NSU - der Staat hat sich schuldig gemacht

  • Ihren neuen Verteidiger sieht sie so verliebt an. Ob sich da was anbahnt?


    :wink5:

    Anders als leichtfertig vermutet ist das psychologisch sehr interessant. Die Frau ist ein Meister der Manipulation. Ihre ersten drei Verteidiger haben sich von ihren Reizen nicht beeindrucken lassen, zudem war eine Frau dabei, was es ihr schwer gemacht hätte, einen großen Unterschied in deren Behandlung erkennen zu lassen, und den Männern schwer, die Angeklagte anzugluckern und die Kollegin nicht. Eine überaus schwierige Situation für die Zschäpe, die daran gewöhnt ist, mindestens zwei Männer zu steuern. Jede Frau macht ihr die Show kaputt.


    Auch deshalb hat sie das Trio abserviert, sich einen neuen Verteidiger angelacht, der im Ruf steht, noch relativ wenig Erfahrung zu haben, und will noch einen zweiten Neuen, wieder einen Mann: Man muss nur beachten, wie das Weibchen ihre Haarfülle demonstriert, seit sie nur mit den beiden Männern zu tun hat, dem Pflicht- und dem Wahlverteidiger.


    Ich hab seit Jahren beruflich fast nur mit Frauen zu tun, die sind außerordentlich spannend zu beobachten, und wenn das berufliche Wohl und Wehe davon abhängt, dass man sie völlig durchschaut, schaut man besonders genau.


    Es wäre sehr zu wünschen, dass sich das Gericht nicht darauf einlässt, dass Zschäpe zwar rein gar nichts von den Verbrechen gewusst, aber dennoch versucht hat, die beiden Männer davon abzubringen...

  • Anders als leichtfertig vermutet ist das psychologisch sehr interessant.


    Warum leichtfertig? Ich habe mir so meine Gedanken gemacht. Gestern war ein Foto von Zschäpe und ihrem Anwalt im ARD zu sehen. Der Anwalt sah sie auch an, als ob er sie attraktiv fände.


    Mit der Manipulation hast Du bestimmt Recht.

  • Warum leichtfertig? Ich habe mir so meine Gedanken gemacht. Gestern war ein Foto von Zschäpe und ihrem Anwalt im ARD zu sehen. Der Anwalt sah sie auch an, als ob er sie attraktiv fände.


    Mit der Manipulation hast Du bestimmt Recht.


    Vielleicht bekommt der Anwalt ein Stuendchen mit ihr in der Zelle genehmigt. :biggrin:


    "Jedem Diersche soi Blaesiersche" , sagt der Pfaelzer dazu.

    Einmal editiert, zuletzt von wudi ()

  • [mod] Jeder weitere Beitrag, der sich mit Geschlechtsorganen befasst wird in den POTT verschoben, denn es wird dem Thema nicht mal halbwegs gerecht. [/mod]

  • Wo hat hier jemand von Geschlechtsorganen geredet? Anderer Fred?


    Ich und hier! Zippo war sehr schnell mit der Edit :sifone: Und nun is auch mal gut. Lasset uns zum Thema zurück kommen und die Rolle der Staatsdienste in dieser Schmierenkomödie weiter beleuchten, denn offizielle Stellen scheinen nur in Teilen daran interessiert. ...alles nur zum Schutz unserer Behörden..... also wegen "schlechtes Licht" und so...


    :biggrin:

  • Warum leichtfertig? Ich habe mir so meine Gedanken gemacht. Gestern war ein Foto von Zschäpe und ihrem Anwalt im ARD zu sehen. Der Anwalt sah sie auch an, als ob er sie attraktiv fände.


    Mit der Manipulation hast Du bestimmt Recht.

    mit "leichtfertig" meinte ich den Post, der Deine Bemerkung der yellow press zuordnete. Und das ist nun auch wieder sehr interessant...

  • Da der Prozess grad nicht wirklich läuft, hier mal ein guter Artikel, der das Thema auch wieder auf Kurs bringt.


