Was kostet uns 1 "Hartz 4 Kind" und seine alleinerziehende Mutter?

  • jedenfalls soll es da änderungen geben:
    http://www.gegen-hartz.de/nach…inerziehende-90016217.php
    Werden die geplanten „Rechtsvereinfachung im Zweiten Sozialgesetzbuch“ tatsächlich nach der Sommerpause vom Bundeskabinett zum Gesetzentwurf gemacht, könnte das für Alleinerziehende im Hartz IV Bezug schwerwiegende Konsequenzen haben. Ihnen drohen Leistungskürzungen für ihre Kinder, wenn diese etwa ein Wochenende beim anderen Elternteil verbringen. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) kritisiert dieses Ansinnen scharf. „Politik und Gesetzgeber sind aufgefordert, diesen Vorschlag nicht in das anstehende Gesetzgebungsverfahren zur 'Rechtsvereinfachung im SGB II' einmünden zu lassen“, fordert der Verein in einer Stellungnahme
    ...
    Durch „temporäre Bedarfsgemeinschaft“ wäre Existenzsicherung der Kinder gefährdet
    „Wird der Auszahlungsanspruch für das Sozialgeld des Kindes in der Hauptbedarfsgemeinschaft gekürzt, in der Regel im Haushalt der betreuenden alleinerziehenden Mutter, fehlen dort anteilig notwendige Mittel zur Existenzsicherung“, mahnt der VAMV in seiner Stellungsnahme. „Der Regelsatz für Kinder enthält nämlich Bedarfe für langlebige Güter sowie Fixkosten, die auch während tageweiser Abwesenheiten in der Hauptbedarfsgemeinschaft anfallen.“ Dazu zählten unter anderem Bekleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Innenausstattung, Wohnungsinstandhaltung sowie Nachrichtenübermittlung. „Deshalb wäre die Existenzsicherung der betroffenen Kinder nicht mehr sicher gestellt, würde der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft zur temporären Bedarfsgemeinschaft umgesetzt.


    BTW:
    http://www.gegen-hartz.de/nach…-an-hartz-iv-90016218.php
    Forscher üben scharfe Kritik an Hartz IV
    Zwölf Jahre nachdem die Hartz-IV-Kommission ihren Abschlussbericht dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder vorlegte, ziehen Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen eine kritische Bilanz: Die Chancen für Hartz IV-Bezieher hätten sich nicht verbessert. Es müsse „eine neue Diskussion über die zukunftsfähige Gestaltung des Arbeitsmarktes“ jetzt begonnen werden „und nicht erst auf dem Tiefpunkt des nächsten Abschwungs“, sagt Prof. Dr. Matthias Knuth vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen in einer aktuellen Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).
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    hartz iv ekelt mich nur an. und die leute die hartz iv gut finden meistens auch. dem klüngel aus wirtschaft und politik wird die kohle bis zum umfallen in den ar... gesteckt und bei den armen muss man sparen und leistungen kürzen und mehr druck aufbauen. :mad5:
    man kann den GG artikel 1 ändern von:
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." hin zu: "Das Kapital ist unantastbar. Es zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."


  • Ja, holla die Waldfee, dafür gibt es bestimmt ein schönes Formular.
    Entweder ist der Knilch unterhaltspflichtig, dann könnte man das verrechnen, oder nicht, dann nicht.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Ja, holla die Waldfee, dafür gibt es bestimmt ein schönes Formular.
    Entweder ist der Knilch unterhaltspflichtig, dann könnte man das verrechnen, oder nicht, dann nicht.
    ...


    ja klar. du hast von dem ganzen thema bestimmt bestens ahnung. und die ganzen leute aus dem sozialen bereich und auch der "Verband alleinerziehender Mütter und Väter" macht bestimmt nen riesen wind um nix. glaub ich dir sofort und auch dein hinweis auf formulare und unterhaltspflich, ganz großes tennis. :smilewinkgrin:

  • ja klar. du hast von dem ganzen thema bestimmt bestens ahnung. und die ganzen leute aus dem sozialen bereich und auch der "Verband alleinerziehender Mütter und Väter" macht bestimmt nen riesen wind um nix. glaub ich dir sofort und auch dein hinweis auf formulare und unterhaltspflich, ganz großes tennis. :smilewinkgrin:


    Das war Ironie, Du Clown, eigentlich habe ich Dir zugestimmt, dass das Unfug ist.


