Offenbach sucht ehrenamtlichen Hausmeister

  • Eine interessante Buchempfehlung; wie schade nur, dass die Dame eher geschäftstüchtig als glaubwürdig ist, denn kaum drei Jahre, bevor sie in der ehrenamtlichen Tätigkeit nur ein Instrument zur neoliberalen Entwertung der Arbeit zu erkennen begann, schien ihr selbige als alleinseligmachender Ausweg aus Burnout und beruflicher Frustration zu taugen.


    Woher sonst hätte sie ihre Erfahrung schöpfen sollen ? :lol: Geschäftstüchtig ist sie bestimmt auch und es ist unbestritten dass ehrenamtliche Arbeit befriedigen kann oder dass es gut ist Lebensmittel zu spenden bevor sie weggeworfen werden.
    Aber was sollen die vielen Ausweichbewegungen, die Botschaft ist doch gar nicht so schwer zu begreifen ? Unbezahlt fürs Gemeinwohl zu arbeiten kann doch kein vernünftiges gesellschaftliches Ziel sein oder werden. Es muss die Ausnahme sein, eine Zwischenlösung eine begrenzte Hilfeleistung im Notfall.

  • Woher sonst hätte sie ihre Erfahrung schöpfen sollen ?

    Ich wäre mir gar nicht sicher, ob die Verfasserin jemals ehrenamtlich gearbeitet hat. Immerhin verdient sie ihr Geld mit gewerkschaftlicher Tätigkeit, nicht an der Basis (also auf Betriebsratsebene oder so), sondern in der Öffentlichkeitsarbeit gewerkschaftlich politischer Zielsetzungen, und da musste das Schlagwort von der Entwertung regulärer Arbeit durch ehrenamtliche Tätigkeit unbedingt mit 'rein. Das Dumme ist nur, dass all diese Vereine oder Stiftungen oder NGOs (ausser Greenpeace vielleicht) keine gewinnerzielenden Unternehmen sind, und demzufolge entstehende "Arbeitsplätze" zur Vereinszielerreichung aus Mitgliedsbeiträgen oder Spenden bezahlen müssten… wer spendet aber für einen guten Zweck, wenn der Löwenanteil der Einnahmen an Mitarbeiter weitergereicht würde? Abgesehen davon würde bei einem solchen "Finanzierungsmodell" wohl auch die Anerkennung als gemeinnützig wohl aberkannt werden. Und wenn dieses Attribut fehlt, wären Zuwendungen in Spendenform nicht mehr steuerfrei. Das gäbe aber einen Kuddlmuddl, der vielleicht Arbeitsplätze für ein paar zusätzliche Buchhalter und Steuerprüfer schaffen würde, aber die Bereitschaft, im sozialen Bereich überhaupt zu helfen, würde rapide sinken. Was doch für die Unterstützungsbedürftigen eher von Nachteil wäre.

    Unbezahlt fürs Gemeinwohl zu arbeiten kann doch kein vernünftiges gesellschaftliches Ziel sein oder werden.

    Die Tatsache, dass unbezahlt für's Gemeinwohl gearbeitet wird, unterstreicht die Freiwilligkeit solchen Tuns.

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    Die Tatsache, dass unbezahlt für's Gemeinwohl gearbeitet wird, unterstreicht die Freiwilligkeit solchen Tuns.


    Die Tatsache, dass so viele es tun müssen, damit dieser "Sozialstaat" nicht zusammenbricht, spricht eine ziemlich deutliche Sprache.

  • Die Tatsache, dass so viele es tun müssen, damit dieser "Sozialstaat" nicht zusammenbricht, spricht eine ziemlich deutliche Sprache.

