Offenbach sucht ehrenamtlichen Hausmeister

  • Bist du dir da so sicher?

    Ziemlich… eigentlich sogar zweifelsfrei…

    Ganz so billig ist der Spaß meistens nicht […]

    Sicher wird es manchen Eltern schwerfallen, di anfallenden Kosten selbst für ein solches Angebot zu tragen - aber konkurrenzlos preisgünstig ist's dennoch.

    Kannst du bitte mal begründen, warum ein bezahlter Arbeitsplatz aufwändiger zu gestalten wäre als ein nicht bezahlter?

    Beim Ehrenamt wird der sich zu dessen Ausübung sich meldende Freiwillige bereit und motiviert sein, was grad anfällt, auch zu tun. Wäre die Begleitung einer Reisegruppe Jugendlicher eine wirtschaftliche Tätigkeit, so würden Zulassungsvoraussetzungen definiert werden, die erst einmal erfüllt werden müssten, und deren nachgewiesene Qualifikation der Bewerber vorzeigen und der Arbeitgeber kritisch prüfen müsste… der Begleiter müsste also eine berufsgenossenschaftlich anerkannte Befähigung pädagogischer Art und als Ersthelfer/Rettungsschwimmer erwerben - er wäre als Freiberufler nicht automatisch als Mitglied der Reisegruppe "vereinsseitig" versichert, sondern bräuchte eine Berufshaftpflicht, falls er mal zum Kochen eingeteilt würde, einen amtlichen Gesundheitsnachweis, was dann vor und nach jeder Ausfahrt tagelangen Papierkram (während der Outdoorfreizeit hätte er ja auch eine Art Logbuch zu führen, wenigstens für alles, was aussergewöhnlich anfällt, und wenn's ein Mückenstich oder ein aufgeschürftes Knie eines der Teilnehmer wäre) bedingte, dessen Aufwand sich in seiner Gesamtkalkulation niederschlagen würde… am Ende wäre der Urlaubsspaß für die Jugendlichen so teuer, dass alle absagen müssten - und dann bekäme der Jugendreizeiten-Begleiter übrigens auch kein Honorar und wäre sogleich wieder arbeitslos.

  • In nahezu jedem Land gibt es Leute, die etwas ehrenamtlich tun. Manche tun es, weil sie dabei etwas lernen, was sie noch nicht wussten oder konnten, manchen ist es ein Ausgleich für den täglichen Trott im Beruf, manche verbringen auf diese Art selbst eine schöne Freizeit, wenn sie die anderen ermöglichen, und manche machen es aus reinem Idealismus. Alles das muss jemandem, der jeden Handgriff in Geld umrechnet, völlig fremd bleiben.


    Allerdings bin ich inzwischen der Meinung, dass jemand, der vor Neid und Hass fast platzt und einen großen Teil seiner Zeit damit verbringt, böse Briefe nicht an das zuständige Hänschen, sondern gleich an den jeweiligen Hans zu verfassen - ungeachtet der Wahrscheinlichkeit, dass diese Mails augenrollend sofort gelöscht werden und außer der eigenen Befriedigung rein gar nichts bewirken -, auch völlig ungeeignet für ein Ehrenamt wäre, weil sich Hass und Neid auf jeden Fall unangenehm bemerkbar machen würden.

  • In nahezu jedem Land gibt es Leute, die etwas ehrenamtlich tun.

    Mitunter ist dies ehrenamtliche Engagement sogar ein wirksames Zeichen oppositioneller Korrektur regierungsseitiger Versäumnisse oder gar eine subversive Handlung; dies gilt natürlich für die iin der ursprünglichen Threaderöffnung genannte Hausmeistertätigkeit - wenngleich es ja auch soziale Wohnprojekte gibt, deren Kapitalausstattung die Vergabe an einen mit Gewinnabsichten arbeitenden professionellen Dienstleister nicht erlaubt.
    Wie Du schon mit dem Stichwort "lernen" ausdrückst kann eine solche Tätigkeit im sozialen Bereich der für einen Verein auch den Horizont erweitern - man gerät in Kontakt zu den wirklich bedürftigen Personenkreisen, gewissermaßen gewinnt man in interkultureller Erfahrung, weil, was zuvor fremd und bestenfalls nur als Fernsehbild in den Aufmerksamkeitsradius gelangt ist, plötzlich leibhaftig vor einem steht und man mit ihm ins Gespräch vertieft ist.

