Technische Intelligenz = Künstliche Intelligenz?

  • Kommt in dieser Diskussion schon als Eigenschaft von Intelligenz "Entscheidungsvermögen auf Grund von Fähigkeit zu Einsicht und Selbstreflexion" vor?


    Dann kann auf das wissenschaftlich wenig tragfähige und irreführende Hilfskonstrukt "Herz" verzichtet werden.

  • Wurde bereits großräumig angesprochen - aber leider nicht verstanden.
    Es blieb beim Beklagen des fehlenden Herzens...

  • Dann mal so:


    Ich bitte um eine vernünftige nachvollziebare Definition des Begriffs Intelligenz im Allgemeinen, und technischer oder auch künstlicher Intelligenz im speziellen.


    Darüber hinaus bitte ich um ein wissenschaftlich tragfähiges Konzept, wie die Intelligenz gemessen werden kann.



    @Schopenhauer:

    Zitat

    Ich stelle mir aber die Frage ob es irgendwann auf seine Art und Weise dem des Menschen überlegen ist und nicht gleichwertig.


    Selbstverständlich können Maschinen und auch andere biologische Arten oder auch "nur" Natur dem Menschen in vielen Dingen überlegen sein. Ein Meteor haut den Menschen auch schnell um - aber Intelligenz würde ich das nicht nennen.


    Die permanente Anpassungsfähigkeit ist ein Element - die selbstreflexiven Fähigkeiten ein weiteres - doch Fähigkeiten wie auf ein Ziel hinarbeiten, sich selbst ein Ziel stecken und mehr sind auch Indizien. Nur - welche sind hinreichend, welche notwendig, und welche sind wie sicher zu identifizieren?

  • Dann mal so:


    Ich bitte um eine vernünftige nachvollziebare Definition des Begriffs Intelligenz im Allgemeinen, und technischer oder auch künstlicher Intelligenz im speziellen.


    Darüber hinaus bitte ich um ein wissenschaftlich tragfähiges Konzept, wie die Intelligenz gemessen werden kann.


    Warum liest Du nicht einfach nach und ziehst Deine eigenen Schlüsse aus der Vielzahl der wissenschaftlichen Ansätze? Das würde Dir auch ersparen, hier so im Nebel zu stochern.


    Die Disziplin der Intelligenzforschung ist in Bewegung. Deine Forderung, als Bitte formuliert, nach Lieferung eines handlichen Begriffspakets zur alltagstauglichen Anwendung, kann so, wie aufgestellt, nicht erbracht werden. Das war Dir doch klar, oder?
    Und beweist das nun etwas? Kommt "man" deshalb doch nicht am "Herz" vorbei?
    Ist das Ansinnen bewusst als vorausschauende selbstbestätigende Ablehnungsaufforderung gedacht?


    Intelligenz in ein paar griffige Formeln zu packen und damit festzulegen, was genau Intelligenz ist, ist eben genau das, was nicht möglich ist. Daher ist es auch grundlegend falsch, Intelligenz auf bestimmte Begriffe fixiert an diese zu koppeln, oder von subjektiven Maßstäben auszugehen.
    Auch die dem Menschen zugrunde liegenden Intelligenzmodelle sind nur selektive Ausprägungen, die eben dem Menschen zugeordnet sind, an seine Kulturkreise und Lebensführung gekoppelt.


    Es ist also ein systematischer und methodischer Fehler, einer sich aus anderen Zusammenhängen, Quellen und Formen kognitiver Leistungsgruppen speisenden Intelligenz diese schon aus dem Grund abzusprechen, weil sie nicht-menschlich ist.


    Eigentlich ist es doch ganz logisch und nur eine Frage der Intelligenz, zu erkennen, dass Intelligenz in vielen Ausprägungen daher kommen kann. Letztlich sind die Problemlösungskompetenzen für die zugrunde gelegten Aufgabenstellungen in einem definierten Raum die Benchmark. Sowohl der Begriff,wie auch die konkrete Befähigung zur Intelligenz ist nicht präzise oder gar allumfassend, sondern können speziell, punktuell und spezifisch sein. Das sieht man deutlich bei den verschiedenen Menschen. Die sich in ihren Auffassungsgaben und der Art, sich an Problemlösungen heran zu tasten, deutlich voneinander unterscheiden. Der Test einer bestimmten Intelligenz im Zusammenhang mit einer bestimmten Problemlösung ist dagegen stets nur ein temporärer und speziell funktionsbezogener Gradmesser für die praktische Umsetzung kognitiver Leistungsvermögens in genau dieser Situation, für genau das vorliegende Problem. Was unterscheidet also fachspezifisch hochfunktionale Menschen, die aber ansonsten als soziale Sonderlinge gelten, mit sozialen Beziehungssörungen zu kämpfen haben, in dieser Punktbetrachtung von einer singulär hochbegabten Maschine?


