.


    Ich sehe das Ganze sowohl positiv als auch negativ.


    Wenn man Facebook nutzt um mit anderen Personen zu interagieren mit denen man sonst nur relativ schwer in Kontakt treten kann, ist das natürlich eine super Sache. Andererseits ist es schon beängstigend, dass manchmal wirklich jede unnötige Begebenheit dort gepostet und natürlich - letztlich für immer - gespeichert wird. "Warte auf den Bus", "Bin gerade aufgestanden", "Frühstücke gerade" sind da noch die harmlosesten Kommentare.


    Die Gefahr das quasi ein Bewegungsprofil aufgezeichnet werden kann, ist natürlich stets gegeben und kann dubiosen Personen in die Hände spielen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sollte da schon ein wenig mehr durch Eltern etc. reguliert werden in meinen Augen.


    Mein Fazit: Durchaus nützlich und sinnvoll, auf alle Fälle nicht absolut zu verteufeln, aber mit der Gefahr, dass es durchaus negative Auswirkungen haben kann.


    Das psychologische Element ist natürlich ebenso ein durchaus ernstzunehmendes Problem. Wie von thebrain schon angesprochen ist ein abrutschen in die Cyberwelt, ein Wettrennnen um mehr Freunde, mehr Likes etc. ein Element, dass die soziale Interaktion im "realen" - nichtvirtuellen - Leben, durchaus beeinflussen kann.

  • Ich stimme dir in allen Punkten zu Fırtına, möchte nur ergänzen, dass nicht nur Faulheit, sondern auch Feigheit eine grosse Rolle spielen wird. Eine Frau auf der Straße anzusprechen wird womöglich schwieriger sein, als eine Frau im Internet . Stellt man sich blöd an, beendet man einfach die virtuelle Freundschaft. In der Realität allerdings sieht die Frau jede peinliche bzw unangenehme Situation. Gleiches gilt natürlich für das Gegengeschlecht.

  • Man ist (meistens) rund um die Uhr online. Man Kriegt sofort Benachrichtigungen, sobald ein Freund etwas neues postet.

    Es gibt Leute, die rund um die Uhr online sind, das war vor dem Start von Facebook nicht anders: Damals waren sogenannte "Communicator", die man in den Browser einfügte, beliebt, um Kontakte zu pflegen. Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis - und kommt in der postmodernen Gesellschaft meist zu kurz. Die zunehmende Vernetzung der telekommunikativen Erreichbarkeit dürfte auch deswegen so attraktiv erscheinen, weil Arbeitswelt und Wohnumgebung ja die dort vorzufindenden sozialen Kontakte oftmals fad, desinteressiert oder gar feindlich erscheinen lässt… wer im Großraumbüro sitzt, wird wahrscheinlich persönlichere Belange nicht mit den unmittelbaren Kolleginnen besprechen; wer im Aussendienst tätig ist, wohl kaum seine Kunden mit privatem Kummer belästigen. Und wer im niedergehenden Wohnghetto lebt, wird seine Freunde auch nicht im selben Haus suchen…

    Zitat von TheBrain

    Fühlt man sich im realen Leben so unsichtbar und in der virtuellen Welt wahrgenommen?

    Zumeist dürfte der Auslöser sein, Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. Auch, um Gelegenheit zu haben, über eben diese eigenen Interessen sich auszutauschen, was, wenn man nicht gerade lediglich die Titel in den Chars hört, die Promimeldungen von Presse und Fernsehen oder andere Smalltalk-Themen als hauptsächliches "Interesse" hegt, durchaus gezieltere Suche nach Gesprächspartnern bedingt, als die Warteschlange am Postschalter oder das Kollegium in der Betriebskantine.

    Zitat von TheBrain

    Was denkt ihr grundsätzlich über soziale Netzwerke?

    Die technische Basis mag faszinierend sein, das "ideale" Netzwerk (bzw. eines, in dem das passende "Menschenmaterial" zu finden ist, scheint aber noch auf sich warten zu lassen.

  • […] Faulheit sich aktiv am Leben zu beteiligen, […] Geltungsdrang [und] Die Möglichkeit Kontakte zu schließen und aufrechtzuerhalten, welche sonst nur schwer möglich wären.

