Offenbach sucht ehrenamtlichen Hausmeister

  • Wenn ich auf den Link klicke und ein wenig herunterscrolle steht das "Stellenangebot" immer noch da.

    Stimmt - ich bitte um Entschuldigung, dies bei Erstlektüre des angeboten Links übersehen zu haben.

    als hätte ein ca. 60-jähriger arbeitsloser Handwerker nichts besseres zu tun als sich als unbezahlter Hilfsarbeiter zu prostituieren Verfügung zu stellen.

    Ich habe im persönlichen Umgang mit Menschen der verschiedensten ausgeübten Berufe festgestellt, dass es nicht wenige gibt, die, gerade wenn sie älter sind, gar nicht aufhören mögen zu arbeiten; es gibt allerdings nicht wenige Arbeitgeber, die ihre Belegschaft nicht bis zum Renteneintrittsalter zu beschäftigen gewillt sind - auch unter über-50-jährigen Langzeitarbeitslosen sind etliche Schicksale anzutreffen, die lieber unbezahlt ihrer vertrauten Arbeit nachgehen würden als in irgendwelche Beschäftigungs- oder Schulungsmaßnahmen gesteckt zu werden; und die aufgrund ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes praktisch davon ausgeschlossen sind, je wieder ein "Normarbeitsverhältnis" angeboten zu bekommen.

  • haben.
    Ich habe im persönlichen Umgang mit Menschen der verschiedensten ausgeübten Berufe festgestellt, dass es nicht wenige gibt, die, gerade wenn sie älter sind, gar nicht aufhören mögen zu arbeiten; es gibt allerdings nicht wenige Arbeitgeber, die ihre Belegschaft nicht bis zum Renteneintrittsalter zu beschäftigen gewillt sind - auch unter über-50-jährigen Langzeitarbeitslosen sind etliche Schicksale anzutreffen, die lieber unbezahlt ihrer vertrauten Arbeit nachgehen würden als in irgendwelche Beschäftigungs- oder Schulungsmaßnahmen gesteckt zu werden; und die aufgrund ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes praktisch davon ausgeschlossen sind, je wieder ein "Normarbeitsverhältnis" angeboten zu bekommen.

    Das ist genau der Punkt: Entweder einer KANN arbeiten, oder er ist zu alt oder zu krank und kann es nicht.


    Wenn er wegen seines Alters oder Gesundheitszustandes keinen Job bekommt, aber die gleiche Arbeit ehrenamtlich machen soll, für die er gegen Bezahlung zu alt oder zu krank ist, dann ist das ein Betrugsversuch des Arbeitgebers.


    Richtige Ehrenämter sehen anders aus. So könnte ein "ausgemusterter" Schreiner etwa ehrenamtlich kaputtes Spielzeug reparieren, wenn er noch was zu tun haben will, aber keinen Job mehr bekommt. Das würde auch verhindern, dass ihm soziale Kontakte abhanden kommen.

  • (...) auch unter über-50-jährigen Langzeitarbeitslosen sind etliche Schicksale anzutreffen, die lieber unbezahlt ihrer vertrauten Arbeit nachgehen würden als in irgendwelche Beschäftigungs- oder Schulungsmaßnahmen gesteckt zu werden; und die aufgrund ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes praktisch davon ausgeschlossen sind, je wieder ein "Normarbeitsverhältnis" angeboten zu bekommen.


    Wo hast du denn den Schmonzes her?


    Wer steht denn darauf "lieber" unbezahlt zu arbeiten?
    Wer kann sich das leisten?


    Du übersiehst die reine Willkür, warum diese Menschen keine bezahlte Arbeit bekommen:
    Reiche A......... schieben sich lieber die 50+ x.te Millionen in ihren nutzlosen Geldspeciher,
    als dass sie davon soviel abgeben, dass der Staat gesellschaftlich nütziche Arbeit gut bezahlen kann.


    Wie Aegonaut richtig schreibt: Wer zu alt bzw. zu krank sein soll, um ordentlich und bezaht arbeiten zu können,
    ist auch für das Ehrenamt zu alt oder zu krank.

  • Der saloppe Ton, in dem die Antwort gehalten ist, verrät, dass sie eben nicht so recht ernst gemeint sein kann. Ãœbrigens ist die obere Altersgrenze für Kassen- oder Vertragsärzte auch wieder aufgehoben worden, weil's an Nachwuchs fehlt - mit starken regionalen Schwankungen.


