Religiöser Fanatismus

  • [FONT=&amp]Diesem Phänomen möchte ich hier einmal näher rücken. Und es zur Sprache bringen. Ich bezeichne das Problem aus meiner Sicht bewußt als Phänomen, weil sowohl Ursachen wie Folgen keineswegs logisch nachvollziehbar, empathisch verständlich oder irgendwie sonst auf anderen Ebenen selbstverständlich wären.
    Denn ich erlebe nahezu jeden Tag in Form gesprochener oder geschriebener Worte, wie weit dieses Problem reicht und welchen umfänglichen Unfrieden die Welt durch diese Positionen erleiden muss.


    Völker stürzen sich in übelste und brutalste Kriege, angeblich durch ihre jeweils kompromisslose Religion. Schon darüber können wir trefflich streiten, denn mir scheinen Religionen seit Jahrhunderten eher dazu geeignet missbraucht zu werden, um Eliten Macht und schnöden Mammon zu sichern und zu mehren, wozu sie aber die gläubigen Massen und entsprechende Dogmen benötigen. Und dabei scheinen mir nach reinem Textverständnis die jeweiligen „Bücher Gottes“ austauschbar. Allesamt lesen sich diese Pamphlete aus Menschenhand im Ganzen grausamer, skrupelloser und hassvoller, als der bedrohlichste belletristische Horror-Schmöker von Steven King oder Roman-Autoren vergleichbaren Kalibers.


    Und dennoch bleibt diese Strategie der Instrumentalisierung von Religionen überaus erfolgreich, denn der Plan jener geht regelmäßig auf. Unterstützt von jenen, die diesem religiösen Fanatismus auf den Leim gehen und diesen leben, erreichen eben jene Machteliten meist mühelos und erfolgreich ihre Ziele. Das kann man dann auch als den Missbrauch von Marionetten-Armeen bezeichnen. Schließlich selbst zu Fanatikern geworden. Meist ohne Selbsterkenntnis darin. Tragisch, gefährlich und manchmal, ...ja, zu oft, auch überaus tödlich.


    Sollte Religion nicht viel mehr einigen? Ganz gleich, welche Religion es sei? Wenn sie,- die Religion,- zum Hauptziele haben sollte, Menschenleben zu lieben, zu schützen und zu bewahren, müßte das nicht zugleich bedeuten, dass Religion tatsächlich so etwas wie die Liebe an sich zum Inhalt haben müsse? Die Philosophie der Bergpredigt des Jesus leben, zum Beispiel? Sicher gäbe es ähnliche positive Beispiele aus anderen Religionen, nehme ich an.


    Sollten Religionen gleich welcher Herkunft nicht ähnlich den unterschiedlichen Kulturen in erster Linie der Einigung zwischen den Menschen dienen, anstatt zu schweren kriegerischen Auseinandersetzungen zu führen? Und wenn ja, sollte das dann nicht für alle gleichberechtigt gelten, d. h., keine Religion sieht auf andere herab und verwirft sie, ebenso wenig, wie die eine Kultur sich in Arroganz über die andere erheben möge?


    Und damit einher, wäre es nicht einmal an der Zeit, dass sich auch religiös gläubige Menschen,- derweil im 21. Jahrhundert angekommen,- endlich auch emanzipieren dahingehend, ihren eigenen Glauben vor solcher Instrumentalisierung zu schützen? Sich frei zu machen von diesem instrumentalisierten und beförderten Hass und Misstrauen, zugunsten einzelner Ãœbeltäter?


    Oder sind sie selbst schon angesteckt und an diesem Virus erkrankt. Und voller Hass gegen das "Anders-Sein" ? Das ist leider auch ein Teil der Wahrheit.
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    6 Mal editiert, zuletzt von daylight ()

  • Nur eine Religion ohne Macht ist eine "gute" Religion. Jeder kann gerne im Privaten beten zu wem und wie er will. Aber niemand darf versuchen, andere Menschen dazu zu zwingen, gemäß seinen eigenen religiösen Vorlieben zu leben. Im öffentlichen Leben sollte die Religionszugehörigkeit schlicht keine Rolle spielen (wozu auch die strikte - und auch in Deutschland noch nicht vollständig verwirklichte - Trennung von Staat und Religion zählt). Dort wo dieser Grundsatz berücksichtigt wird, können Menschen verschiedener (bzw. auch gar keiner) Religion problemlos zusammenleben.