    Es mag ja Leute geben, die sich ansonsten aus dem sozialen Leben zurückziehen und praktisch "nur noch" auf virtueller Ebene zwischenmenschliche Kontakte pflegen, aber diese Leute sind die absolute Ausnahme. Unter Facebookusern wird man durch kontaktfreudige Menschen finden, Vereinsmeier, Partylöwen - während das menschenscheue Mauerblümchen im Zweifel nicht einmal das Gerät besitzt (oder zu nutzen verstände), an diesen "social networks" teilzunehmen.
    In der Tat ist's vielleicht gerade für die Altersgruppe der "digital natives" (also der heute vielleicht 30jährigen und jüngeren), die quasi das Vorcomputerzeitalter oder ein Leben ohne Mobiltelefon nie (oder allenfalls als Kleinkind) kennengelernt haben, etwas problematischer, denn da ist's die peer-group, die sofort ausgrenzt: ("Was, Du nutzt kein Facebook?" - Wer will schon "out" sein oder gar Aussenseiter?)
    Das nächste Problem ist, dass auch diese sozialen Netzwerke meist recht kurzlebig sind: Die "VZ"-Netzwerke müssten mittlerweile wohl Geschichte sein. (StudiVZ und MeinVZ gibt's noch)

  • Von sozialen Netzwerken halte ich rein gar nichts.


    Jahrelang habe ich FB abgelehnt und war wahrscheinlich die einzige auf diesem Planeten, die dort keinen Account hatte.
    Ich habe mich mittlerweile ueberreden lassen und vorgestern dort einen Account angelegt (eigentlich schon Mitte Dezember, aber dieser 1.Account bescherte mir Einloggprobleme).


    Warum jetzt doch FB?


    Zunehmend habe ich mich aus der virtuellen Welt zurueckgezogen und werde es auch weiterhin tun.
    Ich lebe hier und jetzt.
    Damit meine ich mein reales Leben. Dort und nur dort findet das Leben statt.


    FB habe ich angefangen um Verbindungen aufrecht zu erhalten, aber ausschliesslich mit Menschen, die ich auch im realen Leben kennenlernte.


    Ich habe mir das ganze jetzt einmal angesehen und wundere mich ueber den Mut (oder die Dummheit ?) vieler, ihr privates Leben der Allgemeinheit (und auch FB selbst) zur Verfuegung zu stellen.


    Meinen Account dort werde ich nicht fuellen, es reicht wenn man mich erreichen kann.


    Mir ist soziales Miteinander im wahren Leben weitaus wertvoller als soziale Netzwerke.


    Im uebrigen @Brain muss ich dir in einem anderen Punkt Recht geben.


    Ein Click und vermeintlicher "Biomuell" ist entsorgt.
    So gehen gute Freundschaften zu Ende, die im wahren Leben Bestand gehabt haetten, oft vollkommen ohne Begruendung.



    Soziales Verhalten ist das sicher nicht in vermeintl. "sozialen" Netzwerken.


    So und jetzt fahre ich mit dem Thalys nach Paris anstatt mich bei FB einzuloggen. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Sakkara ()

  • Nein wie ich gerade erfahre, ich muss heute nicht fahren.
    Strecke gesperrt wegen Unfall.


    Immer korrekt bleiben und falsches auch richtig stellen. ;)

  • Es ist schon merkwürdig, welchen Einfluss die Cyberwelt auf unser Leben hat und ebenso erschreckend oder auch traurig, welche Folgen Sie mit sich bringt. ..........
    Was macht die Menschen so abhängig?
    ........................
    Was denkt ihr grundsätzlich über soziale Netzwerke? ................


    Ist das soziale Netzwerk denn eigentlich negativ?


    Ich habe einen in sich geschlossenen Account, Nur Freunde, die ich kenne und die im Ausland leben und ich somit schneller erreichen kann, als mit dem Telefon ( Zeitverschiebung) . Spiele , apps und anderen Schnickschnack lösche ich und bitte darum, mich nicht dazu einzuladen. Ansonsten sind 24- Stunden- Online- Personen oft nur einsame, verkorkste Menschen, die sich eine 2.,3.,4. Identität aufbauen müssen, weil meist das eigene Leben so Scheiße oder zu öde ist...
    Letztendlich kommt DAS dabei heraus:

    Einmal editiert, zuletzt von recep ()

  • Von sozialen Netzwerken halte ich rein gar nichts.


    ich auch nicht

    Zitat


    Jahrelang habe ich FB abgelehnt und war wahrscheinlich die einzige auf diesem Planeten, die dort keinen Account hatte.
    (..)


    Bei mir, meiner Familie, unseren Freunden wird es auch dabei bleiben, wir wollen nicht twittern, rittern oder zittern...

  • ich auch nicht



    Bei mir, meiner Familie, unseren Freunden wird es auch dabei bleiben, wir wollen nicht twittern, rittern oder zittern...


    Ich dachte schon daran meinen Account bei "wkw" und "FB" zu loeschen. Urspruenglich dachte ich alte Kontakte in Deutschland wiederzubeleben.
    Das wird nur kurz und oberflaechlich. Nach X Jahren hat man sich unterschiedlich entwickelt und hat sich nicht viel zu sagen. Man hat andere Bekanntenkreise aufgebaut. Bei dem aktuellen Bekanntenkreis sehe ich wenig Sinn ueber FB zu kommunizieren.

