Ist die katholische Kirche die reichste Körperschaft Deutschlands?

  • "Vergelt's Gott"


    heute abend läuft eine reportage in der ARD, die zum inhalt hat, wie viel besitz und vermögen die katholische kirche in deutschland ihr eigen nennt.


    in einem vorbericht schreibt spon, dass diejeigen, die es wissen sollten, sich eher ausweichend dazu äußern und den eindruck erwecken, sie wüssten es selbst nicht.
    in limburg ergab kürzlich ein kassensturz, dass das vermögen des bistums in der größenordnung von rund 900 mio euro läge.
    für ganz deutschland schätzt ein prof aus berlin alleine den wert des grundbesitz auf rund 200 mrd euro.
    aber für ein katholisches obdachlosenheim in freising mit 64.000 € finanzierungsbedarf war kein geld übrig und so wurde es geschlossen.


    die herkunft von ländereien und mitteln der bistümer in deutschland und anderswo geht ja durchaus auf finstere zeiten zurück. die kapitalanhäufung war keine "gottgegebene" fügung, sondern beruhte auf handfesten interessenvertretungen und nicht selten auch auf enteignungen.
    wird es nicht langsam zeit, dass der umfang der akkumukierten mittel offen gelegt und einer gewissen überwachung und transparenz unterzogen wird? schließlich buttert der steuerzahler hunderte millionen jedes jahr zu den bereits bestehenden kapitalstöcken dazu.


    es wäre auch unter dem gesichtspunkt der gleichbehandlung nur fair, wenn darüber in allen details rechnung offen gelegt würde - so wie jeder andere unterstützungsempfänger das auch zu tun gezwungen wird. hat die katholische kirche überkommene priviliegien und wird zu unrecht in der gegebenen größenordnung bezuschusst? wären die eingeschossenen mittel nicht an anderer stelle sinnvoller investiert? warum finanzieren die bistümer sich nicht komplett selbst aus den eigenen, gewaltigen kapitalstöcken?


    hier der vorbericht der reportage bei spon: http://www.spiegel.de/kultur/t…-bischoefen-a-990374.html


    die reportage läuft heute um 22:45h bei der ARD unter der Rubrik "Die Story im Ersten: Vergelt's Gott"

    7 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: ft

  • Das ist nur wieder die übliche Katholenverhetze aus der der linken Ecke, die wohl auch von den Schariafreaks ablenken soll. Wenn das nicht klappt, buddelt man wieder ein paar Missbrauchsfälle aus.

  • Das ist nur wieder die übliche Katholenverhetze aus der der linken Ecke, die wohl auch von den Schariafreaks ablenken soll. Wenn das nicht klappt, buddelt man wieder ein paar Missbrauchsfälle aus.


    Um Kritik an Kirchen zu ueben muss man nicht unbedingt aus der linken Ecke kommen. Viele Kritiker kommen uebrigens selbst aus der Kirche. Das Verlangen nach Veraenderungen ist bei direkt Betroffenen oft groesser als bei Aussenstehenden. Veraenderungen gehen in der Regel nur von innen.
    Zum Thema. Ein Problem ist, dass kirchliches Vermoegen oft Geld kostet, und nicht zu knapp.

  • Das ist nur wieder die übliche Katholenverhetze aus der der linken Ecke, die wohl auch von den Schariafreaks ablenken soll. Wenn das nicht klappt, buddelt man wieder ein paar Missbrauchsfälle aus.



    was bist denn du für einer? etwa einer dieser einäugigen kasper? die pösen sind immer nur die anderen? :wink5:

  • was bist denn du für einer? etwa einer dieser einäugigen kasper? die pösen sind immer nur die anderen? :wink5:


    Einer der sich seine Meinung selbst macht und nicht von der Presse vorkauen läßt. Die Meinungslenkung der Medien ist doch wirklich nicht so leicht zu übersehen.

  • Einer der sich seine Meinung selbst macht und nicht von der Presse vorkauen läßt. Die Meinungslenkung der Medien ist doch wirklich nicht so leicht zu übersehen.


    Bedeutet das jetzt ARD kommt aus der linken Ecke? :thinking-020:

  • Was ist eine Körperschaft? Ein privater öffentlicher Träger?
    Kirche als Immobilienverein ohne steuerliche Verpflichtungen?
    Ist die katholische Kirche in Deutschland reicher als Aldi Nord und Süd? Ist ja auch eine Art von Körperschaft das Aldi-Klientel. Jedenfalls jenseits der Filialen.
    Meine Prognose geht so: Deutschland wird ohne die Kirchensteuer nicht ärmer, aber durch die Marginalisierung des Christentums/der Kirchen auch nicht humanitärer.
    Mir ist es egal, wer die Nächstenliebe predigt. Hauptsache jemand nimmt sich der Sache an.