    Du irrs.


    Ich habe zwar auf ironisch-lakonische Art und Weise dir den Aberwitz deiner Behauptung aufweisen wollen, wenn du das nicht erkennst- nicht mein Problem.


    Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Menschen im Alter noch gerne etwas wollen, das ist super.
    Nur warum sollen die das unbezahlt machen? Letztendlich muss Arbeit sozialverträglich organsiiert werden und das ist zunehmend in Deutschland nicht der Fall. Die versuchte Ausbeutung hjovialer Rentner/innen gehört dazu. Wer z.B. als Lesepate in einer deutschen Schule unbezahlt arbeitet, erkennt vielleicht nicht, dass dieser korrupte Staat mit dieser unbezahlten Leistung an der Bildung spart.


    Wer eine gute Rente hat, könnte unbezahlt arbeiten, er oder sie nimmrt dann aber möglichrweise
    anderen jüngeren Menschen bezahlte Arbeit weg (!), so dass diese auch nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen können.


    Das kann ein rüstiger Rentner noch zu Lebzeiten merken, was das für ihn bedeuten kann....


    Mein Fazit:


    Du kannst es drehen wie du willst, der Wegfall guter Arbeit tut nicht nur den aktuell davon betroffenen Menschen weh, er wird das gesamte Deutschland ins Elend führen.
    Das st dann wenigstens gerechter, als der jetzige ungerechte Murks, wo nur die üblichen unschuldigen Verdächtigen leiden.


    Solange Reichtum dumm macht, müssen die Reichen arm werden,
    um die Spielregeln des Leben zu kapieren.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Wenn er wegen seines Alters oder Gesundheitszustandes keinen Job bekommt, aber die gleiche Arbeit ehrenamtlich machen soll, für die er gegen Bezahlung zu alt oder zu krank ist, dann ist das ein Betrugsversuch des Arbeitgebers.

    Der ältere Arbeitssuchende, der gern wieder tätig sein würde, bekommt den Job nicht, weil der Arbeitgeber aufgrund des Alters des Bewerbers das Risiko künftiger Ausfallzeiten stärker bewertet als die hohe Motivation des älteren Bewerbers, der sich wegen kleinerer Wehwehchen nicht gleich arbeitsunfähig meldete.

    Richtige Ehrenämter sehen anders aus.

    Das ist zweifellos richtig. Wenn aber an einer Schule der Hausmeisterposten lediglich für eine Person ausgeschrieben ist, und diese die anfallende Arbeit nicht mehr bewältigt, so dass zu dessen Unterstützung ein handwerklich begabter Helfer benötigt wird, für den jedoch keine Planstelle eingeplant ist, muss sich die Schule eben in dieser Form behelfen. Schaut man im Gegenzuge, in welch einer volkswirtschaftlich relevanten Größenordnung Eigenleistungen (durch Heimwerker, Hobbygärtner etc.) erbracht werden, dann scheint diese "Zumutung" der Ausschreibung eigentlich in verändertem Lichte.

    So könnte ein "ausgemusterter" Schreiner etwa ehrenamtlich kaputtes Spielzeug reparieren, wenn er noch was zu tun haben will, aber keinen Job mehr bekommt. Das würde auch verhindern, dass ihm soziale Kontakte abhanden kommen.

    Beispielsweise; allerdings erscheint die Nachfrage nach Reparatur kaputten Holzspielzeugs (das hat früher praktisch jeder Vater in Eigenregie getan) so gering, dass nicht einmal eine derartige "Sozialwerkstatt" eingerichtet wird.

  • Das von "Kleinlok" hier eingeworfene "Stellenangebot" an einer Offenbacher Schule (der beigefügte Link belegt, dass die "Ausschreibung" zurückgezogen wurde) nannte ausdrücklich nicht den Hausmeisterposten selbst, sondern lediglich eine Stelle als dessen Helfer. Die Kommune, die wohl den größten Teil der Kosten zu tragen hat, die mit dem Schulbetrieb anfallen, wird sich gedacht haben, dass es genügend arbeitslose Handwerke in Renteneintrittsnähe gibt, die noch gar nicht in den Ruhestand wollen - und froh sind, wenigstens für einige Stunden am Tag einer Tätigkeit nachzugehen, die ihrem vormaligen Beruf ähnelt.


