"Von Indonesien bis Al-Andalus!" Das Ziel von Al-Kaida & Co.

  • Ja, einigen schlottern hier die Knie, beklagen sich über mangelnden Minderheitenschutz im Nahen Osten, aber die Diktaturen und Regime machen ebensowenig einen Unterschied in ihren Grausamkeiten, wie die Al-Qaida und andere Terrororganisationen. Leidtragende sind viele, vor allem Muslime selber, was oft verkannt wird.

  • Wer verkennt das?


    Das wird oft genug erwähnt von "uns" (Nicht-Muslimen).


    Ja?
    Wo hast du das mal gepostet? Anschlag auf Moschee in Irak z.B.? Folter an Muslimen in ägyptischen Gefängnissen, usw.?


    Ist mir nicht aufgefallen, weil deine Postings oft wie das Wirken eines Newsbots wirken.

  • Ja?
    Wo hast du das mal gepostet? Anschlag auf Moschee in Irak z.B.? Folter an Muslimen in ägyptischen Gefängnissen, usw.?


    Ist mir nicht aufgefallen, weil deine Postings oft wie das Wirken eines Newsbots wirken.


    Mir ist diese Einseitigkeit auch schon aufgefallen und ich frage mich wirklich wie ein solches verlangen nur schlechtes über Muslime zu schreiben herrührt. Viele Threads werden dadurch auch verwässert und es kommt immer wieder nur zu denselben Postulationen. Deshalb wie wäre es wenn es einen seprarten Thread gibt a la "Kojo und ihre Muslime". Dort kann sie dann nach Herzenslust Bloggeinträge reinkopieren und wir alle wissen Bescheid und andere Diskussionen sind wenigstens nicht dauernd von den immergleichen Copy-Paste-Beiträgen durchzogen.

  • Vergiss es!


    Aber eigentlich könnte man diesen Thread auch dazu benutzen. Der Threadtitel ist ja extra weit gewählt und die ersten Seiten geben schon einen Einblick in deine gesamte Forentätigkeit. Ich muss mal mit meinen Moderatorenkollegen darüber reden.


  • Seit dem WTC-Anschlag scheint mir die Anzahl von Dokumentationen über die islamische Welt und die Gesellschaft des nahen und mittleren Ostens stark angestiegen zu sein - oder vielleicht nehme ich sie nur verstärkt wahr. Dort sieht man dann tatsächlich etwas anderes als Islamismus. Sehr bitter dass ein so scheussliches Ereignis diesen Effekt erzeugen musste.



    Mich hat die Todesfatwa gegen Saman Rushdie, die Abschlachtung Theo van Gogh's und die Erstürmung der dänischen Botschaften tiefer geängstigt.

  • Mich hat die Todesfatwa gegen Saman Rushdie, die Abschlachtung Theo van Gogh's und die Erstürmung der dänischen Botschaften tiefer geängstigt.


    Mich haben außerdem vor allem die vom Minister des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh ausgelobten 1 Million US-Dollars auf den Kopf des dänischen Karikaturen sehr erschrocken. Inzwischen wurden verschiedene Mordbereite aus der islamischen Welt festgenommen.


    Anscheinend sind Leute jederzeit bereit, für ihre Religion, den Islam, Menschen zu ermorden.

  • Mich haben außerdem vor allem die vom Minister des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh ausgelobten 1 Million US-Dollars auf den Kopf des dänischen Karikaturen sehr erschrocken. Inzwischen wurden verschiedene Mordbereite aus der islamischen Welt festgenommen.


    Anscheinend sind Leute jederzeit bereit, für ihre Religion, den Islam, Menschen zu ermorden.


