NSU - der Staat hat sich schuldig gemacht

  • Ist es möglich, dass das öffentliche Interesse sinkt? Ist es möglich, dass das öffentliche Interessen sinken soll?


    Darüber fallen am Ende dieses Interviews auch ein paar Worte. Aber hauptsächlich geht es um das Auffinden des Wohnmobils und den Ungereimtheiten bei der Spurensicherung.


    https://www.youtube.com/watch?v=zZEcxD-oKrw


    Aber natürlich gibt oder gab es nicht nur dort Ungereimtheiten. Hier mal eine schöne Zusammenfassung der Ereignisse rund um die Durchsuchung der Garagen in Jena.


    http://friedensblick.de/8574/n…t-noch-heute-sprengstoff/


    Ich selbst kann nur hoffen, dass der U-Ausschuß in Thüringen weiter so gute Arbeit leistet, wie bisher.
    Natürlich werde ich auch weiter an diesem Thema dran bleiben und ob es euch passt oder nervt, hier weiter informieren.
    Egal ob es euch interessiert oder nicht. :p

  • Bei dem was hier gepostet wurde, sehe ich eine Wiederholung der Machtergreifung von Adolf und das Scheiterns der Europäer bis zum Ausbuch des WKll.Das Verhalten der Bundesregierung ist ein Weitermachen, durch Versagen.MfG. Rainer


    Die Parallelen zum politischen Versagen der demokratischen Kräfte und des Staates in der Weimarer Republik sind unverkennbar. Wir haben einen Niedergang der politischen Kultur, die Chancen der dt. Einheit sind durch Kohl anfänglich, dann aber massiv durch Schröder und Merkel verspielt worden und die Präsentation der Schröder Biographie macht deutlich, wie weit sich Politik von Vernunft, Realismus und Weitsicht im konstruktiven Sinne, insbesondere aber von den Interessen der Mehrheit der Menschen in Deutschland und Europa entfernt hat. Grüsse vom grauen kater

  • Wer glaubt da noch an "Zufall"? Kann ja mal passieren? ....




    Matthias Dienelt, wird er geschützt?



    Wenn ja, dann bestätigt das nur die Vermutungen, dass dieser Herr auch ein V-Mann des VS war.

  • Hä? Wie geht denn sowas? Ich meine, der Prozess läuft ja nun schon ne Weile. Und da hat keiner was bemerkt? Dieser Prozess wird immer verrückter und abstruser ... Schlampige Polizei- und Verfassungsschutzarbeit, wahrscheinlich sogar oft eher die Täter unterstützend tätig. Und nun das.


    Zitat

    Ein angebliches Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße, das vom Oberlandesgericht München als Nebenklägerin im NSU-Prozess zugelassen wurde, gibt es offenbar nicht. Anwalt Ralph Willms, der Meral K. im NSU-Prozess vertritt, erklärte gegenüber SPIEGEL ONLINE, Frau K. sei "wahrscheinlich überhaupt nicht existent". Die "Existenz und Opfereigenschaft" der Frau K. sei von einem anderen Nebenkläger vorgetäuscht worden.


    http://www.spiegel.de/panorama…-gar-nicht-a-1055866.html

  • Wie kann ein Anwalt überhaupt eine Person vertreten, wenn sie gar nicht existiert?


    Und wann hat er das bemerkt?:thinking-020:

  • Ist ja auch, was den eigentlichen Prozess angeht, irrelevant. Ein Kuriosum am Rande. Und ich hoffe, dass es das auch bleibt und nicht medial aus einer Mücke, ein Elefant gemacht wird. Das würde nur von der eigentlichen Aufklärungsarbeit, die neben dem Prozess in den U-Ausschüssen stattfindet und wesentlich interessanteres zu Tage befördert, ablenken.


    Nach all dem, was ich so bisher an Informationen und Desinformationen gelesen hab, könnte man ganz böse spekulieren, dass dies vllt. etwas war, was die Dienste den Nebenklägern untergejubelt hat. :wink5: So von wegen Glaubwürdigkeit und so.
    Grad bei dem Nagelbomben-Anschlag haben sich die Ermittler nicht mit Ruhm bekleckert und wurden zu dem auch noch vom VS verarscht. So wie bei fast allen Morden und Raubzügen der "Drei". Quellenschutz vor Aufklärung! Nur wenn man hier den Quellenschutz vorschiebt, dann sollte man sich klar machen, dass es oft ein "Eigenschutz" ist. Denn wenn man die "geheimen Unterlagen" zurückhalten muß, damit diese zum Teil verfassungswidrigen Vorgehensweisen nicht ans Tageslicht kommen, dann ist für mich so ein Nebenkläger, der eigentlich gar nicht existiert, nur ein Kuriosum am Rande. ....oder doch eine Verschwörung?? :biggrin: :wink5:


    mfg

  • So! Die Doku von der ARD am Montag ist bei YT.