    Du irrst:


    a) das Setllenangebot besteht heute am 29.03.2014 nach wie vor
    b) das Stadtschulamt, mit dem ich am 27.03.2014 telfoniert habe, erklärte mir, dass eine Privatfirma für die Hausmeisterei zuständig wäre und das dem Amt die Auschreibung einer ehrematlichen Unterstützung des Hausmeisters neu und befremdlich wäre.


    Spekuliere also bitte nicht so auf das Blaue hinaus.



    Wenn aber an einer Schule der Hausmeisterposten lediglich für eine Person ausgeschrieben ist, und diese die anfallende Arbeit nicht mehr bewältigt, so dass zu dessen Unterstützung ein handwerklich begabter Helfer benötigt wird, für den jedoch keine Planstelle eingeplant ist, muss sich die Schule eben in dieser Form behelfen.


    Das muss sie nicht, zumal dieser ehrenamtliche Schwachsinn nie die Probleme dauerhaft loösen kann.
    Wenn an einer Schule der Hausmeisterposten lediglich für eine Person ausgeschrieben ist, und diese die anfallende Arbeit nicht mehr bewältigt, so dass zu dessen Unterstützung ein handwerklich begabter Helfer benötigt wird, dann muss für diesen zumindest eine bezahlte Teilzeitstelle eingeplant werden. Basta.


    Wenn es dazu nicht kommt, dann frage ich wieso?


    Ein Erklärungsansatz: An Schulen mauscheln nur die angepassten Beamten (nur die kommen nämlich in den Schuldienst), die sich vor Angst vor oben in die Hose machen (z.B. wenn die Kontrolettis aus dem staatlichen Schulamt kommen und die Schule evaluieren). Angst soll das Hauptschmiermittel in diesem Spießerland Deutschland sein.


    In der S-Bahn, im Kaufhaus, auf Arbeit, in der Disko, in der Schule.


    Wer so durch den Spießerbetrieb Schule zum ungewollten Angsthasen (v)erzogen wird, der wird einen Dreck tun, den Politbürokraten mal ordentlich die Meinung zu geigen, stattdessen werden Aushilfskräfte und Ehrenämtler gemobbt. Das habe ich als Aushilfe bei meinem letzten Job an einer Frankfurter Grundschule erlebt, erwachsene Lehererinnen scheinen da unwahren Unfug über mich gepetzt zu haben.


    Ich versuche meinen Schülern bei zu bringen, dass Petzten feige ist und dass nur Hinweise auf das Verhalten anderer wichtig sind, wenn es darum geht, dass der sich oder anderen weh tun könnte. So sieht Eigenverantwortung aus.


    Das deutsche Schulsystem setzt aber zu oft immer noch auf Druck, Anpassung, Angst vor Strafe, Selektion, Sparen an den falschen Enden. Es hält inzwischenmateriell wie teils ideell die rote Laterne in Europa hoch.


    Deutschland liegt bei den Bildungsuasgaben abgeschlagen im hinteren Mittelfald, obwohl es angeblich der starke Mann Europas sein will und auf die Wirschaftsleistung bezogen auch eine vordere Position einnimmt.


    Dazu passt mal wieder, dass die erwähnte Eichendorffschule auch im Unterricht unbezahlte
    Unterstützung braucht:


    http://www.offenbach.de/offenb…amtliche-stellenangebote/



    10 Jahre später wundert sich dann wieder dieser dumme geizoge Staat, dass ihn
    die schelcht gebildeten Youngster das doppelt bis dreofache kosten, als wenn er ohnen gleich
    als Kinder eine gute Grundbildung verpasst hätte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Das deutsche Schulsystem setzt aber zu oft immer noch auf Druck, Anpassung, Angst vor Strafe, Selektion, Sparen an den falschen Enden. Es hält inzwischen materiell wie teils ideell die rote Laterne in Europa hoch.


    Deutschland liegt bei den Bildungsausgaben abgeschlagen im hinteren Mittelfald, (...)


    dann sei froh, dass du kein Lehrer bist.



  • Als ich heute den oben genannten Link anklicke, kommt diese Störungsmeldung:


    Zitat

    Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar


    Die von dir ausgewählte Seite kann derzeit nicht angezeigt werden. Es könnte sein, dass diese vorläufig nicht zur Verfügung steht, der von dir verwendete Link abgelaufen ist oder du nicht die erforderliche Genehmigung hast, um die Seite zu betrachten.


