Eine der letzten echten Gewerkschaften = GdL

  • Toll, der graue kater zieht sich jeden Tag die Hosen mit der Kneifzange an! Ich könnte meine Mobilitätsbedürfnisse ohne weiteres auch mit einer zweispännigen Kutsche und edlen Pferden befriedigen, teilweise auch mit Reitpferden, die äußerst effizient mit Hafer und Möhren sowie sonstigen Grünfutter zu ernähren wären. Nur unter den Bedingungen heute würde deren Unterhalt mehr kosten als eine Luxuslimousine und die pferdegerechten Straßen, Wege sowie Parkplätze stehen auch nicht mehr zur Verfügung.


    Das Beispiel mit der Kneifzange ist gar nicht mal schlecht gewählt, denn wenn es um die Begründung des fast ausschließlichen Gebrauchs des Autos geht stehen viele Autojünger argumentativ in verdammt kurzen Hosen da.


    Dafür liefert dein oben zitierter Beitrag ein anschauliches Beispiel: Anstatt die heut zu Tage sinnvollen Alternativen zum Auto auch nur mit 1 Wort zu würdigen, kommen dir nur Reitpferde und Kuschenromantik in den Blick, als ob du noch nie einen Zug, eine Tram, einen Bus, ein Fahrrad, einen Roller, ein Taxi gesehen hättest....:s

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  • Ich würde die mangelnde Kompetenz der bisherigen Bahnvorstände
    höher gewichten als deren Korrumpierbarkeit, was den Zustand es Unternehmens betrifft.
    Aber natürlich trifft Dummheit auch gerne auf Dekadenz.


    Dummheit und Dekadenz sind zweieiige Zwillinge
    und der durch und durch korrumpierte Bahnvorstand liefert dafür mannigfache Belege.


    Ich werde de nach und nach hier anführen.


    Beleg 1:


    3,4 Millionen Euro beträgt das Jahressalär von Bahnchef Grube
    1 Lokführer bringt es bestenfalls auf 1/100 dieser Summe.


    Wieso eigentlich?


  • Dafür liefert dein oben zitierter Beitrag ein anschauliches Beispiel: Anstatt die heut zu Tage sinnvollen Alternativen zum Auto auch nur mit 1 Wort zu würdigen, kommen dir nur Reitpferde und Kuschenromantik in den Blick, als ob du noch nie einen Zug, eine Tram, einen Bus, ein Fahrrad, einen Roller, ein Taxi gesehen hättest....:s


    Die Einstellung aendert sich wenn ein bestimmter Autokonzern Zuege baut.

  • Die Einstellung aendert sich wenn ein bestimmter Autokonzern Zuege baut.



    Könnte man meinen, aber leider ist dem nicht so wirklich.


    In der 1. Mitte der 1990er Jahre stieg zum Beispiel Daimler Benz bei Adranz ein, einem Lokbaukonzern in dem z.B. die ehemalige Lokomotivfabrik Henningsdorf nördlich von Berlin mit enthalten war, die ein hohes Know how mitbrachte. Aber so wirklich hat das nie zu einem echten unternehmerischen Interesse von Daimler am Schienenverkehr geführt.


    Ich vermute mal, dass sich mit den Bau von Eisenbahnfahrzeugen zwar durchaus ordentlich Geld verdienen ließ und lässt, aber nicht soviel Geld, wie das gierige Kapitalisten wünschen, das scheint mit dem Bau von relativ kurzlebigen, enorm Ressourcen und (fossile) Energie verbrauchenden Automobilen viel besser möglich.


    1 Triebwagen in dem 50 Menschen mitfahren, kann etwa 40 Autos ersetzen, kostet ca. 1- 2 Millionen Euro, hält dann aber dummerweise auch 20-40 Jahre und erbringt 50 x 100 Personenkilometer mit einem Dieselverbrauch von aktuell 60-70 Liter /100 km (ein Wert, der sich bei Anwendung von Hybridtechnik noch halbieren lässt).


    Kurzum, die Bahn ist zu gut und billig für diese Welt, wo man mit möglichst viel aufwändiger Technik (1 Auto für den Transport von meist nur 1 Nase) den privaten Verbrauchern möglichst satt abmelken will. Und das geht fast nirgends so gut wie mit den vielen in dieser Anzahl unnötigen PKWs in diesem Land.


    Dieser und weitere Umstände offenbaren nur, wie verlogen die Umweltpolitik in diesem Land läuft:


    Nur dann, wenn sich mit Umweltschutz satt Rendite scheffeln lässt, wird dieser für Kapitalisten interessant. Das führt zu dem bornierten Umstand, dass die Regierung bzw. die Politik groß die Energiewende proklamiert, diese aber dafür missbraucht damit die Privatwirtschaft die Bürger ausziehen kann - einige Beispiele:


    Beispiel 1:


    Liste der Kontakte der Energielobby zu Merkel und ihren Hofschranzen:


    http://de.scribd.com/doc/26611…ung-mit-Energielobbyisten


    Beispiel 2:


    Am 8.Januar 2013 sprach der damalige Bundesumweltminister Peter Altmaier auf dem Neujahrsempfang der CDU in Butzbach. Dabei wurde m.E. auch in seiner Rede das Problem einer nicht wirklich nachhaltigen Energiewende deutlich, was mich zu einer kritischen Anfrage an ihn bewegt hat:



    http://www.abgeordnetenwatch.d…449--f367557.html#q367557

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  • Ist nicht gestern der letzte Tag der Schlichtung gewesen, so dass heute ein - wie auch immer geartetes - Ergebnis bekannt gegeben werden müsste?