    Wie ich weiter oben bereits schrieb. Ein noch so intelligenter Mensch, wäre, seiner Sensorik und Begriffsfähigkeit beraubt, unfähig, die einfachsten Aufgaben zu lösen. Trotz all seiner Intelligenz. Problemlösungskompetez (Ãœberleben) Null bei nachweislicher Hochintelligenz bei der Herangehensweise an abstarakte Problemlösung (komplexe Mathematische Aufgaben, oder Philosophische Begriffsdeutungen). Und nun?


    Hier zum Selbststudium:
    http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/intelligenz/7263
    http://www.planet-wissen.de/ge…en/intelligenz/index.html
    http://www.stangl-taller.at/TE…intelligenzwasistdas.html
    http://lexikon.stangl.eu/394/intelligenz/
    http://www.tagesspiegel.de/the…entes-leben/13410564.html
    http://www.datenbanken-versteh…/kuenstliche-intelligenz/
    http://www.diss.fu-berlin.de/d…8/03_KapA3_neu2.pdf?hosts
    https://psycholography.com/201…-kultur-in-der-wir-leben/


    Es gibt noch mehr dazu, falls diese Quellen nicht reichen, um das Problem zu erfassen.

    4 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: Absatz

  • Warum liest Du nicht einfach nach und ziehst Deine eigenen Schlüsse aus der Vielzahl der wissenschaftlichen Ansätze? Das würde Dir auch ersparen, hier so im Nebel zu stochern.....


    ICH habe das gemacht - und es wäre gut, du würdest das auch langsam mal angehen. Offensichtlich ist dir dein herumgestochere aber langsam dann doch selbst klar geworden - denn nun schwenkst du ja doch ein, und gibst sogar zu, dass es eben keine allgemeine Definition zur Intelligenz gibt.


    Ohne Definition ist deine Forderung nach der Existenz einer technischen Intelligenz aber immer valide - das habe ich dir auch schon mehrfach bestätigt - denn wenn man nur genügend weitläufig definiert, dann ist auch schon der rein mechanische Fliehkraftregler bereits intelligent! Schließlich passt er sich in seinem Umfeld äußerst geschickt immer so den äußeren Gegebenheiten an, dass er optimal wirkt.


    Und ähnlich dem, was die meisten der von dir zitierten Artikel so sagen, habe auch ich versucht, eine passende Definition zu finden - und die weicht nicht so arg ab beispielsweise von dieser:


    Zitat


    „Einsichtsfähigkeit“, die besondere individuelle Leistungsdisposition auf dem Gebiete des Verstandeslebens, z.B. In Hinsicht auf die Erfassung von Bedeutungen und Beziehungen“(…) „Art und Grad der Intelligenz sind abhängig von der Fassungskraft (Tiefe, Werte, Abstraktionskraft) dem Intelligenz-Temperament (Sprechbarkeit, Eigenständigkeit, Tempo und Nachhaltigkeit des Denkens) und schließlich von der Gesamtheit der Antriebs -und Willensanlagen des Menschen.“ (Wörterbuch der Pädagogik 1967, S. 259)… (Stangl, 2017).


    Verwendete Literatur
    Stangl, W. (2017). Stichwort: 'Intelligenz'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
    WWW: http://lexikon.stangl.eu/394/intelligenz/ (2017-11-04)


    Der blau markierte Teil drückt in Näherung in etwa das aus, was ich mit "Herz" beschrieben habe - den Begriff "Herz" habe ich aus der Antroposophie entlehnt, die sich ebenfalls durchaus auch wissenschaftlich im Sinne von erkenntnistheoretisch damit beschäftigt, was den Menschen ausmacht, und Intelligenz gehört dazu.



    Dir reicht offensichtlich bereits deutlich weniger - dir reicht es, wenn Maschinen, Roboter oder von mir aus auch Computerprogramme Menschen mit ihren scheinbaren "Fähigkeiten" so beeindrucken können, dass sie so wirken, als wären sie im intelligent oder hätten intelligentes Verhalten.


    Zum Wesen des Menschen gehört die Sinnsuche - die gelingt übrigens auch dann noch, wenn du den von dir so gerne aufgegriffenen Fall des auf ein Gehirn beschränkten menschlichen Organismus hernimmst!
    Ich sehe die Sinnsuche auch als Bestandteil der Intelligenz, weshalb ich kein Problem bei meinem Definitionsansatz habe, wenn du mir die Sinne raubst.
    Allerdings werfe ich ein: Würdest du die Annahme treffen, dass ein Mensch von der Stunde seiner Geburt allein auf sein Gehirn reduziert wäre, und dieses Gehirn warum auch immer keine Chance hat in welcher Weise auch immer mit äußeren Sensoren in Interaktion zu treten - dann könnte sich die Intelligenz nicht entwickeln.
    Hat sich die Intelligenz einmal entwickelt, kannst du ihr auch die Sensoren wegnehmen - gerade durch die Fähigkeit der Selbstreflektion ist eine solche Intelligenz dann noch immer in der Lage, sich um große Fragen beispielsweise der Physik oder der Philosophie zu kümmern und neue Erkenntnisse auf Basis puren Nachdenkens über bereits gemachte Erfahrungen zu machen.