  • Ich denke alles fängt damit an, dass Glaube institutionalisiert wird, also zur Religion mutiert.
    Beides ist für mich nämlich nicht das selbe.


    Wenn Hoffnung auf Hoffnungslosigkeit trifft und einer Persönlichkeit Halt und Selbstvertrauen entgegengebracht wird, dann stehen die Chancen gut, dass diese Person "eingefangen" wird.
    Natürlich sollten wir aber nicht nur über die Menschen reden, die fundamental an diese Religion glauben.
    Viel interessanter sind die Menschen, die sich ihrer bedienen. Welche Ziele haben diese Typen? ...außer ihr Ego zu füttern, natürlich!


    mfg

  • religionen dienten seit jeher der beherrschung.
    einige wenige "auserwählte" hatten vorgeblich den zugang zu den göttern und vermittelten deren wort. damit übten sie macht über die anderen aus.
    das prinzip hat sich im grunde nie verändert.
    religionen diente nie den menschen, sondern die menschen dienten stets der religion und insbesondere den irdischen vertretern der angebeteten "götter". die lebten dann in einer beinahe unangreifbaren stellung und lenkten die anhängerschaft.
    deshalb gab und gibt es überall, insbesondere dort wo feudalistische strukturen vorherrschen, auch die verbindung von staat und kirche, herrscherhaus und klerus. denn auch die irdischen herrscher können und konnten sich nicht gegen die religionsführer und die religionen stellen. nachzulesen in jedem geschichtsbuch.
    es herrschte in europa wegen religiös begründeter auseinandersetzungen über viele jahrunderte krieg; zusammenhängend bis zu dreissig jahre lang zogen marodierende fanatische horden durch die lande und legten die städte der "feinde" in schutt und asche.
    in religionen einen verklärenden anspruch hinein zu interpretieren ist also grundfalsch.
    religion ist, dem wesen nach, ein von oben nach unten konzipiertes mittel zum zweck der beherrschung, fanatismus und selbstaufopferungsbereitschaft seit jeher teil der doktrin und mittel zum zweck. alles andere ist wunschdenken.

    12 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: form

  • [FONT=&amp]Diesem Phänomen möchte ich hier einmal näher rücken. Und es zur Sprache bringen. Ich bezeichne das Problem aus meiner Sicht bewußt als Phänomen, weil sowohl Ursachen wie Folgen keineswegs logisch nachvollziehbar, empathisch verständlich oder irgendwie sonst auf anderen Ebenen selbstverständlich wären.
    Denn ich erlebe nahezu jeden Tag in Form gesprochener oder geschriebener Worte, wie weit dieses Problem reicht und welchen umfänglichen Unfrieden die Welt durch diese Positionen erleiden muss...(abgekürzt).
    [/FONT]


    Ich denke da muss man ganz objektiv in das Wesen/Struktur der Religion und seiner unvermeidlichen Institutionalisierung eintauchen.


    Bei einer ein Mann/Frau Religion wirst du höchstwahrscheinlich solche Auswüchse und Extreme nicht finden, da Grundelemente, wie Autorität, Hirachie und Struktur hier keine Relevanz haben.Das schließt natürlich keine Einzelaktionen des "Wahnsinns" aus, diese unterliegen aber in den meisten Fällen krankhaften Verhalten.


    Die Religion bietet, wie jedes andere Ordnungselement, Menschen eine Plattform für Teilhabe, Anerkennung, Erfüllung, Ordnung, Verwirklichung, Perspektive und Verantwortung/Machtausübung.Dabei will ich den spirituellen Urkern, das Leben nach dem Tod, nicht ausklammern aber einem relativierten Stellenwert geben.Denn welcher Mensch (jaa, es gibt sicherlich welche!) steht schon jeden Tag auf und denkt an den Tod (den natürlichen Tod).
    Es ist also davon auszugehen, dass die Ordnung, bestehend aus Riten, Pflichten und Verhaltensweisen der bestimmende Moment des alltäglichen Lebens darstellt und somit der attraktivere Teil dieses menschlichen Zusammenseins ist.


    Gott selbst, als nicht fassbare Entität kann doch niemals der maßgebliche und bestimmende Teil unserer alltäglichen Gedankenwelt sein, denke ich.Das würde unweigerlich in gedankliches Chaos führen und wahrscheinlich in den Wahnsinn.