    Der Titel weckt Hoffnungen, die diese Doku aber nicht erfüllt. Es wird zwar gut dargestellt, wie konfus die Lage im allgemeinen ist aber wirkliche Antworten bekommt man nicht. Man bekommt zwar ua. zwei Fälle (Kiesewetter und Boulgaridis) als Beispiele aufgezeigt und im Fokus steht Zschäpe aber klar ist nach den Bildern nur wieder einmal eins: Der fragende Zuschauer!


    Gut ist, dass hier beteiligte und aussagekräftige Experten zu Wort kommen. Das informativste sind aber die Aussagen des ARD Prozessbeobachters. Anschauen lohnt aber.


    mfg

  • Vor vier Jahren flog die NSU-Sache auf. Bis heute gibt es mehr Fragen als Antworten. Nur eines ist klar: Die Behörden haben kräftig mitgemischt. VIER JAHRE geht das jetzt schon, ohne dass irgendetwas wirklich aufgeklärt wurde.


    Zitat

    Niemand habe es wissen können. Die Terroristen hätten ja keine Bekennerschreiben verschickt. So lauteten am 4. November 2011 die Auskünfte sämtlicher Sicherheitsbehörden und der Innenministerien von Bund und Ländern. Die Namen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt tauchten an diesem Tag zum ersten Mal bundesweit in Medienberichten auf. Es ging um Schüsse und ein brennendes Wohnmobil in Eisenach. Beate Zschäpe war auf der Flucht. Die Wohnung der drei in Zwickau war explodiert. Der 4. November 2011 war der Tag, an dem schlagartig klar wurde, dass es etwas gab, was keine Behörde auch nur geahnt haben will.


    http://www.n-tv.de/politik/Vor…-auf-article16278221.html

  • Einige Zeitungen melden, Beate Zschäpe würde am Mittwoch ihr Schweigen brechen und aussagen. Wenn das stimmt und auch so passiert, könnte es ja noch einmal richtig spannend und in Bezug auf so manche Punkte Licht ins Dunkel gebracht werden.


    Zitat

    Bisher hat sie hartnäckig geschwiegen, zweieinhalb Jahre lang, an mehr als 240 Verhandlungstagen. Jetzt will Beate Zschäpe ihr Schweigen brechen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen will sie an diesem Mittwoch, den 11. November, im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München umfassend aussagen.


    http://www.spiegel.de/panorama…ss-brechen-a-1058983.html

  • Einfach geduldig sein. Warten ob und was sie sagen will und dann wissen wir mehr. Mir ist bei solchen Ansagen immer ein wenig unheimlich, denn viele konnten ihr Vorhaben leider nicht in die Realität umsetzen.


    Sind doch nur 2 Tage. :wink5:

  • Aber kommen wir mal wieder zu etwas Themannähe.....


    Der Polizistenmord von Heilbronn ist ja Thema eines Ausschusses im Landtag von Stuttgart. Aufklärung gab es wie erwatet nicht und sie ist auch nicht in Aussicht aber wir haben wieder einige Fragen mehr.


    Zitat

    Diese waren überzeugt, dass Zeugen, die unabhängig voneinander flüchtende Personen gesehen haben, durchaus glaubwürdig sind, dass sich ihre Angaben gar gegenseitig stützen. Die Beamten waren zudem überzeugt, dass Martin A., der schwerverletzte Kollege der getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter, sich an die Täter erinnern kann.
    M. wertete das gefertigte Phantombild von A. allerdings als "objektiv nicht verwertbar", weil sein Erinnerungsvermögen nicht eindeutig gewesen sei. Auch Angaben einer V-Person, dessen Verbindungsbeamter ihm Glaubwürdigkeit bescheinigt, ist für M. alles andere als glaubhaft. Dieser hatte von russisch sprechenden Flüchtenden berichtet. Selbst die operative Fallanalyse, die nach dem Polizistenmord erstellt wurde, interessierte Christoph M. nicht. "Die haben bei mir noch nie eine Rolle gespielt", sagt der Staatsanwalt. Er räumt zwar ein: "Wir haben in diesem Fall viele Blutverschmierte - zu viele." Allerdings sei es an jenem 25. April 2007 heiß gewesen. Zeugen hätten wohl Blut mit Schweißflecken verwechselt.