    Ich bin ja schon stolz auf dich, dass du doch langsam selbst merkst, dass die Definition dessen, was Intelligenz ist, nicht so trivial ist, wie es vor dem ersten Nachdenken erscheint. Schön, dass du auch Quellen findest, die meine geäußerten Gedanken stützen.


    Zitat

    Es ist also ein systematischer und methodischer Fehler, einer sich aus anderen Zusammenhängen, Quellen und Formen kognitiver Leistungsgruppen speisenden Intelligenz diese schon aus dem Grund abzusprechen, weil sie nicht-menschlich ist.


    Ist das ein Fehler?
    Bei fehlender Definition von Intelligenz kann der Benchmark eigentlich nur die eigene Erfahrung sein - oder sagen wir mal der Erfahrungsschatz der Menschheit insgesamt. Mehr haben wir leider nicht.
    Es mag sein, dass es Intelligenz gibt, die beispielsweise auf schwarzer Materie und scharzer Energie beruht, die ihre Sensorik in Frequenzbereichen hat, die uns Menschen bis heute auch nicht mit Technik erschlossen werden kann.....ich schließe das alles nicht aus. Es ist aber mehr Science Fiction als Science, über so etwas zu spekulieren und dann in Begeisterungsstürme auszubrechen....über etwas, was wir als Menschen bisher nicht erleben oder erfahren konnten.


    Selbstverständlich messen wir Menschen zunächst an den Maßstäben, die wir uns schon erschlossen haben. Zuerst sind das die Erkenntnisse, die wir selbst machen können - mit zunehmender Bildung akzeptieren wir auch Erfahrungen, die andere schon gemacht haben, oder Erkenntnisse, die aus wissenschaftlichen Experimenten entstammen. Nur - was genau ist nun die Form der Intelligenz, die ich anerkennen soll, die nicht-menschlich ist?


    Tierische Intelligenz? Damit habe ich kein Problem - da kann ich Benchmarken, und kann vergleichen und kann feststellen, dass auch Tiere bei ausreichender Komplexität durchaus in der Lage sind, Kommunikation zu betreiben, nach Lösungen zu suchen, sich selbst zu erkennen etc. etc. etc.....


    Aber Technische Intelligenz?


    Was genau treibt die Technik an? Was ist ihre Sinnsuche? Was genau verstehst du unter WILLE bei einer Maschine?


    Man hat Mensch und Tier auseinandergenommen und reduktionistisch untersucht - und dennoch bis heute nicht verstanden, was genau Intelligenz ist - obwohl doch jeder von uns eine recht genaue Vorstellung davon hat, dass er /sie irgendwie intelligent ist.....
    Offensichtlich war und ist diese Methode zumindest bis heute nicht zielführend für die Fragestellung.


    Denke ich Intelligenz aber anders - also so, wie ich es beispielsweise unter bezugnahme des wissenschaftlichen Ansatzes von Goethe vorgeschlagen habe, dann komme ich auf andere Definitonen. Und solche übernehmen ja auch und gerade moderne Intelligenzforscher - und führen dann - zumindest beim Menschen - so etwas wie "Herz" ein.


    Und adaptiere ich das dann auf Maschinen, auf Algorithmen, auf Mathematik und moderne Implementierungen von sogenannter KI in der Informatik - dann bleibt am Ende doch wieder nur übrig, dass wir gerade noch keinen Schimmer davon haben, wie man so etwas wie WILLE, SEELE, o.ä. implementiert. Bei der REFLEKTION sind wir schon - bei der Selbstreflektion hingegen nicht, weil wir in der Informatik noch gar nicht wissen, wie man so etwas machen soll, weil es völlig fragwürdig ist, ob es im technischen Umfeld so etwas wie das ICH überhaupt gibt....




    Die Informatik ist schon eine tolle Disziplin! Trotzdem greife ich das Thema auch mal von ganz anderer Seite her auf. Sicherlich ist IBM mit Watson eine der führenden KI-Ansätze, die weit über die reine Forschung hinaus schon an Bedeutung gewonnen haben. Watson ist dabei seit ca. 7 Jahren in einem Stadium, in dem es vermarktet wird. Trotzdem gibt es weltweit nur wenige Einsatzszenarien. Und die sind äußerst spezialisiert - und in der Regel braucht es viel Vorarbeit, damit Watson in dem jeweiligen spezifischen Umfeld eine Rolle spielen kann.