  • In nahezu jedem Land gibt es Leute, die etwas ehrenamtlich tun.


    Und was sagt uns das?


    In nahezu jedem Land gibt es Leute, die ihren Ehepartner betrügen,
    Menschenleben retten, auf die Straße ka......, nett zu Omas sind, Steuer hinterziehen.


    Die Welt ist rund und bunt in jedem Land kommt nahzu alles vor.


    Zitat

    Manche tun es, weil sie dabei etwas lernen, was sie noch nicht wussten oder konnten, manchen ist es ein Ausgleich für den täglichen Trott im Beruf, manche verbringen auf diese Art selbst eine schöne Freizeit, wenn sie die anderen ermöglichen, und manche machen es aus reinem Idealismus. Alles das muss jemandem, der jeden Handgriff in Geld umrechnet, völlig fremd bleiben.



    Mit deinen primitiven Spitzen darfst du dich selber pieken
    und über deine mangende Menschenkenntnis könntest du dir mal Gedanken machen.
    Ich bin überhaupt nicht jemand, der jeden Handgriff in Geld umrechnet,
    bin aber umgekehrt auch nicht so blöde, dass ich meinen Idealismus in einer durch und durch
    geldgeilen und korrupten Gesellschaft ausbeuten lasse.


    Wer das letztere einfach nicht wahrhaben will und verkennt,
    wie sehr Millionen Menschen in diesem Land systematisch ausgregenzt und in Armut gedrängt werden,
    hat bei mr moralisch verspielt. Arrogat und dumm finde ich es, wenn diese Duckmäuserei
    noch selbstgerecht und moralinsauer auftreten will und sich für was besseres hält.

    Zitat

    Allerdings bin ich inzwischen der Meinung, dass jemand, der vor Neid und Hass fast platzt und einen großen Teil seiner Zeit damit verbringt, böse Briefe nicht an das zuständige Hänschen, sondern gleich an den jeweiligen Hans zu verfassen - ungeachtet der Wahrscheinlichkeit, dass diese Mails augenrollend sofort gelöscht werden und außer der eigenen Befriedigung rein gar nichts bewirken -, auch völlig ungeeignet für ein Ehrenamt wäre, weil sich Hass und Neid auf jeden Fall unangenehm bemerkbar machen würden.


    Deine von Häme, Hass und angepasster Bürgermanier strotzenden Zeilen disqualifizieren dich selber.

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  • Ziemlich… eigentlich sogar zweifelsfrei…
    Sicher wird es manchen Eltern schwerfallen, di anfallenden Kosten selbst für ein solches Angebot zu tragen - aber konkurrenzlos preisgünstig ist's dennoch.


    Wenn ein preisgünstiger Urlaub sozialverträglich sein soll- das kann er-dann bleibt aber die Frage, wie diese Sozialveträlickeit zustande kommen könnte. Warum sollen in bestimmten Bereichen wie Sozialem, Bildung und Betreuung immer wieder unbezahlte bzw. gering entlohnte Arbeitskräfte zu der benannten kostengünstigen Sozialverträglichkeit beitragen?


    Warum zahlen eigentlich nicht diejenigen, die es ordentlich haben, soviel Steuern und Abgaben, als dass diese Sozialverträglichkeit auch bezahlt hergestellt werden kann?



    Beim Ehrenamt wird der sich zu dessen Ausübung sich meldende Freiwillige bereit und motiviert sein, was grad anfällt, auch zu tun.


    Woher nimmst du den Beweis für diese Behauptung?