    Es muss niemand ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben, dies geschieht nämlich auf grundsätzlich freiwilliger Basis. Dass es zunehmend viele Menschen gibt, die entweder aus ihrer bisherigen Berufstätigkeit "herausfallen" oder in prekären Abhängigkeitsverhältnissen bedürftig sind, Lohn oder ALG-1-Anspruch "aufzustocken" hat übrigens ganz andere Ursachen - zum Beispiel jene, dass in konventionellen Geschäftsfeldern (Herstellung von Waren, Handel mit selbigen, Erbringung von Dienstleistungen) gewissermaßen keine überlebensfähige Rendite mehr zu erwirtschaften ist, weil Scheingeschäfte, Termingeschäfte, Arbitragegeschäfte, genügend Liquidität vorausgesetzt, konkurrenzlos bessere Ergebnisse erzielen. Und so haben Unternehmen einer bestimmten Größenordnung ihre Geschäftstätig auf diese Felder verlegt - Banken, Versicherungen, Trusts, Fonds aber auch die Ölmultis und die ganz gewöhnlichen multinationalen Konzerne, die mal in der Schwerindustrie oder im Bereich der Consumer Products angefangen haben und nach und nach in ihren Kerngeschäftsfeldern nur noch ihre bisherigen Konkurrenten aufkaufen - und weil die weltweite Nachfrage nach all jenen Dingen, die produziert wurden und werden nicht wächst, also die gegenwärtig überschüssigen Produktionskapazitäten abbauen…
    Natürlich ist, was staatlicherseits als Gegenmaßnahme lanciert wird, also die "Beschäftigungsförderung", kontraproduktiv, weil jedes geförderte Beschäftigungsverhältnis die Rentabilität der regulären Arbeitsplätze weiter verschlechtert, bis am Ende Bundesanstalt für Arbeit und Bundeshaushalt alle Arbeitsplätze zu mehr als 100% bezuschussen müssen…
    Kein Wunder also, dass auch der Staatskasse das Geld allerorten fehlt - was dann wiederum zu einer erneuten Belastung der Arbeitseinkommen und der Verbraucherausgaben führt. Im Grunde würde nur ein Relaunch des Keynesianismus aus der misslichen Lage heraushelfen, aber dafür ist weder genügend Geld da - noch eine Konjunkturbelebung mittelfristig zu erwarten.

  • Es muss niemand ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben, dies geschieht nämlich auf grundsätzlich freiwilliger Basis.....


    Diese "freiwillige" Basis beruht aber vielerorts auf der Erkenntnis, dass man es aus dem Grund "freiwillig" tun muss, weil der Staat es nicht auf die Reihe bekommt.

  • Diese "freiwillige" Basis beruht aber vielerorts auf der Erkenntnis, dass man es aus dem Grund "freiwillig" tun muss, weil der Staat es nicht auf die Reihe bekommt.

    Wie traurig und hoffnungslos wäre das Leben für manchen, der jetzt Gelegenheit hat, ehrenamtlich tätig zu sein, wenn ihm "der Staat" diese Gelegenheit nähme! Ist es nicht so, dass der Bürger sich schon durch die oftmals absurde Regulierungswut von Behörden (oder der EU) bevormundet fühlt? Und jetzt willst Du, dass der Staat über weitere Behördenneugründungen den freiwilligen Feuerwehren, den karitativen Verbänden, den Rettungssanitätern, der Diakonie und wie diese zahllosen gemeinnützigen Vereine alle heißen mögen die Existenzgrundlage entzieht? Womit sollen diese, sich von Vereins-/Verbandsarbeit angezogen fühlenden Menschen dann künftig in ihrer Freizeit beschäftigen? Und wie lange würde es dauern, bis die Berufsfeuerwehr aus der nächsten Kreisstadt im Brandfall angerückt ist? (selbst wenn sie personell und technisch bei Ãœbernahme der Aufgaben der im Umland existierenden Freiwilligen Feuerwehren besser ausgestattet würde)