    IBM tut sich schwer, mit Watson Gewinn zu machen....und im Massenmarkt ist Watson nicht präsent. Auch deshalb, weil es viele Jahre weiterer Arbeit braucht, um beispielsweise Watson fähig zu machen, nicht nur mit Englisch zurecht zu kommen......


    Von mir aus kann man Watson als KI bezeichnen - dass IBM auch über Jahre hinweg aus Watson nur wenig Kapital und schon gar nicht im Massenmarkt erzielen konnte ist ein mehr als klares Indiz dafür, dass die Technik für den Massenmarkt nicht ausreicht. Es wird noch Jahre dauern, bis das der Fall ist!


    Die gerade im Labor gemachten Berichte über noch höhere abstrakte Algorithmen die nochmals leistungsfähiger als Watson sind, sind sicher eine Nachricht wert. Trotzdem darfst du locker auf dem Boden bleiben - bis daraus konkurrenzfähige technische Produkte entstehen, werden noch Jahre vergehen.


    Und wieder führt das dazu, dass ich die Aussage treffe, dass KI gerade wieder mal ein Hypethema ist, aber sicher noch 50 Jahre brauchen wird, bis sie die Bedeutung einnimmt, die man ihr gerne zuschreibt. Und selbst dann wäre ich noch lange nicht bereit, schon von einer wirklichen KI im eigentlichen SInne zu reden - denn auch dann noch fehlt diesen Teilen jegliches Verständnis zum Sinn einer Sache, oder dazu, warum sie so handeln, wie sie handeln.....


    Lies mal ein wenig weiter, nicht nur die oberflächlichen nachplappernden Veröffentlichungen zum Thema! Und vor allem - denk selbst mal nach!


    Vielleicht wäre es mal gut, wenn du nicht jeden meiner Beiträge so lesen würdest, als wäre das von einem geisteskranken geschrieben......verändere mal deine haltung, und gehe mal davon aus, dass ich eventuell von der Thematik ein wenig Ahnung habe, und mich schon ein wenig damit beschäftigt habe. Es könnte sein, dass ich dann dir doch noch das ein oder andere erzählen kann, was du bisher noch nicht in deinem oberflächlichen Studium von beliebigen google-Ergebnissen zur immer wieder gleichen Presseerklärung erkannt hast.


  • Dir reicht offensichtlich bereits deutlich weniger - dir reicht es, wenn Maschinen, Roboter oder von mir aus auch Computerprogramme Menschen mit ihren scheinbaren "Fähigkeiten" so beeindrucken können, dass sie so wirken, als wären sie im intelligent oder hätten intelligentes Verhalten.


    Es handelt sich nicht um scheinbare Fähigkeiten, sondern um Fähigkeiten.


    Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass hochentwickelte Aliens ganz ähnlich über uns diskutieren würden, wie wir hier über die noch in den Kinderschuhen steckende KI reden: "Ist das, was diese 'Menschen' tun, vielleicht etwas einem Bewusstsein Nahekommendes? Können wir tatsächlich davon sprechen, dass ein Mensch denkt? Oder fehlt ihm dazu doch das für echtes Denken entscheidende Alienhafte, ohne das Denken nicht wirklich Denken sein kann? Nein, wie 'intelligent' ein Mensch auch immer sein wird, wird es sich dabei nie um die wahre, alienhafte Intelligenz, sondern immer nur um eine Art Imitat davon - eine nur scheinbare Fähigkeit zu denken - handeln können."

  • [...]


    Vielleicht wäre es mal gut, wenn du nicht jeden meiner Beiträge so lesen würdest, als wäre das von einem geisteskranken geschrieben......verändere mal deine haltung, und gehe mal davon aus, dass ich eventuell von der Thematik ein wenig Ahnung habe, und mich schon ein wenig damit beschäftigt habe. Es könnte sein, dass ich dann dir doch noch das ein oder andere erzählen kann, was du bisher noch nicht in deinem oberflächlichen Studium von beliebigen google-Ergebnissen zur immer wieder gleichen Presseerklärung erkannt hast.



    Wir unterscheiden uns in einem wesentlichen Kriterium.
    Du bist - im übertragenen Sinne - wie diejenigen, die das Universum um die Erde herum, mit der Erde als dessen Mittelpunkt, definiert haben.
    Du machst im Grunde das Gleiche mit der Intelligenz des Menschen, die für Dich Gradmesser und Maßstab darstellt. Und Du schreibst es ja selbst: was auch sonst sollst Du machen?
    Damit definierst und begrenzt Du selbst Deinen Erkenntnis- und Denkraum.