    Was ist denn da passiert? :s


    Sollte Frau Schlege bzw. ihr Facebook-Team da kalte Füße nekommen haben?
    Sieht so gute Demokratie aus?


    Natürlich nicht, aber ein solches undemokratisches Verhalten ist für die Facebookseiten einiger Pelitiker/innen nur typisch, besonders dann, wie ich vermute, wenn sie selber die Seite nicht betreuen und das dann irgendein paar Befehlsempfänger machen lassen. MdB Peter Wichtel (CDU) lässt das eine gewervliche Organisation machen, die das für die CDU anscheinend im großen Sril betreibt.


    Wie es genau hier bei Frau Schlegel läuft wiß ich nihct.
    Ich habe mal da folgenden neuen Kommentar auf ihrer Facebook-Seite hinterlassen :p:


    https://www.facebook.com/dorot…20940542355?stream_ref=10


    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Du irrs.

    Das ist ja eine enorm überzeugende und wohlbegründete Reaktion auf einen Userbeitrag… übrigens: Es gibt gute Gründe dafür, dass bezüglich eines Faktums recht unterschiedliche Ansichten möglich sind; schon in Hinblick auf die Möglichkeit, im Gespräch eine allen Beteiligten annehmbar scheinende Problemlösung zu formulieren.

    das Setllenangebot besteht heute am 29.03.2014 nach wie vor

    Dies habe ich, nachdem Zippo mich bereits auf meinen Irrtum hingewiesen hatte, in Beitrag #35 bereits als Irrtum eingestanden.

    Wenn an einer Schule der Hausmeisterposten lediglich für eine Person ausgeschrieben ist, und diese die anfallende Arbeit nicht mehr bewältigt, so dass zu dessen Unterstützung ein handwerklich begabter Helfer benötigt wird, dann muss für diesen zumindest eine bezahlte Teilzeitstelle eingeplant werden. Basta.

    Wenn an einer Schule die vom Hausmeister zu verrichtenden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten nicht mehr zu bewältigen sind kann dies vielerlei Gründe haben; gewiss könnte man externe Handwerkeraufträge vergeben, aber dies sehen vermutlich die kultusministerialen Budgetpläne nicht vor.

    Ich versuche meinen Schülern bei zu bringen, dass Petzten feige ist und dass nur Hinweise auf das Verhalten anderer wichtig sind, wenn es darum geht, dass der sich oder anderen weh tun könnte. So sieht Eigenverantwortung aus.

    Offen gestanden hätte ich - auch in Hinblick auf Deine eygenthümliche Rechtschreibung - nicht unbedingt erwartet, dass Du ein Lehramt ausübst.

  • Das ist ja eine enorm überzeugende und wohlbegründete Reaktion auf einen Userbeitrag… übrigens: Es gibt gute Gründe dafür, dass bezüglich eines Faktums recht unterschiedliche Ansichten möglich sind; schon in Hinblick auf die Möglichkeit, im Gespräch eine allen Beteiligten annehmbar scheinende Problemlösung zu formulieren.


    Das hört sich nett an, nur was sagt das?


    Jede(r) sagt was er/sie will und anschießend feiern wir Großversöhnung?
    Das soll eine Diskussion sein?


    Wenn ich finde, dass deine Ansicht einem Irrtum unterliegt (das tue ich nun einmal aus rein sachlichen Gründen) und ich dir das auch zu begründen versuche, dann solltest du auf diese sachliche Begründung eingehen, das würde mich mehr überzeugen.


    Zitat

    Dies habe ich, nachdem Zippo mich bereits auf meinen Irrtum hingewiesen hatte, in Beitrag #35 bereits als Irrtum eingestanden.


    Den hatte ich nicht gelsen, sorry.


    Zitat

    Wenn an einer Schule die vom Hausmeister zu verrichtenden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten nicht mehr zu bewältigen sind kann dies vielerlei Gründe haben; gewiss könnte man externe Handwerkeraufträge vergeben, aber dies sehen vermutlich die kultusministerialen Budgetpläne nicht vor.


