Eine der letzten echten Gewerkschaften = GdL


  • Die angeblichen Unregelmäßigkeiten werden nicht benannt und es ist nicht die Rede davon, dass keine Mehrheit der Stimmen der Mitglieder erreicht wurde. Deine Behauptung ist also, nimmt man deine Quelle, in Bezug auf die Mehrheit falsch und und die Quelle bleibt bei den angeblichen Unregelmäßigkeiten nebulös.


    Kurz gesagt, sowohl deine Zusammenfassung der Quelle als auch der Informationswert der Quelle sind beide mangelhaft. Wenn ich so in den Fussballthread schaue*, sollte gerade dir das nicht genügen.
    Oder bist du etwa trotz deines Aussehens gar kein Deutscher? :smilielol5:






    *"Der Deutsche will Perfektion und Effizienz, das ist sein Wesen."

    6 Mal editiert, zuletzt von komakino ()

  • Ich halte diesen Streik, auch die "Androhung", diesen für den Personenverkehr gar noch weiter als bisher, also über 4:00 Uhr Sonntagnacht, auszudehnen, in der Tat für unverhältnismäßig. Es gibt Akzeptanzgrenzen. Es muss solche auch für alle Belange und Rechte geben.
    Die Verhältnismässigkeit der Mittel sollte gewahrt blieben, denn sonst funktioniert der Mechanismus, Krompromisse zu finden und zu vereinbaren, in einer nicht veränderbar unterschiedlichen Gesellschaft nicht mehr.
    Das wär das größte Ãœbel, wie auch immer.

    Einmal editiert, zuletzt von daylight ()

  • In Italien - einem Land, in dem eigenrlich ständig gestreikt wird - wäre eine solche Länge der Unterbrechung im Zugverkehr gar nicht möglich..
    Schlichtung wurde auch abgelehnt... hoffe Weselsky ist auch am Bahnhof und "diskutiert" mit der mittlerweile absolut genervten Mehrheit der Fahrgäste.

  • In Italien - einem Land, in dem eigenrlich ständig gestreikt wird - wäre eine solche Länge der Unterbrechung im Zugverkehr gar nicht möglich..


    Da gibt es ja eine einfache Lösung für dich, nach Italien ziehen. Oder vielleicht doch lieber Nordkorera? Dort müsstest du mit gar keinem Streik rechnen.



    Schlichtung wurde auch abgelehnt... hoffe Weselsky ist auch am Bahnhof und "diskutiert" mit der mittlerweile absolut genervten Mehrheit der Fahrgäste.


    Ich hoffe der Vorstandsvorsitzende Herr Grube, Jahreseinkommen 2013 1,66 Millionen Euro, steht am Bahnhof und erklärt den Reisenden, warum er auf die Forderungen der Lokführer nicht eingeht.


  • Warum sollte er auf die Forderungen eingehen? So gehen Tarifverhandlungen nun mal nicht (außer im LaLeLu-Land).

  • Warum sollte er auf die Forderungen eingehen?


    Weil sie berechtigt sind?
    Weil es notwendig ist?
    Weil sonst keine Züge fahren und das nette Gehalt nicht mehr gezahlt werden kann, ohne dem Steuerzahler zu verklickern das diese Küngelklitsche endlich mal anständig abgewatscht gehört?


    Gründe könnte ich jetzt bestimmt mehr nennen, als du Argumente gegen den Streik aufbringen kannst.


    :wink5:

  • Zb damit die Leute wieder Bahnfahren können. Immerhin ist das der Zweck des Unternehmens, dessen Chef er ist.



    Tarifverhandlung geht allerdings anders.
    Forderung - Angebot - Warnstreik (1x, max. 2x) - keine Einigung-> Schlichtung.
    Dem Letzten widersetzt sich die GdL, vermutlich weil sie denken, dass selbst ihr eingesetzter Schlichter das Hauptziel (feindliche Ãœbernahme einer weiteren Berufssparte und damit mehr Macht) nicht teilen wird.