    Die Extremisten und religiösen Fanatiker leben/zehren von den oben genannten Punkten, die sie in einer alternativen Welt nicht (ausreichend) bekommen haben und setzen sie in einer rigerosen und selbstzerstörerischen Weise um.

  • Ob Religionen oder Ideologien, dahinter steht immer der Kampf um Macht und Einfluss, um Zugang zu den Pfründen des Reichtums für Wenige, die sich der Massen bedienen, die ihnen folgen. Keinem Gott würde es gefallen, wenn sich seine Schöpfung gegenseitig massakriert, nur weil sie aus unterschiedlicher Sichtweise und kultureller Entwicklung meint, der "Eine GOTT" sei immer nur "IHR GOTT" und die Anderen seien Götzendiener! Allein die verhängnisvolle These vom "auserwählten Volk Gottes" ist schon ein Grund, weshalb Religionen gewalttätig werden, denn "wer sich selbst erhöht, setzt die anderen herab und wird erniedrigt werden!"

  • Religion ist nicht der Grund des Fanatismus. Fanatismus hat mit Psychologie zu tun. Natürlich wird der religiöse Fanatiker alles zurückführen wollen auf religiöse Elemente um sich rechtzufertigen. Aber nur weil dieser es möchte können wir nicht sofort postulieren die Gründe würden unbedingt in der Religion liegen.
    Das Phenomaen Fanatismus begegnet uns doch überall. Von Fussball bis Philosophie.


    Einige Merkmale des Fanatismus:
    1. Es mag keine Differenzierungen und Komplexitäten. Alles ist subsummierbar klar deutlich und absolut in schwarz-weiss in gut und böse. Also haben wir auch mit einer Schwäche und "Fehler" im Denken zu tun.
    2. Fanatiker haben ein grosses Hasspotential. Das haben sie nicht von der Wiege her sondern es ist die Folge höchstwahrscheinlich von einem anderen Hass -sei es körperlich oder seeelisch- Gewalt.
    3. Wenn die soziologische und ökonomische Welt sie ausgrenzt dann fliehen sie viel mehr in ihre fanatische Welt hinein.
    4.Ein Fanatiker zieht aus seiner "Lehre" eine Identität, die die Gesellschaft ihn verweigerte. Er wird zu einem "Auserwähltem" einem "sehr grossen Held". Meist ist es so noch bevor er zu einem "echten" Fanatiker wurde war er schon ausgegrenzt und hat Ablehnung, Hass und Verweigerung einer bessen Zukunft (aus seiner Sicht) erfahren.


    In Afrika gab es Flüchtlinge aus dem Land A in die benachbarten Länder B und C. In B wurden die Flüchtlinge integriert und sie wurden nicht diskriminiert und ihre Eigenheiten respektiert. Die Flüchtlinge haben mit der Zeit die Identität der einheimischen Bevölkerung übernommen. In C aber wurden sie ausgegrenzt. Dort entwickelten die Flüchtlinge starken Nationalismus. Der Nationalismus welches sie einengte entstand in ihrem inneren als Reaktion.


    Das soll mal reichen.

  • Ich denke alles fängt damit an, dass Glaube institutionalisiert wird, also zur Religion mutiert.
    Beides ist für mich nämlich nicht das selbe.


    Wenn Hoffnung auf Hoffnungslosigkeit trifft und einer Persönlichkeit Halt und Selbstvertrauen entgegengebracht wird, dann stehen die Chancen gut, dass diese Person "eingefangen" wird.
    Natürlich sollten wir aber nicht nur über die Menschen reden, die fundamental an diese Religion glauben.
    Viel interessanter sind die Menschen, die sich ihrer bedienen. Welche Ziele haben diese Typen? ...außer ihr Ego zu füttern, natürlich!


    mfg


    Meiner Ansicht nach wollen und haben diese Menschen das Ziel immer schon gehabt, möglichst Massen hinter sich zu vereinen, um ihnen ihre einzig weltliche und temporäre, augenblickliche Macht und damit den Zugriff auf jeweils mindestens regionale Ressourcen so lange als möglich zu sichern.


  • Gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.
    Ich möchte ergänzen, dass sich innerhalb diesen Hierarchien insbesondere jene skrupellosen Protagonisten mit sado-masochistischem Charakter am besten durchsetzen konnten. Von oben treten lassen, nach unten treten.
    Das Prinzip des „Untertan“, von Heinrich Mann in anderem Zusammenhang bestens in einem Roman ergründet, beschrieben und indirekt am einem fiktiven Fall begründet.