    http://www.swp.de/ulm/nachrich…unbekannt;art4319,3576374


    Razzien im Bereich OK hat die Sondereinheit der Kiesewetter genug durchgeführt. Sie war auch verdeckt in Discotheken mit überwiegend russischer Verbalistik tätig und gab sich als Großkonsument/Händler aus, öffnete Hintertüren für ihre Kollegen und konnte in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen etliche Erfolge und Beschlagnahmungen feiern.
    Für sie nicht immer angenehm, für sie auch nicht immer annonym, denn sie war mittlerweile bekannt.
    Auch der berufliche Stress setzte ihr immer mehr zu. Dies soll auch der Grund gewesen sein, warum sie an diesem Tag Dienst machte. Es ging ihr um den Zusatzdienst und die damit verbundene Freizeit.
    Warum allerdings fast ihre gesamte Truppe an diesem Tag Dienst hatte oder warum sie dem Streifendienst zugeordnet waren, ist eben nicht so ganz klar. Insider gingen gar von eine Aktion aus, die zusammen mit der Polizei Heilbronn gegen die OK an diesem Tag laufen sollte. Denn einiges lief an diesem Tag eben etwas anders, als an normalen Tagen. *


    Bis zum heutigen Tag deutet nichts darauf hin, dass Uwes² sich ihre Finger schmutzig gemacht haben. Keine Täterbeschreibung eines Zeugen stimmt mit dem NSU überein. Trotz allem, den Beschreibungen der Augenzeugen, der vermutete Ablauf und auch Aussagen von Ohrenzeugen bleibt die Frage nach dem Vorgehen der Ermittler und warum sie Spuren nicht oder nur sehr inkonsequent verfolgten. Was aber steht wie ein Fels in der Brandung, ist die bloße Behauptung der Staatsanwaltschaft....


    Zitat

    Für den Staatsanwalt ist klar: Wenn die Angaben der Zeugen zuträfen, dann könnten weder Uwe Mundlos noch Uwe Böhnhardt vom NSU als Täter in Frage kommen. Aber genau daran habe er keinerlei Zweifel. "Die Phantombilder und die Mehrtäter-Theorie ist kriminalistisch so unplausibel, dass ich manchmal nur schreien könnte", kritisiert der Heilbronner Medienberichte. Schließlich sei auch die Bundesanwaltschaft überzeugt, dass nur Mundlos und Böhnhardt als Täter in Frage kommen.


    Klar! Alle lügen außer Mami!


    Dabei reden wir hier von nix Neuem! Denn die Ermittlungen stehen ja auch schon eine Weile im Fokus. Und was da alles nicht ermittelt wurde, scheint umfangreicher als das, was bisher als Erkenntnis gewonnen wurde. :wink5:


    Zitat

    Der Ausschuss konnte in seiner Beweisaufnahme weitere Versäumnisse herausarbeiten, die aber allesamt durch Medienberichte schon vorher öffentlich waren. Es ging um ein zweites Handy von Kiesewetter, das Beamte in ihrer Wohnung in Nufringen fanden, aber ohne dies auszuwerten unmittelbar an ihre Mutter übergeben haben. Das E-Mail-Konto der Getöteten wurde ebenfalls nicht analysiert. Autokennzeichen aus der Ringalarmfahndung wurden erst Jahre später überprüft, genauso wie Videoaufnahmen von Ãœberwachungskameras, die unmittelbar nach der Tat im Umfeld der Heilbronner Theresienwiese gesichert wurden.


    ....und das sind nur Ausschnitte! Hier wurden nicht mal die "professionellen" Ermittlungen und die Spurensicherung vom Tattag beanstandet, so wie es angemessen wär. Denn auch da haben sich unsere Ermittler nicht grad mit Ruhm bekleckert.


    Nach meinem Verständnis haben die Drei vom NSU hier nicht abgedrückt. Wenn die Staatsanwaltschaft weiter dies behauptet, wird das ein Ende nehmen, wie es abzusehen ist. Wer die Arbeit der Truppe von Kiesewetter negiert und nicht in diese Ermittlungen einbezieht, der scheint daran interessiert, dass entweder diese Kreise nicht in die Öffentlichkeit geraten oder der will den NSU einfach nur vors Loch schieben. Denn wir dürfen auch nicht vergessen, dass ein naher Verwandter der Kiesewetter in die Ermittlungen zum NSU involviert war und schon früh auf einen Rechten Untergrund anspielte...zu früh für einige Ermittler vom VS und BND. Aber was diese Verbindung angeht, gibt es leider nur die Recherchen einiger Journalisten und Autoren. Und die wären in den Ausschüssen und Verfahren nur noch verwirrender und wahrscheinlich auch zersetzender.


    mfg


    *Quelle: Heimatschutz-Laab/Aust

  • So, Zschäpe wusste von nichts, war nicht beteiligt und hatte sowieso eine schwere Kindheit... :s

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