Faktencheck – Kauflaune – Einzelhandelsumsatz

  • Gute Kauflaune GfK-Konsumklima trotz Krise stabil versus im Vergleich zum Juni 2014 lag der Umsatz im Juli 2014 kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 % und nominal um 1,0 % niedriger. ???

    28.08.2012, 08:31 - Gute Kauflaune GfK-Konsumklima trotz Krise stabil -Das GfK-Barometer für das Konsumklima verharrt im Moment bei 5,9 Punkten. Allerdings sehen viele Bürger die Konjunktur skeptischer – und sparen weniger. Damit fließt mehr Geld in den privaten Verbrauch.

    Im Vergleich zum Juni 2014 lag der Umsatz im Juli 2014 kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) real um 1,4 % und nominal um 1,0 % niedriger. Dies ist der höchste reale Rückgang gegenüber dem Vormonat seit Januar 2012 (real – 2,3 %).

    Die Vorstellung in der Welt der neoliberalen Nomenklatura in Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik ist offensichtlich eine andere als die Welt des Faktischen in der die meisten Bürger und Bürgerinnen leben.

    Warum suggerieren viele Medien eine andere Welt???

    Einmal editiert, zuletzt von Sybilla ()

  • .....Warum suggerieren viele Medien eine andere Welt???


    Sie übernehmen die Funktion des Wahrheitsministeriums. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Rückgang ist Stabilität und mehr ausgegebenes Sparergeld führt zu Umsatzeinbrüchen.


    Ich finde es fast komisch wie eifrig wir dabei sind, die Visionen von Orwell in die Realität umzusetzen.

  • diese indices sind weit weniger wichtig und in der praxistauglichkeit im übrigen höchst umstritten - und zwar beim handel - als die nachrichten und initiatoren gerne glauben machen wollen. es handelt sich in erster linie um politisch auswertbare zahlen, weniger um grundlagen die helfen, für den operativen geschäftsverlauf entscheidungen zu treffen.


    abgesehen davon sind die erhebungen auch irreführend, den sie werden nicht sauber getrennt, sondern vermischen verschiedene saisonale bereiche, die damit nicht korrekt ausgelesen werden können. zudem ist der einzelhandel - also der verbrauchernahe handel - nicht vom online-handel getrennt, es geht bei der datenerhebnung nur um eher tendenzielle absichten von begfragten, beispielsweise irgendeine kosumausgabe tätigen zu wollen. es handelt sich also um eine eher unscharfe prognosegrundlage.

    Zitat


    Jede Woche schickt die GfK gut 600 Interviewer raus ins Land, befragt rund 1.000 Konsumenten in persönlichen Gesprächen. Mal werden die Konsumenten gefragt, ob sie ein bestimmtes Waschmittel kennen, mal, ob sie die neue Schlemmerwurst schon probiert haben. Doch bevor es in die Details geht, wird Grundsätzliches geklärt. Planen Sie demnächst größere Anschaffungen? Wie wird sich das Gehalt in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? Wie schätzen Sie die Wirtschaftslage ein? Die Ergebnisse dieser Fragen werden dann zusammengetragen und landen – genau! – bei Rolf Bürkl.Der macht daraus das „GfK-Konsumklima“, das jeweils zum Monatsanfang vorhersagt, wie sich die Verbraucher in den folgenden Wochen verhalten werden. Der Konsumklimaindex ist auch Grundlage für die deutsche Komponente des EU-Verbrauchervertrauens, das die EU-Kommission ermittelt.


    Angefangen hat das Ganze 1991, Bürkl weilte gerade für die Hanns-Seidel-Stiftung, die Parteistiftung der CSU, in Namibia. Weit weg von allem, doch dann erreichte ihn dieser Anruf. Am Apparat ein Kommilitone, der nach dem volkswirtschaftlichen Diplom die Promotion draufgesetzt hatte. Jetzt entwickelte er für die GfK einen Frühindikator, aufbauend auf der nur beschreibenden Verbraucherstimmung. Rolf, bist du dabei?


    War er. Ein paar Monate tüftelten die beiden vor allem an der Auswahl geeigneter Einflussgrößen. Regressionsanalysen zeigten schließlich drei Ausschläge: Sparneigung, individuelle Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.
    quelle



    die medien scheinen ihre rolle gewechselt zu haben.
    in meiner jugend schien es noch nachrichten gegeben zu haben, heute gibt es nur noch abziehbilder der gewünschten medialen veröffentlichungsrichtlinie der diese bestimmenden schichten.


    habe ich mich vor dreissig jahren noch über die aktuelle kamera und die plakativ herunter gebeteten zielereichungen, planzielfestlegungen und den beklatschten wohlstandszustandsbericht amüsiert, finde ich das gleiche, in anderem gewand, heute in unseren nachrichten wieder.


    dass es in der ddr auch nix genützt hat, die leute dumm halten zu wollen, scheint nicht gegenstand der einschlägigen ausbildungsgänge und seminare zu sein....