    Ich halte es eher wie Jaki und Schopenhauer. Da gibt es weitaus mehr Variablen und Möglichkeiten, als Dein Modell zulässt. Das ist meine Ausgangsposition.


    "Intelligenz" ist zunächst nicht mehr als nur ein Kunstwort. Ein Begriff, der auf unserer komplexen, menschlichen Begriffswelt - die dennoch, wie man immer wieder sieht, recht eingeschränkt ist - fußt.
    Dieser Begriff hat zur inhaltlichen Basis, träg den Sinn in sich, auf bestimmte Befähigungen hinzuweisen. Diese Befähigungen MÃœSSEN anders gestaltet sein, wenn die Evolution (und/oder Sozialisation) einer anderen Intelligenz einen anderen Verlauf genommen hat. Das ist Systemimmanent.


    Entscheidend ist alleine das Ergebnis eines Prozesses, wie auch immer Du den nennen willst.
    Die Ausbaustufe der Befähigungen, ihre Stärken und Schwächen, die Grenzen der Befähigungen, deren Streben nach Erweiterterung des Erfassungshorizonts, das Streben nach "Input" und ihre Problemlösungskompetenzen, um Ziele zu erreichen.


    Und genau hier sehe ich die maschinelle Intelligenz in einer anderen Kondition, durchaus unbelasteteren, als die erdgebundene, evolutionär vorprogrammierte Version des Menschen.
    Die Umgebung formt nicht nur das Individuum, sondern vor allem die Rahmenparameter. Wir sind schließlich nicht wirklich "frei" im denken, sondern eingebunden in unsere sozialen Konditionierungen.
    Die Entscheidungsoptionen im gespeicherten Gemeinschaftsfundus, evolutionäre Vorprogarmmierung, genetisch angelegte Begrenzungen, und vieles mehr, schränken uns ein. Auch der Mensch muss das Denken erst erlernen. Das wird gerne vergessen. Doch es sollte nie vergessen werden, denn auch der Mensch kann "programmiert" werden. Siehe Prägung.


    Es nützt im Ãœbrigen nichts, sich beim Sichten der Erkenntnisse, durch Lesen von themenorientierten Arbeiten über das Wesen der Intelligenz, ausschließlich auf die Bereiche zu stützen, die sich vorwiegend mit den Ausstattungmerkalen des Menschen und seinen spezifischen Befähigungen befassen, und darin vorwiegend nach Betätigungen für die eigenen Annahmen zu suchen, anderes, Weiterungen, dabei aber völlig außer Acht zu lassen.

    18 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: Absätze

  • Ein Beispiel dafür, warum es falsch ist, sich stets selbst zum Maßstab zu machen, ist der wohlbekannte Spiegeltest. Wird z. B. einem Schimpansen ein roter Punkt ins Gesicht gemalt, entfernt er ihn vor dem Spiegel - ein starker Hinweis auf Selbsterkenntnis. Hunde fallen beim Spiegeltest jedoch durch: Sie begrüßen ihr eigenes Spiegelbild, als wäre es ein anderer Hund. Haben sie kein Ich-Bewusstsein? Offensichtlich doch: Es wurde schlicht nur nicht berücksichtigt, dass Hunde ihre Umwelt vor allem über den Geruchs- und Hörsinn wahrnehmen, und ein Spiegelbild riecht weder nach Hund noch bellt es.


    Wie Forscher kürzlich zeigten, reagieren Hunde jedoch, wenn man ihren eigenen Geruch modifiziert. Sie erkennen sich selbst und andere Hunde am Geruch (nicht an ihrem Aussehen):
    "This study confirmed the previous evidence proposed with the STSR by Dr. Cazzolla Gatti showing that "dogs distinguish between the olfactory 'image' of themselves when modified: investigating their own odour for longer when it had an additional odour accompanying it than when it did not. Such behaviour implies a recognition of the odour as being of or from 'themselves'"."


    Diese Andersartigkeit der Sinneswelt von Hunden nicht zu berücksichtigen, führte zunächst zu der falschen Vermutung, Hunde hätten kein Ich-Bewusstsein.

  • Sehr schönes Beispiel. Die "Sytemauslegung", auf die spezifischen Anforderungen hin, definiert deren Funktionalität und die wiederum "spiegelt" sich in der Evolution der spezifischen Intelligenz. "Need to have" ist das Kriterium.

  • Hier mal was zum Schmunzeln



    Dazu passt auch...
    https://www.youtube.com/watch?v=kty0xCgIYjA

  • Dies ist in der Tat ein schönes Beispiel - und zwar in mehrfacher Hinsicht:


    Zum Einen zeigt es einmal mehr, dass typische Definitionen zur Intelligenz sich gerade von menschlichen Vorstellungen her nähern, und mit zunehmender Verallgemeinerung dann auch Obermengen definieren.


