Endlich wieder Klassenkampf

  • Stein für Stein wurde die Mauer in den meisten Köpfen neu errichtet, subtil, stets im Sinne der Gerechtigkeit. Vorschrift und Gesetz wurden gemeißelt, wie einst die Gebote “Diene und Gehorche dem Herrn.“
    Es bleibt zu wünschen, das die Männer und Frauen von der POST geschlossen zu dem werden was dies Landbraucht, einen zündenden Funken zum Wir.

  • Die Post gründet immer mehr regionale Gesellschaften, von denen die Mitarbeiter übernommen werden, natürlich zu deutlich niedrigeren Löhnen. Der Sprecher der Post jammert in sämtlichen Nachrichten, dass die Post Personalkosten einsparen muss, weil sie angeblich doppelt so viel zahlt wie die Konkurrenz. Wobei das gar nicht so unrealistisch ist, weil die Konkurrenz bekanntlich Aufstocker-Löhne zahlt, heißt deren "Mitarbeiter" bekommen Hartz IV.
    Es versteht sich wohl von selbst, dass die Postler - auch die, welche bereits in Regionalgesellschaften abgeschoben wurden - dieses Schicksal nicht demütig hinnehmen wollen. Auch, wenn die in den Regionalgesellschaften gezahlten Löhne noch (!) höher sind, so ist doch gerade bei den Argumenten der Post deutlich sichtbar, wohin der Zug fahren soll.
    Wenn wir nicht demnächst alle zu Niedrigstlöhnen unter der Hartz IV-Grenze arbeiten wollen, sollten wir jeden Streik unterstützen. Auch dann, wenn die Löhne der Streikenden von Hartz IV weit entfernt sind. Selbst dann, wenn wir selbst von den Auswirkungen betroffen sind wie beim Bahnstreik oder beim Kitastreik. Alle diese Mitarbeiter von egal welchem Arbeitgeber streiken für uns alle. Durch jeden guten Abschluss wird das Lohnniveau angehoben, dass gemessen am durchschnittlichen Lebensstandard auf dem Niveau von 1980, wenn nicht inzwischen bereits 1970, liegt - bei einem Preisniveau von heute.

  • Die Post gründet immer mehr regionale Gesellschaften, von denen die Mitarbeiter übernommen werden, natürlich zu deutlich niedrigeren Löhnen. .


    Nein, sie hat exakt 49 solche Regionalgesellschaften gegründet und das auf einen Schlag.
    Also nicht "immer mehr".

  • Die Gründung jener 49 Regionalgesellschaften, welche ihre Mitarbeiter nicht mehr nach den unternehmensinternen Tarifbedingungen beschäftigt, ist eigentlich nicht die Ursache des derzeitigen Konflikts der Gewerkschaft Verdi mit dem Vorstand der Post.


    Es handelt sich hierbei nur um ein aktuelles Schlachtfeld, auf dem ein ganz anderer Konflikt ausgetragen wird.

  • http://www.spiegel.de/wirtscha…lle-angeht-a-1037848.html


    Bei all den aggressiven Arbeitskämpfen in letzter Zeit
    -so was ist man hierzulande gar nicht mehr gewohnt-
    scheint der aktuelle Streik der Postlhubers beinahe völlig unter zu gehen.
    Irgendwie uninteressant?


    Wie denkt Ihr darüber?


    Arbeitskämpfe sollen doch immer in Deutschland untergehen,
    am besten finden sie aus Sicht der Kapitalisten erst gar nicht statt
    und wenn das bei aller Demagogie nicht klappt (weil selbige Kapitalisten
    mit Lohndrückerei und jeder Menge Prekarisierung von Arbeit regelrecht
    zum Arbeitskampf herausfordern), dann sollen entstehende Arbeitskämpfe verschwiegen
    oder kleingeredet werden. So z.B. bei den Kindergärtnerinnen, wenn die streiken.
    Im Vergleich zu dem Gejaule bei den Streiks der Lokführer, wurde der dreiwöchige Streik sehr mau medial abgearbeitet.


    Wenn das Kleinreden dann nicht klappt, dann wird wie im Fall der Auseinandersetzung
    Deutsche Bahn AG- Gewerkschaft der Lokomotivführer polarisiert und die Gewerkschaftsseite
    dämonisiert, mit schleimiger Unterstützung der Massenmedien.
    Streik ist gant furchtbar bubu, gefährdet das Abenldland und unsere (angebliche) Wohlstandsidylle
    und darf ganz einfach nicht sein- auf das verfassungsrechtlich garantierte Streikrecht wird geschissen.


