Banken manipulieren ihre Bilanzen

  • Zum Thema : Die einen Bank machen schon wieder satte Gewinne (Deutsche Bank), die andere Riesenverluste (Commerzbank), aber der Kreditmarkt kommt noch immer nicht in Schwung, stattdessen werden wieder hochspekulative Produkte angeboten. Meiner Meinung nach, wird dadurch die wirtschaftliche Erholung verschleppt. Der Staat muss für sein Einstieg bei den Banken mehr operative Mitspracherechte bekommen.

  • Zum Thema : Die einen Bank machen schon wieder satte Gewinne (Deutsche Bank), die andere Riesenverluste (Commerzbank), aber der Kreditmarkt kommt noch immer nicht in Schwung, stattdessen werden wieder hochspekulative Produkte angeboten. Meiner Meinung nach, wird dadurch die wirtschaftliche Erholung verschleppt. Der Staat muss für sein Einstieg bei den Banken mehr operative Mitspracherechte bekommen.


    Sardnas, warte es ab, die mega Explosion was die Krise angeht, die kommt erst noch, geduld bitte. :sifone:


    Es wird mitte 2010 mega, mega boooooooooooooooooooooooom machen im Finanzsektor als auch in anderen Sektoren.


    Du hast vollkommen Recht, der Staat hat lediglich die Krise mit ihren Milliarden lediglich nur um ein paar Monate nach hinten verschoben, aber das Problem nicht gelöst bzw. nicht an der Wurzel gepackt.


    Ihr werdet es sehen, das macht ganz böse booooooooom nächstes Jahr oder übernächstes Jahr.

  • .... Der Staat muss für sein Einstieg bei den Banken mehr operative Mitspracherechte bekommen.


    Ich bin leider (oder zum Glück ) kein VWLer oder BWLer, aber wenn der Staat bei den Banken auch noch mitquatscht, dann sehe ich auch duster. Nicht, dass die Banken einen prima Job machen, aber der Staat macht das auch nicht. Zwei Nichtsnutze zusammenarbeiten zu lassen, kann aber ja nichts erfolgversprechendes bewirken.


    Und was ist das Ziel? Sollen die Banken wieder Riesengewinne einfahren, der Aktienmarkt sich erholen, damit Menschen weiterhin gewinnbringend Geld investieren in einen Sektor, indem sie gar nicht arbeiten?


    Schau dir den Ernährungssektor an, die Folgen dessen, dass Nahrungsmittel Spekulationsobjekte wurden, bedeutet, dass Nahrung kein Grundrecht mehr ist. Wir produzieren immer mehr, aber immer mehr Menschen müssen hungern. Das ist ein Verteilungsproblem, und dieses wird immer größer, je mehr alle Waren für Spekulanten an der Börse zur Verfügung stehen.


    Für alle von uns ist es eine Katastrophe, wenn der Finanzmarkt zerbricht, weil Kredite platzen, was zum Verlust von Immobilien und von Arbeitsplätzen führt, die Preise werden instabil, wovon der Verbraucher als auch der Produzent gleichermaßen betroffen ist.
    Ein funktionierender Finanzmarkt bedeutet aber nur für einen geringen Teil der Weltbevölkerung Entspannung, während der Großteil der Menschen für den Reichtum anderer wiederum vor die Hunde geht.
    Es ist ja kein Geheimnis, dass der Luxus der Industrienationen auf Kosten der Entwicklungsländer aufgebaut ist.
    Nun, wo alles eh marode ist, könnte man doch endlich die Zeit nutzen, und Geld wieder zu dem machen, wofür es erfunden wurde, einem "Wertausgleich", ohne dass es sich vermehrt oder vermindert (Zins).


    Ich würde keine Zeit und Energie darauf verwenden, dieses Unrechtsystem wiederherzustellen, sondern die Zeit nutzen, gerechte Alternativen aufzubauen, wie Volksbanken dies einst wollten.

  • Ich bin leider (oder zum Glück ) kein VWLer oder BWLer,



    Das merkt man.

    Zitat

    aber wenn der Staat bei den Banken auch noch mitquatscht, dann sehe ich auch duster. Nicht, dass die Banken einen prima Job machen, aber der Staat macht das auch nicht.



    Hier stimme ich dir zu.