    Zitat

    Der Verfassungsschutz gehört – in Hessen wie im Bund – zu den Gewinnern in einer Zeit, in der die Sorgen vor rechtsextremen Ãœbergriffen wie vor islamistisch motiviertem Terror zunehmen. Nicht zuletzt soll die Behörde verhindern, dass erneut eine Terrorgruppe wie der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) heranwächst. Doch die Verfassungsschutz-Ämter müssen sich das Vertrauen, dass sie solche Strukturen aufdecken können, erst verdienen.
    Den Mord der NSU-Rechtsterroristen in Kassel vor fast zehn Jahren haben sie jedenfalls ebenso wenig verhindert wie die anderen neun NSU-Morde. Für den Umstand, dass der hessische Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme am Tatort war, gibt es bis heute keine plausible Erklärung. Der Vater des Mordopfers hat im Münchner NSU-Prozess im Sommer eine bewegende Erklärung abgegeben. „Temme erzählt nur Geschichten“, urteilte Ismail Yozgat. „Das, was er gesagt hat, hat mit der Wahrheit nichts zu tun.“ Ehemalige Kollegen Temmes sehen das ähnlich. Aber was stimmt dann? Und was bedeutet das für die Zukunft des Verfassungsschutzes in Hessen, in Deutschland?
    ....
    Die Aussage fiel aus dem Rahmen, weil der hessische Verfassungsschutz bisher ganz und gar keine gute Figur abgegeben hat. Da saßen Zeugen, die keinerlei Kenntnisse über rechtsextreme Netzwerke erkennen ließen, obwohl sie dafür zuständig sein sollten. Bei den Aussagen häufen sich Hinweise auf gravierende Strukturprobleme in der Behörde, bei der die einen sich nur mit der rechtsextremen Musikszene, die anderen mit Neonazis, die Dritten mit ultrarechten Parteien und weitere mit Rockern beschäftigten – ohne mitzubekommen, was der jeweils andere tat.
    Die Frage, die seit einigen Monaten im Vordergrund steht, reicht weit darüber hinaus: Wusste jemand im hessischen Verfassungsschutz sogar vor dem Kasseler Mord, dass etwas passieren würde? Sie ist aufgekommen, seit im Februar skandalöse Zitate aus abgehörten Telefongesprächen von hessischen Verfassungsschützern bekannt wurden. So sagte der frühere Geheimschutzbeauftragte der Behörde am Telefon zu Temme: „Ich sage ja jedem: Wenn er weiß, dass irgendwo so etwas passiert, bitte nicht vorbeifahren.“ Wie bitte? Der Verfassungsschutz-Funktionär bestritt vor Gericht die naheliegende Interpretation, der Geheimdienst habe von dem Mordplan gewusst. Richter Manfred Götzl äußerte Zweifel. Es gibt aber keinen Beleg dafür, dass der schlimme Verdacht stimmt.

    http://www.fr-online.de/leitar…it,29607566,32981924.html


    Diesen Chaos-Verein noch beschenken? Auflösen und von Grund auf neu strukturieren, das wär eine Maßnahme. Aber bitte ohne die "alten" Köpfe und Seilschaften. Im Artikel wird es mMn. auf den Punkt gebracht, es geht um Vertrauen! Genau das will aber der heutige VS nicht, so hat es zu mindest den Anschein.


    Auch hier hat sich "Der Staat" schuldig gemacht. Nicht eines Verbrechens, sondern eher des Mißbrauchs des grad noch vorhandenen Vertrauens. Denn wenn Spezialisten des Fachs sich mit Gedächtnislücken und bekennendem Nichtwissen herausreden wollen, sind das die ersten Kandidaten für eine Auswechslung.


    Denn in einem Punkt hat sich das LfV Hessen jetzt schon schuldig gemacht: Verhinderung der Aufklärung einer Straftat!


    mfg

  • Ich habe einen Blog gefunden, der, so scheint es mir jedenfalls - ich habe noch nicht alles gelesen! -, die Sache gut kommentiert und hinterfragt.


    http://arbeitskreis-n.su/blog/


    Einfach mal reinlesen.