    Gruß
    Verbalwalze

  • jedenfalls soll es da änderungen geben:
    [/B]„Wird der Auszahlungsanspruch für das Sozialgeld des Kindes in der Hauptbedarfsgemeinschaft gekürzt, in der Regel im Haushalt der betreuenden alleinerziehenden Mutter, fehlen dort anteilig notwendige Mittel zur Existenzsicherung“, mahnt der VAMV in seiner Stellungsnahme. „Der Regelsatz für Kinder enthält nämlich Bedarfe für langlebige Güter sowie Fixkosten, die auch während tageweiser Abwesenheiten in der Hauptbedarfsgemeinschaft anfallen.“ Dazu zählten unter anderem Bekleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Innenausstattung, Wohnungsinstandhaltung sowie Nachrichtenübermittlung. „Deshalb wäre die Existenzsicherung der betroffenen Kinder nicht mehr sicher gestellt, würde der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft zur temporären Bedarfsgemeinschaft umgesetzt.


    Letztlich ist das eine Milchmädchenrechnung.
    Im Gegenzug müssten sie die Abwesenheitszeiten nämlich auch auf das Kindergeld - welches ja demjenigen zusteht, bei dem das Kind wohnt und bei Ãœberhang des Bedarfes des Kindes als EK angerechnet wird - entsprechend anrechnen, also vom EK abziehen.


    Will heißen, in Zeiten wo das Kind beim anderen Partner ist und kein Sozialgeld bekommt, muss ja auch der Anteil des EK aus Kindergeld gekürzt werden. Denn dieses anteilige Kig kann ja vom anderen Elternteil beansprucht werden. Der hat ja auch Mehrausgaben.


    Dem Unterhaltsverpflichteten werden 50% des Kig vom Unterhaltsbetrag (lt. Düsseldorfer Tabelle) angerechnet. Ist der Unterhaltsverpflichtete aber selbst H4 ist er ja ein Mangelfall, hat rein rechnerisch aber das halbe Kig, das seinen Unterhaltsbetrag um 92 € mindert.



    Profitieren von der Temp. BG tun schon immer lediglich H4 Berechtigte, deren Kinder beim Partner leben, der kein H4 bezieht.


    All diese Kacke kann nur dann abgemildert werden, wenn alle Leistungen, die unter das SGB fallen, in einen eigenen separaten Finanztopf geworfen werden.
    Es ist ja so, dass s letzlich immer nur darum geht, wer die Zeche zahlt.
    Da streiten sich dann PV, KV, RV, Kommunen (JC, KdU, Wohngeld), BA (Arbeitsagentur also Bund, der einen % Satz der KdU tragen muss und halt den Regelbedarf), BG (Berufsgenossenschaften) darum, aus welchem Topf, also welcher Leistungsträger das zahlen muss.


    Dazwischen stehen die Betroffenen. Und zwar im Regen, weil jede Instanz GESETZESWIDRIG zunächst mal die Leistungen einstellen.
    Das dürfen die aber nicht (sic !) und das SGB I und auch SGB X sehen nämlich vor, dass einer erst Mal leistet und die Leistungsträger dann unter sich verrechnen.
    Das tun die aber nicht, sondern verrechen einfach mit den Leistungsberechtigten, bzw. zahlen einfach nicht und sichern deren Existenz nicht.
    Halten die dann wiederum einige wochen durch wird den Leuten noch gesagt. Na sie sind doch jetzt 2 monate ohne "unser" Geld ausgekommen, also kann es ihnen ja nicht so schlecht gehen. *kotzbrechwürg*


    Gesetzesgrundlagen:
    § 43 Vorläufige Leistungen SGB I
    § 52 Verrechnung SGB I
    § 102 Anspruch des vorläufig leistenden Leistungsträgers
    Bzw.
    Drittes Kapitel Zusammenarbeit der Leistungsträger und ihre Beziehungen zu Dritten


    TM, der es geht wie unseem liebenswerten und gut informierten Clown ;)

  • Ja, holla die Waldfee, dafür gibt es bestimmt ein schönes Formular.
    Entweder ist der Knilch unterhaltspflichtig, dann könnte man das verrechnen, oder nicht, dann nicht.