  • Ich bin hier wahrlich possitiv überrascht, keinen Spam und keine Vorträge vorzufinden, welchen ich inhaltlich nicht in großen Teilen zustimmen könnte. So unterschiedlich sie sind.
    Ich danke Euch für Eure Gedanken. :-)

  • Persönlich finde ich hat PSL vor ca. 2 Jahren das gut auf den Punkt gebracht - obwohl hier einigen sich bei solchen Kommentaren die Haare sträuben werden:


    Machen wir uns keine Illusionen: Europa wendet sich vom Christentum ab, wird agnostisch, aggressiv aufklärerisch, atheistisch. Die Frömmigkeit wird weiter nachlassen und die Verhöhnung der Religion weiter zunehmen.“ “Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandesâ€


    Es sei eine Schwäche Europas, dass in ihm immer mehr bekennende Atheisten lebten. Viele evangelische und katholische Geistliche hätten die Jenseitsbestimmung ihres Glaubens und die kirchlichen Lehren dem Zeitgeist geopfert. Sie neigten dazu, das Christentum auf eine humanitäre Philosophie oder auf eine Soziallehre zu reduzieren.


    „Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.“

    Zur Frage, welchen Rat er den christlichen Kirchen gebe, sagte Scholl-Latour: „Sie sollten bei ihren ursprünglichen Lehren bleiben.“ (!!!)


    Zitatende.



    Recht hat er. Die Stärke der Islamisten ( im gewinnen neuer Anhängerschaft und das Gefühl deren Stärke ) ist unter anderen auch die völlige Teilnahmslosigkeit bei der Ermordung und Vertreibung der Christen im Irak oder besonders in Syrien seitens des (christlichen) Westens, bei der Zerstörung derer Städte, Kirchen und anderer Monumente....


    Reaktion - null, nada. Und wir sprechen hier teilweise von den ältesten christlichen Gemeinden die es bis dato gab, der Ursprung sozusagen unseres jhrtd alten Weltbildes - ob das nun einige im Hier und Jetzt Gut finden oder nicht...


    Es muss doch für die Islamisten und deren weltweit doch erkleckliche Zahl von Symphatisanten geradzu grotesk erscheinen das der Westen erst aktiv wird als eine völlig andere Glaubensgruppe in Bedrängnis gerät ( ohne jetzt diese Notwendigkeit in Frage zu stellen )


    Und jetzt bitte - stellen wir uns mal das Gegenteil vor - strenggläubige Christen ...was hätte das für ein Aufruhr weltweit gegeben, welche Solidarität hätte das in der islamischen Weltgemeinschaft ausgelöst !

    2 Mal editiert, zuletzt von Bicyclerepairmen ()


  • Die "Christen" in Form der westlichen Staaten haben seit rund 1600 Jahren, seit der Ãœbernahme des Christentums zur Staatsreligion im Römischen Reich ihre unbarmherzigen Kriege und insbesondere Kreuzzüge geführt und führen sie im übertragenen Sinne noch heute, wenn man die Ideologie der Evangelikalen, eines G.W. Bush heranzieht, die auch von Obama nicht in der Politik korrigiert worden ist. Und bei Herrn Scholl-Latour darf man nicht vergessen, dass er in einem Römisch Katholischen Internat erzogen und grundgeprägt wurde. Seine Aussagen sind eher kulturell zu verstehen und er hat stets sich auch mit Hochachtung gegenüber den anderen Kulturkreisen verhalten, was ihm ermöglicht hat, die Qualität seiner Arbeit überhaupt zu gewährleisten. Möge er in Frieden ruhen.

  • Scholl-Latour hat Unrecht. Die Aufklärung und die Erreichung der Freiheiten in Europa hat mit der Auseinandersetzung der Kirche vorrangig zu tun. Die Staaten mussten die Kirche einengen, damit sie ihr Unwesen nicht treiben. Säkularisierung war ja den politischen Arm der Kirche zu brechen. Daran hat primär die Kirchen selbst schuld. Denn sie hätten sich nicht unbedingt an die Seite der Adel stellen müssen und selbst ein teil des Adels werden sollen. Sie waren auch nicht in der Lage den Streit untereinander zu lösen und die Katastrophe des 30 Jährigen Krieges nicht stoppen. Es waren weltliche Herrscher die den Frieden von Westfalen zustande brachten.
    Die Kirchen haben die Hauptrolle dass das Christentum schwach wurde. Weitere Gründe sind dass das Christentum sogut wie keine praktische Normen hat. Und wenn in der Schulbildung der Religionsunterricht ziemlich abgeschwächt bis gegen Null geht, dann muss man nicht wundern wenn die Christen ihre Religion nicht mehr kennen.
    Das "Abendland" und "Morgenland" sind gedankliche Konstrukte und real sind sie nicht. Der Grieche ähnelt eher dem Türken als einem Iren und ein Portugiese sind kulturell einem Marokkaner ähnlicher als einem Letten.