    Und diese kultusministerialen Budgetpläne sind von Gott gewollt?
    Du verkennst scheinbar das Problem: Wenn in Hessen (sicher nicht nur da) das Geld fehlt,
    dann fehlt es auf Grund an fieser Willkür der hessischen Landespolitik,
    denn die verkorkste CDU/FDP Regierungen der letzten Jahre schmissen das Geld an allen
    Ecken und Enden zum Fenster hinaus, um ihre Klientel zu befriedigen.


    Einige Beispiele:


    Nordbahn Frabkfurt Flughafen: 1 500 000 000 Euro (1,5 Milliarden)


    Zitat

    Die reinen Baukosten beziffert Fraport auf 600 Millionen Euro, hinzu kommen die Verlagerung des Ticona-Chemiewerks (670 Millionen Euro) und ein Umwelt-Ausgleich für rund 160 Millionen Euro. Der gesamte Flughafenausbau mit neuem Terminal im Süden soll vier Milliarden Euro kosten.


    http://www.faz.net/aktuell/rhe…rste-landen-11500622.html


    Neubauten Uni Frankfurt auf dem Standorten "Westend" und "Riedberg,
    Umzug von Biockenheim ins Westend rund 1 700 000 000 Euro (1,7 Milliarden Euro).


    Neubau Flughafen Kassel-Calden: 271 000 000 (271 Millionen Euro):


    Zitat

    Wiesbaden|Calden. Nachdem der Reiseveranstalter Involatus angekündigt hat, ab 2014 keine Flüge von Kassel-Calden nach Antalya mehr durchzuführen, verlangt die Landtagsfraktion der Grünen von Finanzminister Schäfer (CDU) endlich eine ehrliche Kalkulation der jährlich zu erwartenden Verluste vorzulegen. Mit dieser Absage stehen für den kommenden Sommer bisher lediglich zwei feste Starts und Landungen nach Mallorca fest und für das Winterhalbjahr 2013/2014 bisher gar keine.


    „Die hilflosen Versuche, den Flughafen schönzureden, müssen endlich ein Ende haben. Fakt ist, dass kaum jemand von Kassel-Calden fliegen will. Die Geschäftsflüge, die jetzt auf dem neuen Flughafen stattfinden, hätten bis auf wenige Ausnahmen auch auf dem alten Verkehrslandeplatz stattfinden können. Für die wenigen Ferienflüge hätte man keine 271 Millionen Euro ausgeben müssen. Selbst Vertreter der Wirtschaft haben inzwischen laut Medienberichten erklärt, dass sie den Flughafen nicht brauchen und auch nie gefordert haben“, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Karin Müller.


    http://www.nh24.de/index.php/p…alden-rneubau-war-fehlerl


    Kurzum: Es wird hier Geld wie Heu in Hessen rausgeschmissen.


    Und du willst mir erzählen, dass kein Geld dafür da sein soll,
    um eine Teilzeitstelle Hausmeister an einer öffentlichen Schule zu bezahlen? :lol:


    Von mir aus bewerb du dich doch für den Job, die Anzeige scheint ja noch zu bestehen.....


    Zitat

    [ Offen gestanden hätte ich - auch in Hinblick auf Deine eygenthümliche Rechtschreibung - nicht unbedingt erwartet, dass Du ein Lehramt ausübst.


    Klar, wer keine sachlichen Argumente hat, zieht sich auf die Rechtschreibung zurück.

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  • Du verkennst scheinbar das Problem:Wenn in Hessen (sicher nicht nur da) das Geld fehlt, dann fehlt es auf Grund an fieser Willkür der hessischen Landespolitik, denn die verkorkste CDU/FDP Regierungen der letzten Jahre schmissen das Geld an allen Ecken und Enden zum Fenster hinaus, um ihre Klientel zu befriedigen.

    Mich sollte wundern, wenn da ein Verkehrsinfrastrukturprojekt aus Mitteln der Schulbehörde bezahlt würde.
    Ãœbrigens: Wenn ich nachzuvollziehen bemüht bin, was zu einer faktischen Entscheidung geführt haben mag, heisst das ja nicht, dass ich mit dieser jetzt durchgesetzten Praxis des Lohndumping einverstanden bin. Aber Tatsache ist, dass die Kommunen ihre öffentlichen Aufgaben kaum noch zu finanzieren vermögen - und Tatsache ist ebenfalls, dass der Schulbetrieb aufrechtzuerhalten sein sollte. Unter den Kindern (und deren Eltern) sind leider mehr als genug der lebende Beweis, dass da noch ein erheblicher Nachholbedarf bestände; wobei Bildungs- und Erziehungsangebote allein auch nicht genügen. Mit bloßer Aufregung über einzelne Schlagzeilen, Skandalmeldungen oder Reportagen ist auch niemandem geholfen.