    Die Gdl sollte so z.B. in einer infamen Strategie seitens der Bahn öffentlich demontiert werden,
    die Bahn versuchte mit immer neuen,aber immer wieder nutzlosen Angeboten die Gewerklschaft hinzuhalten, besser gesagt zu provozieren, versuchte dann aber sich öffentlich als Opfer und die Gewerkschaft als Buhmann darzustellen.


    Beraten wurde der DB-Scheißverein von Werner Bayreuther , Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv-MoVe, der auch zum Team des Schranner Negotiation Institute (SNI)
    in Zürich
    gehört und dem Mthoden im Arbeitskampf nachgesagt werden, die an Geheimndienste erinnern:



    http://arbeitsunrecht.de/deuts…-sackgasse-herbeifuehren/


    Der aufrecht arbeitende Mensch soll nicht mehr sein, enweder wird er wegrationalsiert, oder seine Arbeit auf wenigere Duckmäsuer verteilt, die sich zu gering geschätzen Sklaven degradieren lassen.
    Wer gegen die vielfach ngedachte Geringschätzung sich zu Wehr setzt, soll unschädlich gemacht werden, in dem der einem vielfach verdummten Volk als Staatsfeind verdichtet wird.


    Streik soll ganz einfach nicht sein,
    obwohl es dafür 1001 Gründe in dieser versauten Merkel-Republik gibt.


    Aber den Gefallen tun wir den Zockern nicht.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Die Post gründet immer mehr regionale Gesellschaften, von denen die Mitarbeiter übernommen werden, natürlich zu deutlich niedrigeren Löhnen. Der Sprecher der Post jammert in sämtlichen Nachrichten, dass die Post Personalkosten einsparen muss, weil sie angeblich doppelt so viel zahlt wie die Konkurrenz. Wobei das gar nicht so unrealistisch ist, weil die Konkurrenz bekanntlich Aufstocker-Löhne zahlt, heißt deren "Mitarbeiter" bekommen Hartz IV.
    Es versteht sich wohl von selbst, dass die Postler - auch die, welche bereits in Regionalgesellschaften abgeschoben wurden - dieses Schicksal nicht demütig hinnehmen wollen. Auch, wenn die in den Regionalgesellschaften gezahlten Löhne noch (!) höher sind, so ist doch gerade bei den Argumenten der Post deutlich sichtbar, wohin der Zug fahren soll.
    Wenn wir nicht demnächst alle zu Niedrigstlöhnen unter der Hartz IV-Grenze arbeiten wollen, sollten wir jeden Streik unterstützen. Auch dann, wenn die Löhne der Streikenden von Hartz IV weit entfernt sind. Selbst dann, wenn wir selbst von den Auswirkungen betroffen sind wie beim Bahnstreik oder beim Kitastreik. Alle diese Mitarbeiter von egal welchem Arbeitgeber streiken für uns alle. Durch jeden guten Abschluss wird das Lohnniveau angehoben, dass gemessen am durchschnittlichen Lebensstandard auf dem Niveau von 1980, wenn nicht inzwischen bereits 1970, liegt - bei einem Preisniveau von heute.


    Hier werden Youngsters gesucht, die den alteingesessenen Paketboten Konkurrenz machen sollen:



    http://stellenmarkt.studentenw…eme/Advertisement/single/

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Die Gründung jener 49 Regionalgesellschaften, welche ihre Mitarbeiter nicht mehr nach den unternehmensinternen Tarifbedingungen beschäftigt, ist eigentlich nicht die Ursache des derzeitigen Konflikts der Gewerkschaft Verdi mit dem Vorstand der Post.


    Es handelt sich hierbei nur um ein aktuelles Schlachtfeld, auf dem ein ganz anderer Konflikt ausgetragen wird.


    Wenn Sie das doch so genau zu wissen glauben, wieso fragen Sie dann? Um nach den Antworten Korinthen kacken zu können? Dann stellt sich allerdings die Frage, was das mit einer Diskussion zu tun hat.

  • Die Gründung jener 49 Regionalgesellschaften, welche ihre Mitarbeiter nicht mehr nach den unternehmensinternen Tarifbedingungen beschäftigt, ist eigentlich nicht die Ursache des derzeitigen Konflikts der Gewerkschaft Verdi mit dem Vorstand der Post.


