43 Millionen Erwerbstätige versus Krankenkassen häufen Millionen-Defizit an

  • 43 Millionen Erwerbstätige versus Krankenkassen häufen Millionen-Defizit an


    Kann mir das jemand erklären?


    Pressemitteilung Nr. 420 vom 27.11.2014: Erstmals 43 Millionen Erwerbstätige im Oktober 2014


    Krankenkassen häufen Millionen-Defizit an Handelsbaltt 29.11.2014, 09:20 Uhr, aktualisiert 29.11.2014, 15:00 Uhr


    Wie kann es sein das bei einermedial verlautbarten Rekordbeschäftigung von über 43 Millionen Persone die Krankassen ein Defizit anhäufen?


    Werden wir belogen?


  • Das ist ganz einfach, die Ausgaben steigen, steht in dem von Dir verlinkten Handelsblattartikel.


    Werden hier manipulative Suggestivfragen gestellt?


    Gruss
    Verbalwalze

  • Das ist ganz einfach, die Ausgaben steigen, ......................GrussVerbalwalze


    Man sollte mal erkunden, welche Ausgaben steigen und weshalb! Die Pharmaindustrie hat in Deutschland Narrenfreiheit! Und eine vernünftige staatliche Gesundheitspolitik findet seit Jahrzehnten nicht statt. Prävention ist ein Fremdwort im Gesundheitswesen. Auch nimmt der Staat keinen Einfluss auf die überbordende Bürokratie der Krankenkassen, er legt den privaten Krankenversicherern keinerlei Zügel an, im Gegenteil die Gesetzlichen Kassen sind Vorreiter bei den Beitragserhöhungen und die Privaten nutzen diesen Fakt, um Profit mit ihren Versicherten zu machen, die erst mit Billigtarifen gelockt werden, um sie dann schamlos abzukassieren, weil der Gesetzgeber die Alternative der Rückkehr zur gesetzlichen Versicherung geschlossen hat. Zudem bedient sich der Staat mit 19% Mehrwertsteuer am Gesundheitswesen, ähnlich, wie er sich an der Rentenversicherung versündigt, indem immer mehr versicherungsfremde Leistungen daraus finanziert werden. Dann hat Merkel noch die Frechheit, dem Bürger zu sagen: "Die Rente sei nicht mehr sicher!" Es ist ausschließlich die von ihr forcierte Politik des Sozialabbaus, die diese Folgewirkungen auslöst, und wer das nicht begreift, muss einem aufgrund seiner Verblendung oder gar Dummheit leid tun. Er darf dann gern auch wieder CDU/CSU und SPD wählen, damit er wenigsten keinen anderen beschuldigen kann, wenn er die Quittung in Form seiner persönlichen Misere erhält.

  • Die gesetzliche Kv gehoert in die Hand des Staates, wie viele damit verbundene Einrichtungen auch.