  • Mich sollte wundern, wenn da ein Verkehrsinfrastrukturprojekt aus Mitteln der Schulbehörde bezahlt würde.


    Warum wundert dich das?
    Veehrserziehung für Schüler sollkein Thema für die Schule sein?


    Für wen dann dann bitte sehr?


    Mutter Theresa?
    Jesus Christus?
    Die Mainzelmächen?
    Für dich?



    Ãœbrigens: Wenn ich nachzuvollziehen bemüht bin, was zu einer faktischen Entscheidung geführt haben mag, heisst das ja nicht, dass ich mit dieser jetzt durchgesetzten Praxis des Lohndumping einverstanden bin. Aber Tatsache ist, dass die Kommunen ihre öffentlichen Aufgaben kaum noch zu finanzieren vermögen - und Tatsache ist ebenfalls, dass der Schulbetrieb aufrechtzuerhalten sein sollte. Unter den Kindern (und deren Eltern) sind leider mehr als genug der lebende Beweis, dass da noch ein erheblicher Nachholbedarf bestände; wobei Bildungs- und Erziehungsangebote allein auch nicht genügen. Mit bloßer Aufregung über einzelne Schlagzeilen, Skandalmeldungen oder Reportagen ist auch niemandem geholfen.


    Darin erkenne ich die angepasste Haltung des Kleinbürgers, der nicht den Mumm hat nachzufragen und die Kürzungen im Bildungsbereich als gott- oder schicksalgegeben sehen möchte.
    Für mich ist dagegen Fakt, dass diese faktischen Entscheudungen unsozial,
    nicht nachhaltig und für das Gemeinwohl gefährlich sind.


    Ebenso ist für mich Fakt, dass es unser gutes demokratisches Recht ist.
    dass wir die Politik massiv an die Fehler ihrer faktischen Entscheidungen erinnern.


    Das machst du nicht.
    Dann mach du den Job, das wäre wenigstens konsequenter Selbstbetrug.

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  • Veehrserziehung für Schüler soll kein Thema für die Schule sein?

    Und was genau hat jetzt die Erweiterung des Luftverkehrsknotens Frankfurt/Main mit "Verkehrserziehung" zu tun?

  • Und was genau hat jetzt die Erweiterung des Luftverkehrsknotens Frankfurt/Main mit "Verkehrserziehung" zu tun?



    Diese Erweiterung (und die anderen hessischen Großprojekte) kosten ein immenses Geld,
    wo die Investitionen sich m.E. nicht rechnen und wo der Staatshasuhalt satt drauflegt.
    Grundsätzlich dienen diese Erweiterungen nicht der Gesellschaft,als Jobmotor,
    auch wenn das behauptet wird.


    Bezahlte Arbeit interessieren Politik und Arbeitgeber einen feuchten Dreck,
    sie wir in deren egoistischen Kleingesierei als reiner Kostenfaktor abgetan.


    Und deswegen fehlt viel Geld um gesellschaftlich nutzliche Arbeit zu bezahlen.
    Die miese Politik, die dieses Dilemma verantwortet, redet sich dann infamerweise auf das Ehrenamt aus, selber befriedet sie selbstsüchtig als gekaufte Nutte die egoistischen nteressen von Industrie-/Finanz- und Baulobby und dann sollen selbstlose Bürger, die den ganzen Beschiss noch nicht durchschaut haben, via Ehrenamt unbezahlt den Karren aus dem Dreck ziehen.
    Sorry, wahre soziale Intelligenz sieht anders aus.


    Für diese von Politik und den asozialen Teilen der Wirtschaft
    versuchte Ausbeutung ordentlicher Arbeit gibt´s nur eine richtige Reaktion: :boxing:

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  • Wenn an einer Schule die vom Hausmeister zu verrichtenden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten nicht mehr zu bewältigen sind kann dies vielerlei Gründe haben; gewiss könnte man externe Handwerkeraufträge vergeben, aber dies sehen vermutlich die kultusministerialen Budgetpläne nicht vor.