    Zitat

    Und was ist das Ziel? Sollen die Banken wieder Riesengewinne einfahren,



    natürlich, damit sie ihre Verluste ausgleichen, gesunde Zahlen vorlegen und Geld in den Kreislauf pumpen können.

    Zitat

    sich erholen, damit Menschen weiterhin gewinnbringend Geld investieren in einen Sektor, indem sie gar nicht arbeiten?



    Warum auch nicht?

    Zitat

    Schau dir den Ernährungssektor an, die Folgen dessen, dass Nahrungsmittel Spekulationsobjekte wurden, bedeutet, dass Nahrung kein Grundrecht mehr ist. Wir produzieren immer mehr, aber immer mehr Menschen müssen hungern. Das ist ein Verteilungsproblem, und dieses wird immer größer, je mehr alle Waren für Spekulanten an der Börse zur Verfügung stehen.



    Nahrung war nie ein Grundrecht, wenn man die gesamte Welt in den Blick nimmt.
    Spekulationen machen Knappheiten offensichtlich und dringend, indem sie sie kurzfristig verschärfen. Dadurch werden gewinnbringende Aktivitäten zur Behebung von Knappheiten angeregt. Spekulation ist die Medizin, nicht die Krankheit.

    Zitat

    Für alle von uns ist es eine Katastrophe, wenn der Finanzmarkt zerbricht, weil Kredite platzen, was zum Verlust von Immobilien und von Arbeitsplätzen führt, die Preise werden instabil, wovon der Verbraucher als auch der Produzent gleichermaßen betroffen ist.



    Tifft zu.

    Zitat

    Ein funktionierender Finanzmarkt bedeutet aber nur für einen geringen Teil der Weltbevölkerung Entspannung, während der Großteil der Menschen für den Reichtum anderer wiederum vor die Hunde geht.
    Es ist ja kein Geheimnis, dass der Luxus der Industrienationen auf Kosten der Entwicklungsländer aufgebaut ist.



    Trifft nicht zu.

    Zitat

    Nun, wo alles eh marode ist, könnte man doch endlich die Zeit nutzen, und Geld wieder zu dem machen, wofür es erfunden wurde, einem "Wertausgleich", ohne dass es sich vermehrt oder vermindert (Zins).



    Geldvermehrung geschieht über Kreditprozesse durch das Bankensystem. Geld vermehrt sich nicht so einfach von selbst. Geldvernichtung ereignet sich durch die Rückzahlung von Krediten. Vielleicht beschäftigst du dich fürderhin doch ein wenig näher mit solchen Fragestellungen!

    Gutes, in jeder Hinsicht befriedigendes Geld vermag fünf Funktionen zu erfüllen. Es läßt keine Wünsche offen und verdient den Vorzug vor einem Geld, dem es an der einen oder anderen Funktion gebricht.

    1. Geld als Recheneinheit und Wertmesser:
    Ohne allgemeine Recheneinheit, ohne den Generalnenner Geld als abstrakten Wertausdruck sind funktionierende Märkte nicht denkbar, gäbe es keine Preisbildung. Gewinne und Verluste werden in Geldeinheiten gemessen und ausgedrückt. Auf eine allgemeine Recheneinheit ist angewiesen, wer immer über irgendwelche Einnahmen und Ausgaben Buch führen oder Kosten berechnen will.
    Die Eurowährung ECU diente früher hauptsächlich der EG-Bürokratie als Recheneinheit und Vergleichsbasis. Sie ist ein gutes, noch aktuelles Beispiel dafür, daß Geld als Wertmesser gute Dienste leisten kann, ohne die anderen Geldfunktionen ausüben zu müssen.

    2. Geld als Tauschmittel:
    Das Tauschmittel Geld fördert die Entstehung und Verbreitung arbeitsteiliger Wirtschaftsweisen. Es ermöglicht den schnellen und unproblematischen Verkauf der über den Eigenbedarf hinausgehenden Produkte und die Beschaffung fremder Erzeugnisse. Ohne Geld als Medium begegnete jeglicher Gütertausch fast unüberwindlichen Schwierigkeiten. Nur sehr wenige Güter sind beliebig teilbar. Beim direkten Tausch ( Ware -- Ware ) ist über den Wert beider Tauschgüter Einvernehmen zu erzielen, beim indirekten Tausch ( Ware -- Geld -- Ware ) nur über den Geldwert jeweils eines Gutes, des Kaufobjektes.
    Die sog. "Zigarettenwährung" der Schwarzmärkte in der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Währungsreform diente in erster Linie als Tauschmittel, erfüllte also nur eine einzige Geldfunktion.