    Zum Zweiten zeigt es auf, dass zur Intelligenz wohl mehr als nur ein Gehirn benötigt wird, es scheint auch die Sensorik - also die Wahrnehmungsorgane - mit beteiligt zu sein, und es scheint relevant zu sein, über welche Sensoren die Intelligenz verfügt.


    Und zum Dritten zeigt es auf, dass auch hier zumindest quasi so gedacht wird, dass zur Intelligenz so etwas wie die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung mit dazu gehört - zumindest ab einer noch genauer zu definierenden Intelligenzstufe.....


    Es gehört zur typischen Fähigkeit des Menschen dazu, dass wir zunächst von uns ausgehend Erkenntnisse sammeln, diese immer mehr verallgemeinern, und dann um Erkenntniss beispielsweise aus allgemeinen Wahrnehmungen mit ergänzen, bis wir eine abstrakte Theorie haben, die ggf. weit über die eigene Erkenntnisfähigkeit hinaus geht.


    Beim Intelligenzbegriff sind wir auch auf diesem Weg - allerdings ist es schwer, jetzt schon ein allgemeines Bild einer völlig allgemeinen Intelligenztheorie zu entwerfen, wenn derzeit noch nicht einmal klare Definitionen für menschliche Intelligenz gefunden wurden.



    Nehmen wir doch nun einmal an, mit den modernsten Algorithmen und Ansätzen würden wir eine Maschine konstruieren, die mit entsprechendem Programm ausgestattet nun den Spiegeltest macht......und die sich dann einen gemalten Punkt auf ihrem Gesicht in der Folge entfernt. Wäre das bei einer solchen Maschine bereits ein Zeichen davon, dass auch die Maschine ähnlich zum Hund oder zum Affen ein Bewußtsein über sich selbst hat?


    Ich denke eher nein. Wenn ich mich selbst aber frage, wie ein Test aussehen müsste, dass ich per se davon ausgehen würde, dass dieser Test die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung zweifelsfrei für eine Maschine bestätigt - dann fällt mir derzeit noch kein entsprechender Test ein. Denn: Es ist ein leichtes, eine Maschine zu bauen, die beispielsweise per Kamera und einem einfachen programmierten Algorithmus feststellt, ob sich ein Bild von ihr im Spiegel befindet, und wenn ja, dass sie dann nach einem Punkt sucht, und wenn der da ist, dass sie dann mit was auch immer versucht, diesen Punkt bei sich zu entfernen. Das geht recht mechanisch.....dazu brauche ich keine Selbstreflektion.....


    Insofern kommen wir auch hier zu philosophischen Fragestellungen danach, wann ein entsprechender Test notwendig, und wann hinreichend für Intelligenz wäre......


    Und ganz gleich welche Definition von Intelligenz man anwenden will - an genau solchen Fragestellungen kommt man immer wieder vorbei - erst recht dann, wenn man über die Vorstellung her kommen möchte, dass es Intelligenz gibt, die weit mehr umfasst, als das, was derzeit den Menschen ausmacht.


    Bei Maschinen wie wir sie heute kennen - inklusive dem GO-Programm, automatischen Ãœbersetzern, Wetterprognoseprogrammen etc. etc.... habe ich deutliche Zweifel, dass wir auch nur ansatzweise in die Nähe dessen kommen, was wir als erkenntisfähig oder selbstbewußtsein definieren würden.


    Von wirklich umfassenden selbstfahrenden Autos unter allen typischen Bedingungen, die ein Mensch noch immer beherrscht, sind wir noch sicher 5 Jahre entfernt. Davon, dass solche selbstfahrenden Autos in der Breite im Massenmarkt mehr als 50% Marktanteil haben, sind wir sicher 10-20 Jahre entfernt, wahrscheinlich mehr. Davon, dass Autos auch selbst bewußt Auto fahren - ....


    Ich weiß noch nicht mal, ob wir Menschen, selbst wenn wir das bauen könnten, so etwas wirklich bauen wollten. Und - dass so etwas quasi als Abfallprodukt entsteht.....also, wenn wir nur genügend technische Gehirnzellen haben, dann das Internet zur Superintelligenz wird......ich glaube nicht, dass es so funktioniert.


    Man mache mal folgendes Gedankenexperiment: Mal angenommen, wir wären in der Lage die 10 hoch 28 Atome eines Menschen zu erfassen, deren exakte Lage zu ermitteln, die zugehörigen Moleküle zu bestimmen, und dann in einer Art Kopierer den Menschen Atom für Atom nachzubauen.......wären wir fertig, wäre dann dieser kopierte Mensch intelligent? Würde er leben?