    Es handelt sich hierbei nur um ein aktuelles Schlachtfeld, auf dem ein ganz anderer Konflikt ausgetragen wird.

    Solche geraunten Aussagen sind nicht zielführend. Wenn Du weißt, dass in Wahrheit ein ganz anderer Konflikt ausgetragen wird, dann wäre es außerordentlich nützlich, diesen Konflikt zu schildern. Das führt gleich zum nächsten Post, nämlich


    Wenn Sie das doch so genau zu wissen glauben, wieso fragen Sie dann? Um nach den Antworten Korinthen kacken zu können? Dann stellt sich allerdings die Frage, was das mit einer Diskussion zu tun hat.

    Genau. Dieses Gehabe "Ich weiß was, sag´s aber nicht und schau mal, ob Ihr von selbst darauf kommt, derweil ich den Schlaubatz gebe" ist albern.

  • Ich hatte eigentlich gehofft, dass Ihr mal wenigstens bei EINEM Thread Euren Ad Hominem Schiss weglassen könnt.


    :samepng:

  • Es kam vor einigen Monaten zu einem Eklat im Aufsichtsrat der Deutschen Post.
    Kurz darauf veröffentlichte der Vorstand des Unternehmens die Nachricht,
    man habe 49 Regionalgesellschaften gegründet.
    Zwischen beidem besteht ein Zusammenhang.


    Aber, wer liest heutzutage schon den Wirtschaftsteil?

  • und wieder der Run auf den kleinsten Preis.
    auch hier zeigt sich wie problematisch exportierte Arbeit wird,...auch in sekundären Arbeitsverhältnissen.

  • Gewinnmaximierung -um jeden Preis!
    (Gewinnoptimierung könnte ich ja noch verstehen.....)


    Manchmal wünscht man sich die Post- und Bahnbeamten zurück. Die waren zwar manchmal pingelig, hätten aber keine Minderjäjrigen mitten in der nächtlichen Wildnis ausgesetzt, nur weil sie keinen Fahrschein haben oder ein Paket nicht zugestellt, weil angeblich niemand die Tür aufgemacht hat.
    Diese ganze Privatisierung hat die staatsbürgerliche Mitverantwortung des Dienstleisters fast auf Null geschraubt.
    Daher glaube ich eigentlich nicht an Klassenkampf. Wer für die Klasse kämpft, kämpft auch für die Zukunft des Staats. In der postbürgerlichen Gesellschaft, nicht zu verwechseln mit der klassenlosen Gesellschaft, kämpft jeder nur noch für sich selbst. Wie der Hobbyschäfer von zwei Schafen in der lausitz, der diese entgegen des Tierschutzes auch noch ankettet und nach Wolfsriß sagt, er persönlich habe keinen Vorteil von der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland. So argumentiert Postdemokratie. Ich, ich und ich. Das Wir ist tot. Der Staat ist tot und Gott sowieso. Nur das Fressen bleibt.

  • Es kam vor einigen Monaten zu einem Eklat im Aufsichtsrat der Deutschen Post.
    Kurz darauf veröffentlichte der Vorstand des Unternehmens die Nachricht,
    man habe 49 Regionalgesellschaften gegründet.
    Zwischen beidem besteht ein Zusammenhang.


    Aber, wer liest heutzutage schon den Wirtschaftsteil?


    Es geht um den Konflikt um die Besetzung des Personalvorstands,
    in dessen Verantwortung Tarifverhandlungen geführt werden,
    einen Vorstandsposten, welchen die Gewerkschaft weiterhin für sich beansprucht.

  • Es kam vor einigen Monaten zu einem Eklat im Aufsichtsrat der Deutschen Post.
    Kurz darauf veröffentlichte der Vorstand des Unternehmens die Nachricht,
    man habe 49 Regionalgesellschaften gegründet.
    Zwischen beidem besteht ein Zusammenhang.


    Aber, wer liest heutzutage schon den Wirtschaftsteil?



    Zwischen 2000 und 2012 hatte das Ressort des Personalvorstands ein ehemals hauptamtlicher Sekretär der Deutschen Postgewerkschaft inne, was maßgebend für den hohen Lohnabstand zwischen Postmitarbeitern und deren Konkurrenz ist.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Scheurle



    Das war der Preis, den die Politik dafür zahlte, dass die sehr stark organisierte Postgewerkschaft bei der Privatisierung still hielt.