  • Ich dachte schon daran meinen Account bei "wkw" und "FB" zu loeschen. Urspruenglich dachte ich alte Kontakte in Deutschland wiederzubeleben.
    Das wird nur kurz und oberflaechlich. Nach X Jahren hat man sich unterschiedlich entwickelt und hat sich nicht viel zu sagen.


    Genau, solche mehr oder weniger anonyme Massen-Partys können das private, persönliche Gespräche nie ersetzen. Außerdem wird man auch so schon genug durchleuchtet.

  • Genau, solche mehr oder weniger anonyme Massen-Partys können das private, persönliche Gespräche nie ersetzen. Außerdem wird man auch so schon genug durchleuchtet.


    Vergleiche. Was ist bei Klassentreffen, BW-treffen gross herausgekommen? Fremde Leute. Zu alten Freunden hat man immer noch Kontakt ohne FB.
    Auf Proforma-Glueckwuensche zu Geburtstag und Weihnachten kann ich verzichten. Auf "Freunde" die kostenguenstig Urlaub mit Guide haben wollen auch.

  • Vergleiche. Was ist bei Klassentreffen, BW-treffen gross herausgekommen? Fremde Leute.


    genau - so ist es mir in diesem Jahr bei der Goldenen Konformation in OWL ergangen. Alle blieben am Wohnort, nur vereinzelt waren Weitgereiste, wie ich aus Göttingen, dabei.

  • Von FB & Co halte ich gar nichts , ich war mal drin und habe mir den Laden für ein paar Tage angesehen , das war nichts für mich und bin dann gleich wieder ausgestiegen . Außerdem wurde ich von FB in meiner Spam e mail zugemüllt , das nervte .


    Meine Kontakte zu Familie - Freunde und gute Bekannte , halte ich meist über das Phone oder e mail , für Notfälle habe ich noch Skyp um mit Freunden wenn es schnell um Daten und sonstiges geht und das auch eher selten , aber kein Gelaber .


    Und das Telefon ist für mich nach wie vor das effizienteste Kommunikation`s Medium damit kann ich schnell und unkompliziert mich mitteilen , bei Behörden usw habe ich das FAX um Dokumente nach zu schieben wenn nötig , dann gibt es noch das e mail FAX um jemanden schnell am anderen ende der Welt wichtige Dokument zu senden .


    Bei bestimmten Anlässen wie Gratulationen , ( Mit besten Wünschen ) , Persönliches in Sachen Familie - Liebe - Freunde oder einfach nur mal so usw . schreibe ich Klassisch Briefe oder Postkarten .


    Und die beste Kommunikation ist wenn man seine Familie / Freunde und gute Bekannte persönlich trifft . Leider heut zu Tage aus Zeitgründen und Entfernungen nicht immer möglich .


    mfg BB


    PS: Außerdem ist das I-net , Foren usw die reinsten Zeitfress- Maschinen , wie hier bei POli auch , ruck zuck sind Stunden um Stunden wie im Flug vergangen , und vieles bleibt dabei liegen . Will ich das weiterhin so machen ? Ein eindeutiges NEIN , ich reduziere auf alles was nötig ist , und wenn ich dann mal Lust habe herum zu daddeln mach ich das auch .


    BB

    2 Mal editiert, zuletzt von BON BOX ()

  • genau - so ist es mir in diesem Jahr bei der Goldenen Konformation in OWL ergangen. Alle blieben am Wohnort, nur vereinzelt waren Weitgereiste, wie ich aus Göttingen, dabei.


    Die Vereanderungen bei Menschen finde ich interressant. Unser "Mauerbluemchen" hat sich zu einer sehr attraktiven Dame entwickelt :smilie_love_225:


    Die ehemals heissbegehrte Blondine,.......... Spaetestens ab 40 wird der Lebenswandel sichtbar. :yikes:

  • Ist schon richtig BB.


    So ganz ohne geht es nicht.


    Aber ich habe sehr reduziert.


    MSN schaffte ich bereits vor zwei Jahren ab
    Skype dann auch letztes Fruehjahr


    Und im Sommer killte ich dann auch WhatsApp weil es mir einfach zuviel wurde.
    Staendig online, hat jemand geschrieben? Musst du antworten?
    Ich hatte genug anderes zu tun.


    Kuerzlich aber dennoch wieder geladen mit einer sehr ueberschaubaren Liste von ganzen


    3 Kontakten.


    Das reicht und mehr kommt auch nicht wieder rein.

  • Jahrelang habe ich FB abgelehnt und war wahrscheinlich die einzige auf diesem Planeten, die dort keinen Account hatte.

    Ich kann Dich beruhigen: Im Kreise meiner offline-Bekannten ist die überwiegende Mehrheit bei Facebook nie registriert gewesen.