  • Wie traurig und hoffnungslos wäre das Leben für manchen, der jetzt Gelegenheit hat, ehrenamtlich tätig zu sein, wenn ihm "der Staat" diese Gelegenheit nähme! Ist es nicht so, dass der Bürger sich schon durch die oftmals absurde Regulierungswut von Behörden (oder der EU) bevormundet fühlt? Und jetzt willst Du, dass der Staat über weitere Behördenneugründungen den freiwilligen Feuerwehren, den karitativen Verbänden, den Rettungssanitätern, der Diakonie und wie diese zahllosen gemeinnützigen Vereine alle heißen mögen die Existenzgrundlage entzieht? Womit sollen diese, sich von Vereins-/Verbandsarbeit angezogen fühlenden Menschen dann künftig in ihrer Freizeit beschäftigen? Und wie lange würde es dauern, bis die Berufsfeuerwehr aus der nächsten Kreisstadt im Brandfall angerückt ist? (selbst wenn sie personell und technisch bei Ãœbernahme der Aufgaben der im Umland existierenden Freiwilligen Feuerwehren besser ausgestattet würde)


    Jetzt mal langsam mit den jungen Pferden.
    Freiwillige Feuerwehr in Deutschland: Lohnfortzahlungspflicht des Unternehmens für Einsätze und Fortbildungen während der Arbeitszeit, später Erstattung durch die Kommune. Bei Einsätzen in der Freizeit wird je nach Kommune und Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung gezahlt, die Dienstkleidung wird gestellt ppp.


    Auch bei Rettungssanitätern und div. anderen "freiwilligen" Helfern gibt es solche Aufwandsentschädigungen, wenn auch oft nur in sehr geringem Ausmass.


    Ist für die Gesellschaft natürlich angenehm, diese teils hochqualifizierten Arbeiten durch nahezu unbezahlte Freiwillige verrichten zu lassen, anstatt sie in reguläre, sozialversicherungspflichtige ARBEITSplätze umzuwandeln.
    Könnte ja Geld kosten.


    Man könnte ja den Rüstungsetat halbieren, dann wäre genug Kohle da.

  • Freiwillige Feuerwehr in Deutschland: Lohnfortzahlungspflicht des Unternehmens für Einsätze und Fortbildungen während der Arbeitszeit, später Erstattung durch die Kommune. […]

    Hast Du schon vergessen, dass Du die Behauptung aufgestellt hattest, ehrenamtliche Tätigkeiten würden nur deswegen geleistet, weil der Staat es nicht als seine Aufgabe ansähe, diese auf freiwilliger Basis erbrachten Leistungen als behördlich zu garantierende Grundversorgung aufzufassen? Ist doch gar nicht so lange her, Dein diesbezüglicher Beitrag.

  • Ist für die Gesellschaft natürlich angenehm, diese teils hochqualifizierten Arbeiten durch nahezu unbezahlte Freiwillige verrichten zu lassen, anstatt sie in reguläre, sozialversicherungspflichtige ARBEITSplätze umzuwandeln.

    Klassisches Eigentor: In gewisser Weise fallen die Rettungseinsätze für die freiwillige Feuerwehr zu selten an, als dass in gleicher Personalstärke eine stationäre Feuerwache für's selbe Zuständigkeitsgebiet einzurichten lohnte. So ähnlich ist's dann auch bei den Tafeln, die zwar eine gewisse Anzahl Helfer in den wenigen Stunden ihrer Öffnungszeiten benötigen, aber beim besten Willen wohl kaum reguläres Personal einzustellen imstande sind. Weisst Du: Mit Deiner Argumentation könnte man den einkommensschwachen und unterstützungsbedürftigen Personen auch vorwerfen, nicht in der ortsansässigen Gastronomie zu speisen, was doch für die Beschäftigung (Köche, Küchenhilfen, Servierer, Sommeliers usw.) der entsprechenden Fachkräfte von Vorteil wäre…

  • Klassisches Eigentor: In gewisser Weise fallen die Rettungseinsätze für die freiwillige Feuerwehr zu selten an, als dass in gleicher Personalstärke eine stationäre Feuerwache für's selbe Zuständigkeitsgebiet einzurichten lohnte. So ähnlich ist's dann auch bei den Tafeln, die zwar eine gewisse Anzahl Helfer in den wenigen Stunden ihrer Öffnungszeiten benötigen, aber beim besten Willen wohl kaum reguläres Personal einzustellen imstande sind. Weisst Du: Mit Deiner Argumentation könnte man den einkommensschwachen und unterstützungsbedürftigen Personen auch vorwerfen, nicht in der ortsansässigen Gastronomie zu speisen, was doch für die Beschäftigung (Köche, Küchenhilfen, Servierer, Sommeliers usw.) der entsprechenden Fachkräfte von Vorteil wäre…


    Du bist schon eine Toptalent, wenn es darum geht willkürlichen Widerspruch zu klonen, fällt dr vielleicht auch deswegen leicht, weil du es bei deinen Vergleichen bzw. Beispielen mit der Realitätsnähe nicht so genau nimmst.