    3. Geld als Werträger im Raum:
    Frei konvertible ( =umwechselbare ) Währungen erleichtern den internationalen Handel und machen Vermögensverschiebungen über Ländergrenzen und Ozeane hinweg unproblematisch, sofern der Wechselkurs die Kaufkraftverhältnisse widerspiegelt. Nicht konvertierbare Währungen ( z.B. die ehemalige DDR-Mark ) haben Wert nur im Inland.

    4. Geld als Wertträger in der Zeit:
    Nach zwei Weltkriegen, politischen Umstürzen, kriegerischen Konflikten und Bürgerkriegen sonder Zahl, nach Währungszusammenbrüchen, galoppierenden und schleichenden Inflationen kann man kein großes Vertrauen mehr in die Wertbeständigkeit des Geldes erwarten.
    Wer heute spart, rechnet nicht mehr wie noch im 19.Jahrhundert in Lebensaltern. Je unsicherer die politischen Verhältnisse, je höher die Inflationsrate, desto hektischer die Flucht in Sachwerte und/oder stabilere Währungen.

    5. Geld als "gesetzliches Zahlungsmittel":
    Jeder Staat verleiht seiner Währung eine "künstliche Funktion" dadurch, daß er sie zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Das bedeutet, die Gläubiger müssen das Inlandsgeld mit schuldbefreiender Wirkung für den Zahler annehmen.
    Aber die allgemeine Akzeptanz des Geldes kann nicht erzwungen werden, weil die Wirtschaftssubjekte in ihren Verträgen andere Gegenleistungen vereinbaren, wenn das Vertrauen in die Geldwertstabilität geschwunden ist.



    Zitat

    Ich würde keine Zeit und Energie darauf verwenden, dieses Unrechtsystem wiederherzustellen, sondern die Zeit nutzen, gerechte Alternativen aufzubauen, wie Volksbanken dies einst wollten.



    Ich bin für die Verbesserung und Weiterentwicklung des Systems, das du "Unrechtsystem" zu nennen beliebst!

  • Das merkt man.


    Was soll denn schon wieder dieser Bildungsfaschismus? Muss man alles, zu dem man eine Meinung hat, studiert haben?
    Ich könnte ja auch behaupten, an den Unis werden die Studies manipuliert durch Informationen, die behaupten, ohne Geld funktioniert nichts. Sehr gesprächsfördernd!



    Hier stimme ich dir zu.



    Und daraus folgt Elend und Armut. Es könnte ein faires Kredit- und Aktiensystem geben, aber es ist unrealistisch, wenn der Geldwert über dem Menschenrecht steht.



    natürlich, damit sie ihre Verluste ausgleichen, gesunde Zahlen vorlegen und Geld in den Kreislauf pumpen können.



    Gesunde Zahlen für wen? Die Anleger. Und welchen Kreislauf regulieren die Banken? Davon nutznießen weit weniger als 50% der Menschheit, also eine Minderheit, während die Mehrheit leidet.



    Warum auch nicht?



    Hier fängt der Punkt mit dem nichtexistenten fairen Banken- und Aktiensystem an. Der Aktion besteht auf seinen Gewinn, auch wenn das den Ruin des Produzenten bedeutet. In einem System der schwarzen Zahlen können Gewinne ausgeschüttet werden, aber solange die Gewinnausschüttung für den Produzenten eine rote Zahl bedeutet, stimmt doch was nicht.
    Wie kann es sein, dass der Inhaber einer Kaffeeaktie Gewinne einfährt, während die Kaffeebauern hungern und Kredite aufnehmen müssen, um sich zu ernähren?
    So passiert es mit den Bauern in den Entwicklungsländern nämlich; sie produzieren für ausländische Firmen Produkte für den Export, bekommen dafür einen verschwindend geringen Lohn, während die Firma und ihre Aktionäre Geld scheffelt.
    Solange es in Regionen Hunger gibt, sollte dort nicht für ausländische Märkte produziert werden, sondern für die eigene Bevölkerung. Denn was hat die davon, dass wir Kaffee trinken, während sie hungern? Gar nichts, rein gar nichts.



