Offenbach sucht ehrenamtlichen Hausmeister

  • Es geht weiter, es muss weitergehen. (...)


    So wurden vor kurzem auf einer "Fachtagung" in Offenbach die altbekannten Lügen neu aufgekocht,
    wo die immer selben älter werdenden Nasen sich scheinbar immer noch einbilden,
    mit diesen Lügen könnten sie neue Interessenten für das Ehrenamt motivieren.
    Das ist so verlogen, blöd wie sinnlos zugleich.


    Ich stänker mal wieder neu gegen diesen Betrug und die unsoziale hessische Landespolitik:(...)


    Ich hatte schon im letzten Jahr Ende November mich bei Verantwortlichem im Bereich der Stadt Wiesbaden über den m.E. dort vorhandenen Missbrauch ehrenamtlicher Arbeit beschwert.
    Eine Antwort auf meine Beschwerde kam nie, aber da m.E. ehrenamtliche Arbeit in Wiesbaden nach wie vor m.E. missbraucht wird, habe ich heute (07.07.2014) eine neue Kritik gesendet:


    4 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Ich hatte schon im letzten Jahr Ende November mich bei Verantwortlichem im Bereich der Stadt Wiesbaden über den m.E. dort vorhandenen Missbrauch ehrenamtlicher Arbeit beschwert. Eine Antwort auf meine Beschwerde kam nie, aber da m.E. ehrenamtliche Arbeit in Wiesbaden nach wie vor m.E. missbraucht wird, habe ich heute (07.07.2014) eine neue Kritik gesendet:(...)


    Auf meine heutige Kritik reagiert das Büro des Freiwilligentages Wiesbaden wie folgt:



    Ich schreibe zurück:


    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Billige Arbeitskräfte, die nichts bzw. gar nichts an Lohn kosten,
    werden immer gesucht, z.B. seit langem von der Langener Tafel:



    http://www.op-online.de/region…helferhaende-5305194.html


    Ich habe folgenden Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen:


    4 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Billige Arbeitskräfte, die nichts bzw. gar nichts an Lohn kosten, werden immer gesucht, z.B. seit langem von der Langener Tafel

    Das Problem ist: Würde eine Einrichtung wie eine "Tafel" ihre Mitarbeiter bezahlen, würden sowohl die Sach- als auch die Geldspenden rapide zurückgehen. Wer sollte die Tafel-Helfer eigentlich bezahlen? Der Gründer einer solchen caritativen Einrichtung? Die öffentliche Hand? Der Lebensmitteleinzelhandel, der über solche Tafel die abgelaufene und sonst nicht mehr verkaufsfähige Ware entsorgt? Oder sollen die Tafeln die erhaltenen Lebensmittelspenden an die sich dort versorgenden Bedürftigen für ein symbolisches Sümmchen versteigern, und aus den Erlösen dann den Helfern Centbeträge für ihren Arbeitsaufwand aushändigen zu können?

  • […] Das Grundproblem ist ein Staat, der Millionen Menschen politisch gewollt in die Armut schickt und den über 1000 Tafeln in Deutschland immer mehr Nachfrage verschafft. Im Prinzip doktern die Tafeln nur an einem Symptom der Armutsbildung ohne auch nur entfernt zur Auflösung dieses Problems beizutragen. […]

    Wie schon das Foto zeigt, sieht man allerdings nur immer freudestrahlende Gesichter bei einer solchen Tafel: Die einen sind glücklich, trotz ihrer Notlage ausreichend Essen ausgehändigt zu bekommen, die anderen, dass sie Gutes zu tun Gelegenheit haben. Im Ãœbrigen mildern die Tafeln die Notlage der unterstützungsbedürftigen Personenkreise tatsächlich spürbar. Und in einem Land, das seine Landwirte für die Stilllegung agrarischer Anbauflächen subventioniert und wo die Einkaufspreise des Einzelhandels oftmals dem Erzeuger gegenüber nicht einmal kostendeckend sind, mutet es absonderlich an, dass ausgerechnet bei der Versorgung mit Lebensmitteln einkommensschwache Mitmenschen zusätzlicher Unterstützung bedürfen.