    Also, mich erschreckt das alles auch, aber zynischerweiser muss man feststellen, dass die publizistische Wirkung selbst des WTC-Terrors weitaus verheerender ist, als die tatsächliche Bedrohung. Es sterben allein in Deutschland mehr Menschen jährlich durch Verkehrsunfälle, als "westweit" durch Terroranschläge oder Fatwas. Eine echte Einschränkung der Lebensqualität und Bewegungsfreiheit entsteht vor allem durch die terrorinduzierten Abwehrmaßnahmen. Sch... Sicherheitskontrollen auf Flughäfen usw. Wenn man dieses Bild benutzen darf: Verbrennungen der Haut minderer Schwere entstehen hauptsächlich durch das Abwehrsystem nach Reizung durch Hitze. Wenn man das Abwehrsystem ordentlich beherrscht, kann man schadlos sogar über glühende Kohlen gehen.

  • Mich hat die Todesfatwa gegen Saman Rushdie, die Abschlachtung Theo van Gogh's und die Erstürmung der dänischen Botschaften tiefer geängstigt.


    Als der WTC-Anschlag?


    Ich fand die Todesfatwa auch bedenklicher.


    Der WTC Anschlag war Terror. Entweder er war ein politisches statement, oder eine der Verschwörungstheorien stimmt.


    Die Fatwa dagegen griff direkt in die Freiheitsrechte innerhalb anderer Staaten ein.

  • Es sterben allein in Deutschland mehr Menschen jährlich durch Verkehrsunfälle, als "westweit" durch Terroranschläge oder Fatwas.

    Die Zahl der Verkehrsunfalltoten wird mittlerweile als Referenz für alles und jedes genommen, sei es Blitzschlag, sei es Terror....

  • Ich fand die Todesfatwa auch bedenklicher.


    Der WTC Anschlag war Terror. Entweder er war ein politisches statement, oder eine der Verschwörungstheorien stimmt.


    Die Fatwa dagegen griff direkt in die Freiheitsrechte innerhalb anderer Staaten ein.


    Interessant...


    Ist die Fatwa nicht etwas Theoretisches? Wenn ich mich in die Haut der von der Fatwa betroffenen versetze, finde ich die auch bedrohlich. So wie einem überhaupt angst und bange werden kann, wenn man im Grunde nicht vollkommen ungebildete Leute unerbittlich gegen den Westen hetzen, und Selbstmordattentäter rechtfertigen hört. Aber wie war das im Mittelalter? Da waren Strafen bzw. Strafandrohungen auch deshalb so drakonisch, weil sich gewöhnlich niemand drum scheren musste. Sozusagen um das Risiko als Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe für potentieller Regelverletzer noch groß genug zu halten (Je geringer die "Erwischwahrscheinlichkeit" desto größer muss die Strafe sein). Kurz, eine Fatwa ist doch auch nur Ausdruck einer tief empfundenen Ohnmacht, faktisch aber in allen bekannten Fällen zumindest ohne Todesfolge - wenn auch nicht ohne Konsequenzen (Bewegt sich Salman Rushdie eigentlich schon wieder frei?).

  • Die Zahl der Verkehrsunfalltoten wird mittlerweile als Referenz für alles und jedes genommen, sei es Blitzschlag, sei es Terror....


    Jaja, das mit den Totschlagargumenten. Eine billige rhetorische Figur, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ich könnte auch darauf bestehen zu sagen, tot ist tot, egal ob durch besoffenen Autofahrer oder glutäugigen Selbstmordattentäter...


    Aber ein Vergleich von Äpfel mit Birnen bleibt es natürlich trotzdem.


    Und es ändert nichts daran, dass die psychologische Wirkung des Terrors oder seiner Androhung verheerender ist, als seine physische Wirkung.

    2 Mal editiert, zuletzt von miqio () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ist die Fatwa nicht etwas Theoretisches?

    Wenn sie theoretisch wäre hätte man den Schriftsteller kaum mit Personenschutz umgeben und Lesungen absagen müssen. Es gab zahlreiche Drohungen gegen Verlage und Ermordung von Ãœbersetzern.