    Nahrung war nie ein Grundrecht, wenn man die gesamte Welt in den Blick nimmt.
    Spekulationen machen Knappheiten offensichtlich und dringend, indem sie sie kurzfristig verschärfen. Dadurch werden gewinnbringende Aktivitäten zur Behebung von Knappheiten angeregt. Spekulation ist die Medizin, nicht die Krankheit.



    Nahrung ist ein Grundrecht, selbst wenn es als solches nicht definiert ist.
    Auszug aus einer Definition der Menschenrechte: "Eine Umsetzung von Freiheitsrechten ist nicht möglich, wenn nicht gleichzeitig das Recht auf Nahrung verwirklicht ist"
    Wie kann jemand für seine Freiheit kämpfen, wenn er keine Nahrung hat? Ohne Mampf kein Kampf.


    Spekulationen machen Knappheit offensichtlich? Das ist eine Lüge! Es gibt genügend Nahrung für alle Menschen, es wird täglich Nahrung vernichtet, für die es keinen Käufer gibt. Warum diese Ãœberproduktion? Warum, wenn wir in Europa so viel Essen haben, dass wir es vernichten (um UNSEREN Markt nicht zu zerstören!!!) produzieren wir dann in Entwicklungsländern Nahrung, wo dort Nahrungsknappheit herrscht?
    Das machen wir, damit wir den Ärmsten unsere Produkte anbieten können, die sie aber nicht bezahlen können. Erst inverstieren die Firmen in alle Äcker und kaufen sie auf, beschäftigen dann jene, die vorher dieses Land bewirtschafteten, um Nahrung für den ausländischen Markt zu produzieren. das hat zur Folge, dass dieses Land kaum mehr für den eigenen Markt produziert und sodann Nahrung aus dem Ausland importieren muss, um die Nachfrage zu decken, zu Preisen, die sich die Leute nicht leisten können.


    Das Argument war früher oft, man soll keine Nahrung kostenlos in die Entwicklungsländer schicken, da das den einheimischen Markt zerstört. Aber es ist so, dass ausländische Ware dort den Markt zerstört hat, indem subventionierte Produkte zu Dumpingpreisen dargeboten wurden. Die einheimischen Bauern unterlagen dieser Konkurrenz und verloren ihre Existenzgrundlage.


    Was ist das für ein faires System? Wie hat da die Bank und die Aktiengesellschaft nun regulatorisch Angebot und Nachfrage verbessert?


    Dafür muss ich weder VWL noch BWL studieren, um zu erkennen, dass dieses System bar jeder menschlichen Logik ist, sondern nur der Logik des ewig gierigen Kapitalisten folgt!



    Trifft nicht zu.



    Nein? Die Entwicklungsländer haben das selber verbockt? Die Zuckerrohrschneider Südamerikas lügen, wenn sie berichten, wie sie durch Repressionsdruck ihre Äcker verloren, um nun Lohnarbeiter zu werden?


    Die Menschen dort werden enteignet, mit falchen Information manipuliert, um ihre Äcker gewinnbringend für ausländische Investoren zu erhalten.


    Schau dir die Preisunterschiede zwischen konventionell angebautem Kaffee und FairTrade Kaffee an. Konventionellen Kaffee bekommst du für 3€, FairTrade für ca. 7€ mit dem Unterschied das an dem fair gehandeltem Kaffee niemand einen Riesenreibach durch Aktiengeschäfte macht, sondern die Kaffeebauern fair entlohnt werden, und auch noch ökologische Landwirtschaft betreiben.


    Kaffee Libertad: http://www.cafe-libertad.de/shop/
    Kaffee Libertad hat es geschafft, den Bauern über Weltmarktniveau den Kaffee abzukaufen, und dennoch die Konsumenten mit einem Preis unterhalb des FairTrade Preises zu bedienen.


    Vielleicht fällt dir das kleine Wortdetail auf: Kaffee Libertad kauft den Kaffee ab, und entlohnt die Bauern nicht. So wird es aber meistens gesehen, dass irgendwelche Bauern auf der Welt dafür zuständig sind, dass wir günstig und gut speisen können. Sie werden gar nicht als Menschen wahrgenommen, die etwas herstellen, was wir benötigen.
    Es wird von den meisten so gesehen, dass wir etwas benötigen und dann gucken wir, wen wir damit beschäftigen können, das herzustellen. Und dabei ist es den meisten egal, ob die Bedürfnisse des Herstellers auch nur ansatzweise befriedigt werden.