  • Die "Christen" in Form der westlichen Staaten haben seit rund 1600 Jahren, seit der Ãœbernahme des Christentums zur Staatsreligion im Römischen Reich ihre unbarmherzigen Kriege und insbesondere Kreuzzüge geführt und führen sie im übertragenen Sinne noch heute, wenn man die Ideologie der Evangelikalen, eines G.W. Bush heranzieht, die auch von Obama nicht in der Politik korrigiert worden ist. Und bei Herrn Scholl-Latour darf man nicht vergessen, dass er in einem Römisch Katholischen Internat erzogen und grundgeprägt wurde. Seine Aussagen sind eher kulturell....


    Jesuitenkolleg, ist schon ein bisschen anders Kater.
    Aber auch Danke das Du auf die 1000e Jahre "erfolgreiche" Islamisierung der östlichen sowie auch westlichen Welt nicht eingehst und dort wurde sich ebensowenig geschenkt- aber diese Massaker an Hindus, Buddhisten und anders Gläubigen wirst Du uns auch noch "verschönen". Asien und Indien sind ja sooo weit weg.
    Und von dem was sich die "Ottomanen" in ihrem Weltreich geleistet haben wird natürlich der gnädige Mantel des Verschweigens gehüllt oder dieses mit den vereinzelten Laissez-faire weniger erschlagen.


    Und wer bis in die 1880er Jahre den Nachschub an "schwarzem Gold" an südamerikanische Latifundios geliefert oder diese selbst bis ins 20 Jhrdt. weidlich genutzt hat, dafür wirst Du kaum die "christlichen Imperialisten" verantwortlich machen...

    2 Mal editiert, zuletzt von Bicyclerepairmen ()

  • Scholl-Latour hat Unrecht. Die Aufklärung und die Erreichung der Freiheiten in Europa hat mit der Auseinandersetzung der Kirche vorrangig zu tun. Die Staaten mussten die Kirche einengen, damit sie ihr Unwesen nicht treiben. Säkularisierung war ja den politischen Arm der Kirche zu brechen.


    Sicher aber das widerspricht doch überhaupt nicht den (überzeugten) christlichen Glauben den Sie inne hatten. Und die "Säkulisierung" ging ja nicht einher mit der Aufklärung...



    Daran hat primär die Kirchen selbst schuld. Denn sie hätten sich nicht unbedingt an die Seite der Adel stellen müssen und selbst ein teil des Adels werden sollen. Sie waren auch nicht in der Lage den Streit untereinander zu lösen und die Katastrophe des 30 Jährigen Krieges nicht stoppen. Es waren weltliche Herrscher die den Frieden von Westfalen zustande brachten.


    Bitte ? Natürlich waren es "weltliche" Herrscher aber jeweils zu katholischen bzw. prostestantischen Gnaden...



    Die Kirchen haben die Hauptrolle dass das Christentum schwach wurde. Weitere Gründe sind dass das Christentum sogut wie keine praktische Normen hat.


    Bitte ? Aber natürlich hätten Sie die, sogar eine Menge, 100er Seiten wird das "irgendwo" vorgeschrieben. Nur werden Sie nicht befolgt....



    Und wenn in der Schulbildung der Religionsunterricht ziemlich abgeschwächt bis gegen Null geht, dann muss man nicht wundern wenn die Christen ihre Religion nicht mehr kennen.


    Siehe PSL...



    Das "Abendland" und "Morgenland" sind gedankliche Konstrukte und real sind sie nicht. Der Grieche ähnelt eher dem Türken als einem Iren und ein Portugiese sind kulturell einem Marokkaner ähnlicher als einem Letten.


    Ganz schmaler Grat, eher noch ganz morscher Holzweg. Das kommentiere ich jetzt nicht. Ich frage mal meine portugiesischen Freunde ab... und Türke/Grieche auweija...