  • Was ist eine Körperschaft? Ein privater öffentlicher Träger?
    Kirche als Immobilienverein ohne steuerliche Verpflichtungen?
    Ist die katholische Kirche in Deutschland reicher als Aldi Nord und Süd? Ist ja auch eine Art von Körperschaft das Aldi-Klientel. Jedenfalls jenseits der Filialen.
    Meine Prognose geht so: Deutschland wird ohne die Kirchensteuer nicht ärmer, aber durch die Marginalisierung des Christentums/der Kirchen auch nicht humanitärer.
    Mir ist es egal, wer die Nächstenliebe predigt. Hauptsache jemand nimmt sich der Sache an.



    Deine Beiträge werden immer rätselhafter.


    Zitat


    .....
    Um den Bischöflichen Stuhl ranken sich Legenden von schwarzen Kassen und einem undurchsichtigen Finanzgebaren. Dabei ist er, neutral betrachtet, erstens das Amt des Bischofs mit seiner Verwaltung (Kurie) und zweitens auch Rechtssubjekt, Vermögensträger und eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts. Steuerbefreit und gespeist aus Stiftungen, Zustiftungen, Entschädigungen nach der Säkularisation, Einnahmen aus Unternehmensbeteiligungen und Immobilienbesitz.
    (...)


    http://www.welt.de/politik/deu…r-reichsten-der-Welt.html




    Bitte, quäle Dich durch die Wirrnisse der winkeladvokatischen Vermögensverschleierung der RKK. Nach Deiner Läuterung kannst Du uns von den Ergebnissen berichten.

    Einmal editiert, zuletzt von ZumPostwinkel () aus folgendem Grund: Linkfunz!

  • Man muß sich nur mal vorstellen, wie viel Gutes man mit so viel Geld tun könnte. :angel:


    Wenn das in den richtigen Händen wär.... :thinking-020:


    ....könnte man zB unsere Kinder davon abhalten, sich radikalen Strömungen anzuschließen, weil sie sozal und gesellschaftlich aufgeklärt betreut wurden.


    ...wär jetzt aber nur mal ein Beispiel.


    :sifone:

  • die reportage war gut und sachlich strukturiert, die sprachlosigkeit der kirchenfürsten sehr beredt und das aufbegehren von teilen der kirchenmitglieder gegen die geheimniskrämerei so aufrichtig wie vergeblich.
    auch die herleitung des geschätzten wertes der kirchlichen immobilien war gut begründet und sachlich korrekt, soweit das bei schätzungen auf der basis von rund 70 jahre alten zahlen der seinerzeitig erhobenen liegenschaften möglich ist. die ermittelten 200 mrd. liegenschaftswerte alleine in grundbesitz des bekannten (stand 1936) besitzes in deutschland dürften bei weitem nicht den heutigen gesamtwert beziffern.
    als körperschaften des öffentlichen rechts und moralische instanz war besonders befremdlich, dass offenbar ein verflochtenes besitzverhältnisse verschleierndes konstrukt entwickelt wurde, um über briefkastenfirmen in steuergünstigen organisationsformen die liegenschaften zu verwalten, ohne dass diese unmittelbar dem kirchlichen besitz zuzuordnen sind, sofern nicht mühevoll recherchiert wird um die verbindungen aufzudecken. das ist alles andere als moralisch vrbildlich. und die tatsache, dass das alles von mir als steuerzahler subventioniert wird, mach mich alles andere als froh.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: ft


  • auch die herleitung des geschätzten wertes der kirchlichen immobilien war gut begründet und sachlich korrekt, soweit das bei schätzungen auf der basis von rund 70 jahren alten zahlen der seinerzeitig erhobenen liegenschaften möglich ist. die ermittelten 200 mrd. liegenschaftswerte alleine in grundbesitz des bekannten (stand 1936) besitzes in deutschland dürften bei weitem nicht den heutigen gesamtwert beziffern.


    Die Kirche hat zwar durchaus einiges an Geld aber vieles gebunden in unverkäuflichen Sachgütern, die ganzen denkmalgeschützen Kirchen müssen erhalten werden, sind viel wert aber können nicht verkauft werden.