    Ist ein gutes Blog.


    Falls du noch andere gute Quellen brauchst, hier findest du mal 3 von meinen Favoriten.
    https://hajofunke.wordpress.com/category/nsu/
    http://publikative.org/?s=NSU
    https://nsuleaks.wordpress.com/


    Und wenn dich die Langeweile zu sehr plagt, dann bringt die Lektüre "Heimatschutz" von Aust/Laabs und "Staatsaffäre NSU" von Hajo Funke (beide persönlich geprüft) auch einiges an Erkenntnis.


    Und natürlich will ich hier die Berichte der U-Ausschüsse nicht unerwähnt lassen. Hessen und Thüringen sind hier die interessantesten.


    mfg

  • Is ja nich so, dass die U-Ausschüsse nicht mehr arbeiten.....


    Und der hessische ist eh einer der interessantesten.


    Zitat

    Ein Ex-Verfassungssschützer bezeichnet die Anonymität von V-Leuten in der rechten Szene nach den Morden des NSU als richtig. Er widerspricht damit seiner ehemaligen Präsidentin und bringt auch Ministerpräsident Bouffier in die Bredouille.

    http://www.fr-online.de/neonaz…gen,1477338,33689210.html


    Anfang des Jahres gab es aber auch eine interessante Vernehmung...


    Zitat

    Fromm, der von 1991 bis 1993 Chef des hessischen Verfassungsschutzes und ab 2000 Präsident des Bundesamtes war, äußerte sich auch zu dem Vorwurf gegen seine alte Behörde, im NSU-Komplex versagt zu haben. Man habe es „nicht für möglich gehalten, dass Rechtsextremisten für längere Zeit in der Illegalität leben und aus der Illegalität Straftaten begehen“, sagte Fromm. Das habe sich als falsch erwiesen, habe aber „der Kenntnislage zum damaligen Zeitpunkt“ entsprochen. Die Kooperation der Behörden sei allerdings „defizitär“ gewesen.
    ....
    Der zweite Zeuge des Tages, Hans Joachim Muth, überraschte den Ausschuss mit der Aussage, dass das Bundeskriminalamt in der Ceska-Serie offenbar bereits vor dem Mord an Yozgat in Richtung Rechtsextremismus ermittelt habe. Das habe ein Gespräch hessischer Verfassungsschützer mit BKA-Beamten im März 2006 ergeben, wo explizit nach Informationen aus dem Rechtsextremismus gefragt worden sei. Eine entsprechende Anfrage bei V-Mann-Führern kurz danach habe aber nichts ergeben.

    http://www.fr-online.de/neonaz…en-,1477338,33691620.html


    Aha! Also wieder mal alles und nichts und so richtig weiß eh keiner bescheid.
    Man könnte sich fragen, was solche Typen in ihren Ämtern eigentlich den ganzen Tag so machen. ...also außer Scheisse bauen und Nazis betreut morden zu lassen. :thinking-020:


    mfg

  • Nur mal so angedeutet:
    Der Verfassungsschutz ist eine teuer bezahlte Organisation, die etwas schützen soll, was es nicht gibt - eine Verfassung.
    Rein rechtlich gesehen ist diese Organisation, für das was sie tut, nicht verantwortlich.
    Ebenso, das Verfassungsgericht, was darüber zu entscheiden hätte.

  • Nur mal so angedeutet:
    Der Verfassungsschutz ist eine teuer bezahlte Organisation, die etwas schützen soll, was es nicht gibt - eine Verfassung.
    Rein rechtlich gesehen ist diese Organisation, für das was sie tut, nicht verantwortlich.
    Ebenso, das Verfassungsgericht, was darüber zu entscheiden hätte.


    Ich habe von dieser Konstruktion noch nie viel gehalten, weil sie sich in ihrer Struktur nicht in das demokratische Model dieses Landes einfügt. Viel zu intransparent, parlamentarisch nicht zu kontrollieren und meist mit Vollpfosten an der Spitze oder halt verkappte Nazis.