    Das Ehrenamt schwächelt in Deutschland, viele Vereine, Verbände und Projekte haben zunehmend Probleme aktive Unterstützung zu finden, die Langener Tafel ist nur ein Beispiel dafür.
    Auch die Suche nach Berteuer/inne/n für die benannte Jugendfreizeit scheint alles andere
    als auf ein enormes Echo zu stoßen, wenn 2 Wochen vor dem 1. Ausbildungskurs noch solche Betreuer im Netz gesucht werden.


    Von Freiwilligeit kann da m.E. nur noch selten die Rede sein und deshalb versuchen die Verbände, die solch schlecht vergüteten Tätigkeiten vergeben wollen, mit anderen Tricks diese wenig nachgefragten Tätigkeiten zu besetzen, z.B. via Praktikumszwang, eine miese durchschaubare Methode, wie junge Menschen ohne Einkommen als ausbeutbares Freiwild ausgenutzt werden sollen.


    Zitat

    Wäre die Begleitung einer Reisegruppe Jugendlicher eine wirtschaftliche Tätigkeit, so würden Zulassungsvoraussetzungen definiert werden, die erst einmal erfüllt werden müssten, und deren nachgewiesene Qualifikation der Bewerber vorzeigen und der Arbeitgeber kritisch prüfen müsste…


    Das sollte auch so sein, den wenn eine gute Arbeit geleistet werden soll (und das wollen wir bezogen auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen einmal sehr hoffen), dann sind Mindeststandards dafür absolut zwingen, egal ob die Tätigkeit bezahlt wird oder nicht.


    Das es aber auf solche Standards nicht so wirklich ankommt, lässt die benannte Auschreibung mehrfach durchblicken, hauptsache billig, ganz einfach weil eine ordentlich erbrachte aber bezahlte Arbet den hauptamtlichen Totengräbern des Sozialstaates zu teuer kommt. Letzendlich soll ja noch genügend Geld für den eigenen Geldbeutel und sinnlosen Protz übrigbleiben.

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  • Mitunter ist dies ehrenamtliche Engagement sogar ein wirksames Zeichen oppositioneller Korrektur regierungsseitiger Versäumnisse oder gar eine subversive Handlung; dies gilt natürlich für die iin der ursprünglichen Threaderöffnung genannte Hausmeistertätigkeit (...)


    Wie kann ein ein ehrenamtliches Engagement ein "wirksames Zeichen oppositioneller Korrektur regierungsseitiger Versäumnisse oder gar eine subversive Handlung" sein, wenn genau dieses Engagement die regierungsseitigen Versäumnisse zu kaschieren versucht?


    Das Ehrenamt in Deutschland spielt zu mehr als 50% den billigen Ausputzer für eine ungerechte egoistsche Politik, die mit jeder Arbeitsstunde für umme sich bemüssigt fühlt, noch weiter dem eigenen Eigennutz zu fröhnen.

  • Woher nimmst du den Beweis für diese Behauptung? Das Ehrenamt schwächelt in Deutschland, viele Vereine, Verbände und Projekte haben zunehmend Probleme aktive Unterstützung zu finden […]

    Vielen Dank für diese von Dir versehentlich gleich am richtigen Ort beigesteuerte Argumentationshilfe, denn wenn für ehrenamtlich zu erfüllende Arbeiten und Aufgaben offensichtlich oftmals niemand, der diese leisten wollte zu finden ist, zeigt sich ja bereits, in welcher Weise es auf Freiwilligkeit ankommt - und wie gering offenbar die Bereitschaft geworden ist, für die Allgemeinheit tätig zu werden… wenn aber sich jemand bereiterklärt, einen Teil seiner Freizeit zu opfern, um ein solches Ehrenamt auszufüllen, dann wird er's wohl auch mit dem dazugehörigen Idealismus tun…

  • Das sagt uns beispielsweise,
    dass dein unentgeltlicher Einsatz gegen das Ehrenamt irgendwie sowohl unsinnig als auch paradox ist.


