Deutschlands Paradoxon Ãœberschüsse und Schulden steigen wie ist das möglich?

  • Quelle: Deutsche Bundesbank Pressenotiz 01.04.2015

    Die deutschen Staatsschulden in der Abgrenzung des Maastricht-Vertrages haben nach vorläufigen Berechnungen zum Jahresende 2014 rund 2,168 Billionen € betragen. Damit stieg der Schuldenstand gegenüber dem Vorjahr um 2 Mrd €.....

    Wie jetzt gibt es einen Ãœberschuss oder nicht?

    Seit 2008 sind die deutschen Staatsschulden von 1.666 Billionen € auf 2.168 Billionen € explodiert als Gründe dafür gelten die robuste Konjunktur der solide Arbeitsmarkt und die Ausgaben zur EWU-Staatschuldenkrise.

    Haben Sie das Paradoxon in meinen Text gefunden? Gut sie denken mit!

    In deutschen Medien wimmelt es nur so von Paradoxien.

    Zum Beispiel Beschäftigungsrekord die niedrigste Zahl der Arbeitslosen seit xx Jahren aber die Standorte der Tafelvereine sprießen wie Pilze aus dem Boden.

    Kann mir jemand diese Paradoxien erklären?


  • Klar, man müsste nur mal den ganzen Text lesen, den man verlinkt ...


    Zitat von Sybillas Quelle

    Zwar war beim Staat im vergangenen Jahr ein Ãœberschuss von 18 Mrd € (gemäß Maastricht-Abgrenzung) zu verzeichnen. Hiermit wurde allerdings per saldo kein Schuldenabbau finanziert, sondern ein Anstieg des staatlichen Finanzvermögens. So schlagen sich hier beispielsweise EWU-Hilfsmaßnahmen statistisch mit rund 7 Mrd € nieder, weil sowohl die deutsche Beteiligung am ESM als auch Forderungen aus EFSF-Krediten aufgestockt wurden.


    Also hätten wir ein neues Paradox, da fragt jemand nach etwas, was in der eigenen verlinkten Quelle explizit drinsteht.


    Noch mal für Doofe, oder die so tun: Der Gewinn wurde nicht zur Schuldenreduzierung verwendet.
    TäTä, war das schwer.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Sybillas VZ - #1


    Dazu ein erhellender Artikel aus der " taz " von " HEINZ-J. BONTRUP " 25.08.2005


    Zitat

    [h=1]Missverstandene Staatsschulden[/h][h=5]Wir brauchen kein Spar- und Konsolidierungsprogramm - Haushaltsdefizite kurbeln die Konjunktur an. Und auch gegen den Zinsgewinn der Reichen lässt sich etwas tun[/h]
    Die Zahlen klingen bombastisch. Im ersten Halbjahr 2005 fehlten Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen 39 Milliarden Euro, im letzten Jahr waren es 80 Milliarden. Bis Ende 2004 hatten sie insgesamt 1.437 Milliarden Euro Schulden aufgehäuft. Die Schuldenquote lag damit bei 65,1 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung. Auf den aufgelaufenen Schuldenstand waren 63,5 Milliarden Euro Zinsen zu zahlen. Zum dritten Mal in Folge verletzte Deutschland 2004 auch die in Maastricht willkürlich festgelegte 3-Prozent-Marke der jährlich maximal erlaubten Netto-Neuverschuldung. Im ersten Halbjahr 2005 lag sie bei 3,6 Prozent, kalkulierte das Statistische Bundesamt.


    der link : http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2005/08/25/a0200


    Ich glaube die Paradoxien liegen im Sys . selber , und da sich die Systeme schon lange verselbständigt haben und alle wackeln mit im Takt , wo letztlich fast keiner mehr den Durchblick hat eher nur noch " 'en détail' " reagiert , wird das so weiter laufen wie gehabt , und alle machen mit bis die Bude zusammen kracht .


    Zum Schluß will es keiner gewesen sein , trotz Bataillone voller Klugscheißer und Besserwisser , die dann auch ganz schnell abtauchen werden .


    BB

  • [...]
    Kann mir jemand diese Paradoxien erklären?