    Nach all dem, was sie sich im Fall NSU geleistet haben und was man alles über die V-Männer im Umfeld erfahren hat, ist dieser Verein für mich die gefährlichste Terrororganisation Deutschlands. Ein dreckiger und brauner Sauhaufen in feinster antidemokratischer Manier. Ãœberflüssig wie ein Kropf!


    Das ist aber nur meine persönliche Sicht. Die, die glauben der Verfassungsschutz würde unsere Verfassung schützen, der glaubt auch Zitronenfalter falten Zitronen. Und ja, eigentlich müßten die Grundgesetzschutz heißen.......würden die aber auch nicht schützen.


    mfg

  • Ich sage es mal so:
    Beate Zschäpe ist nur noch am Leben, weil sie nicht aussagt.



    Vielleicht hat Frau Zschäpe sogar weniger Angst vor den Reaktionen
    der klassischen rechtsextremen Szene,
    sondern mehr vom BKA usw.

  • Ich denke hier passt es hin.


    Mit den Lehren aus einer Geschichte ist das ja immer so eine Sache. Die einen ziehen sie und die anderen können sie nicht mal erkennen. Macht man letztere darauf aufmerksam, dann kann es passieren, dass die gar nicht wissen, worüber man redet. So zum Beispiel die konsequente Strafverfolgung von verurteilten Straftäter. Längst sind nicht alle, die auch wenn nur theoretisch gesucht werden, dort wo sie hingehören - Im Knast!


    Zahlen? Bitteschön!


    Zitat

    Hunderte rechte Straftäter entziehen sich in Deutschland der Vollstreckung von Haftbefehlen. Bis Mitte September führten 466 solcher Befehle gegen insgesamt 372 Täter nicht zu deren Verhaftung, wie aus einer Anfrage der Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic beim Bundesinnenministerium hervorgeht, die der MZ vorliegt. Unklar blieb dabei, in wie vielen Fällen die Polizei womöglich den Aufenthaltsort der Täter kannte und den Haftbefehl nicht durchsetzte – und ob viele Neonazis untergetaucht sind oder ob sie durch die Polizeien der Bundesländer nur unterschiedlich statistisch erfasst werden.

    http://www.mittelbayerische.de…aft-21705-art1328476.html



    ......oder sie von V-Mann-Führern beschütz werden, um die Quelle zu sichern.


    Egal! Spekulationen über das wie und warum sind jetzt nicht das Thema. Sondern die Lehre, die man aus dem Untertauchen des NSU ziehen sollte.


    Zitat

    [h=2]Nichts gelernt aus dem NSU?[/h]Nach Einschätzung Mihalics zeigt die hohe Zahl „untergetauchter Nazis“, dass auch vier Jahre nach Bekanntwerden der Taten des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) kein ausreichendes Bewusstsein für die Gefahr von Rechts existiere. Der NSU-Untersuchungsausschuss müsse sich auch mit aktuellen rechtsextremen Entwicklungen und Netzwerken intensiv befassen, so Mihalic.
    SPD-Generalsekretärin Katarina Barley nannte die große Zahl unvollstreckter Haftbefehle „hochproblematisch“. Auch mit Blick auf aktuelle Forderungen, die Gesetze für straffällig gewordene Asylbewerber zu verschärfen, sagte Barley, die Regeln des Rechtsstaats hätten für alle gleichermaßen zu gelten.


    Ach ja, Straftäter sofort verurteilen und ausweisen.... aber dafür muß man sie erst fangen. Und wenn man das schon nicht bei Biodeutschen hinbekommt, dann sollten Forderungen gegen andere nicht so betont werden, denn auch das ist ein Lehre, die man aus dem Fall NSU ziehen kann.


    Und auf Zufälle sollte man sich eh nicht verlassen. Wie hier, wo nach einer langen Zeit ein Gesuchter dann doch noch gefunden wurde.


