Deutscher Export bricht ein - "Die Sanktionen gegen Russland greifen voll"

  • ................ Nur gibt der Deutsche im Verhältnis zu seinen Gesamtausgaben für Lebensmittel sowieso nicht viel aus. Er merkt es nicht einmal. .......................


    Das kann man zwar für den Durchschnitt der Deutschen sagen, doch in den unteren Einkommensschichten sind es eben nicht nur 13 bis 17 % des Einkommens. Da steigen die Ausgaben für Lebensmittel schnell mal auf 40%++ oder es wird sogar am Essen gespart, weil eben das Haushaltsbudget vorn und hinten nicht reicht. Und wenn eben bloss das Billige gekauft wird, werden kann, ist Mangel- und Fehlernährung die Folge, mit den Auswirkungen Adipositas und Stoffwechselkrankheiten.

  • Das kann man zwar für den Durchschnitt der Deutschen sagen, doch in den unteren Einkommensschichten sind es eben nicht nur 13 bis 17 % des Einkommens. Da steigen die Ausgaben für Lebensmittel schnell mal auf 40%++ oder es wird sogar am Essen gespart, weil eben das Haushaltsbudget vorn und hinten nicht reicht. Und wenn eben bloss das Billige gekauft wird, werden kann, ist Mangel- und Fehlernährung die Folge, mit den Auswirkungen Adipositas und Stoffwechselkrankheiten.


    ich wußte gar nicht das man durch frisches Obst und Gemüse eine Mangel und Fehlernährung erhält. Ein Apfel kostet 30 cent... die wird man doch wohl auch noch in den unteren Einkommensgruppen aufbringen können. Selbst Fleisch ist einmal pro Woche locker drin. So wie es 1960 oder so auch war. Jeden Tag ein Schnitzel oder Braten muss doch sowieso nicht sein oder Hamburger aus der Amerikanischen Fleischbratereien

  • ich wußte gar nicht das man durch frisches Obst und Gemüse eine Mangel und Fehlernährung erhält. Ein Apfel kostet 30 cent... die wird man doch wohl auch noch in den unteren Einkommensgruppen aufbringen können. Selbst Fleisch ist einmal pro Woche locker drin. So wie es 1960 oder so auch war. Jeden Tag ein Schnitzel oder Braten muss doch sowieso nicht sein oder Hamburger aus der Amerikanischen Fleischbratereien


    Darum ging es doch gar nicht, sondern um die prozentualen Ausgaben für die Ernährung. Die sind in den unteren Einkommensschichten eben erheblich höher als 13 bis 17 %. Und wer im Monat nur 150 bis 200 Euro fürs Essen zur Verfügung hat, der dürfte es sehr schwer haben sich gesund zu ernähren, insbesondere wenn noch ein zwei Kinder zu versorgen sind.

  • Darum ging es doch gar nicht, sondern um die prozentualen Ausgaben für die Ernährung. Die sind in den unteren Einkommensschichten eben erheblich höher als 13 bis 17 %. ...


    Man kann sich das ja mal anhand des Existenzminimum anschauen. Das sind aktuell 391€ und früher (seh da grad keine aktuellen Zahlen) waren für Essen und Nahrung eingeplant: 135,61. (im Monat)
    Macht ca. 35%.

  • Außerdem ist Fleisch in Deutschland extrem billig. Es dürfte billiger sein, hier jeden Tag Fleisch als Gemüse zu essen. Der Grund für die ungesunde Ernährung weiter Teile der Bevölkerung ist der billige Zucker, der jedem Billigprodukt als Gewichtheber beigemengt wird. Von Milupa an wird der preisbewußten Kundschaft der Zucker angewöhnt. Da hilft auch nicht Bildung. Die Sucht ist stärker.
    In Italien z. B., obgleich die Löhne niedriger sind, geben die Leute viel mehr für Lebensmittel aus, insbesondere für Fleisch und Milchprodukte. Zugleich stehen die Italiener (mit den Holländern seltsamerweise) sehr hoch im Ranking der europäischen Schlanken. Also trotz geringerer Löhne geben die Italiener mehr für Lebensmitte aus, sind recht schlank und haben weniger Darmkrebs. Was sagt uns das? Sicher nicht, daß wir die Löhne niedriger fahren sollten. Aber doch wohl soviel, daß man mit seinem Lohn vernünftig umgehen sollte. Jednfalls diejenigen, die sich Äpfel kaufen könnten, aber es dennoch nicht tun.


    nun ja, fire, das sind aber doch recht abenteuerlich anmutende Pauschalthesen, wa?

  • nun ja, fire, das sind aber doch recht abenteuerlich anmutende Pauschalthesen, wa?


    Das sind so spekulative Zusammenhänge, die sich aus Daten ergeben. Ich muß zugeben, daß das Schlankenranking schon ein paar Jahre alt ist. Es mag Verschiebungen gegeben haben. Aber gewiß ist, daß die Sandwich-Kultur besonders von der Verfettung betroffen ist.
    In welchem thread sind wir? Ah ja, immer noch richtig, denn die Discounter haben ja wegen der Rußland-Sanktionen ihre Lebensmittelpreise bedrohlich gesenkt.


  • Was mir hier besonders auffiel, ist ein, vor dem Hintergrund des Artikels betrachtet, sehr zynisches Zitat: "Die Sanktionen gegen Russland greifen voll".