    Ich lese gerade einen guten Artikel der hier dazu passt!


    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44423/1.html
    [h=3]Wer hat das Sagen in Europa? Diese brisante Frage lässt sich am besten in jenen häufigen Krisensituationen beantworten, in denen die Interessen dieser neuen europäischen Großmacht tangiert werden. Die derzeitigen Auseinandersetzungen um die "europäische" Krisenpolitik gegenüber Griechenland lieferten wieder tiefe Einblicke in die reellen Machtverhältnisse in der Eurozone.[/h]----


    Zum einen führte Rot-Grün kurz vor der Euro-Einführung eine Steuerreform durch, bei der vor allem Unternehmen bzw. Konzerne massiv entlastet wurden - und die somit über Steuervorteile und eine prall gefüllte "Kriegskasse" am Vorabend der Währungsunion verfügten. Die Wochenzeitung Die Zeit kommentierte "Das größte Geschenk aller Zeiten" folgendermaßen:
    Noch im Jahr 2000 kassierte der Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften. Im Jahr darauf, nach dem Inkrafttreten des Reformwerks, brachen diese Einnahmen vollkommen weg. Per saldo mussten die Finanzämter sogar fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen - das hatte es noch nie gegeben. Bis heute bekommt der Staat weitaus weniger Gewinnsteuern als in früheren Jahren.

    Diese staatlichen Steuersubventionen an die Wirtschaft verschafften dieser nicht nur beste Ausgangsvoraussetzungen für die Intensivierung der Konkurrenz und des Verdrängungswettbewerbs auf europäischer Ebene nach der Euroeinführung, sie ließen auch die Haushaltsdefizite in Deutschland ansteigen, was durch erhöhte Konsumsteuern kompensiert wurde.
    Die "Große Koalition" aus CDU und SPD ließ 2007 die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte anheben, um diese Einnahmeverluste zu kompensieren. Mit dieser an der Supermarktkasse zu entrichtenden Kopfsteuer, die vor allem Arme überdurchschnittlich stark belastet, wurden letztendlich die Steuergeschenke für Vermögende und Unternehmen gegenfinanziert.


    ----
    Die Bewertung überlasse ich mal jedem selbst!


    Ansonsten empfehle ich dir noch, dich hier im Fred nicht auf die Antworten der üblichen Verdächtigen Neoliberalen Vollpfosten einzulassen, die am Radfahrer-Syndrom leiden und zudem noch keine Ahnung von Tuten und Blasen haben.
    Das ist verschwendete Zeit und zudem in keinerlei Hinsicht geistreich!
    :seeya:


  • Ansonsten empfehle ich dir noch, dich hier im Fred nicht auf die Antworten der üblichen Verdächtigen Neoliberalen Vollpfosten einzulassen, die am Radfahrer-Syndrom leiden und zudem noch keine Ahnung von Tuten und Blasen haben.
    Das ist verschwendete Zeit und zudem in keinerlei Hinsicht geistreich!
    :seeya:


    Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.......


  • Noch mal für Doofe, oder die so tun: Der Gewinn wurde nicht zur Schuldenreduzierung verwendet.


    Welcher Gewinn? In Masstrichtberechnungen werden Schattenhaushalte berücksichtigt, im offiziellen Haushaltsbericht der Bundesregierung nicht. Darunter fallen auch die 20-30 jährlichen Milliarden für den Finanzmarktstabilitätsfond.

  • Welcher Gewinn? In Masstrichtberechnungen werden Schattenhaushalte berücksichtigt, im offiziellen Haushaltsbericht der Bundesregierung nicht. Darunter fallen auch die 20-30 jährlichen Milliarden für den Finanzmarktstabilitätsfond.


    Natürlich werden die 20-30 Milliarden vom Volk, also vom schwer arbeitenden Steuerzahler aufgebracht.


    Und wieder mit ein Grund, warum das Rückwirkungsverbot abgeschafft werden sollte.


    Dann könnte man endlich das durch und durch korrupte Politgesocks zur Rechenschaft ziehen und sie den Rest ihres armseligen Lebens einbuchten, natürlich ohne Chance zur vorzeitigen Begnadigung.....