    Zitat

    [h=1]Straftäter nach 19 Jahren gefasst[/h][h=2]Eine Kontrolle auf der Raststätte Oberlausitz wurde einem 57-jährigen Mann zum Verhängnis.[/h]

    http://www.sz-online.de/nachri…hren-gefasst-3291665.html


    ...aber lieber so als gar nicht. :wink5:


    mfg

  • Brandenburg


    Wir wissen, dass das LfVS Brandenburgs bis zum Hals in den NSU Fall drin steckt. V-Männer durften trotz Haft weiter machen und wurden sogar aus ihrem Freigang mit einem "Fahrdienst" dieser Behörde ausgestattet. Zugespielte Informationen wurden unzureichend oder gar nicht an andere Stellen weitergeleitet und letztendlich ist ja auch deren alter Chef nicht umsonst abgeschoben worden......nach Sachsen! Wo er den in den NSU Skandal verwickelten Landeschef ablöste.... :out:


    Das ist nun wieder Thema im UA


    Zitat

    [h=3]Informationen von V-Mann „Piatto†wurden nicht nachgegangen[/h]Der Zeuge sagte aus, „Piatto†habe ihm erzählt, die Unterstützer wollten Waffen für die drei besorgen und aus Konzerterlösen bezahlen. Zudem sei ein Handy des V-Mannes vom Verfassungsschutz beseitigt worden – ohne dass es zuvor ausgewertet wurde.

    http://www.bz-berlin.de/berlin…en-nsu-skandal-verwickelt


    Wer den Zwischenbericht dieses UA`s kennt, der weiß natürlich, dass dies nur ein kleineres Problem der Landesbehörde ist. Denn man weiß viel mehr.


    Und letztlich wollte das LfV Brandenburg ja auch eine Aussage Carsten S. (Piatto) in München verhindern.


    Zitat

    Im Anschluss wurde von uns thematisiert, dass es für den Zeugen Carsten Sz., der am 4.11.2014 vernommen werden soll, erstmals eine sogenannte Sperrerklärung gibt. Der Brandenburger Verfassungsschutz möchte, dass ihr ehemaliger V-Mann „Piatto“ nicht in München aussagt. Allenfalls sei eine Videovernehmung mit einem unkenntlich gemachten Zeugen in Begleitung eines Rechtsbeistandes möglich. Dieser Rechtsbeistand, von dem unklar ist, wessen Interessen er eigentlich vertreten soll und wer ihn dafür bezahlt, soll darauf achten, dass keine Fragen über die Aussagegenehmigung hinaus beantwortet werden. Die Öffentlichkeit soll zusätzlich noch aus der Verhandlung ausgeschlossen werden. Carsten Sz. sei im Zeugenschutzprogramm. Zu groß sei angeblich die Gefahr, dass von rechtsextremistischen oder vermeintlichen linksextremistischen Kreisen Gewalt gegenüber dem Zeugen ausgeübt werden könnte.

    Wir haben insoweit den Senat darum gebeten, dem Verfassungsschutz Brandenburg noch einmal die realen Bedingungen in München mitzuteilen. Der Angeklagte Carsten S. sitzt seit über 150 Verhandlungstagen im Saal. Gefahren für Gewalttätigkeiten sind insoweit nicht ersichtlich. Fotos von ihm kursieren in der Presse nicht. Er hat separaten Zugang und wird von Beamten des Zeugenschutzes abgeschirmt. Tino Brandt, ebenfalls ehemaliger V-Mann, hat umfangreich und ohne Zeugenschutzmaßnahmen ausgesagt. Gefahren für ihn sind nicht ebenfalls ersichtlich, obwohl sein aktueller Aufenthaltsort bekannt ist. Das Thüringer Landesamt für Verfassungschutz hat für keinen V-Mann bislang eine Sperrerklärung abgegeben. Der Angeklagte Holger G. war ursprünglich auch im Zeugenschutzprogramm. Inzwischen läuft er ohne Beschränkungen und Bewachung im und vor dem Gericht herum. Gefahren für ihn sind nicht ersichtlich, obwohl er jedenfalls in seinen BKA-Vernehmungen belastende Angaben gemacht hat.

    https://www.nsu-watch.info/201…atto-muenchen-verhindern/


    Hier mal ein paar Hitergrundinfos zu Carsten S.