    Zitat von Sakkara

    Meinen Account dort werde ich nicht fuellen, es reicht wenn man mich erreichen kann.

    So ähnlich werden's zahlreiche "User" halten, die sich haben überreden lassen, doch auch einen Account zu erstellen. Und so oft man in den Medien liest, wie kleine Privatfeiern durch leichtfertige Bekanntmachung bei Facebook zu Flashmob-Großveranstaltungen werden: Hat irgendwer solche Massenaufläufe in seiner Nachbarschaft schon gesehen? Nein?

    Zitat von Sakkara

    So und jetzt fahre ich mit dem Thalys nach Paris anstatt mich bei FB einzuloggen.

    Genau auf solche Mitteilungen warten Facebook-Freunde doch! Aber wahrscheinlich war dieser Nachsatz ohnehin, dem Zwinkersmiley nach zu urteilen, genau so gemeint. Schließlich ist auch ein Onlineforum eine "Community".


  • Und das Telefon ist für mich nach wie vor das effizienteste Kommunikation`s Medium


    Für mich ist das Telefon das rücksichtsloseste Kommunikationsmedium überhaupt. Es erdreistet sich, jede nur erdenkliche Tätigkeit abrupt unterbrechen zu wollen, fällt mir, ohne um Verzeihung zu bitten, laut klingelnd ins Wort und stört meine Konzentration (deshalb ist es auch einen Großteil des Tages stummgeschaltet :wink5: ).


    Eine E-Mail dagegen wartet höflichst, bis ich gedenke, sie zu öffnen und zu lesen, bis dahin schweigt sie bescheiden. Darüberhinaus entlastet sie mein vergessliches Gehirn, weil ich sie jederzeit erneut lesen kann, wenn mir ihr Inhalt entfallen ist. Von der Möglichkeit, Photos, Dokumente etc. anzuhängen und in ihr enthaltenen Text direkt in andere Dokumente zu kopieren, ganz zu schweigen.


    Ich bin kein Freund sozialer Netzwerke, aber für prinzipiell unnütz halte ich sie nicht. Sie können dazu dienen, Menschen mit ähnlichen Interessen oder gar Lebenspartner zu finden. Allerdings bevorzuge ich den Kontakt per E-Mail als gezielte Kommunikation zwischen zwei Personen gegenüber dem, oft an mehrere Kommunikationspartner zugleich gerichteteten, mehr oder weniger öffentlichen, häufig belanglosen "Gechatte" sozialer Netzwerke. Außerdem sollte man den Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verlieren und keine Informationen preis geben, die nicht für Dritte bestimmt sind (Stichwort NSA).


    Auch Messengerprogramme (mit Webcam und Voice-Funktion) können sehr hilfreich sein, um geschätzte (oder geliebte) aber sich weit entfernt aufhaltende Menschen etwas näher erscheinen zu lassen...

    4 Mal editiert, zuletzt von jaki01 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Und noch was ... Handy / SMS und Co .


    Wenn ich auf der Autobahn bin und sehe wie bei Geschwindigkeiten von 140 bis 160 kmh und noch schneller , Fleißig das Handy und Schreiben im Gebrauch ist und neben her auch noch einen Kaffee oder sonst was in der Hand und das bei dem Brutalo Berserker Verkehr , bekomme ich die Krise .


    Selber hatte ich mal das Vergnügen , ich als Beifahrer habe das Handy der Fahrerin die im Begriff war auch noch zu schreiben während der Fahrt und dann auch noch Nachts aus der Hand genommen und sagte ( Bitte fahr auf den nächste Parkplatz und ich fahre weiter, ich will nicht wegen dir am nächsten Brückenpfeiler kleben ) . Wie erwartet gabs ein Krawall aber das war mir egal , die Situation war mir zu gefährlich .


    Wenn ich fahre schalte ich mein Handy aus und schalte es erst wieder kurz vor dem Zielort wieder ein , denn wenn ich 13:00 Treff xx sage meine ich 13:00 und wenn was schief läuft gibt es Staus oder Rast-Parkplätze um alles neu zu koordinieren.


    Und dann auch noch ums Leben kommen wegen solch einer blöden Handy FB Kommunikation , nö nö da bin ich rigoros.


    Ich denke , man muß es doch aus halten können sich mal für x Stunden aus dem Scheiß heraus zu halten , wenn man Auto fährt oder anderes wichtige zu tun hat .


    mfg BB

  • Für mich ist das Telefon das rücksichtsloseste Kommunikationsmedium überhaupt.


    Es gibt Anrufbeantworter als Puffer ! Und Displays wo die rein kommende Anruf Nummer sichtbar ist . Schon gewusst ?
    Dann kann man sich immer noch entscheiden ob man abnimmt oder vorbereitet später anruft , wo ist das Problem ?


    BB