    In der deutschen Wirtschaft gibt es massenaft Teilzeitjobs, in denen von einer jeweiligen Arbeitskraft nur in wenigen Stunden pro Tag die erwartete Arbeitsleistung erbracht wird. Die Nachfrage nach gerinfügig zeitlich anzusetzender Arbet wäre nicht das gerigste Problem und würden die bei der Tafel arbeitenden Menschen bezahlt, bliebe die Arbeit nicht an der scheinbar überschaubare Zahl von Nasen hängen, die da um weitere Unterstützung suchen, weil sie zu wenige für die gestiegenen Anforderungen und zudem nicht mehr ganz taufrsch aufgestellt sind.

  • Nicht nur in Offenbach, überall zwischen Flensburg und Garmisch wird billiges Personal gesucht, das staatliche Funktionen
    billigst rgansieren hilft- so dass mehr Geld für korrupte Reiche und Politiker übrig bleibt....


    Zum Beispiel in Bayern:


  • Die besseren Sozialarbeiter Jobs werden teilweise mit Krankenschwestern besetzt und nicht wie normal mit besserem Fachpersonal.

  • Wie traurig und hoffnungslos wäre das Leben für manchen, der jetzt Gelegenheit hat, ehrenamtlich tätig zu sein, wenn ihm "der Staat" diese Gelegenheit nähme! Ist es nicht so, dass der Bürger sich schon durch die oftmals absurde Regulierungswut von Behörden (oder der EU) bevormundet fühlt? Und jetzt willst Du, dass der Staat über weitere Behördenneugründungen den freiwilligen Feuerwehren, den karitativen Verbänden, den Rettungssanitätern, der Diakonie und wie diese zahllosen gemeinnützigen Vereine alle heißen mögen die Existenzgrundlage entzieht? Womit sollen diese, sich von Vereins-/Verbandsarbeit angezogen fühlenden Menschen dann künftig in ihrer Freizeit beschäftigen?


    Kannst du mal damit aufhören Probleme zu klonen, die es so gar nicht gibt?


    Es geht doch nicht darum Menschen das Ehrenamt bzw. das unebzahlte Arbeiten zu verbieten,
    es geht mir z.B. darum, dass bezahltes Arbeiten (das Menschen dummerweise brauchen, wenn sie nicht arm oder kriminell werden wollen) nicht feige und verlogen durch nicht bezahltes Arbeiten ersetzt werden soll, nur weil der feige Staat bzw. eine korrupte Politik sich einen schlanken Fuß machen wollen.


    Die große Unfreiheit, die du hier mutmaßen willst,
    läuft doch genau anders herum:
    Weil Menschen keine gute Arbeit finden, sollen sie sich ehrenamtlich nützlich machen,
    das Ehrenamt als Lückenbüsser für eine kaputtgesparte Arbeitswelt im Sozialbereich
    (weil arbeiten angeblich so wichtig wäre) - wie deppert ist das denn?


    Wenn Arbeiten wirklich so wichtig wäre, wie hier immer behauptet wird,
    warum ist dann dafür zu wenig Geld da?
    Was soll zudem das Gerede, dass der Staat den freiwilligen Feuerwehren, den karitativen Verbänden, den Rettungssanitätern, der Diakonie und den zahllosen gemeinnützigen Vereine die Existenzgrundlage entziehen würde, wenn das Ehrenamt beschränkt würde. Wo ist das Problem?