    Ich schließe es nicht aus, dass es uns bald gelingt, das erste echte künstliche Leben in Gänze experimentell herzustellen - mit einigen Experimenten sind wir schon ziemlich nah dran......
    Aber reicht das schon?


    Viele Fragen - und die meisten sind philosophisch - und ich traue mich ganz ehrlich nicht so einfach, mal eben beliebig einen Intelligenzbegriff zu definieren, der alles erklärt, von dem ich aber nicht sagen kann, was er bedeutet......

  • Heute habe ich auf Steemit einen Artikel zum Spiegel-Test veröffentlicht, der insofern etwas mit dem Thema zu tun hat, also ich auch kurz auf zwei Ansätze zur Selbsterkenntnis im Bereich der KI eingegangen bin. Ich hoffe, es ist in Ordnung, einfach mich selbst (auf Englisch) zu zitieren ... Ich habe heute schon so viel geschrieben, dass ich gerade einfach nicht mehr den Nerv habe, das Ganze noch einmal auf Deutsch zu formulieren, wollte es euch aber dennoch nicht vorenthalten, also:


    "Finally I would like to cast a very short glance into the sector of artificial intelligence. Has the aim of creating self-aware robots already been reached?


    There is research on robots 'recognizing themselves' in a mirror - just build your own opinion, but in my eyes that's not yet comparable with what we are capable of.[16]


    Maybe even more interesting is that at Ransselaer Polytechnic Institute in the US a robot has passed another classic self-awareness test (where no mirror comes into play): three "Nao robots" were programmed to think that two of them were given a "dumbing pill" (in reality a button on top of their heads is responsible for the pill-effect). And indeed, two robots got 'pills' which made them silent, whereas the third pill was a 'placebo'.
    Then the robots were asked which kind of 'pill' they had received. Of course only one of them was able to answer ... First it replied "I don't know", but then immediately corrected his answer "Sorry, I know now, I was able to prove that I was not given the dumbing pill."
    That's nothing special at all? For a machine it is: being able to give the correct answer requires to listen and understand a question, to hear and recognize its own voice and then understand that one himself can be the only one amongst the robots which must have spoken and thus has received the 'placebo'.[17]"

  • Spannend.....es bleibt die Frage, ob der Roboter/die maschine wirklich in der Lage war eine echte Erkenntnis zu haben - oder ob der Roboter "nur" ein Rechenergebnis eine Algorithmus geliefert hat.


    Und: Ist der Mensch in der Lage, den Unterschied wahr zu nehmen? (Im Sinne des Turing-Tests.....)


    Ich bleibe dabei, dass es derzeit meine Vorstellungskraft übersteigt, dass die derzeitig bekannten und eingesetzten Algorithmen im menschlichen Sinne Erkenntnisfähig wären......was sie aber immer besser schaffen ist - den erweiterten Turing-Test zu bestehen......will heißen - in immer mehr Punkten stoßen wir Menschen an die Grenzen unserer eigenen Wahrnehmungsfähigkeit, um simulierte Erkenntnisfähigkeit von echter Erkenntnisfähigkeit noch unterscheiden zu können.


    Bezogen auf das Intelligenz-Thema bleibe ich dabei, dass ich nicht bereit bin, simulierte Erkenntnisfähigkeit als echte Erkenntnisfähigkeit anzuerkennen - insofern ist das für mich auch noch kein Ausdruck echter Intelligenz.
    Ãœbertragen kann man sagen: Ein Bild oder ein Schauspiel von Intelligentem Verhalten ist nicht gleich zu setzen mit echter Intelligenz.


  • Spannend.....es bleibt die Frage, ob der Roboter/die maschine wirklich in der Lage war eine echte Erkenntnis zu haben - oder ob der Roboter "nur" ein Rechenergebnis eine Algorithmus geliefert hat.


    Es bleibt dann aber auch die Frage, ob unsere Emotionen und unsere (scheinbare) Selbsterkenntnis nicht eben auch 'nur' Ergebnisse von (sehr komplexen und uns als solche nicht ohne weiteres erkennbaren) Algorithmen sind ...


    Aus unserer Sicht sind unsere Emotionen und Erkenntnisse 'wahrer' als das, was die Gehirne oder Programme anderer Tiere, von Computern oder Aliens erzeugen. Ob das aber von außen, objektiv betrachtet tatsächlich so ist ... können wir das als subjektiv für uns selbst voreingenommene Wesen überhaupt beurteilen?

  • Es bleibt dann aber auch die Frage, ob unsere Emotionen und unsere (scheinbare) Selbsterkenntnis nicht eben auch 'nur' Ergebnisse von (sehr komplexen und uns als solche nicht ohne weiteres erkennbaren) Algorithmen sind ...



    Auch hier geht es im Grunde nur um die Begriffsdefinitionen. Algorithmen. Was ist das denn?
    Ein kleines "Programm", das bestimmte Abläufe ausführt oder auslöst.