    Ein ziemlich behämmerter Artikel. Russland ist gerade mal auf Platz 11 der größten deutschen Exportabnehmer, aber mal angenommen, dass die Sanktionen die schwachen Augustzahlen erklären: Wie erklärt sich dann das Hoch im Juli? Haben da nochmal schnell die deutschen Rüstungsunternehmen zugeschlagen und ihre Lieferungen an Putin vorgezogen oder wie?


    Man weiß es nicht und braucht man vielleicht auch nicht unbedingt zu wissen. Hauptsache irgendwelche Zahlen und irgendwelche "Experten" die sich darauf was Spektakuläres (und politisch passendes) zusammenreimen können.

  • Man kann sich das ja mal anhand des Existenzminimum anschauen. Das sind aktuell 391€ und früher (seh da grad keine aktuellen Zahlen) waren für Essen und Nahrung eingeplant: 135,61. (im Monat)
    Macht ca. 35%.


    Nur kann man sich dann einzig von Haferflocken, Milch und Kartoffeln ernähren und eventuell ab und zu ein relativ günstiges Fleischstück einfließen lassen. Grundsätzlich muss dann auch selbst gekocht werden, denn Fastfoot etc. reisst tiefe löcher ins Budget!

  • http://www.spiegel.de/wirtscha…anfang-2009-a-996178.html


    Was mir hier besonders auffiel, ist ein, vor dem Hintergrund des Artikels betrachtet, sehr zynisches Zitat: "Die Sanktionen gegen Russland greifen voll". Man versteckt also die Tatsache, selbst getroffen zu werden, dadurch, befriedigt festzustellen, dass die Sanktionen gegen den bösen Gegner offensichtlich wirken. Das ist in etwa so, als würde ich absichtlich einen Autounfall mit beiderseitigem Totalschaden herbeiführen und dann, halbtot, aber zufrieden ob des "Erfolgs", murmeln: "Mission erfüllt, das gegnerische Fahrzeug wurde zerstört."


    Und es freut sich offenbar ein lachender Dritter - mit Russland gleich zwei:


    Zitat

    Europäische Firmen befolgen die Russland-Sanktionen und leiden darunter. Dagegen hat der amerikanisch-russische Warenaustausch nach SPIEGEL-Informationen stark zugelegt - trotz der Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Moskau.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…a-verliert-a-1036204.html


    Der Außenhandel der EU mit Russland ist Anfang 2015 sogar um ein Drittel (!) eingebrochen und insgesamt um zehn Prozent geschrumpft. Demgegenüber soll der amerikanische-russische Handel in 2014 um sechs Prozent gewachsen sein.
    Das beruht auf russischen Statistiken, aber falls das stimmt, kann man sich denken, worauf das von Anfang an hinauslaufen sollte. Nur Merkel offenbar nicht. Määäh ..
    Langsam wird's wirklich allerhöchste Eisenbahn für die Vereinigten Staaten von Europa. Und für eine andere Regierung sowieso.

  • So handelt Merkel gegen ihren Amtseid! Der Schaden durch den Exporteinbruch für Deutschland ist erheblich! Für die Werften an der Ostseeküste, für die Obst- und Milchbauern, für eine ganze Reihe mittelständischer Unternehem, die vom Russlandexport abhängig sind, geht langsam das Licht aus!


  • Im Grunde genommen war das vorauszusehen angesichts der vielen russischstämmigen Amerikaner, die gern in die Lücke einspringen. Andersherum haben Europäer mit den Iranern auch immer Geschäfte gemacht trotz offizieller Sanktionen. Sanktionen setzen den Handel nie aus. Sie verteuern nur die Produkte und das heißt aber auch die einheimischen Produkte, die nun die importierten ersetzen müssen, so daß für die Armen nichts mehr übrig bleibt. Die Sanktionen waren ein großer Fehler, denn sie haben die Falschen getroffen, hüben wie drüben.
    Das Problem wird auch der Vertrauensverlust der Russen sein. Sie werden nach Beendigung der Sanktionen nicht sofort wieder in Alteuropa bestellen, es sei denn, Alteuropa senkt drastisch die Preise. Vielmehr werden sie ihre neuen Geschäftsverbindungen erst einmal pflegen.

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  • Im Grunde genommen war das vorauszusehen angesichts der vielen russischstämmigen Amerikaner, die gern in die Lücke einspringen. Andersherum haben Europäer mit den Iranern auch immer Geschäfte gemacht trotz offizieller Sanktionen. Sanktionen setzen den Handel nie aus. Sie verteuern nur die Produkte und das heißt aber auch die einheimischen Produkte, die nun die importierten ersetzen müssen, so daß für die Armen nichts mehr übrig bleibt. Die Sanktionen waren ein großer Fehler, denn sie haben die Falschen getroffen, hüben wie drüben.
    Das Problem wird auch der Vertrauensverlust der Russen sein. Sie werden nach Beendigung der Sanktionen nicht sofort wieder in Alteuropa bestellen, es sei denn, Alteuropa senkt drastisch die Preise. Vielmehr werden sie ihre neuen Geschäftsverbindungen erst einmal pflegen.


    Europa muss eine souveräne Politik praktizieren und das Verhältnis zu Russland aus der eigenen Interessenlage heraus neu gestalten. Schon bei den Sanktionen gegen den Iran haben die USA den Deutschen mit massiven Drohungen die Geschäftsbeziehungen zerstört, damit von den UAE aus US-Konzerne in die Lücken einspringen konnten und Surplusprofite realisierten.