    Zitat

    V-Mann-Führer und -Fahrer
    Vor dem NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss schwärmte Piattos ehemaliger V-Mann FührerGordian Meyer-Plath von dem „Quantensprung“ im Wissen über die Neonaziszene, den der Verfassungsschutz durch die redselige Quelle „Piatto“ gemacht hätte. Entsprechend kümmern sich Meyer-Plath und ein weiterer Kollege um den in der JVA Brandenburg einsitzenden Neonazi: Schon Ende 1997 kommt Carsten Sz. in den offenen Vollzug; alle 14-Tage wird er von seinen V-Mann Führern vor der JVA abgeholt und mit dem Auto zu Neonazitreffen und – konzerten gefahren, über die er dann dem Verfassungsschutz Bericht erstattet. Nahezu unbehelligt kann Carsten Sz. auch das Heft „United Skins“ aus der Haftanstalt herausgeben. Das entwickelt sich schnell zum bundesweiten Sprachrohr für Blood & Honour und dessen Terrornetzwerk Combat 18 – versehen mit ausführlichen Grüßen an die „Chemnitzer Kameraden“. Insbesondere Antje und Michael P. und Jan W. werden namentlich genannt. Angesichts der engen Freundschaften – die vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung Ende 1999 für Carsten Sz. begründet ein Gericht ausgerechnet mit dessen Anstellung im Neonaziladen von Antje und Michael P. – überrascht es wenig, dass V-Mann Piatto von den Chemnitzern erfährt, welche Pläne das dort untergetauchte Trio hat. „Wir gehen davon aus, dass bei Blood & Honour Treffen im September und Oktober 1998 mehrere Chemnitzer Unterstützer des Trios mit Piatto sowie zwei weiteren Neonazis aus Thüringen über die Finanzierung und die weitere Unterbringung der Drei gesprochen haben,“ sagt Nebenklagevertreter Sebastian Scharmer. „Daher halten wir es für absolut notwendig, Carsten Sz. in München als Zeuge zu hören.“


    https://www.nsu-watch.info/201…plex-die-wissende-quelle/


    mfg


  • Hier ist das vllt. besser aufgehoben.....


    Im Anschluß an die drei Filme wird die DOKU....


    Zitat


    ....gezeigt, die sich an tatsächlichen Ereignissen orientiert und von Laabs/Aust auch gut recherchiert ist.


    Der Film transportiert mMn. lediglich eine Stimmung. Die ist recht gut getroffen. Aber leider zu seicht dargestellt, da habe ich damals ganz andere Erfahrungen machen müssen.

  • So, die Filme sind gelaufen.
    Bis auf den ersten, den ich persönlich nicht sonderlich gelungen fand, sind die Teile 2 und 3 durch ihre thematische Bindung durchaus schaubar. Was im Teil 2 gut inszeniert wurde, war die Hilflosigkeit der Hinterbliebenen bei der ihnen zustehenden Wahrheitsfindung und die Stimmung, die sich in der Migrantenszene ausbreitete. Bezeichnen hier war die Szene, in der die Tochter des ersten Opfers verdeutlichte, dass mit jedem weiteren Mord sinngemäß ihr Vater immer wieder starb. So dürften sich alle Angehörigen dieser Mordserie gefühlt haben. Schön auch, dass die Liveaufnahme des Versprechens der Bundeskanzlerin nochmal zu hören war. Im nachhinein für mich immernoch blanker Hohn, vor allem wenn man sich vor Augen führt, wie selbst heite noch Informationen gelockt werden und Zeugen nichts sagen dürfen.


    In Teil 3 wurde das "Katz und Maus Spiel" zwischen polizeilichen Ermittlern und VS recht gut verdeutlicht. Natürlich filmisch aufgearbeitet und natürlich mit geänderten Namen (Beispiel Tino Brandt = Tilo Brenner etc. ).