  • Ja! Nicht umsonst wurde zwischen den Beitragszahler und die Krankenkassen eine neue Behörde gesetzt, um die Beiträge einzufordern und an die Krankenkassen zu verteilen, die allein schon sehr viel kostet. Dazu kommen noch die Geschenke an die Pharmaindustrie, die ihre Preise "wieder selbst mit den Krankenkassen aushandeln können". Im Gegenzug wurden die Krankenkassen in die Lage versetzt, die absehbaren und gewollten Mondpreise "verhandeln" zu können, indem diesen Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe geradezu aufgedrängt wurden, während der Bruttogehaltsanteil mit dem irreführenden Namen "Arbeitgeberanteil" eingefroren wurde. Was nichts anderes bedeutet als eine neuerliche Lizenz zum Gelddrucken für die Pharmaindustrie.
    Zum Allgemeinwissen gehören dabei bereits die Verpflichtungen der Krankenkasse, diversen Personenkreisen ohne Beitragszahlung die gleichen Leistungen zu erbringen wie den zahlenden Mitgliedern, was sich schon lange nicht mehr auf Hausfrauen und Kinder beschränkt.
    Erwerbstätige gibt es auch nur deshalb 43 Millionen, weil jeder Minijob als Erwerbstätigkeit gezählt wird. Ein ganz erheblicher und immer größer werdender Teil dieser "Erwerbstätigkeit" findet im Niedriglohnbereich statt. Also da, wo die Leute nicht genug verdienen, um davon leben zu können. Jedenfalls nicht von einem dieser Jobs, da braucht man dann schon mindestens drei, wenn nicht vier davon, was statistisch natürlich nicht berücksichtigt wird. Unser tolles Jobwunder war halt keins, jedenfalls nicht für die Arbeitnehmer. Profitiert haben davon nur "Unternehmer", deren Geschäftsmodell ohne die maximale Ausbeutung ihrer Zwangsopfer (Hartz IV-Opfer müssen jeden Job annehmen, egal wie schlecht der bezahlt wird) nicht funktioniert. Also quasi ein Subventionsprogramm für Halsabschneider.
    Ja, wir werden belogen! Von unserer Regierung, jeden Tag! Und mit jeder neuen Regierung werden die Lügen, die uns aufgetischt werden, dreister! Unsere heruntergezogenen Mundwinkel haben ein (1!) Mal die Wahrheit gesagt, bei einem Parteitag 2005. Danach nie wieder, denn das hat ihr eines der schlechtesten Wahlergebnisse eingebracht, die ein Unionskandidat jemals geholt hat. Daraus hat sie gelernt, alle Umfrageinstitute vollumfänglich zu beschäftigen, um dem Wahlvieh immer genau das sagen zu können, was es hören will. Während der sprechende Hosenanzug konsequent exakt die Ziele verfolgt, die auf dem Parteitag von 2005 zum einzigen Mal ausgesprochen wurden. Die soziale Marktwirtschaft ist bereits abgeschafft und die Demokratie muss man auch schon angestrengt suchen, um noch welche zu finden. Die Zweidrittel-Gesellschaft rückt immer näher: Zwei Drittel Prekariat, einem Drittel geht es etwas besser, und 1% Superreiche beherrschen die Welt.

  • ... jedenfalls nicht für die Arbeitnehmer. ...


    Da das hier gut allgemein rein passt und auch zu deinem Post ... Für den "durchschnittlichen Facharbeiter" sollte man die Wochenarbeitszeit um ca. 2,5 Std senken gesetzlich.


    Bisschen noch Wiki:
    Seit 2000


    Ab der Jahrtausendwende 2000 wurde in verschiedenen Industriebetrieben, bei Banken und in den Behörden der Länder wieder eine Wochenarbeitszeit von mehr als acht Stunden täglich auch im tarifvertraglichen Beschäftigungsverhältnis verlangt,[17] Tendenz steigend. Nach einer Studie des Kölner Instituts zur Erforschung sozialer Chancen (ISO)[18] zur realen Arbeitszeit in deutschen Betrieben, arbeitete 2004 ein Vollzeitbeschäftigter im Schnitt 42 Stunden pro Woche und damit deutlich länger als tarifvertraglich vereinbart.[19] Die Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung legt sogar fest, dass die durchschnittliche Arbeitszeit, inklusive der Ãœberstunden in einem Siebentageszeitraum und einem Bezugszeitraum von vier Monaten, 48 Arbeitsstunden nicht überschreiten darf.[20]

  • Es ist ausschließlich die von ihr forcierte Politik des Sozialabbaus, die diese Folgewirkungen auslöst, und wer das nicht begreift, muss einem aufgrund seiner Verblendung oder gar Dummheit leid tun. Er darf dann gern auch wieder CDU/CSU und SPD wählen, damit er wenigsten keinen anderen beschuldigen kann, wenn er die Quittung in Form seiner persönlichen Misere erhält.


    Das ist Quatsch, ich werde mit meiner Rente nicht darauf zocken, dass das Stadium der Superproduktivität in den nächsten 10 Jahren erreicht wird, das wäre selten dämlich, da das schon seit ca. 150 Jahren prognostiziert wird und schon ein kleiner Versatz beim zeitlichen Eintreffen von nur 20 Jahren zu einem schönen volkswirtschaftlichen GAU führt.
    Es ist auch kein Risiko dabei, so zu handeln, als würde die Superproduktivität nicht eintreffen. Kommt sie doch, kann sie auch mehr Menschen versorgen, kommt sie nicht ...


    Gruß
    Verbalwalze