    Geldvermehrung geschieht über Kreditprozesse durch das Bankensystem. Geld vermehrt sich nicht so einfach von selbst. Geldvernichtung ereignet sich durch die Rückzahlung von Krediten. Vielleicht beschäftigst du dich fürderhin doch ein wenig näher mit solchen Fragestellungen!



    Geld kann man nicht essen. Und wenn es verschwindet, so ist es nur eine Zahl, kein Produkt wie ein Brot, das vielleicht aufgegessen wurde.


    Nahrung ist eine Grundvorraussetzung für das Ãœberleben. Indem wir Jene, die unsere Nahrung aussäen, wässern und ernten mit Dumpinglöhnen dem Hungertod überlassen, tuen wir allerdings so, als sei ein Telfonnetz, ein Haartrockner oder eine lackierte Stoßstange wichtiger, ein Mehrwert.
    Und dem stimme ich nicht zu, denn bevor ich mir ein Luxusprodukt kaufen kann, muss der Magen voll sein, dass ist eine natürliche Prioitätensetzung, die wir anderen verweigern, weil uns unser Luxusprodukt nämlich wichtiger ist, als das Leben der Bauern!
    Und das ist ein Armutszeugnis!




    Gutes, in jeder Hinsicht befriedigendes Geld vermag fünf Funktionen zu erfüllen. Es läßt keine Wünsche offen und verdient den Vorzug vor einem Geld, dem es an der einen oder anderen Funktion gebricht.


    1. Geld als Recheneinheit und Wertmesser:
    Ohne allgemeine Recheneinheit, ohne den Generalnenner Geld als abstrakten Wertausdruck sind funktionierende Märkte nicht denkbar, gäbe es keine Preisbildung. Gewinne und Verluste werden in Geldeinheiten gemessen und ausgedrückt. Auf eine allgemeine Recheneinheit ist angewiesen, wer immer über irgendwelche Einnahmen und Ausgaben Buch führen oder Kosten berechnen will.
    Die Eurowährung ECU diente früher hauptsächlich der EG-Bürokratie als Recheneinheit und Vergleichsbasis. Sie ist ein gutes, noch aktuelles Beispiel dafür, daß Geld als Wertmesser gute Dienste leisten kann, ohne die anderen Geldfunktionen ausüben zu müssen.


    Was ist denn ein Gewinn oder ein Verlust? Es geht doch um Produkte, seinen es materielle wie Nahrung oder Autos, oder immaterielle wie ärztliche Füsorge und Lehre.
    Wieso ist ein Haus aus Stein mehr wert als ein Sack Reis? Weil wir den sack Reis in 1 Monat aufgegessen haben und in dem Haus noch unsere Enkel leben können?
    Die Sache ist, der Bau des Hauses dauert seine Zeit, und die Produktion von Nahrung auch, es wird aber nicht die investierte Zeit entlohnt, sondern der Wert, den wir dem Produkt zuschreiben.
    Die Arbeitsteilung ist eine Prima Sache, wenn 1 Bauer soviel produziert, dass davon 20 Menschen essen können, können diese in der Zeit etwas anderes machen, Medizin studieren, Häuser und Straßen bauen und die Kinder unterrichten. Ungerecht ist es, zu behaupten, die eine Arbeit ist mehr Lohn wert, als eine andere.
    Das machen nur Menschen, die sich für wertvoller für die Gesamtgesellschaft erachten, als andere, die nur auf dem Acker stehen.



    2. Geld als Tauschmittel:
    Das Tauschmittel Geld fördert die Entstehung und Verbreitung arbeitsteiliger Wirtschaftsweisen. Es ermöglicht den schnellen und unproblematischen Verkauf der über den Eigenbedarf hinausgehenden Produkte und die Beschaffung fremder Erzeugnisse. Ohne Geld als Medium begegnete jeglicher Gütertausch fast unüberwindlichen Schwierigkeiten. Nur sehr wenige Güter sind beliebig teilbar. Beim direkten Tausch ( Ware -- Ware ) ist über den Wert beider Tauschgüter Einvernehmen zu erzielen, beim indirekten Tausch ( Ware -- Geld -- Ware ) nur über den Geldwert jeweils eines Gutes, des Kaufobjektes.
    Die sog. "Zigarettenwährung" der Schwarzmärkte in der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Währungsreform diente in erster Linie als Tauschmittel, erfüllte also nur eine einzige Geldfunktion.