    Viel wichtiger und mMn. natürlich auch informativer, weil es eben eine Doku ist, war die im Anschluß auf die Filme folgende Dokumentation der beiden Buchautoren ("Heimatschutz") Aust/Laabs. Leider kann man diese literarische Arbeit nicht vollständig in eine Doku pressen, die nicht mal eine Stunde geht. Trotz alle dem ist sie informativer und natürlich nicht filmisch dramatisiert. Personen werden beim Namen genannt und die Interviews sind authentisch. Hier der Link zur Mediathek, in der die Doku noch bis 6.7.16 verfügbar ist. http://www.ardmediathek.de/tv/…99280&documentId=34540908


    Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich diese anschauen. Wer sich intensiver damit befassen will, der sollte das Buch lesen.


    Die Doku war auch heute im MDR Info Thema, vor allem der Aspekt, der bisher wenigen bekannt war, weil es so offen noch nicht kommuniziert wurde. Im Buch geht man tiefer auf das Thema ein.

    Zitat

    [h=3]ARD-Doku: Uwe Mundlos arbeitete für Firma eines V-Mannes[/h]Der mutmaßliche NSU-Terrorist Mundlos soll während der Mord-Serie des Trios für die Firma eines V-Mannes gearbeitet haben. Das geht aus der ARD-Dokumentation eines Autoren-Teams der Zeitung "Die Welt" unter Ex-Spiegel-Chefredakteur Aust hervor. Den Recherchen zufolge soll Mundlos unter einem Tarn-Namen von 2000 bis 2002 bei einer Zwickauer Baufirma als Vorarbeiter tätig gewesen sein. Die Firma habe einem Neonazi gehört, der zu dieser Zeit Spitzel des Verfassungsschutzes gewesen sei. Die Baufirma sei im Raum München und Nürnberg aktiv gewesen, wo die ersten von insgesamt zehn Morden verübt wurden. Die Firma habe auch Mietfahrzeuge an Tagen gebucht, an denen zwei Morde verübt worden seien. Verfassungsschutz-Präsident Maaßen sagte der "Welt", es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Angaben stimmten.

    http://www.mdr.de/mdr-info/nac…_zs-89dbb90b.html#sprung0


    Hier noch ein Beitrag dazu.
    http://www.mdr.de/nachrichten/…ter-firma-v-mann-100.html


    Warum das jetzt wie eine neue Info behandelt wird, ist mir natürlich ein Rätsel, denn dieser Fakt wurde nicht nur von Laab/Aust schon in ihrem Buch thematisiert, sondern auch von Hajo Funke in "Staatsaffäre NSU".


    Kommen wir aber mal wieder zum Titel des Themas. Es dürfte sich mittlerweile herausgestellt haben, dass der "Staat", stellvertretend hier der VS und dadurch auch das Ministerium des Inneren, ihre Schuld endlich eingestehen sollten. Ich bin mir bewußt, dass dies so nie geschehen wird. Deshalb wäre hier nur der Druck der Öffentlichkeit so nötig wie noch nie.


    Nur wenn der Prozess in München sich weiter so hinzieht, dann dürfte eben diese Öffentlichkeit langsam aber sicher das Interesse an diesem wichtigen Thema verlieren. Wer erinnert unsere Bundeskanzlerin noch an ihr Versprechen und warum werden Menschen wie der Hessische MP und damaliger Innenminister nicht in die Zange genommen, die Immunität aufgehoben und vor Gericht gestellt. Hier in Leipzig reich für solch einen Vorgang schon aus, wenn engagierte Menschen sagen, dass man sich solchen Organisationen wie LEGIDA "entgegenstellen" muß.


    ...es scheint hier in diesem Bereich wohl nur darauf anzukommen, WEM man sich entgegenstellt.


    Der Rechte Terror, unterstützt und gedeckt von staatlichen Institutionen, hat in den letzten 26 Jahren mindestens 169 Opfer gefordert. Weitere Fälle werden auf Grund neuer Informationen geprüft,deshalb liegt die Betonung hier auf mindestens!


    Und jeder darf sich anhand der Faktenlage selbst ein Bild machen, in wie weit staatliche Behörden wie der VS, BND und der MAD daran beteiligt sind. Entweder durch Verschleierung, Vertuschung, Unterstützung und ideologischer Scharfmacherei.