  • Tarifverhandlung geht allerdings anders.
    Forderung - Angebot - Warnstreik (1x, max. 2x) - keine Einigung-> Schlichtung.
    Dem Letzten widersetzt sich die GdL, vermutlich weil sie denken, dass selbst ihr eingesetzter Schlichter das Hauptziel (feindliche Ãœbernahme einer weiteren Berufssparte und damit mehr Macht) nicht teilen wird.


    Es wäre in der Tat bedenklich, wenn der Schlichter das durch die Verfassung geschützte Grundrecht der Koalitionsfreiheit negieren würde.

  • Es wäre in der Tat bedenklich, wenn der Schlichter das durch die Verfassung geschützte Grundrecht der Koalitionsfreiheit negieren würde.


    Oder wenn der Schlichter nicht berücksichtigen würde, dass für eine Berufsgruppe verhandelt wird, die durch eine Sparte nur minderheitlich vertreten wird.

  • Oder wenn der Schlichter nicht berücksichtigen würde, dass für eine Berufsgruppe verhandelt wird, die durch eine Sparte nur minderheitlich vertreten wird.


    Es wird nicht für eine Sparte verhandelt, sondern nur für die Mitglieder der GdL.


    Im übrigen nennt man das, glaube ich, Wettbewerb, wenn es verschiedene Gewerkschaften gibt. Der Arbeitnehmer hat dadurch die Möglichkeit sich für die Gewerkschaft zu entscheiden, durch die er seine Interessen am besten vertreten sieht.


    Wettbewerb müsste doch gerade für dich als Liberaler ein wichtiger Punkt sein. :cornut:

  • Es wird nicht für eine Sparte verhandelt, sondern nur für die Mitglieder der GdL.


    Im übrigen nennt man das, glaube ich, Wettbewerb, wenn es verschiedene Gewerkschaften gibt. Der Arbeitnehmer hat dadurch die Möglichkeit sich für die Gewerkschaft zu entscheiden, durch die er seine Interessen am besten vertreten sieht.


    Wettbewerb müsste doch gerade für dich als Liberaler ein wichtiger Punkt sein. :cornut:


    Wettbewerb innerhalb eines Betriebes unter Mitarbeitern, die die gleiche Arbeit verrichten, hat nichts mit Liberalismus zu tun, sondern ist schlicht und einfach einfach ein Mittel der Mitgliederwerbung, inklusive der massiven Beeinträchtigung des Betriebsfriedens, z.B. wenn Mitglieder der EVG als Streikbrecher beschimpft werden, obwohl sie verpflichtet sind, ihre Arbeit zu verrichten.
    Nunja, durch dieses Verhalten wird die Beschneidung der Spartengewerkschaften mit Sicherheit vorangetrieben, der Schnitt ins eigene Fleisch ist i.d.R. ja der Schwierigste, im Fall der GdL anscheinend aber Masochismus.

  • Tarifverhandlung geht allerdings anders.
    Forderung - Angebot - Warnstreik (1x, max. 2x) - keine Einigung-> Schlichtung.
    Dem Letzten widersetzt sich die GdL, vermutlich weil sie denken, dass selbst ihr eingesetzter Schlichter das Hauptziel (feindliche Ãœbernahme einer weiteren Berufssparte und damit mehr Macht) nicht teilen wird.


    Und duckäuserisches Verhalten von Arbeitervertretungen (siehe DGB). Du bist wirklich verwöhnt wie ein Streik abläuft, wenn Verdi oder DGB den veranstalten. Kein Wunder das der Reallohnverlust ier größer wird.

  • Tarifverhandlung geht allerdings anders.
    Forderung - Angebot - Warnstreik (1x, max. 2x) - keine Einigung-> Schlichtung.
    Dem Letzten widersetzt sich die GdL, vermutlich weil sie denken, dass selbst ihr eingesetzter Schlichter das Hauptziel (feindliche Ãœbernahme einer weiteren Berufssparte und damit mehr Macht) nicht teilen wird.