  • Das Problem ist: Würde eine Einrichtung wie eine "Tafel" ihre Mitarbeiter bezahlen, würden sowohl die Sach- als auch die Geldspenden rapide zurückgehen. Wer sollte die Tafel-Helfer eigentlich bezahlen? Der Gründer einer solchen caritativen Einrichtung? Die öffentliche Hand? Der Lebensmitteleinzelhandel, der über solche Tafel die abgelaufene und sonst nicht mehr verkaufsfähige Ware entsorgt? Oder sollen die Tafeln die erhaltenen Lebensmittelspenden an die sich dort versorgenden Bedürftigen für ein symbolisches Sümmchen versteigern, und aus den Erlösen dann den Helfern Centbeträge für ihren Arbeitsaufwand aushändigen zu können?


    Du hast das Problem scheibar nicht mal ansatzweise erkannt,
    obwohl ich das deutlich in meinem Beitrag thematisiert hatte:


    Die Armut in Deutschland.


    An der ändert de facto auch die Arbeit der Tafeln nichts, die Menschen bleiben entweder ohne Erwerb, Arbeit die zum Leben taugt etc. Die Mittel für H 4 bleiben beschränkt und lassen die Menschen gandenlos in der Armutsfalle behaften. Die Politik will das so und die Tefeln versuchen in dieser miesen Situation eine Linderung der Probemsymptomatik, ohne die auch nur einen Jot ändern zu können oder ändern zu wollen.


    Perfide: Die auf Grund mieser Erwerbssituation verschuldete Armut soll dann zusätzlich durch unbezahlte Arbeit gutmütiger Mitbürger/innen gelindert werden, sprich Menschen arbeiten sich arm, während geizige Arbeitgeber Löhne drücken, Stellen abbauen, Arbeit outsourcen, Reiche Steuern sparen oder hinterziehen und somit Menschen in Armut befördern. Diesen Beschiss ehrenamtlch zu unterstüzen - wie blöd ist das denn?


    Wie schon das Foto zeigt, sieht man allerdings nur immer freudestrahlende Gesichter bei einer solchen Tafel: Die einen sind glücklich, trotz ihrer Notlage ausreichend Essen ausgehändigt zu bekommen, die anderen, dass sie Gutes zu tun Gelegenheit haben.


    Wann zeigt die Presse schon mal frustrierte Fressen?


    jeder Normalo lächelt sich doch einen wie böde ab, wenn er/sie in die Zetung kommt. Darazs wirklich den eigentlichen Gemütszustand ablesen zu wollen, erscheint mir unsinnig. Und wenn die alle so glücklich sind, wie von dir behauptet, warum scuhen die so händeringend nach neuen Mitarbeitern, wednn Gutes tun angeblich so glücklich macht?


    Ich tue da nichts, weil es mich anwiedert mit meinem "guten" Tun das allgemeine Elend durchzufüttern,
    damit sich der Ganze Dreck und Beschiss noch 2-3 Jahre länger hält.
    Dafür ist mir meine Zeit und mein Idealismus zu schade.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Ich hatte schon im letzten Jahr Ende November mich bei Verantwortlichem im Bereich der Stadt Wiesbaden über den m.E. dort vorhandenen Missbrauch ehrenamtlicher Arbeit beschwert.


    Hi Kleinlok ,
    wenn du scharf auf einen Job bist als Hausmeister , hier in HD gibt es einen .


    Arbeitsbeginn um 8:00 bis 17:00 von Mo. bis Fr.
    In einem 70 Wohneinheiten Wohnhaus


    Aufgaben :


    *Mülltonnen rausstellen für die Müllabfuhr .
    *Die Straße und Bürgersteig fegen .
    *Den großen Rasen mähen und bewässern und Sträucher zurecht stutzen bzw Unkraut jähten .
    *Im Winter bei Schneefall aber schon um 6:00 morgens die Straße fegen und mit Salz enteisen . Und das auch am Wochenende .
    *Sich mit Haustechnikern beschäftigen die was machen/ reparieren sollen .
    *Und ansonsten sich auf die Belange der Hausbewohner einlassen müssen was meist sehr massiv ist .
    *Und sonstige Techi Angelegenheiten im Haus vom Keller bis zum Dach und Fahrstuhl .


    Tja , das ganze für schlappe 1500.- € Brutto im Monat .