    Gruß
    Verbalwalze

    Tja erst informieren, dann posten liebe Walze ;)
    Wenn der unterhaltspflichtige Knilch selbst Alg 2 bezieht, ist da ziemlich Banane. Dann muss nämlich das Amt für den Unterhalt dieses Knilch aufkommen, bzw. kann der dies dann von evtl. EK als Freibetrag abziehen.
    Bzw. erhält das Kind eben kein Unterhalt, oder aber Unterhaltsvorschuss durch das JA, welcher dann ja aber auch wieder als EK auf seinen Bedarf angerechent wird und zu Kig-Ãœberhängen desjenigen führt, bei dem das Kind lebt und das VOLLE Kig angerechnet wird.


    Alles etwas zu kompliziert. Aber lies dich da ruhig ein, dann kommen evtl. mal haltbare Gegenargumente von dir ;)


    TM, die Walze schon qualmend über dem SGB brüten sieht

  • Ich sehe nur eins .... die Menschen die im Hartzi 4 Karusell drin stecken , kommen da so schnell aus dem H4 Karussell nicht raus . Wie denn denn auch .


    Entweder zu alt / zu Jung .


    Zu überqualifiziert .


    Zu unterqualifiziert.


    Verfügen nicht über Zertifikate die sie auszeichnen könnten . Wie , Abi - Uni - Praktika , Praktika , und was noch ? Ach ja Soziale Kompetenz ist aber eher nebensächlich .


    Angesagt ist : Konform - Willig - am besten überwillig schon fast devot - sprich Billig Aldi Gmbh & Co KG Co Arbeiter .




    Ähmm , ich will ja nichts sagen , aber mein Jahrgang hatte beste Ausbildungen , jeder suchte sich sein Fach wo er glaubte er wäre gut da drin .


    Niemanden habe ich damals Jahre lang im Praktika Kreisverkehr gesehen . Jeder was er Tat hat sich in seinem Fach weiter entwickelt oder andere Fächer in der Pipeline gehabt .


    Das sage ich nur was ich heute sehe und gefordert wird an * Beste Schule / Uniausbildung / Konservativ / Angepasst sein und sonst was * können sich die Konzerne in die Haare schmieren .


    Dadurch werden sie nie Kreative Geister in ihren Segmenten erreichen . Die so dringend nötig gesucht werden .
    Die bleiben einfach zu Hause und warten ab was kommt .


    Auch hier sind längerfristig ab gerauchte Jahrgänge zu beobachten mit besten Noten , die sich nicht länger verarschen lassen . Durch Politik - Wirtschaft und Konzerne .


    Aber auf Dauer ist * Taxi fahren auch nicht der Bringer *



    BB

  • nun, verballooping, das war sicher nicht nur für mich nicht als ironie erkennbar.


    Eine Waldfee und die Aussicht auf ein Formular reichen also nicht. Eigentlich wollte ich das Formular ja noch mit mehrseitig ausschmücken, offensichtlich eine überzogene Sparmaßnahme.
    Oder ist jemand ein ganz klein wenig vorgetriggert.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Tja erst informieren, dann posten liebe Walze ;)
    Wenn der unterhaltspflichtige Knilch selbst Alg 2 bezieht, ist da ziemlich Banane. Dann muss nämlich das Amt für den Unterhalt dieses Knilch aufkommen, bzw. kann der dies dann von evtl. EK als Freibetrag abziehen.


    Also verrechnen, wie ich schrieb.


    Zitat von That's me

    Bzw. erhält das Kind eben kein Unterhalt, oder aber Unterhaltsvorschuss durch das JA, welcher dann ja aber auch wieder als EK auf seinen Bedarf angerechent wird und zu Kig-Ãœberhängen desjenigen führt, bei dem das Kind lebt und das VOLLE Kig angerechnet wird.


    Also verrechnen, wie ich schrieb.


    Zitat von That's me

    Alles etwas zu kompliziert. Aber lies dich da ruhig ein, dann kommen evtl. mal haltbare Gegenargumente von dir ;)


    TM, die Walze schon qualmend über dem SGB brüten sieht


    Mache ich nicht, hier darf ich mir was wünschen. Und ich wünsche mir, dass zuerst das reguläre Einkommen ermittelt wird, also Gehalt, Unterhalt etc. und dann wird aufgefüllt, wo es nicht reicht, am Liebsten via Negativsteuer mit Schlussabrechnung am Jahresende.
    Die ganzen Extras mit Geschenken, Vermögensverbrauch oder tage-/stundenweise Abrechnung von Betreuungszeiten und was es da sonst noch für einen Blödsinn geben mag, sollte man lassen.


    Gruß
    Verbalwalze