Schulisches Studierfach Wirtschaft

  • Marxismus sehe ich als als Ersatzreligion, und somit als Droge fuer's Volk an. Marx haette sich bei diesem Zitat nicht ausklammern sollen.Marx kann, wie Religionen, nur Denkanstoesse liefern.


    Marx hatte mit Religion nichts am Hut, und solange Du dich weigerst, die wichtigen Werke dieses Denkers zur Kenntnis zu nehmen und mal zu lesen, bleibst Du auf dem Stand trivialer Phrasenideologie. Auch hat niemand hier je behauptet, Marx sei ein Guru und jede These müsse heute noch vollinhaltlich und wortwörtlich übernommen werden. Es geht immer um die Methodik des Denkens und um eine möglichst objektive Reflexion des Seins, soweit sie Menschen überhaupt möglich ist. Es gibt kein Dogma "Marxismus"!

  • Zu meiner Schulzeit in Schleswig-Holstein gab es das Fach Wirtschaft/Politik, wo zumindest grobe Zusammenhänge volkswirtschaftlicher Kennzahlen und Haftungsarten bei Privatunternehmen vermittelt wurde. Das einzige Kapitel, das stärker in die Tiefe ging war der Vergleich zwischen nachfrage- und angebotsorientierter Wirtschaftspolitik und da wurde es auch gleich ideologisch und ließ sich mit "Warum Keynes unrecht hat" zusammenfassen.


    Ähnliches zeichnet sich auch in diesem Thread ab, denn genau da liegt das Problem: Sobald man eine gewisse Tiefe erreicht hat, muss man sich für eine Philosophie entscheiden, die man vermitteln möchte. Von daher ist es m.E. besser, wenn es in der Schule nur einen oberflächlichen Ãœberblick über grobe Zusammenhänge gäbe. Das reicht als Fundament für interessierte Schüler, die dann individuell ihrer Richtung folgen können und ist seriöser als wenn Dinge gelehrt werden, die in der Fachwelt bis auf weiteres umstritten bleiben.

  • Marx hatte mit Religion nichts am Hut, und solange Du dich weigerst, die wichtigen Werke dieses Denkers zur Kenntnis zu nehmen und mal zu lesen, bleibst Du auf dem Stand trivialer Phrasenideologie. Auch hat niemand hier je behauptet, Marx sei ein Guru und jede These müsse heute noch vollinhaltlich und wortwörtlich übernommen werden. Es geht immer um die Methodik des Denkens und um eine möglichst objektive Reflexion des Seins, soweit sie Menschen überhaupt möglich ist. Es gibt kein Dogma "Marxismus"!


    Ein Ersatz einer Religion muss nicht religoes sein.

  • Religionen geben keine Denk-, sondern Glaubensanstöße.
    Außerdem war Marx kein Marxist. Er war wohl Kommunist. Nur darf man nicht vergessen, daß der Kommunismus des Vörmärz bürgerlich war und danach spielte er erst einmal jahrzenhntelang keine Rolle mehr.
    Der erste nicht-bürgerliche Kommunist von Bedeutung war, so glaube ich, Stalin.

  • nochmal ein artikel zu der beschwerde der studenten:


    Lehrpläne von VWL-Studenten: Wir lernen Theorien, die nicht stimmen
    Kapitalistisch, einseitig, realitätsfern: Das VWL-Studium predigt Markteffizienz und ignoriert alternative Wirtschaftsmodelle, kritisieren Studenten aus 19 Ländern in einem internationalen Aufruf. Lena Kaiser, 25, erklärt:
    “… Für Jungforscher, die keine Anhänger der Neoklassik sind, ist es in der VWL schwierig bis unmöglich, Karriere zu machen. Denken Sie nur an die wichtigen Journals, in denen man publizieren muss: Die sind von vorne bis hinten neoklassisch. … einiges, was als Umdenken beschrieben wird, ist nur alter Wein in neuen Schläuchen. Beispielsweise ist die Verhaltensökonomik eigentlich nur eine Erweiterung und Verfeinerung des neoklassischen Modells. … â€
    Quelle: Spiegel Online


    die neolibs stört das natürlich nicht! die wollen ehy keinen breiten diskurs sondern nur ihre ideologie in die hirne pflanzen. :rolleyes:

  • .........Der erste nicht-bürgerliche Kommunist von Bedeutung war, so glaube ich, Stalin.


    Stalin als Kommunist zu bezeichnen hat schon etwas! Darauf muss man erst mal kommen! Wenn überhaupt, dann hat er die kommunistische Phase seiner Persönlichkeitsentwicklung wohl schnellstmöglich überwunden. Spätestens als er Lenins Stellung ursupiert hatte, war Stalin nur noch Machtmensch und eher feudal autokratisch agierender Diktator.