    Wenn eine Partei mit dem Brecheisen ans Werk geht, funktioniert das ganze System nicht mehr und erhält bedrohliche Schlagseite. Dabei spielt es keine vordergründige Rolle, welche Seite das ist. Die Verhältnismäßigkeit ist hier nicht mehr gewahrt und der Bürger über Gebühr geschädigt. Keine Tarifpartei sollte es übertreiben und sich die Bevölkerung zum Feind machen. Das ist nicht förderlich für die eigene Klientel.

  • Es wird nicht für eine Sparte verhandelt, sondern nur für die Mitglieder der GdL.


    Im übrigen nennt man das, glaube ich, Wettbewerb, wenn es verschiedene Gewerkschaften gibt. Der Arbeitnehmer hat dadurch die Möglichkeit sich für die Gewerkschaft zu entscheiden, durch die er seine Interessen am besten vertreten sieht.


    Wettbewerb müsste doch gerade für dich als Liberaler ein wichtiger Punkt sein. :cornut:



    Beim Wettbewerb ist für die meisten (Schein)Liberalen spätestens dann schluss mit lustig,
    wenn sie selber auf liebgewonnene Privilegien oder sonstige Vorzüge verzichten müssten.


    Solange es darum geht Kostenvorteile auf Kosten der Arbeitnehmer durch zu drücken,
    kann es nicht genug Wettbewerb geben, die ANs sollen sich gegenseitig Konkurrenz machen
    und nur der billigste, anpassungsfähigeste und einigermaßen kompetente (die Reihenfolge ist nicht zufällig ....) Bewerber bekommt den Job.


    Wettbewerb bitte nur dann, wenn es dem Arbeitgebern bzw. der Wirtschaft nützt.
    Gewerkschaften, gar starke Gewerkschaften kommen in dieser verlogenen selbstsüchtigen
    Denke gar nicht vor und genau dieser Umstand kann die aktuelle alberne Fassungslosigkeit auf deutschen Bahnsteigen bzw.in deutschen Fernsehstudios erkären:


    Das senile deutsche Wohlstands-Durchschnittsweichei erkennt, dass es noch so was wie Gewerkschaften gibt, die noch richtig streiken und zwar so wie richtige Streik sein müssen:


    Es macht Aua.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Wenn eine Partei mit dem Brecheisen ans Werk geht, funktioniert das ganze System nicht mehr und erhält bedrohliche Schlagseite. Dabei spielt es keine vordergründige Rolle, welche Seite das ist. Die Verhältnismäßigkeit ist hier nicht mehr gewahrt und der Bürger über Gebühr geschädigt. Keine Tarifpartei sollte es übertreiben und sich die Bevölkerung zum Feind machen. Das ist nicht förderlich für die eigene Klientel.


    Der Bürger ist nicht geschädigt, wenn einige Tausend Lokomotivführer ihr Streikrecht wirksam umsetzen! Es gibt genügend Alternativen, man muss nicht Bahn fahren. Sinnvoll wäre es gewesen, wenn die Bürger aus Solidarität mit den Lokführern und Bahnangestellten zusätzlich die Bahn mal einige Zeit boykottieren würden, bis dort ein ordentliches Management im Interesse der Bahnkunden eingesetzt wird, Leute, wie Pofalla, keine Ruheposten mit Millionengehalt besetzen und endlich die Bahn ihrem Auftrag entsprechen würde, nämlich effizient und günstig Mobilität als Dienstleitung zu bieten.

  • Wenn eine Partei mit dem Brecheisen ans Werk geht, funktioniert das ganze System nicht mehr und erhält bedrohliche Schlagseite. Dabei spielt es keine vordergründige Rolle, welche Seite das ist. Die Verhältnismäßigkeit ist hier nicht mehr gewahrt und der Bürger über Gebühr geschädigt. Keine Tarifpartei sollte es übertreiben und sich die Bevölkerung zum Feind machen. Das ist nicht förderlich für die eigene Klientel.