    Aber wie war das im Mittelalter? Da waren Strafen bzw. Strafandrohungen auch deshalb so drakonisch, weil sich gewöhnlich niemand drum scheren musste. Sozusagen um das Risiko als Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe für potentieller Regelverletzer noch groß genug zu halten (Je geringer die "Erwischwahrscheinlichkeit" desto größer muss die Strafe sein).

    Wir sind nicht mehr im Mittelalter.
    Aber auch damals gab es schon die Ansicht, dass sich die Strafe nach der Schwere des Vergehens richtet einerseits, andererseits man durch „drakonische“ Strafen die Leute von Straffälligkeit abhalten wollte. Verfeinerte Begründungen der Strafe stammen dann aus dem 19. Jahrhundert.

    Kurz, eine Fatwa ist doch auch nur Ausdruck einer tief empfundenen Ohnmacht, faktisch aber in allen bekannten Fällen zumindest ohne Todesfolge - wenn auch nicht ohne Konsequenzen (Bewegt sich Salman Rushdie eigentlich schon wieder frei?).

    Sie ist ohne Todesfolge, weil der gute Mann geschützt wurde.
    Das Kopfgeld wurde anlässlich des Ritterschlags der Queen 2007 erneuert. Wie er nun lebt, weiß ich nicht, aber er lehrt in den USA.

    Allerdings erfolgte diese Fatwa durch die iranische Geistlichkeit und erfuhr innerhalb des Islam, bzw. seiner Staaten großen Widerspruch (alles leicht zu googeln). Man kann also nicht von einem Ãœbergriff „des Islam“ sprechen, sondern muss diese Fatwa im Zusammenhang mit dem Iran sehen.

  • Als der WTC-Anschlag?



    Ja, der hat mich nach dem ersten Versuch Mitte der neunziger Jahre nicht mehr wirklich überrrascht. Hab eigentlich damit gerechnet und wäre als Amerikaneer lieber arbeitslos geworden als da zu arbeiten, wenn das die Alternative gewesen wäre.


  • Ist die Fatwa nicht etwas Theoretisches? Wenn ich mich in die Haut der von der Fatwa betroffenen versetze, finde ich die auch bedrohlich.



    Davon ist jeder betroffen, auch wenn er direkt nicht gemeint ist.

  • Davon ist jeder betroffen, auch wenn er direkt nicht gemeint ist.


    Nun, dann ist es doch theoretisch, bzw. fühle ich mich dadurch nicht unwohler, als dadurch, ohnehin schon im Vergleich zum größeren Teil der Menschheit ordentlich privilegiert zu sein. Und schon das ist mehr Kopfgeburt als Bauchempfinden.

  • zynischerweiser muss man feststellen, dass die publizistische Wirkung selbst des WTC-Terrors weitaus verheerender ist, als die tatsächliche Bedrohung. Es sterben allein in Deutschland mehr Menschen jährlich durch Verkehrsunfälle, als "westweit" durch Terroranschläge oder Fatwas.


    Na, dann ist ja alles nicht so schlimm.


    Die 3.000 Tote kann man doch leicht verschmerzen. Und darüber haben sich die USA so aufgeregt?


  • Sie ist ohne Todesfolge, weil der gute Mann geschützt wurde.
    Das Kopfgeld wurde anlässlich des Ritterschlags der Queen 2007 erneuert. Wie er nun lebt, weiß ich nicht, aber er lehrt in den USA.


    Allerdings erfolgte diese Fatwa durch die iranische Geistlichkeit und erfuhr innerhalb des Islam, bzw. seiner Staaten großen Widerspruch (alles leicht zu googeln). Man kann also nicht von einem Ãœbergriff „des Islam“ sprechen, sondern muss diese Fatwa im Zusammenhang mit dem Iran sehen.



    "Die islamische Welt" soll wegen des Ritterschlags Salman Rushides "gekocht" haben und zur Zerstörung Großbritanniens aufgerufen haben.