    Was über den Eigenbedarf produziert wird, braucht man persönlich folglich nicht. Aber andere Dinge, die man in der Zeit, als man Ãœberproduktion betrieb, nicht produzieren konnte.
    Es sollte so sein, dass die Ãœberproduktion zur freien Verfügung steht, Jegliche! Wenn es an etwas mangelt, muss man das durch Mehrproduktion abfangen, wenn es ein überproduziertes Produkt gibt, was keinen Abnehmer findet, sollte man seine Prodkution einschränken und vielleicht mithelfen, Mangelware ausreichend zu produzieren.
    Nirgendswo in diesem System ist Geld eine Vorraussetzung oder Notwendigkeit. Notwendig ist die Sensibilität für die Bedürfnisse aller Produzierenden!



    3. Geld als Werträger im Raum:
    Frei konvertible ( =umwechselbare ) Währungen erleichtern den internationalen Handel und machen Vermögensverschiebungen über Ländergrenzen und Ozeane hinweg unproblematisch, sofern der Wechselkurs die Kaufkraftverhältnisse widerspiegelt. Nicht konvertierbare Währungen ( z.B. die ehemalige DDR-Mark ) haben Wert nur im Inland.


    Man müsste überhaupt keinen Besitz beanspruchen, wenn denn die Bedürfnisse überhaupt wahrgenommen und ernstgenommen würden. Man müsste kein Vermögen anhäufen, um seinen Besitz zu schützen, wenn die Grundrechte der Menschen anerkannt würden.
    Es bräuchte keinen Handel, sondern eine faire Verteilung der Produkte, die von der Allgemeinheit hergestellt werden.




    4. Geld als Wertträger in der Zeit:
    Nach zwei Weltkriegen, politischen Umstürzen, kriegerischen Konflikten und Bürgerkriegen sonder Zahl, nach Währungszusammenbrüchen, galoppierenden und schleichenden Inflationen kann man kein großes Vertrauen mehr in die Wertbeständigkeit des Geldes erwarten.
    Wer heute spart, rechnet nicht mehr wie noch im 19.Jahrhundert in Lebensaltern. Je unsicherer die politischen Verhältnisse, je höher die Inflationsrate, desto hektischer die Flucht in Sachwerte und/oder stabilere Währungen.


    ? Wer bracuht es also, wenn man sich darauf nicht verlassen kann?
    Schwankungen in der Produktion wird es immer geben, alleine schon durch Umweltfaktoren, welche die Ernte begünstigen oder benachteiligen. Aber auch aufgrund dessen, dass es vielleicht nicht genügend Menschen gibt, die sich der Produktion einer gewissen Ware, beispielsweise Autos widmen. Es wird aber dann eventuell Menschen geben, die ein Auto haben möchten. Das gibt aber niemandem das Recht, jemanden zu bestimmen, der nun ein Auto baut, aber so verfahren wir in unserem Geldsystem.



    5. Geld als "gesetzliches Zahlungsmittel":
    Jeder Staat verleiht seiner Währung eine "künstliche Funktion" dadurch, daß er sie zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Das bedeutet, die Gläubiger müssen das Inlandsgeld mit schuldbefreiender Wirkung für den Zahler annehmen.
    Aber die allgemeine Akzeptanz des Geldes kann nicht erzwungen werden, weil die Wirtschaftssubjekte in ihren Verträgen andere Gegenleistungen vereinbaren, wenn das Vertrauen in die Geldwertstabilität geschwunden ist.


    Ich konnte schon in Punkt 4 nichts Gutes finden, Punkt 5 spricht ebensowenig für das Geld. Es ist ein künstliches Konstrukt, das nicht funktioniert. Geld stellt keine Waren her, es bestimmt die Warenproduktion.



    Ich bin für die Verbesserung und Weiterentwicklung des Systems, das du "Unrechtsystem" zu nennen beliebst!


    Ich beliebe nicht, es so zu nennen, mir bleibt nichts anderes über.