    Das Problem "unserer" Gesellschaft besteht doch nicht darin, dass es zu wenig unbezahlte Arbeit geben könnte (für Selbstausbeutung findet sich immer neu die Gelegenheit), sodern dass Millionen Menschen seit Jahrzehnten zu wenig auskömmlich bezahlte Arbeitsangebote vorfinden, was z.B. der Lohndrückerei abseits vom Mindestlohn immer wieder frisches Futter liefert,
    hier der Link zu einem wieder richtig miesen Jobangebot:


    http://www.jobmensa.de/jobs/13…au?link_source=newsletter

    Sollten die von dir benannten Vereine die Existenzgrundlage verlieren,
    weil sie keine ausbeutbaren Hilfskräfte mehr finden, wo ist das Problem?


    Menschen brauchen Lohn um ihre jeweilige Existenz finanzeren zu können,
    wer den in einem der reichsten Länder der Welt nicht zahlen kann/wil
    solange Millionen Menschen noch immer auf der Suche nach bezahlter (gut bezahlter) Arbeit sind,
    kann seinen Abschied einreichen. Um den Verlust von Ausbeutung war es noch nie schade.

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  • Diese "freiwillige" Basis beruht aber vielerorts auf der Erkenntnis, dass man es aus dem Grund "freiwillig" tun muss, weil der Staat es nicht auf die Reihe bekommt.


    Interessant wird das Thema dann, wenn man zur Erkenntnis gelangt, dass ehrenamtliche Tätigkeiten, vor allem im sozialen Bereich, die höhere Qualität (aus Sicht der Hilfsbedürftigen) haben als die bezahlten.

  • Weil Menschen keine gute Arbeit finden, sollen sie sich ehrenamtlich nützlich machen [...]

    Wer kein oder ein nur unzureichendes Einkommen hat, wird sich garantiert nicht um ehrenamtliche Tätigkeiten bemühen. Wer Ehrenämter ausübt, tat dies aus Idealismus - oder aus Langeweile wegen seines unausgefüllten Alltags. Dass das Jobcenter einen Leistungsbezieher verpflichten würde, ein Ehrenamt anzunehmen, ist äußerst únwahrscheinlich - schließlich soll er ja aus dem Leistungsbezug/der Bedürftigkeit herauskommen. Wenn ein Langzeitarbeitsloser irgendwo Vereinsmitglied ist und deswegen dort ein (wenig zeitaufwendiges) Ehrenamt ausübt, um seine beruflich verwertbaren Fähigkeiten zu erhalten und deren routinierte Anwendung auchnachweisen will, wird dies nicht verboten werden.


  • Ein Freund von mir macht so etwas Ähnliches jedes Jahr freiwillig und ehrenamtlich.
    Er ist für zwei Wochen im Jahr Betreuer von Jugendfreizeiten.
    Ohne Bezahlung. Er verdient genug, so dass er allein deshalb dafür kein Geld haben möchte.
    Für ihn ist das so etwas wie eine gesellschaftliche Aufgabe, die er gerne wahrnimmt.

  • @ Kleinlok: Niemand ist verpflichtet, ein Ehrenamt zu bekleiden. Du regst Dich aber bereits auf, wenn jemand hofft, für eine Tätigkeit jemanden zu finden, der es ehrenamtlich macht, obwohl Du selbst gar nicht betroffen bist.


    Wie Substitute schrieb, kann ein Ehrenamt einem Langzeitarbeitslosen durch eine sinnvolle Tätigkeit nicht nur die Langweile vertreiben, sondern seine Fähigkeiten in Schwung halten, und wenn er sozial eingestellt ist, sogar einige Befriedigung verschaffen.


    Mich würde mal interessieren, Kleinlok, ob Du irgendeine Form von staatlicher Zuwendung erhältst. Falls ja, fände ich es ziemlich mies, ständig auf den Staat zu schimpfen und ehrenamtliche Tätigkeiten für eine Zumutung zu halten. Mich würde es nämlich ärgern, (auch) mit meinen Steuergeldern jemanden zu finanzieren, der das Ehrenamt verteufelt und sich nur gegen Geld in Bewegung setzt.