PEGIDA! Demo gegen Ausländer in Dresden - 10 000 sind kein rechter Rand mehr

  • zizou
    Südwestdeutschland kann ich ebenfalls anbieten, weite Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, Anknüpfungspunkte könnten hier der örtliche Pietcong sein mit seiner vordergründig bürgerlichen, aber eigentlich reaktionären Weltanschauung. Das ist hier erstaunlich stark, dringt nur offenbar nicht weit über die Landesgrenzen hinaus.

  • . Sozialdemokraten kommen von ihren ursprünglichen Werten ab, "bürgerlich Konservativ" macht ebenfalls einen Schritt zur Mitte. Rechts und Links der Mitte entsteht ein Vakuum und öffnet Möglichkeiten für Populisten, von da ist es nicht mehr weit zu den Extremisten............................... Wobei "Rettung des Abendlandes", sprich christlich-jüdisch geprägter Kultur in Skandinavien eigentlich nicht zutrifft, sinngemäss. Rechtsextreme sind eher Anhänger der nordischen Mythologie. ..............


    Ein Beitrag, der der Bildzeitung Ehre machen würde, aber keine Analyse der gesellschaftlichen Situation. Und das "Abendland" zeichnet sich keinesfalls durch eine "Christlich-Jüdische Kultur" aus, wie hier unterstellt wurde, sondern durch eine über Jahrtausende gewachsene Kultur, die vom Polytheismus, vom Christentum, Judentum und Islam sowie von den vielfältigsten internationalen Einflüssen, u.a. auch vom Atheismus geprägt wurde. Die willkürliche Trennung von Orient und Okzident negiert völlig den Kulturaustausch zwischen den Regionen, die sich seit über 10 000 Jahren gegenseitig befruchtet haben, bei allen Konflikten, die leider bis heute immer wieder neu aus purer Dummheit aufgekocht werden, obwohl man längst weiss, wie ungeniesbar diese lausige Brühe ist.

  • "Kein Asylat in Vorra"


    In Vorra bei Nürnberg ist ein im Bau befindliches Asylantenheim in Brand gesteckt worden. Die Schmierereien auf dem Gebäude lassen den Schluss zu, dass in Bayern die Einheimischen erstmal selbst anfangen sollten zuhause Deutsch zu sprechen.


    http://www.faz.net/aktuell/pol…n-in-bayern-13317020.html


    Das hab ich hier auch schon zitiert. Als Beispiel für Firecreek, die sich ja fragte, in welchen anderen Städten Pegida noch eine Chance hätte ...

  • zizou
    Südwestdeutschland kann ich ebenfalls anbieten, weite Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, Anknüpfungspunkte könnten hier der örtliche Pietcong sein mit seiner vordergründig bürgerlichen, aber eigentlich reaktionären Weltanschauung. Das ist hier erstaunlich stark, dringt nur offenbar nicht weit über die Landesgrenzen hinaus.


    Wahrscheinlich wird es nicht wahrgenommen, weil der Fokus immer auf den gleichen Schuldigen liegt, die im Zweifel "rechter Rand" genannt werden.

  • Wahrscheinlich wird es nicht wahrgenommen, weil der Fokus immer auf den gleichen Schuldigen liegt, die im Zweifel "rechter Rand" genannt werden.


    Im Süden gibt es keinen rechten Rand, nur eine rechte Mitte - zumindest in Bayern.

  • Wahrscheinlich wird es nicht wahrgenommen, weil der Fokus immer auf den gleichen Schuldigen liegt, die im Zweifel "rechter Rand" genannt werden.


    Lt. Özdemir eine diffuse Mischpoke.... und dann wundern die sich, dass die Bevölkerung immer mehr Politikverdrossenheit zeigt und sich "Alternativen" sucht, um den Etablierten mal eins auszuwischen.

  • Das hab ich hier auch schon zitiert. Als Beispiel für Firecreek, die sich ja fragte, in welchen anderen Städten Pegida noch eine Chance hätte ...


    Wahrscheinlich wird es nicht wahrgenommen, weil der Fokus immer auf den gleichen Schuldigen liegt, die im Zweifel "rechter Rand" genannt werden.


    Und da hast Du echt "Zweifel" ?