    4 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()


  • Ganz einfach, um auch jene zu erreichen, die sich eigentlich infolge mangelnder Liquidität die Nasen an den Schaufenstern plattdrücken müssten, aber dann dennoch mit multiplen Krediten in die Schuldenfalle oder gar persönliche Insolvenz getrieben werden. Den Handel selbst juckt das nicht, da zählt Umsatz, den Rest realisieren dann die Banken und Schuldnerinstitutionen.


    Wir kaufen grundsätzlich nichts auf Kredit, auch wenn die Angebote noch so verlockend sein sollten. Grüsse vom grauen kater

  • Wir kaufen grundsätzlich nichts auf Kredit, auch wenn die Angebote noch so verlockend sein sollten. Grüsse vom grauen kater

    Die persönlichen Konsumgewohnheiten und das individuelle Ausgabenverhalten spielen volkswirtschaftlich keine so bedeutende Rolle.

    Ganz einfach, um auch jene zu erreichen, die sich eigentlich infolge mangelnder Liquidität die Nasen an den Schaufenstern plattdrücken müssten, aber dann dennoch mit multiplen Krediten in die Schuldenfalle oder gar persönliche Insolvenz getrieben werden. Den Handel selbst juckt das nicht, da zählt Umsatz, den Rest realisieren dann die Banken und Schuldnerinstitutionen.

    Den Handel "jucken" Forderungsausfälle durchaus. Nicht jeder Kunde schließt beim Ratenkauf zugleich eine Restschuldversicherung ab. Und selbst, wenn der Forderungsausfall sich auf die zwischengeschaltete Bank verschiebt - der Handel kriegt mittelfristig ja zu spüren, dass die Zahl der nicht mehr kreditwürdigen Kunden gewachsen ist.

  • Die persönlichen Konsumgewohnheiten und das individuelle Ausgabenverhalten spielen volkswirtschaftlich keine so bedeutende Rolle.
    Den Handel "jucken" Forderungsausfälle durchaus. Nicht jeder Kunde schließt beim Ratenkauf zugleich eine Restschuldversicherung ab. Und selbst, wenn der Forderungsausfall sich auf die zwischengeschaltete Bank verschiebt - der Handel kriegt mittelfristig ja zu spüren, dass die Zahl der nicht mehr kreditwürdigen Kunden gewachsen ist.


    Die Verluste sind eingepreist, wir alle bezahlen die Risiken der Banken mit! Und wenn sich mehrheitlich Menschen so im Konsum verhalten würden, wie wir, also nicht den Verlockungen folgen würden sondern einen Kredit, wenn überhaupt nötig, nur in einem Notfall beanspruchen täten, oder z. B. für Wohneigentum, so wäre das volkswirtschaftlich schon von Bedeutung! Für Wünsche kann man auch ansparen. Und man sollte nur kaufen, was man auch wirklich braucht!

  • Wer kauft, ausser Niedrigstlöhner, nur dass, was er wirklich braucht? Lüge dich doch nicht selber an.


    Nicht einmal Niedrigstlöhner tun das, viele von denen die noch keine miese Schufabewertung haben kaufen halt auf Pump, und wenn es das Handy für 1,-€ ist.


    Das sind eben genauso die Dummen wie diejenigen, die im Shoppingrausch ihre Bude mit Nippes vollknallen, den sie 1 Jahr später entweder wegschmeißen oder via Ebay verhökern.

  • Gute Kauflaune GfK-Konsumklima trotz Krise stabil versus im Vergleich zum Juni 2014 lag der Umsatz im Juli 2014 kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 % und nominal um 1,0 % niedriger. ???

    28.08.2012, 08:31 - Gute Kauflaune GfK-Konsumklima trotz Krise stabil -Das GfK-Barometer für das Konsumklima verharrt im Moment bei 5,9 Punkten. Allerdings sehen viele Bürger die Konjunktur skeptischer – und sparen weniger. Damit fließt mehr Geld in den privaten Verbrauch.


    Die Prognose ist von August 2012, das ist ja nur zwei Jahre her und der GfK-Index wird monatlich erfasst.