    Dann ist hier jedes auf Politopia geschriebene Wort paradox und du könntest einfach mal in den Spiegel schauen.... :p

  • Das sollte auch so sein, den wenn eine gute Arbeit geleistet werden soll (und das wollen wir bezogen auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen einmal sehr hoffen) […]

    Soweit ich weiß unterliegen freiwillige Tätigkeiten noch nicht der ISO 9001… das heißt, dass, wer als Reisebegleitung einspringt, in erster Linie aus Spaß an der Sache die Verantwortung auf sich nimmt, jedoch keine gesonderten Nachweise über die Befähigung zur Bewältigung der dabei bedarfsweise anfallenden Tätigkeiten und mit Improvisationsgeschick zu erbringenden Handreichungen erforderlich sind.
    Idealerweise wird sein Wort von seinen Schützlingen respektiert, wenn er also die Gruppe ermahnt, zusammenzubleiben, damit niemand verlorengeht, nicht die Wege zu verlassen, keinen Müll in die Gegend zu werfen, in unbekannte Gewässer, so verlockend das Wasser erscheinen mag, nicht einfach hineinzuspringen etc., sollte das genug sein.

  • Vielen Dank für diese von Dir versehentlich gleich am richtigen Ort beigesteuerte Argumentationshilfe, denn wenn für ehrenamtlich zu erfüllende Arbeiten und Aufgaben offensichtlich oftmals niemand, der diese leisten wollte zu finden ist, zeigt sich ja bereits, in welcher Weise es auf Freiwilligkeit ankommt - und wie gering offenbar die Bereitschaft geworden ist, für die Allgemeinheit tätig zu werden… wenn aber sich jemand bereiterklärt, einen Teil seiner Freizeit zu opfern, um ein solches Ehrenamt auszufüllen, dann wird er's wohl auch mit dem dazugehörigen Idealismus tun…


    Wieder einmal ignorierst du die Gründe, die für eine solch schwächelnde Bereitschaft Pate stehen könnten, sich gemeinnützig zu engagieren. Das erinnert mich an die Feigheit der Ehrenamtslobby, die solche Gründe nicht wahrhaben will, obwohl nicht wenige im Ehrenamt Tätige selber die Lust verlieren, sich einseitig zu verausgaben.


    Es gibt eine Grenze, ab der Idealismus zur Selbstausbeute wird.
    Es macht sowohl privat als gesellschaftlich Sinn diese Grenze zu erkennen.

  • Dann ist hier jedes auf Politopia geschriebene Wort paradox […]

    Die Politopia ist eine auf den technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten des Internet basierende Diskussionsplattform, und da Diskussionen von Wortbeiträgen leben und die Teilnahme daran freiwillig ist, kann ich beim besten Willen keine logische Widersinnigkeit darin erkennen, hier auch zu schreiben.

  • Soweit ich weiß unterliegen freiwillige Tätigkeiten noch nicht der ISO 9001… das heißt, dass, wer als Reisebegleitung einspringt, in erster Linie aus Spaß an der Sache die Verantwortung auf sich nimmt, jedoch keine gesonderten Nachweise über die Befähigung zur Bewältigung der dabei bedarfsweise anfallenden Tätigkeiten und mit Improvisationsgeschick zu erbringenden Handreichungen erforderlich sind.


    Genau diese fahrlässige Einstellung hat in einem Fall dazu geführt, dass solch eine billig organsierte Freizeit vor einigen Jahren auf Ameland komplett in die Hose ging- Kinder wurden durch wenig ältere Jugendliche vergewaltigt, vermutlich weil eine katastrophale Kombination aus Geiz und
    Schlamperei eine total defizitäre Bertreuung ergab:




    http://www.spiegel.de/panorama…hts-sagen-a-711164-2.html


    Wie putzig hören sch dazu im Vergleich deine realitätsfernen Träumereien an:


    Idealerweise wird sein Wort von seinen Schützlingen respektiert, wenn er also die Gruppe ermahnt, zusammenzubleiben, damit niemand verlorengeht, nicht die Wege zu verlassen, keinen Müll in die Gegend zu werfen, in unbekannte Gewässer, so verlockend das Wasser erscheinen mag, nicht einfach hineinzuspringen etc., sollte das genug sein.


