Schon wieder ein Skandal um Bio-Eier und kein Ende - wie auch!

  • Da gibt es also einen Erzeugerzusammenschluß unter dem recht blumigen Namen 'Fürstenhof', der Seriosität suggeriert und der offensichtlich über Jahre ernährungsbewußte Konsumenten belogen und betrogen hat und konventionelle Eier als Bio-Eier auf den Markt gebracht hat. Man kann sagen: Ein recht lukratives Geschäft für die Betrüger. Zu den Abnehmern gehör(t)en EDEKA, REWA und weitere Supermarktketten. Ich, der ich REWE-Kunde bin, wunderte mich nur in der letzten Zeit, dass es offensichtlich Probleme mit der Versorgung in den Geschäften gab. Kein Wunder: Die Gründe hierfür sind jetzt ganz offenbar geworden.
    Die von Mecklenburg ausgehenden Betrügereien waren schon seit geraumer Zeit bekannt, wurden jedoch wegen des zu erwartenden Skandals klein gehalten. Man kann es auch anders ausdrücken. Deutschland ist ein Land, das Wirtschaftskriminelle mit einem ansehnlichen Schutzschirm [gesetzlich gesehen] protegiert.
    Da muss man sich fragen: Was ist das für ein Land, in dem Kriminelle der Großindustrie nicht beim Namen genannt werden dürfen, nur weil Gesetze ganz legal betrügerischen Machenschaften eines Großunternehmens zu Lasten der Verbraucher auch noch Vorschub leisten.
    Kriminelle Aktionen zur Profitmaximierung und die vom Gesetzgeber als Begründung fadenscheinig vorgetragene körperliche Unversehrtheit des Unternehmens werden offensichtlich politisch als ein höheres schützenswertes Gut angesehen als Konsumentenschutz. Hier gehen offenbar knallharte neo-liberale wirtschaftliche Partikularinteressen vor gesundheitlichen Aspekten der Verbraucher. Armes Deutschland und arme Verbraucher, die absolut keine Lobby mehr haben und das fressen müssen, was man ihnen unter falschem Etikett unterschiebt.

  • Unter dem Titel: "Gift auf dem Acker" schreibt die Schweriner Volkszeitung heute in ihrem Leitartikel auf Seite 1, dass 2013 in jeder zweiten pflanzlichen Lebensmittelprobe Pestizidrückstände gefunden worden. Der Einsatz von Pestiziden ist in Deutschland 2013 um mehr als 20% auf 43 865 Tonnen gestiegen. Das krebserregende Glyphosphat kommt fast flächendeckend zum Einsatz! In 70% der Urinproben von Menschen in Großstädten sind dessen Rückstände und die anderer Herbizide nachweisbar! Untersuchungen von Kleistgewässern, wie Söllen, ergaben, dass rund zwei Drittel mit Pestizidrückständen belastet waren.
    Was im Pflanzenbau die Pestizide sind, sind in der Tierproduktion die Hormone, Antibiotika und ähnliche in der Massentierhaltung eingesetzte Chemikalien!


    Ist es noch ein Wunder, dass Resistenzen bei Keimen überhand nehmen, dass Krebserkrankungen immer häufiger werden, die Fruchtbarkeit beeinträchtigt ist, wenn der Mensch am Ende der Nahrungskette stetig derartigen Belastungen ausgesetzt ist, deren Langzeitfolgen für die gesamte Natur nicht kalkulierbar sind???

  • Unter dem Titel: "Gift auf dem Acker" schreibt die Schweriner Volkszeitung heute in ihrem Leitartikel auf Seite 1, dass 2013 in jeder zweiten pflanzlichen Lebensmittelprobe Pestizidrückstände gefunden worden. Der Einsatz von Pestiziden ist in Deutschland 2013 um mehr als 20% auf 43 865 Tonnen gestiegen. Das krebserregende Glyphosphat kommt fast flächendeckend zum Einsatz! In 70% der Urinproben von Menschen in Großstädten sind dessen Rückstände und die anderer Herbizide nachweisbar! Untersuchungen von Kleistgewässern, wie Söllen, ergaben, dass rund zwei Drittel mit Pestizidrückständen belastet waren.
    Was im Pflanzenbau die Pestizide sind, sind in der Tierproduktion die Hormone, Antibiotika und ähnliche in der Massentierhaltung eingesetzte Chemikalien!


    Ist es noch ein Wunder, dass Resistenzen bei Keimen überhand nehmen, dass Krebserkrankungen immer häufiger werden, die Fruchtbarkeit beeinträchtigt ist, wenn der Mensch am Ende der Nahrungskette stetig derartigen Belastungen ausgesetzt ist, deren Langzeitfolgen für die gesamte Natur nicht kalkulierbar sind???


    Da sagte doch neulich ein Forist in einem anderen Zusammenhang. der Graue Kater und Blaszczykiewicz hätten sich gesucht und gefunden. Mag ja was dran sein!
    Ja, das mit den Pestiziden ist ein übles Problem. Herbizid- und Pestizidrückstände in konventionellen Lebensmitteln - ich vermute, das meintest Du - haben wirklich gravierend zugenommen. Für unsere Politik allerdings kein Problem, werden doch Chemiekonzerne wie BASF und Bayer und Pharmakonzerne gehätschelt und gepflegt. Ihre Geschäfte will man auf keinen Fall kaputtmachen - zum Nachteil wiederum der Konsumenten. Wie Du schon sagst: das letzte Glied in der Nahrungskette sind Menschen, die den ganzen Dreck aufnehmen. Leider macht sich keiner der Verantwortlichen die Mühe, die Langzeitauswirkungen auf den menschlichen Organismus zu untersuchen.
    Für die Industrie eine absolute Steilvorlage, denn nach zwanzig Jahren, wenn der erste Krebs auftritt, wird wohl kaum ein kausaler Zusammenhang mit den Giften nachweisbar sein.
    Schlimmer indes ist es, wenn konventionelle Produkte (wie eben die Eier), die auch noch mit allen möglichen Dingen kontaminiert sind, als Öko-Eier verkauft werden. In unserer Bananenrepublik ist kaum davon auszugehen, dass diese Wirtschaftsverbrecher hinter Gittern kommen.
    Unsere Strafgesetzgebung scheint nur da zu funktionieren, wenn ein Schwarzfahrer, der mehrmals ertappt wird und trotzdem nicht bezahlt, für eine Reihe von Monaten hinter Schloß und Riegel weggesperrt wird. Da liegt doch eine perverse Unverhältnismäßigkeit im Strafmaß vor.