  • Die Schlichtung wurde verlängert.
    Vermutlich streiken die erst wieder, wenn alle Bundesländer Sommerferien haben, also Anfang August. :p

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  • Ist nicht gestern der letzte Tag der Schlichtung gewesen, so dass heute ein - wie auch immer geartetes - Ergebnis bekannt gegeben werden müsste?


    Die Schlichtung ist laut Spiegel bis zum 25.07.2015 verlängert worden:


    http://www.spiegel.de/wirtscha…chlichtung-a-1039250.html


    Eigentlich müsste nun was an Ergebnis kommen- ich schätze aber, dass es da noch einiges bei dieser schweinekapitalitischen DB AG zu bohren gibt, bis Gewerkschafter und Eisenbahnfans
    den Durchbruch schaffen.


    https://video-fra3-1.xx.fbcdn.…f6404c443b073&oe=558D3414

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  • Die Schlichtung wurde verlängert.
    Vermutlich streiken die erst wieder, wenn alle Bundesländer Sommerferien haben, also Anfang August. :p


    Warum nicht, anders kommt man den Kapitalisten nicht bei.


    Mit grün-reformerischen Händchenhalten oder der Duckmäuserei von komplett enteierten Sozialdemokraten kommen wir in diesem Arbeitskampf nicht weiter. Dieses Land bettelt um den Generalstreik, es sollte ihn endich bekommen.

  • Zitat

    Ein Jahr Streit, neun Streiks: Jetzt soll es einen neuen Tarifvertrag zwischen der Bahn und der GDL geben. Den Schlichtern sei Dank.

    Der Streit zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) soll zu Ende sein. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters, die sich auf Insider beziehen. Demnach soll es einen neuen Tarifabschluss geben. Am Mittwochvormittag geben die Schlichter das Ergebnis offiziell bekannt. Für die Bahn verhandelte Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), für die GDL Thüringens amtierender Regierungschef Bodo Ramelow (Linke). (....)


    http://www.sueddeutsche.de/wir…dl-einigen-sich-1.2545723


    Halleluja!

  • 400 Seiten Tarifverträge, hörte ich.
    Bin gespannt, wie schnell die Mainstreammedien kommentieren,
    ohne die 400 Seiten gelesen zu haben.

  • Wie viele der 400 Seiten hast Du schon gelesen?


    Keine einzige, denn das ist nicht mein Job.
    Mein Tag hat auch nur 24 h und ich bin kein Gewerkschafter, der für seine hoffentlich gute Arbeit gut bezahlt wird.
    Ich muss nicht den Job von anderen machen und last but not least:


    Ich darf kritische Vermutungen äußern, wenn mir danach in der Demokratie ist.

  • 400 Seiten Tarifverträge, hörte ich.
    Bin gespannt, wie schnell die Mainstreammedien kommentieren,
    ohne die 400 Seiten gelesen zu haben.


    Man kann es auch auf dem GDL-Seiten versuchen:


    Zitat

    Die wesentlichen Ergebnisse sind:



    • die Senkung der Belastung des Zugpersonals. So werden die Ãœberstunden auf 80 im Jahr begrenzt. 300 Lokomotivführer und 100 Zugbegleiter sollen zusätzlich eingestellt werden. Ab 2018 wird die Arbeitszeit um eine auf 38-Wochenstunden gesenkt. Auch die Öffnungsklauseln, nach denen beispielsweise die Bordgastronomen bis zu 15-Stunden-Schichten leisten mussten, konnten wir für unsere Mitglieder beseitigen;
    • das Ende der Spaltung der Lokomotivführer. Lokrangierführer sind im Flächentarifvertrag Lokomotivführer;
    • die Geltung der Betreiberwechseltarifverträge für das gesamte GDL-Zugpersonal;
    • die Erhöhung des Entgelts um insgesamt 5,1 Prozent − um 3,5 Prozent zum 1. Juli 2015 (mindestens 80 Euro) und um 1,6 Prozent zum 1. Mai 2016 (mindestens 40 Euro). Außerdem wird das Entgeltsystem ab 2017 um eine weitere Erfahrungsstufe erweitert und
    • der FairnessPlan gilt für alle GDL-Mitglieder des Zugpersonals.


    http://www.gdl.de/Aktuell-2015/AushangReport-1435736703


    Nachdem der Bundespräsident am 01.07. das Tarifeinheitsgesetz unterschrieben hat, welches ja im Tarifkonflikt eine nicht unwesentliche Rolle spielte, wird nun geklagt. Nicht nur von der GDL, sondern auch vom Marburger Bund z.B. Richtig so.


    Zitat

    Das Tarifeinheitsgesetz macht Sonderwege kleiner Gewerkschaften fast unmöglich. Neben Ärzten und Beamten will auch die GDL juristisch dagegen vorgehen.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…n-klage-an-a-1042547.html