    Wenn das Leben so einfach wäre, dass jeder gutmütige Depp im Bereich Pädagogik, Betreuung und Sozialem angeblich einen guten Job machen kann, warum lassen wir nicht auch Herzoperationen
    von Menschen mit Helfersyndrom ausführen?

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  • Wieder einmal ignorierst du die Gründe, die für eine solch schwächelnde Bereitschaft Pate stehen könnten, sich gemeinnützig zu engagieren.

    Nö. Mir ist durchaus geläufig, dass in manchen reinen Schlafstädten in der Agglomeration die sukzessive dort angesiedelte Bevölkerungsstruktur jene Bereitschaft zur sozialen Einbindung und zu ehrenamtlichem Engagement erschwert bzw. ausdünnen lässt.
    Und jeder einzelne Bewohner eines solchen geographischen und sozialen Umfeldes mag ja gute Gründe haben, für's Ehrenamt keine Zeit aufzubringen oder von seiner hauptberuflichen Auspowerung bzw. der von seinem Beruf bereits geforderten ständigen Abrufbereitschaft soweit expropriiert ist, dass er eine zusätzlich Belastung nicht nicht nehmen mag - zumal das Ehe- und Familienleben ohnehin schon leidet und er in seinem Wohnumfeld gar keine sozialen Bindungen sucht, weil er von vornherein weiss, dass er spätestens, wenn die Kinder erwachsen sein werden und einem eigenen Haushalt zustreben oder seine Ehe gescheitert sein wird, das Häuschen im Grünen wieder aufgeben wird, um sich eine verkehrsgünstig gelegene Wohnung zu suchen…


    Das Vereinswesen funktioniert dort am besten, wo das soziale Gefüge nach Beständigkeit strebt - aber wo ist dies eigentlich noch der Fall? Auch das vereinstypische Engagement ("Einer für alle, alle für einen") gedieh in der etwaigen Wandlungen langsamer sich fügenden Gesellschaft Gesellschaft (also etwa im Zeitraum der Industrialisierung, der Landflucht des 19. Jahrhunderts) besser als in der hysterischen Postmoderne.

  • Genau diese fahrlässige Einstellung hat in einem Fall dazu geführt, dass solch eine billig organsierte Freizeit vor einigen Jahren auf Ameland komplett in die Hose ging […]

    Erstens gehört dieser Fall jetzt nicht gerade unbedingt zum Thema, zweitens willst Du, wunschgemäß erregt durch den Skandal und seine mediale Aufbereitung, doch wohl nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die im Text erwähnte Jugendelternkarte "Juleica" als Befähigungsnachweis den erfolgten Missbrauch von Minderjährigen mit Sicherheit verhindert hätte! Kindesmissbrauch ist bekanntlich auch innerhalb der Kirche nicht gerade selten und kommt auch in Sportvereinen vor. Dies ist und bleibt jedoch ein strafrechtliches Delikt und hängt weder davon ab, ob eine Tätigkeit ehrenamtlich oder bezahlt durchgeführt wird oder welcherlei Berufsausbildung und Zusatzqualifikation der Täter erworben hat…

    Wenn das Leben so einfach wäre, dass jeder gutmütige Depp im Bereich Pädagogik, Betreuung und Sozialem angeblich einen guten Job machen kann […]

    Jeder Depp, um Deine Worte zu repetieren, kann beispielsweise Vater werden und sein eigenes Kind aufziehen (oder verwahrlosen lassen) - es gibt allerdings auch Menschen, die keinerlei pädagogische Ausbildung absolviert haben, und die Kindeserziehung ebensogut oder gar besser bewältigen als die "Profis" (volkstümlich hieß es früher gar "Lehrers Kind und Pfarrers Vieh gelingen selten oder nie")

  • Erstens gehört dieser Fall jetzt nicht gerade unbedingt zum Thema,....


    und ob der dazu gehört!