    Na, Kleinlok , haste Lust auf den Job ? Und den Job kannste machen bis zur Rente .


    BB :lol:

    Einmal editiert, zuletzt von BON BOX ()

  • Du hast das Problem [an]schei[nend] nicht mal ansatzweise erkannt […]

    Ich wollte Dir halt Deine Brillanz als Problemerkenner nicht streitig machen… Was die Tafeln und ihre ehrenamtlichen Helfer leisten ist unverächtlich - und zweifellos gibt's Einzelfälle, deren Notsituation auf ein "erträgliches" Maß gelindert wird. Und was Deine Vorbehalte gegenüber den als böse empfundenen Arbeitgebern betrifft: Denk ruhig mal daran, dass auch die "kostenbewussten" Kunden zunehmend eine schlechte Zahlungsmoral zeigen. Es gibt nicht wenige Handwerksbetriebe, die wegen unbezahlter Forderungen in die Insolvenz rutschen - weswegen deren Belegschaft dann wiederum das Heer der Arbeitslosen vergrößert.

    […] die Tefeln versuchen in dieser miesen Situation eine Linderung der Probemsymptomatik, ohne die auch nur einen Jot ändern zu können oder ändern zu wollen.

    Es ist nicht Aufgabe der Tafeln, "die Gesellschaft" umzukrempeln, ganz zu schweigen davon, dass eine Revolte gegen Behörden/Ministerien/Regierungen selten die gewünschten Veränderungen tatsächlich mit sich bringen… und die Vermögenswerte, die Du gern umverteilen würdest, die würden auch in den Händen der gegenwärtig zu-kurz-gekommenen Massen dem Wirtschaftskreislauf nicht zwangsläufig zugutekommen.


  • Der Hausmeister ist den Nasen gerade mal 21,42 Euro prp Wohneinheit und Monat wert
    .Für etwas über 9 Euro die Stunde (knapp über Mindestlohn) sollen die mal den Job seber machen.

  • Ich wollte Dir halt Deine Brillanz als Problemerkenner nicht streitig machen… Was die Tafeln und ihre ehrenamtlichen Helfer leisten ist unverächtlich - und zweifellos gibt's Einzelfälle, deren Notsituation auf ein "erträgliches" Maß gelindert wird. Und was Deine Vorbehalte gegenüber den als böse empfundenen Arbeitgebern betrifft: Denk ruhig mal daran, dass auch die "kostenbewussten" Kunden zunehmend eine schlechte Zahlungsmoral zeigen. Es gibt nicht wenige Handwerksbetriebe, die wegen unbezahlter Forderungen in die Insolvenz rutschen - weswegen deren Belegschaft dann wiederum das Heer der Arbeitslosen vergrößert.


    Die Armut wachsender Teile der Geselslchaft ist politisch gewollt und die Folge einer ungerechten Politik, die Gewinne der reichen Schichten begünstigt, es dafür umgekehrt immer mehr Menschen schwer macht, mit normaler Arbeit ein auskömmliches Leben zu finanzieren und somit die gesellschaftliche Mitte beschädigt. Diese Politik führt zu Frust und Hass, beschädigt das gesellschaftiche Leben und kann in Gewalt münden.


    Zitat

    ]Es ist nicht Aufgabe der Tafeln, "die Gesellschaft" umzukrempeln, ganz zu schweigen davon, dass eine Revolte gegen Behörden/Ministerien/Regierungen selten die gewünschten Veränderungen tatsächlich mit sich bringen… und die Vermögenswerte, die Du gern umverteilen würdest, die würden auch in den Händen der gegenwärtig zu-kurz-gekommenen Massen dem Wirtschaftskreislauf nicht zwangsläufig zugutekommen.


    Dein Nihilismus, der jedewelche positive Entwicklungsmöglichkeit krampfhaft negiert,
    kannst du dem Hasen geben.


    Gerechtigkeit und Farness sind per se grundsätzlich wichtige Werte.