    Ich finde daran auch herzlich wenig falsches wenn man versucht das ganze so kostengünstig wie möglich zu verwalten, das macht jedes Unternehmen so, das Problem ist doch weniger das man versucht das ganze zu machen als das der Staat diese Lücken lässt.

  • Die Kirche hat zwar durchaus einiges an Geld aber vieles gebunden in unverkäuflichen Sachgütern, die ganzen denkmalgeschützen Kirchen müssen erhalten werden, sind viel wert aber können nicht verkauft werden.


    Ich finde daran auch herzlich wenig falsches wenn man versucht das ganze so kostengünstig wie möglich zu verwalten, das macht jedes Unternehmen so, das Problem ist doch weniger das man versucht das ganze zu machen als das der Staat diese Lücken lässt.



    du hast völlig recht, das "passt" alles gut zusammen.
    kürzer hättest du auch schreiben können, dass es sich dabei um das bekannte prinzip der kirchenleitung handelt:
    dem volk wasser predigen und selbst wein saufen.
    ein grundprinzip, das bereits im mittelalter stein des anstoßes war.
    btw.... geht es nicht genau um solche fundamentalen widersprüche und diskrepanzen von schein und sein, wenn die kirche als institution kritsiert wird?

  • du hast völlig recht, das "passt" alles gut zusammen.
    kürzer hättest du auch schreiben können, dass es sich dabei um das bekannte prinzip der kirchenleitung handelt:
    dem volk wasser predigen und selbst wein saufen.ein grundprinzip, das bereits im mittelalter stein des anstoßes war.
    btw.... geht es nicht genau um solche fundamentalen widersprüche und diskrepanzen von schein und sein, wenn die kirche als institution kritsiert wird?


    ..und Schuld hat wieder mal ein Franzose:
    http://www.focus.de/politik/de…napoleon_aid_1135201.html

  • [mod] Habe 16 von 29 Beiträgen in den POTT verschoben und Miriam hat sich aus der Diskussion verabschiedet. [/mod]

  • Ich hab mal ein bisschen gestöbert...


    Zitat

    Ob Kita-Ausbau, Ganztagsschule oder Altenpflege – in den Wachstumsfeldern des Sozialstaats spielen die kirchlichen Wohlfahrtsträger Caritas und Diakonie die entscheidenden Rollen. Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit haben sie ein expansives Perpetuum mobile konstruiert: Sie erfinden sich selbst immer neue Aufgaben, der Staat gibt das Geld.


    http://www.wiwo.de/politik/deu…h-beim-staat/7397380.html


    Viele Gehälter lassen die sich auch vom Staat bezahlen...


    Zitat

    [h=2]Spardebatte: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter[/h]Die Bundesregierung spart und streicht, doch kirchliche Gehälter verschont sie. Die Bezüge werden seit 200 Jahren vom Staat getragen, und niemand scheint daran etwas ändern zu wollen - obwohl 2009 fast eine halbe Milliarde Euro gezahlt wurde.


    http://www.spiegel.de/politik/…engehaelter-a-699422.html


    Hier findet man ab Seite 39 ein wenig Aufschlüsselung bei der Diakonie.


    Und hier hab ich bei Youtube eine Doku gefunden, die ich mir jetzt anschauen werde. :sifone:


    :sifone:


  • Man könnte das alles sicher auch ohne den religiösen Klimbim staatlich finanzieren, doch religiös orientierte Menschen sind leichter in die "göttlichen" Hierachien einzubinden, lassen ein persönlich motiviertes Engagement einfließen und sind leichter ökonomisch auszubeuten!

  • mein bild was ich von der katholischen kirche habe entspricht dem wie aus filmen mit bud spencer und terence hill wie "zwei missionare". :wink5: die katholische kirche macht auch so gesehen nicht viel dass sich das verbessert. das bezieht sich aber nur auf die "verwaltung" und nicht auf die engagierten leute die viel gutes tun. dass die kk ziemlich reich ist und werte wie eigentum hat das glaub ich schon.

  • das bezieht sich aber nur auf die "verwaltung" und nicht auf die engagierten leute die viel gutes tun.


    Möchte ich an dieser Stelle auch betonen. Denn diese Menschen sind die Leidtragenden in dieser Geschichte, weil sie durch den Image-Verlust auch mit Schaden nehmen.


    Hier udn mir geht es dabei nur um die Mechanismen krimineller Machenschaften und unmoralischen Handelns. Die schwarzen Schafe benennen! Das ist wichtig und keine institutionelle Pauschalkritik.


    mfg