  • Gestern tagte ja die Innenministerkonferenz zum Thema.
    Der Vorsitzende Jäger wird so zitiert, daß es "dem organisierten Rechtsextremisus gelingt, Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft, die Angst vor einer Islamisierung haben, dort abzuholen und an den Rand unserer Gesellschaft zu ziehen."
    Quelle: Ruhr Nachrichten
    Das bedeutet, daß wir wohl oder übel an die Quelle des Problems müssen, und das heißt: die Islamophobie zu stoppen, die seit 911 geschürt wurde (kam in D relativ spät an, erst nach Schröder/Fischer, aber dies nur am Rande) und nicht den Islam, sondern den Terror als Gefahr betrachten. Sonst geraten wir an den Punkt wie zu Zeiten der RAF, als jeder Langhaarige verdächtig war und die Tür einer jeden Wohngemeinschaft aufgetreten werden konnte, bevor ein Durchsuchungsbeschluß angesehen werden konnte. Auch damals entwickelte sich ein feindliches Klima in der Gesellschaft, nur gingen keine Massen auf die Straße, um sämtliche Langhaarige aus dem Land zu schmeißen, auch wenn die Rede Geht doch nach drüben! allgemein war.
    M. E. richtet sich Pegida nur oberflächlich gegen die paar Flüchtlinge und Asylanten. In Wirklichkeit richtet sich dieser "Protest" gegen die in unserer Gesellschaft lebenden Muslime, und nicht nur gegen sie. Das Spektrum ist breit gesteckt.

  • Nach Schröder/ Fischer? Oder weil nach dem 9/11 noch nicht Schluss war? Der 9/11 war vielleicht der grösste Anschlag, aber nicht der erste und letzte.

  • These: Am Aufkommen von politisch eher amorphen Bewegungen wie PEGIDA tragen Linke, Grüne und sonstige Irrealpolitiker ein gerüttelt Maß an Mitschuld.


    Begründung: Wer jede konservative Meinung, jede auch nur im Ansatz von einem gewissen Nationalstolz geprägte Ansicht, jede Befürwortung eines eher klassischen Wertekanons prinzipiell und häufig unreflektiert in die rechte, rechtsradikale oder gar braune Schmuddelecke abschiebt/diskreditiert/denunziert, der leistet einer Entwicklung Vorschub, in der Menschen, die mit einigen Zuständen nicht einverstanden sind, die sich politisch nicht repräsentiert fühlen oder die einfach nur unzureichend informiert sind, Zuflucht nehmen zu einer Bewegung, die letztlich die Situation eher noch verschlimmern als positiv umgestalten kann.

  • Bullshit hoch 3.


    Das ganze kann man nämlich genauso herumdrehen.
    An der Existenz linker Extremisten wären dann vermutlich Konservative, Patrioten und Nationalisten schuld? Weil jede linke Meinung, sei es zu Kapitalismus, sozialer und gesellschaftlicher Gerechtigkeit, Friedenspolitik und Umwelt gleich niedergebügelt wird von rechten Affen mit dem Verweis auf kommunistische Diktaturen, Mauer und Stasi?

    2 Mal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()


  • Das ganze kann man nämlich genauso herumdrehen.
    An der Existenz linker Extremisten wären dann vermutlich Konservative, Patrioten und Nationalisten schuld?


    Das lässt sich nicht von der Hand weisen.

  • Nach Schröder/ Fischer? Oder weil nach dem 9/11 noch nicht Schluss war? Der 9/11 war vielleicht der grösste Anschlag, aber nicht der erste und letzte.


    Sagen wir mal so: nach 911 entfaltete sich eine Rhetorik, auf welche die extreme Rechte gewartet hat und auf deren Zug sie aufspringen konnte, ohne in den Verdacht des Randständigen zu geraten. Und da die Rhetoriker des 911 sich dessen durchaus bewußt waren, ist anzunehmen, daß sie so ganz weit entfernt vom rechten Rand nicht standen. Und das gilt m. E. auch für die "neue Mitte" der Gesellschaft, die sich jetzt unter dem Namen pegida versammelt.
    Dazu eine Karikatur von Stuttmann:

    http://www.stuttmann-karikatur…karikaturarchiv_5465.html

  • Nach Schröder/ Fischer? Oder weil nach dem 9/11 noch nicht Schluss war? Der 9/11 war vielleicht der grösste Anschlag, aber nicht der erste und letzte.


    9/11 war in der Tat ein maßgeblicher Anlass und Ursache vieler schlimmer Folgen. "Schurkenstaaten" waren geboren und ausgerufen, illegale Foltergefängnisse und -Lager an zunächst geheimen Orten, schossen quasi wie giftige Pilze da und dort aus dem Boden.
    9/11 war der Anfang der extremistischen Anti-Islamisierung und deren Gegenteil, dem wachsenden Dschihadismus als Antwort darauf. Sowohl in den westlichen als auch umgekehrt in den islamischen Gesellschaften. Kriege wurden geführt, begründet durch Lügen auch.
    Dissens, kaum umkehrbar, wie es scheint. An dieser Entwicklung tragen beide Seiten große Verantwortung.