    Sollten die Tafeln es nicht als ihre zentrale und öffentlichkeitswirksam betriebene Aufgabe sehen, sich für diese Werte einzusetzen, dann sehe ich es wie gesagt grundsätzlich nicht als meine Aufgabe, die Tafeln irgenwo zu unterstützen. Die Tafeln lassen nämlich durch die Art der Arbeit, die sie bertreiben, die Ungerechtigkeit per se stehen, thematiseren sie nicht wirklich und ändern an der Armutsproblematik nicts grundsätzlich. Die Löhne werden weiter gedrückt, die Regelsätze nicht wirklich erhöht- die asozialen Idioten, die dafür verantwortlich zeigen werden sich vermutlich noch (unausgesprochen) sagen:


    Warum auch nicht Löhne und Regelsäte drücken, warum nicht den Reictum der Rechen auf Kosten der Armen mehren,, wenn gutmütige angepaste Bürger den Scheiß wegräumen bzw. mildern helfen, den wir mit unserer Politik anrichten.....

    Somit wird die Arbeit der Tafeln zum Bumerang:


    Sie vertieft das Problem, dass die eigentlich mindern will.


    Dieses Problem findet sich überall da, wo (zunehmend) ehrenamtliche Arbeit
    dafür missbraucht werden soll, die Fehlpoltik und den Geiz des Staates auszugeleichen.
    Das funktioinert nur nickt, kann nicht fuktionieren und soll das auch gar nicht.
    Viele Menschen sind doch nicht s dumm, wie der korrupte deutsche Staat das gerne hätte
    und verweigern sich dieser miesen Ausbeutung via Ehrenamt.
    Das wird einer der Gründe sein, warum die bei der Langener Tafel keine Leute finden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Das kann sein, das hätte dann aber ein Nachspiel. :)



    Das hat es auch, Kopie Schreiben Schüller
    an Langener Tafel, Offenbach-Post, Bürgermeisteramt Langen und 1. Stadtrat:



    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Kann es sein, dass op deinen Kommentar gelöscht hat?:thinking-020:


    Wie sich auf Grund einer Mitteilung der OP herausstellte, ist mein Kommentar nicht gelöscht worden,
    sodern wegen der in ihm enthaltenen Links vom Spamfilter zurückgehalten worden.
    Inzwischen ist er freigeschaltet worden.

  • ...Die Tafeln lassen nämlich durch die Art der Arbeit, die sie bertreiben, die Ungerechtigkeit per se stehen, thematiseren sie nicht wirklich und ändern an der Armutsproblematik nicts grundsätzlich. Die Löhne werden weiter gedrückt, die Regelsätze nicht wirklich erhöht- ...


    Wollte ich eigentlich gestern schon zu Deiner Unterstützung verlinken, weil Substi doch auch gerne die Literatur im Schilde führt. Es gibt ein Buch dazu von Claudia Pinl. Ich hau hier mal den Kladdentext rein, weil es ja doch keiner liest, aber das reicht zur Darstellung aus.


    http://www.amazon.de/Freiwilli…ratisarbeit/dp/3939816183

    23 Millionen Ehrenamtliche arbeiten in Deutschland in Kleiderkammern, in Kitas und in Schulen. Sie betreuen Kranke, sie sitzen an den Kassen von Theatern und Schwimmbädern, pflegen kommunales Grün und steuern den »Bürgerbus«. Alles unbezahlt, alles fürs Gemeinwohl. Schön, wenn Menschen sich für andere engagieren. Es hilft auch den Helfenden, macht zufrieden, vermittelt neue Einsichten und Kontakte. Und verschleiert den Blick. Vor lauter Begeisterung über »bürgerschaftliches Engagement« sehen wir nicht mehr, woher die vielen Armen im Lande kommen. Wir nehmen den Zusammenhang nicht wahr zwischen kaputt gesparten Kommunen, Einschnitten im sozialen Netz, der Konzentration des Reichtums bei wenigen und den Dauer-Appellen an uns alle, bitte mit auszuhelfen. Die Freiwilligen halten mit ihrer Gratisarbeit nicht nur den Betrieb in Pflegeheimen, Kitas und Schwimmbädern aufrecht. Sie tragen auch dazu bei, den Niedriglohn-Sektor auszudehnen und die Arbeit von Hauptamtlichen zu dequalifizieren. Sie stopfen Löcher, die politische Entscheidungen ins Sozialwesen, die Bildung und die Infrastruktur gerissen haben. Und werden von den Politikern am »Ehrenamts-Tag« dafür belobigt. Warum noch für Arbeit bezahlen, wenn Ehrenamtliche sie umsonst oder für ein Taschengeld verrichten? Die Autorin Claudia Pinl zerstört das hehre Bild des »bürgerschaftlichen Engagements«, wie es uns von Professoren, Politikern und Ehrenamts-Profis präsentiert wird. Die Autorin appelliert an die Freiwilligen, nicht länger den Ausputzer für politische Fehlentscheidungen zu machen. Und an die Politik, öffentliche Aufgaben im Sozialen, in der Bildung und im Kommunalen wieder öffentlich finanzierbar zu machen.