    Mir gefällt diese Gleichsetzung von Handwerkergesellen und Hausmeistern nicht. Erstere sind Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet, zweitere sind Allrounder mit groben objektbezogenen Kenntnissen. Das sind schon unterschiedliche Anforderungen und diese Verallgemeinerung aller körperlich Arbeitender finde ich schon ein wenig arrogant. Das klingt so ein Bisschen nach: "Gebt denen irgendwas zu malochen und die sind schon zufrieden."


    Falls noch andere Lösungsalternativen gefragt sind:
    Die Schule hätte es auch eventmäßig aufziehen können. Hier ein "Wir streichen die Turnhalle neu"-Tag, da ein Gartenarbeits- oder ein Müllsammeltag mit freiwilligen Schülern, Lehrern, Eltern, Kaffee und Kuchen. Wenn man es nicht übertreibt, funktioniert sowas ganz gut.

  • Mir gefällt diese Gleichsetzung von Handwerkergesellen und Hausmeistern nicht.

    Es war keine "Gleichsetzung"; aber erfahrungsgemäß sind es Menschen, die jahrzehntelang in ihrem Handwerk/Ausbildungsberuf gearbeitet haben, die in einer späteren Lebensphase Hausmeistertätigkeiten verrichten.

  • Mir gefällt diese Gleichsetzung von Handwerkergesellen und Hausmeistern nicht. Erstere sind Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet, zweitere sind Allrounder mit groben objektbezogenen Kenntnissen. Das sind schon unterschiedliche Anforderungen und diese Verallgemeinerung aller körperlich Arbeitender finde ich schon ein wenig arrogant. Das klingt so ein Bisschen nach: "Gebt denen irgendwas zu malochen und die sind schon zufrieden."



    So sehe ich das auch.


    In unserer Gesellschaft hat sich ein verlogene Mythos derat vorgedrängt,
    dass wer Arbeit vergib, schon ein toller sozialer Typ wäre (Sozial ist was Arbeit schafft).
    Die Perversion dieses Verlogenheit zeigt sich ddann arin, dass es inzwischen egal sein soll,
    ob die Arbeit finanziell was taugt oder nicht.


    Das drückt sich in der (Un)Geisteshaltung aus, dass Menchen einen Mehrwert schaffen sollen,
    ohne eine monetäre Entlohnung dieses Mehrwertes erwarten zu wollen.


    Per se könnte das in einem wirklich sozialen Gemeinwesen ok gehen, nicht aber in diesem verlogenen Ellenbogensystem, wo Löhne gedrückt werden, Promis aller Arten und Finanzhaie sich dumm und dämlich fressen und wo viele Menschen in eine unnötige Armut gedrängt werden.


    Wer sich in diesem asotualen System für das vermeintliche Allgemeinwohl selbstausbeutet,
    macht es den Habgieren leicht, die Gesellschaft weiter auszubeuten.



    Falls noch andere Lösungsalternativen gefragt sind:
    Die Schule hätte es auch eventmäßig aufziehen können. Hier ein "Wir streichen die Turnhalle neu"-Tag, da ein Gartenarbeits- oder ein Müllsammeltag mit freiwilligen Schülern, Lehrern, Eltern, Kaffee und Kuchen. Wenn man es nicht übertreibt, funktioniert sowas ganz gut.


    Es bleibt die Frage, warum andere Lösungsalternativen gefragt sein könnten?


    Warum verdammt nochmal fehlt dem Staat angeblich das Geld für Dinge,
    die seine ureigensnte Aufgabe sind?


    Wozu zahlen viele Menschen hier ihre Sreuern, wenn sie dann letztendlich Staatsaufgaben
    aus eigener Tasche oder durch unbezahlte Mehrarbeit in ihrer Freizeit erlledigen sollen?

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  • Es war keine "Gleichsetzung"; aber erfahrungsgemäß sind es Menschen, die jahrzehntelang in ihrem Handwerk/Ausbildungsberuf gearbeitet haben, die in einer späteren Lebensphase Hausmeistertätigkeiten verrichten.


    Woher beziehst Du diese Erfahrung? Wie viele Menschen kennst Du auf die das zutrifft?


    Ich kenne ein paar Hausmeisterhelfer, die meisten allerdings zugegebenermaßen nur vom Hörensagen aus dem erweiterten Bekanntenkreis. Ältere Leute sind nicht darunter und gelernte Handwerker in der Minderheit. Es sind eher ungelernte Langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare Jungspunde, die vom Jobcenter dazu verdonnert wurden.