  • Jesuitkolleg, ist schon ein bisschen anders Kater.
    Aber auch Danke das Du auf die 1000e Jahre "erfolgreiche" Islamisierung der östlichen sowie auch westlichen Welt nicht eingehst und dort wurde sich ebensowenig geschenkt- aber diese Massaker an Hindus, Buddhisten und anders Gläubigen wirst Du uns auch noch "verschönen". Asien und Indien sind ja sooo weit weg.
    Und von dem was sich die "Ottomanen" in ihrem Weltreich geleistet haben wird natürlich der gnädige Mantel des Verschweigens gehüllt oder dieses mit den vereinzelten Laissez-faire weniger erschlagen.


    Und wer bis in die 1880er Jahre den Nachschub an "schwarzem Gold" an südamerikanische Latifundios geliefert oder diese selbst bis ins 20 Jhrdt. weidlich genutzt hat, dafür wirst Du natürlich auch irgendwie die christlichen Imperialisten verantwortlich machen...


    Die islamischen Staaten haben nicht annähernd soviel Opfer zu verantworten, wie der vom Christentum geprägte Westen! Und das "Schwarze Gold" Afrikas wurde bei weitem nicht allein von arabischen Sklavenhändlern bereitgestellt, übrigens für einen Markt, den die Europäer errichtet hatten, denn die indigene Bevölkerung des amerikanischen Doppelkontinents brauchte keine Sklaven aus Afrika! Sie fiel auch größtenteils der Mordbrennerei, den Konflikten unter den Landräubern zum Opfer, und ist bis heute weitgehend nicht rehabilitiert, ganz zu schweigen davon, dass sie auch nicht restituiert wurde. Die Parallelen zu den zionistischen Landräubern und Massenmördern sind offensichtlich!

  • und Türke/Grieche auweija...


    Nur hier ganz kurz...So Unrecht hat er nicht. Meine Frau ist Türkin und einer meiner besten Freunde Grieche.
    Die Ähnlichkeiten und sogar gemeinsamen Bräuche + Alltagskultur sind frappierend.

  • Nur hier ganz kurz...So Unrecht hat er nicht. Meine Frau ist Türkin und einer meiner besten Freunde Grieche.
    Die Ähnlichkeiten und sogar gemeinsamen Bräuche + Alltagskultur sind frappierend.


    Natürlich sind Sie "ähnlich" aber doch nicht in Ihrem Selbstverständnis -gegenüber den anderen-

  • Natürlich sind Sie "ähnlich" aber doch nicht in Ihrem Selbstverständnis -gegenüber den anderen-


    Wir sind uns alle ähnlich, schließlich sind alle Menschen eine einzige Art oder Rasse! Und das Selbstverständnis ist ein aufgesetztes Merkmal, leider dazu missbraucht, um Konflikte zu begründen, die die Menschheit als Ganze in ihrer Entwicklung immer wieder bremsen oder gar auf schon überwundene gesellschaftliche Niveaus zurückwerfen!

  • Die islamischen Staaten haben nicht annähernd soviel Opfer zu verantworten, wie der vom Christentum geprägte Westen!


    Nicht annähernd.. naja..



    Und das "Schwarze Gold" Afrikas wurde bei weitem nicht allein von arabischen Sklavenhändlern bereitgestellt, übrigens für einen Markt, den die Europäer errichtet hatten, denn die indigene Bevölkerung des amerikanischen Doppelkontinents brauchte keine Sklaven aus Afrika!


    Richtig..



    Sie fiel auch größtenteils der Mordbrennerei, den Konflikten unter den Landräubern zum Opfer, und ist bis heute weitgehend nicht rehabilitiert, ganz zu schweigen davon, dass sie auch nicht restituiert wurde.


    ...nur ändert das aber rein gar nichts an der Tatsache das der wesentlichen Eckpfeiler in der Beschaffung auf muslimische Händler ruhte und auch allgemein die Sklaverei im muslimisch geprägten Afrika bis in die jüngste Neuzeit üblich und ebenso mit dem "Islam" einher ging. Interessant übrigens warum Du auf diesen dunklen Aspekt nicht eingehst aber...



    Die Parallelen zu den zionistischen Landräubern und Massenmördern sind offensichtlich!


    ..wieder hier dieses Off-topic präsentieren musst..