  • […] Die Arbeit der Tafeln […] vertieft das Problem, dass die eigentlich mindern will.

    Aha. Das hieße dann also, dass die Tafeln ihre Arbeit einstellen sollten, damit, wer arm ist, sich gemäß Müntefering'schen Duktus dann wenigstens auch gar nichts mehr zu essen leisten kann? Hoffentlich hast Du die Konsequenzen bedacht - die Preissteigerungen für Lebensmittel im Einzelhandel, weil sich die Gesamtkalkulation wegen der höheren Kosten für die nicht mehr verkaufsfähige Ware verändert; die daraus entstehenden Schwierigkeiten für die von Armut betroffenen Einzelpersonen, Bedarfsgemeinschaften und Haushalte, mit ihren jeweiligen Lohn bzw. Regelsatz ihre Grundversorgung sicherzustellen. Den "Aktivismus" unserer "Verbraucherschutz"-Funktionäre, die dann zwecks Minimierung des Anteils weggeworfener Lebensmittel wahrscheinlich auf die Idee kommen werden, eine Art "Verzehrzwang" für verdorbene Lebensmittel (gegenfinanziert durch Kürzung des Regelsatzes) durch Leistungsempfänger staatlicher Wohltaten (nach dem Verfasser von Kojo no Tsukis gegenwärtiger Signatur) einzuführen oder wenigstens zu fordern. Und die ultimative Entwürdigung der Sozialleistungsbedürftigen, wenn sie nicht mehr zur Tafel gehen, um Lebensmittelrationen zugeteilt zu bekommen, sondern sich künftig aus der Komposttonne im Recyclinghof per Selbstbedienung zu versorgen gezwungen sein werden.

  • Wollte ich eigentlich gestern schon zu Deiner Unterstützung verlinken, weil Substi doch auch gerne die Literatur im Schilde führt. Es gibt ein Buch dazu von Claudia Pinl.

    Eine interessante Buchempfehlung; wie schade nur, dass die Dame eher geschäftstüchtig als glaubwürdig ist, denn kaum drei Jahre, bevor sie in der ehrenamtlichen Tätigkeit nur ein Instrument zur neoliberalen Entwertung der Arbeit zu erkennen begann, schien ihr selbige als alleinseligmachender Ausweg aus Burnout und beruflicher Frustration zu taugen.

  • Aha. Das hieße dann also, dass die Tafeln ihre Arbeit einstellen sollten, damit, wer arm ist, sich gemäß Müntefering'schen Duktus dann wenigstens auch gar nichts mehr zu essen leisten kann? Hoffentlich hast Du die Konsequenzen bedacht - die Preissteigerungen für Lebensmittel im Einzelhandel, weil sich die Gesamtkalkulation wegen der höheren Kosten für die nicht mehr verkaufsfähige Ware verändert; die daraus entstehenden Schwierigkeiten für die von Armut betroffenen Einzelpersonen, Bedarfsgemeinschaften und Haushalte, mit ihren jeweiligen Lohn bzw. Regelsatz ihre Grundversorgung sicherzustellen. Den "Aktivismus" unserer "Verbraucherschutz"-Funktionäre, die dann zwecks Minimierung des Anteils weggeworfener Lebensmittel wahrscheinlich auf die Idee kommen werden, eine Art "Verzehrzwang" für verdorbene Lebensmittel (gegenfinanziert durch Kürzung des Regelsatzes) durch Leistungsempfänger staatlicher Wohltaten (nach dem Verfasser von Kojo no Tsukis gegenwärtiger Signatur) einzuführen oder wenigstens zu fordern. Und die ultimative Entwürdigung der Sozialleistungsbedürftigen, wenn sie nicht mehr zur Tafel gehen, um Lebensmittelrationen zugeteilt zu bekommen, sondern sich künftig aus der Komposttonne im Recyclinghof per Selbstbedienung zu versorgen gezwungen sein werden.


