Zeitschrift „Öko-Test“ – Bezahlter Schwindel oder Hilfe für Verbraucher?

  • In dem Trinkwasserthread war heute die Rede von einer Öko-Test-Veröffentlichung über unser schlechtes Trinkwasser. "Öko-Test" - das hört sich ja so ähnlich an wie "Waren-Test" oder "Finanz-Test". Der Name soll also Seriosität vermitteln. Deshalb hat man sich mit eben diesem Namen an die Stiftung Warentest angelehnt.

    Doch seriös? Die Diskussionen über diese "Zeitschrift" gibt es schon seit Jahren. Und der Ruf hat auch schon sehr gelitten. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich…..


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69518872.html


    http://www.schadenfixblog.de/w…imittel-mit-testergebnis/



    http://www.bio-label-test.de/pt08_ot_mogelt.html


    Dreiste Promotion-Postille, redaktioneller Schwindel auf Bestellung oder freundliche Verbraucherberatung?
    Was ist "Öko-Test" eigentlich?

  • In dem Trinkwasserthread war heute die Rede von einer Öko-Test-Veröffentlichung über unser schlechtes Trinkwasser. "Öko-Test" - das hört sich ja so ähnlich an wie "Waren-Test" oder "Finanz-Test". Der Name soll also Seriosität vermitteln. Deshalb hat man sich mit eben diesem Namen an die Stiftung Warentest angelehnt.

    Doch seriös? Die Diskussionen über diese "Zeitschrift" gibt es schon seit Jahren. (...)


    Dreiste Promotion-Postille, redaktioneller Schwindel auf Bestellung oder freundliche Verbraucherberatung?
    Was ist "Öko-Test" eigentlich?


    Auuuutsch, "Öko-Test". Ein paar Jährchen hatte ich regelmäßig mit denen zu tun, auch mit "Stiftung Warentest" u.a. - seitdem bin ich allgemein relativ skeptisch, lese die Blätter zwar unregelmäßig, nehme auch Testergebnisse zur Kenntnis, aber trotzdem tut man meines Erachtens gut daran, sich die Methoden genau anzuschauen und im Zweifel davon auszugehen, dass nicht jeder "Testsieger" wirklich einer ist - vom ADAC mit seinem Gelben Engel ganz zu schweigen.. ; )


    Der Chefredakteur von Öko-Test hat meines Erachtens allerdings nicht unrecht, wenn er sich darauf zurückzieht, dass die Zeitschrift nichts dafür kann, wenn deren Testergebnisse als "Bio"-Siegel wahrgenommen werden. Gerade bei Öko-Labeln gibt's ein enormes Wirrwarr, und dass Bio nicht gleich Bio ist, hat sich bei vielen Verbrauchern anscheinend auch noch nicht herumgesprochen. Man versuche beispielsweise mal, sich bei Verivox & Co. in die verschiedenen Gütesiegel für angeblich umweltfreundlichen Ökostrom einzufuchsen; da erahnt man die Untiefen der Branche. Aber das reicht ja noch wesentlich weiter.


    Was mich jedenfalls in Zusammenhang mit Öko-Test erstmals stutzig und in der Folge wesentlich skeptischer machte, war ein Test, mit dessen vorab vermeldeten Ergebnis ein Vorgesetzter eines schönen Tages mein Büro stürmte und einen Skandal witterte: Schimmel in Marzipan! Und das in der Vorweihnachtszeit!
    Da blieb einem doch glatt der Bissen im Hals stecken.
    Laut Öko-Test waren damals nur ein oder zwei Produkte irgendwelcher Hersteller (Namen vergessen, sorry ;) wirklich unbedenklich und empfehlenswert, in allen anderen Marzipanbroten, -kartoffeln und sonstigen Leckereien verschiedener Anbieter wimmelte es angeblich vor Aflatoxinen. Die waren glatt durchgefallen. Die Testmethodik erschloss sich nicht ohne Weiteres, noch nicht mal im Kleingedruckten. Telefonische Nachfragen bei Lebensmittelchemikern wie auch Öko-Test und anderen ergaben schlussendlich, dass Öko-Test bummelig ein Achtel oder Zehntel der seinerzeit zulässigen Grenzwerte für Höchstmengen von Aflatoxinen freihändig festgesetzt, sich daran orientiert und das nicht offengelegt hatte.
    Das fanden sie okay. Ich nicht.
    Sie mögen es ja besonders gut gemeint haben, aber so was nenne ich nicht transparent und unseriös. In meinen Augen schrumpfte der vermeintliche Giga-Skandal also auf etwas ausgesprochen Fragwürdiges zusammen, zumal die übrigen, bei Ö-Test gnadenlos abgewerteten und durchgefallenen Produkte großteils innerhalb und zum Teil weit unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenzwerte geblieben und ergo problemlos genießbar waren. Und jetzt ratet, wer sich durchsetzte und es zum Skandal aufgebauscht wissen wollte. Jedenfalls nicht Öko-Test, an dieser Stelle muss ich sie dann doch wieder in Schutz nehmen. Die leben vermutlich bloß gut davon.


    Mit diesem eingebauten Aflatoxin-Alarm, der bei näherer Betrachtung keiner war, lese ich inzwischen die allermeisten Tests: gut geeignet, um sich einen groben Ãœberblick zu verschaffen, im Detail aber jeweils mit Vorsicht zu genießen. :wink5:

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  • Ein bewährtes Mittel um auf solche Blättchen verzichten zu können , ist , mit gewisser Vorkenntnis beim Einkaufen ein Transportables * Chemie Testlabor und einen Geigerzähler * dabei haben um die Produkte zu prüfen was man kaufen will .


    Bei Fragen am besten immer mit dem Hausanwalt und Hausarzt online sein . :cornut:


    Oder sich Schlicht und Ergreifend auf seine Erfahrung / Wissen und Gefühl beim Einkauf verlassen . Das ist am besten und günstigsten:yesnod: . Und im Zweifel das Produkt eben nicht kaufen . :biggrin:


    mfg BB

    Einmal editiert, zuletzt von BON BOX ()

  • Der Chefredakteur von Öko-Test hat meines Erachtens allerdings nicht unrecht, wenn er sich darauf zurückzieht, dass die Zeitschrift nichts dafür kann, wenn deren Testergebnisse als "Bio"-Siegel wahrgenommen werden.


    Vorschlag: Man könnte die Zeitschrift ja in SPD-Test statt Öko-Test umbenennen.



    gut geeignet, um sich einen groben Ãœberblick zu verschaffen, im Detail aber jeweils mit Vorsicht zu genießen.


    Ich halte es eher wie bei den Verbraucher-Ratgeber-Sendungen im Fernsehen: Unterhaltsam, aber da meine Kriterien und die Gewichtung dieser Kriterien eh nicht mit denen der Tester übereinstimmen sind es eher die Details die Interessant sind, das Komplettergebnis (das dann z.B. auf dem Etikett steht) sagt hingegen für mich nichts mehr aus.