    Das Beispiel ist ein Extrembeispiel, aber kann dadurch doch als exemplarisch dafür dienen, was alles schief laufen kann, wenn billige Unprofessionalität in verantwortlichen Bereichen ordentliche Arbeitskräfte ersetzen soll (und oft nicht kann).


    zweitens willst Du, wunschgemäß erregt durch den Skandal und seine mediale Aufbereitung, doch wohl nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die im Text erwähnte Jugendelternkarte "Juleica" als Befähigungsnachweis den erfolgten Missbrauch von Minderjährigen mit Sicherheit verhindert hätte!


    Das behaupte ich auch nicht. Die "Jugendleiterkarte" Juleica taugt für den Popo, denn die kann keinen eigentlichen Ausbildungsstandard nachwesen. Das Plastikding bekommen angehende Betreuer nach einem oder spätestens 2 Wochendlehrgängen mit ein bisserl sozialpädagogischer Selbsterfahrung nachgeschmissen, um als billiges (in wahrsten Sinne des Wortes) Alibi die miese Geiz ist Geil-Mentalität von Staat und Kirche zu kaschieren.


    Zitat

    Kindesmissbrauch ist bekanntlich auch innerhalb der Kirche nicht gerade selten und kommt auch in Sportvereinen vor. Dies ist und bleibt jedoch ein strafrechtliches Delikt und hängt weder davon ab, ob eine Tätigkeit ehrenamtlich oder bezahlt durchgeführt wird oder welcherlei Berufsausbildung und Zusatzqualifikation der Täter erworben hat.


    Wer professionell arbeitet ist in aller Regel für seinen Arbeitgeber kein vollkommen Unbekannter mehr. Es kann eine gewisse soziale Kontrolle durch Kollegen stattfinden (wenn das allgemeine Ethos stimmt) während bei der billig neuangeworbenen Aushilfe
    deren Leumund möglcherweise unbelannt ist. Das erweiterte Führungszeugnis besagt nur, ob jemand sexualstrafrechtlich schon in Erscheinung getreten ist oder nicht, bietet aber keine sichere Gewähr. Ich vermute das zigtausende Täter im Kindesmissbrauch nicht polizeilich erfasst sind.


    Warum sträubst du dich so gegen die Erkenntnis das professionelle Arbeit ihren Preis hat?

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Wer professionell arbeitet ist in aller Regel für seinen Arbeitgeber kein vollkommen Unbekannter mehr.

    Da muss ich aber lollen…

    Es kann eine gewisse soziale Kontrolle durch Kollegen stattfinden […]

    Ja, da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.

    […] während bei der billig neuangeworbenen Aushilfe deren Leumund möglcherweise unbelannt ist. […]

    Das ist bei Einreichung vollständiger Bewerbungsunterlagen natürlich völlig anders!

    Warum sträubst du dich so gegen die Erkenntnis das professionelle Arbeit ihren Preis hat?

    Wie sehr professionelle Arbeit zu schätzen ist, sieht man bekanntlich am Beispiel unserer Berufspolitiker! (Deren Performance ist so spitzenmäßig, dass sie oftmals sogar eine Spitzenposition im Bereich der freien Wirtschaft angeboten bekommen!)

  • Du willst doch wohl jetzt nicht behaupten, unsere Berufspolitidioten würden professionelle Arbeit abliefern.....(wenn ich da nur an Kauder oder Söder denke....oh Mann....), oder unser laufender Hosenanzug mit Aussitzdiplom vom Planeten Plong....

  • Du willst doch wohl jetzt nicht behaupten, unsere Berufspolitidioten würden professionelle Arbeit abliefern...

    Du wirst doch wohl nicht ernstlich behaupten wollen, dass das der Gestaltung meiner Beiträge beigemengte Quentchen Zynismus bzw. Ironie unkenntlich sei…