    Du bist mir ein Problemkindchen.


    Das Problem war und ist, dass die Tafeln das eigentliche Armutsproblem nicht lösen.
    Aus dieser Kritik willst du neue Probleme konstruieren, deren Enstehung ich für eher unrealistisch sehe.


    Die Schwierigkeiten für die von Armut betroffenen Einzelpersonen, Bedarfsgemeinschaften und Haushalte, mit ihren jeweiligen Lohn bzw. Regelsatz ihre Grundversorgung sicherzustellen, bestehen längst und haben sich auf Grund zunehmender Lohndrückerei und kaum erhöhter Regelsätze für Menschen mit H 4 eher verschärft. Das wäre vielleicht gar nicht in diesem Umfang geschehen, wenn die Tafeln nicht mühselig den sozialen Druck zu lindern versuchen würden. Anstatt dieses Bemühen mit einer besseren sozial gerechteren Politik zu honorieren, nutzt die Politik die mit den Tafeln geschaffene Entlastung schamlos aus, um weiter den Sozialstaat abzubauen. Die Fürsorge des Staates wird feige und bewuem von der hoch (über)bezahlten Berufspolitik auf die unbezahlte Bürgerarbeit übertragen.


    Aber klone ruhig weiter Probleme die sich nur aus dem Grundprpblem einer inzwichen sehr unsozialen Geselschafts(un)ordnung ableiten, ich konzentriere mich lieber auf die Gründe dieser Problematik anstatt
    über ungelegt Eier zu lamentieren.

  • Das Problem war und ist, dass die Tafeln das eigentliche Armutsproblem nicht lösen.

    Ja, ich merke schon, dass ein geharnischter Protestbrief an den Hessischen Rundfunk wegen der Bezahlung von Komparsen alle Probleme dieser Welt weit zielführender und nachhaltiger lösen wird. Ich setze mich gleich mal an die Schreibmaschine… auch die UN wird hinsichtlich ihrer aktuellen Milleniumskampagne sicher beim Statistencasting beginnen, die weltweite Armut jetzt aber mit neuen Besen mal richtig auszukehren!

  • Ja, ich merke schon, dass ein geharnischter Protestbrief an den Hessischen Rundfunk wegen der Bezahlung von Komparsen alle Probleme dieser Welt weit zielführender und nachhaltiger lösen wird. Ich setze mich gleich mal an die Schreibmaschine… auch die UN wird hinsichtlich ihrer aktuellen Milleniumskampagne sicher beim Statistencasting beginnen, die weltweite Armut jetzt aber mit neuen Besen mal richtig auszukehren!


    Deine Ironie oder Sarkasmus oder was das immer auch sein soll, ist völlig fehl am Platz. Die Ausbeutung von Komparsen durch den eigentlich zahlugskräftigen öffentliche Rundfunk ist nur ein deutliches Beispiel für die zunehmende Ungerechtigkeit in der Arbeitswelt. Es wäre in diesem reichen Deutschland genug für alle da - Arbeit, Lohn, Existenzsicherung. Menschen könnten eigentlich leicht Arbeit finden (denn es gäbe genügend Anlaß für solche), die ihnen enen würdigen Erwerb sichert,denn Geld um diese Arbeit anständig zu bezahlen gibt es genung.


    Aber flötenpiepen: Eigenutz, Egoismus und Abstumpfung der Deutschen haben den sozialen Riß durch die deutsche Gesellschaft gnadenlos wachsen lassen und die Tafeln werden dieses eigentliche Problem nicht lösen- sie versuchen es ja nicht einmal im Ansatz. Die Tafeln zu einem unpolitischen Pflästerchen auf dem eitrig schwelnden Geschwür eines mehr als ungerechten deutschen Gesellschaft geworden, der bald ihre Asozialität um die Ohren fliegen wird. Mal sehen, ob du dann immer noch die Laune für deine Ironie oder Sarkasmus oder was auch immer das sein soll aufbringen kannst.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()