    Das führt mich zu der Annahme, dass für den Job selbst bei vernünftiger Bezahlung nur schwierig jemand zu begeistern ist. Und wie ich bereits anklingen ließ, ist es auch eine Frage der Hierarchie. Wer hat denn mit 60 noch Bock darauf in einem Zweierteam als ahnungsloser Untergebener hinterher zu trotten? Nee, Du hast m.E. die falsche Zielgruppe im Kopf. Wenn sich denn doch jemand findet wäre es eher ein begeisterter Heimwerker, der sein Hobby zum Beruf machen möchte und irgendeinen emotionalen Bezug zu der Schule oder den Chef-Hausmeister hat.


  • Es bleibt die Frage, warum andere Lösungsalternativen gefragt sein könnten?


    Weil das Stellenangebot nicht nur ein dreister Versuch ist, sondern auch ein verzweifelter Hilferuf der Schulleitung oder des überforderten Chefhausmeisters, die das Pech haben in einer knauserig verwalteten Stadt zu leben.


    Pragmatisch betrachtet brauchen sie also erstmal Alternativen, denn irgendwer muss die Arbeit ja machen, wenn nicht am Ende die Schüler (die ja nun wirklich komplett schuldlos an der Situation sind) darunter leiden sollen. Wütende Mails an den Bürgermeister sind natürlich gut und richtig, aber das darf nicht alles sein. Bis sich da etwas bewegt muss eben vorübergehend unbezahlt angepackt werden und so eine Gemeinschaftsaktion ist doch auch was Nettes und deutlich charmanter als dieses erbärmliche Stellenangebot.

  • Bis sich da etwas bewegt muss eben vorübergehend unbezahlt angepackt werden und so eine Gemeinschaftsaktion ist doch auch was Nettes und deutlich charmanter als dieses erbärmliche Stellenangebot.


    Sobald sich auch nur ein/e Dumme/r findet, der oder die sich ehrenamtlich in die Ausbeutungsabsichten dieses korrupten Staates einspannen lässt, will dieser aus diesem Provisorium ein knallhart betoniertes Gewohnheitsrecht machen, denn verlogene Politik und reiche Lobbiisten wollen den Normalbürger ausgebeuten und wenn das via "Ehrenamt scheinbar am besten geht,
    dann wird das auch schamlos in immer größerem Stile gemacht.


    Jeder Dumme, der hier was für den verzockten Staat noch umsonst macht, der klont bei diesem asozialen Staat das Bedürfnis noch weitere Dummen zu fnden, um noch mehr Geld für die
    reichen Abzocker einsparen zu können. ich zitiere aus einer Buchbesprechung:


    Zitat

    Freiwillig zu Diensten? Ãœber die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit

    Claudia Pinl war Journalistin und Fraktionsmitarbeiterin der Grünen im Bundestag. Heute lebt und arbeitet sie als Publizistin und Autorin in Köln. Ihr neuestes Buch befasst sich mit den 23 Millionen Ehrenamtlichen, die sich unbezahlt für das Gemeinwohl engagieren. Im Zeitalter der Globalisierung setzen wesentliche Teile des Sozial- und Bildungswesens und der kommunalen Infrastruktur aufs Ehrenamt als Dauerlösung, weil sie kein Geld mehr für die originären Aufgaben des Wohlfahrtsstaates haben. Von den Ehrenamtlichen ist mindestens ein Drittel in Bereichen tätig, die bis vor kurzem als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge galten, das heisst: sie sind billiger Ersatz für bezahltes Personal. Das ökonomische Interesse am Ehrenamt wird verschleiert mit Rechtfertigungen wie: Das persönliche freiwillige Engagement produziert “soziales Kapital“ und schafft damit gesellschaftliche Integration, es hilft den Helfenden, macht zufrieden, vermittelt neue Einsichten, schafft Kontakte. Die Autorin zerstört in ihrem im Frankfurter Nomen-Verlag erschienenen Buch “Freiwillig zu Diensten? Ãœber die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit“ das schöne Bild vom ehrenamtlichen Engagement. Sie appelliert an die Freiwilligen, nicht länger den Ausputzer für politische Fehlentscheidungen zu machen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()