    Zitat von Sybilla

    Im Vergleich zum Juni 2014 lag der Umsatz im Juli 2014 kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) real um 1,4 % und nominal um 1,0 % niedriger. Dies ist der höchste reale Rückgang gegenüber dem Vormonat seit Januar 2012 (real – 2,3 %).

    Die Vorstellung in der Welt der neoliberalen Nomenklatura in Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik ist offensichtlich eine andere als die Welt des Faktischen in der die meisten Bürger und Bürgerinnen leben.

    Warum suggerieren viele Medien eine andere Welt???


    Die Zahlen sind sehr sorgfältig ausgewählt, der Umsatz ist im Juli 0,7% höher als vor einem Jahr und in den ersten sieben Monaten um 1,3% höher als vor einem Jahr.


    Aber Langzeitrechnungen sind aktuell wohl nicht angesagt.


    Allein für die Kombination mit einer zwei Jahren alten Prognose rechtfertigt die Verleihung des Pillenschluckers am Band für die Dankideppen.
    Die Preisträger sind:
    BON BOX, Grauer Kater, family und Diogenes2100.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Wer kauft, ausser Niedrigstlöhner, nur dass, was er wirklich braucht? Lüge dich doch nicht selber an.


    Wie willst Du beurteilen, was meine Familie und ich brauchen? Es war nicht davon die Rede, dass wir nur den äußersten existenziellen Grundbedarf befriedigen! Wir brauchen schon ein gutes Heim, ansprechende Kleidung, gutes gesundes Essen, ab und zu ein Fläschchen Cognac, Sekt oder Wein, vernünftigen Urlaub und vernünftige Autos mit entsprechender Leistung. Nur wird das eben nicht auf Pump gekauft, und wir kaufen neue Dinge auch nur dann, wenn es erforderlich ist, mal wieder etwas zu ersetzen, weil eben der Zahn der Zeit genagt hat oder weil das Neue einen entsprechenden Mehrnutzen verspricht. Grüsse vom grauen kater

  • Wie willst Du beurteilen, was meine Familie und ich brauchen? Es war nicht davon die Rede, dass wir nur den äußersten existenziellen Grundbedarf befriedigen!

    Es war jedoch sehr wohl die Rede davon, dass anderen Haushalten solcher über den existenzsichernden Grundbedarf hinausgehender Konsum "schädlich" sei.

  • ....Allein für die Kombination mit einer zwei Jahren alten Prognose rechtfertigt die Verleihung des Pillenschluckers am Band für die Dankideppen.
    Die Preisträger sind:
    BON BOX, Grauer Kater, family und Diogenes2100.


    Nein, ich werde mich nicht auf dein Niveau herablassen. Macht mir echt zu viel Mühe mich soooo tief zu bücken.

  • Nein, ich werde mich nicht auf dein Niveau herablassen. Macht mir echt zu viel Mühe mich soooo tief zu bücken.


    Jepp, arschkriecherische Stiefelleckerei bei den transatlantischen "Freunden" ...


    Du unterschätzt Deine Motivation zu wirklich beeindruckender Gymnastik.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Du unterschätzt Deine Motivation zu wirklich beeindruckender Gymnastik.


    Zitat

    Zitat von Diogenes2100
    Jepp, arschkriecherische Stiefelleckerei bei den transatlantischen "Freunden" ...


    Ich beschreibe nur das Verhalten unserer politischen Drohnen gegenüber den USA und ihrer Speichellecker in Foren ....

  • Wie willst Du beurteilen, was meine Familie und ich brauchen?


    Was du und deine Familie glaubt zu brauchen. Aber keine Sorge, ich bin von Marx zu weit entfernt um hier vorzuschreiben. Andere glauben einen Privatjet und Luxusyacht zu brauchen.

  • Es war jedoch sehr wohl die Rede davon, dass anderen Haushalten solcher über den existenzsichernden Grundbedarf hinausgehender Konsum "schädlich" sei.


    Davon war bei mir nie die Rede, selbst Marx geht von unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Menschen aus, die angebliche Gleichmacherei im Sozialismus/Kommunismus ist ein Argument des antikommunistischen Establishments mit dem Ziel, die Menschen ihrer eigentlichen Interessen zu entfremden!

  • Was du und deine Familie glaubt zu brauchen. Aber keine Sorge, ich bin von Marx zu weit entfernt um hier vorzuschreiben. Andere glauben einen Privatjet und Luxusyacht zu brauchen.


    Wenn wir uns eine Luxusyacht leisten könnten, würden wir sie wohl auch brauchen und wir könnten dann auf anderes verzichten! Einen Privatjet brauchen wir mit Sicherheit nicht!