    Diesen hehren Spruch könntest du 1:1 dem Bahnvorstand faxen. Seit Jahren betreibt der nämich bei der Bahn das, was du hier als problematisch heraus stellen willst:


    Die Verhältnismäßigkeit bei der Bahn in pincto Arbeitsbedingungen, Tarifen, Arbeitsschutz, Einkommensgerechtigkeit, Langfriststregien etc ist dort seit Jahrzehnten nicht mehr gewahrt und die , besonders die bahnfahrenden, werden von der Bahn über Gebühr geschädigt und die Bahn macht sich in der Bevölkerung Feinde an allen Ecken und Enden.


    Eine Fahrt die sich ganz besonders lohnt -
    schickt den Grube (versuchter Bahnchef) auf den Mond.

  • Der Bürger ist nicht geschädigt, wenn einige Tausend Lokomotivführer ihr Streikrecht wirksam umsetzen! Es gibt genügend Alternativen, man muss nicht Bahn fahren. Sinnvoll wäre es gewesen, wenn die Bürger aus Solidarität mit den Lokführern und Bahnangestellten zusätzlich die Bahn mal einige Zeit boykottieren würden, bis dort ein ordentliches Management im Interesse der Bahnkunden eingesetzt wird, Leute, wie Pofalla, keine Ruheposten mit Millionengehalt besetzen und endlich die Bahn ihrem Auftrag entsprechen würde, nämlich effizient und günstig Mobilität als Dienstleitung zu bieten.


    Kater, mach Dir und uns nichts vor. Es entspricht nicht der Wahrheit, Teile des Problems zu negieren oder abzustreiten. Natürlich schadet diese Vorgehensweise Hunderttausenden von Bürgern unmittelbar.
    Es ist nicht schlüssig, zu behaupten, es gäbe immer Alternativen. Natürlich könnten der eine oder andere AN - überspitzt gesagt - auch zu Fuß zur Arbeitsstelle pilgern..und dort aufgrund der Entfernung ein Feldbett aufstellen.
    Es macht keinen Sinn, auf einem Auge blind zu sein.
    Solidarität mit Arbeitskämpfen ja, aber nicht um jeden Preis.

  • Wenn eine Partei mit dem Brecheisen ans Werk geht, funktioniert das ganze System nicht mehr und erhält bedrohliche Schlagseite. Dabei spielt es keine vordergründige Rolle, welche Seite das ist. Die Verhältnismäßigkeit ist hier nicht mehr gewahrt und der Bürger über Gebühr geschädigt. Keine Tarifpartei sollte es übertreiben und sich die Bevölkerung zum Feind machen. Das ist nicht förderlich für die eigene Klientel.


    Dann führ dir das mal zum Gemüte:


    Weselesky hat aber auch Zugbegleiter zu vertreten. und nicht nur lokführer wie der Name der Gewerkschaft irrtümlich suggeriert. und die soll er nun laut Bahn (also dem Arbeitgeber) nicht mehr Vertreten dürfen... ergo ist die Wahlfreiheit des AN künftig eingeschränkt!


    Aber abgesehen davon geht die Bahn jetzt ans Gericht um den Streik per einstweiliger Verfügung zu stoppen.


    Das Sagen GDL und Bahn zum Arbeitskampf. Video ansehen

    2 Mal editiert, zuletzt von fladdy36 ()

  • Wenn der eine oder andere vor Augen haben mag, es nütze dem Kampf gegen den bösen und gefrässigen Zombie "Kapitalismus", indem auch Arbeitskämpfe und Tarifstreitigkeiten den Vasallen dieses Zombies, namentlich den pauschal negativ abgestempelten Arbeitgebern, schaden können, vergessen sie darüber die Intention von Tarifverhandlungen schlechthin.
    Um einen darbenden räuberischen Kapitalismus zu bekämpfen, braucht es den politischen Willen (global) und geeignete nachhaltige Entscheidungen auf höchster Ebene. Das geht nicht auf dem Rücken und auf Kosten der Bevölkerung.