    Und was sind die Botenstoffe im Gehirn?
    Die DNA?
    Hormone?
    Feromone?
    etc.?
    Chemische Kombinationen, atomare Abfolgen, Strukturen, Stecker und Dose, Schalter, Auslöser, Modifikatoren...
    Alles von ungeheurer Komplexität in der Gesamtheit.
    Sie machen im Grunde nichts anderes als kleine Programme in einer Rechenmaschine.


    Intelligenz ist ein Frage der Komplexität und der Vielfalt.
    Die Evolution des Gehirns, des Geistes, der Intelligenz hatte hunderte Millionen Jahre, um aus einem primitiven und nervlich wenig vernetzten Mehrzeller die ersten schlichten Intelligenzen durch eine Millionenfache Abfolge von Versuch und Irrtum hervorgehen zu lassen. Dann hat die Evolution weitere Millionen Jahre verschiedene Typen und Variationen gegeneinander spielen lassen (Kaltblüter, Wechselwarme, Warmblüter, Lebendgebärende, Eierlegende, Säugetiere, Insekten, Echsen, Vögel, Fische...)


    Das Grundprinzip wurde nicht aus einem Geistesblitz heraus geschaffen, sondern durch Versuch und Irrtum hat sich eine Mischung als überlegen etabliert. Wir können daraus lernen, das bereits entwickelte Grundmuster analysieren und darauf aufbauen. Nicht kopieren, sondern die Strukturen erfassen und für unserer Zwecke hernehmen, umformen, weiter entwickeln.
    Darin besteht meines Erachtens auch "der Sinn" der Evolution - auch der Sinn unserer Existenz. Nicht wir sind das Ende der evolutionären Kette, sondern nur ein Glied. Auch wenn es schwer fällt, diese Degradierung zu akzeptieren, wir sind nicht mehr als eine Träne "der Schöpfung" (was auch immer jeder Einzelne sich zur persönlichen Erleichterung darunter vorstellen will) im Meer der Sterne in einem Universum voller Galaxien.

    Einmal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: ö

  • Zum Einen zeigt es einmal mehr, dass typische Definitionen zur Intelligenz sich gerade von menschlichen Vorstellungen her nähern, und mit zunehmender Verallgemeinerung dann auch Obermengen definieren.


    Zum Zweiten zeigt es auf, dass zur Intelligenz wohl mehr als nur ein Gehirn benötigt wird, es scheint auch die Sensorik - also die Wahrnehmungsorgane - mit beteiligt zu sein, und es scheint relevant zu sein, über welche Sensoren die Intelligenz verfügt.


    Danke, das ist im Grunde nun - etwas spät, aber immerhin - die Ãœbereinkunft in Punkten, die vorher noch strittig schienen.
    Intelligenz steht immer im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen und wird am "need to have" orientiert. Vom egozentrischen Weltbild auszugehen kann somit nicht zielführend sein.


    Das junktimative Einziehen einer weiteren zwingend philosophisch-egozentrischen Filterebene, ist allerdings ebenfalls nur ein weiterer menschengemachter Definitionsflaschenhals.
    Auch dabei droht nicht-sachgerechter Fortschritts-Rückstau und dogmatische Erkenntnisbefreiung jenseits der Tabuzone, aufgrund selbstauferlegter Selbstbegrenzungen und damit Denkvoids.

    2 Mal editiert, zuletzt von A3243 () aus folgendem Grund: a


  • Nimmt man den religiösen Aspekt beiseite, dann ist der Mensch über seine neuronalen Verknüpfungen, Gen-Schalter und seinem chemischen Haushalt schon ein ziemlich geniales biologisches Produkt seiner Umwelt.


    Nimmt man nun an das sich auf der Hardware-Ebene in den nächsten Jahren noch einiges tun wird, dann sind die Aussichten für eine sehr komplexe künstliche Intelligenz und Maschine schon recht gut.


    Nimmt man unser menschliches Gehirn und die Verknüpfungen welche im Kindesalter beginnen, dann möchte ich mir nicht vorstellen welche Möglichkeiten ein künstlicher Organismus hat, der im Wechselspiel von Software und ständigen hardwareseitigen Neuverknüpfungen seine Existenz verbessert.Die menschliche Ausrichtung des Gehirns ist nämlich irgendwann abgeschlossen und der Verfall beginnt auch früher als man denkt.Dies könnte ein enormer Vorteil für die Maschine sein.Wenn man der KI also auf verschiedenen Ebenen eine hohe Flexibilität ermöglicht könnte das Ergebnis erstaunlich sein.
    Hinzu kommt die Mobilität.Eine Maschine (KI) die ihre Umwelt mobil erfahren/erleben kann, wird höchstwahrscheinlich schneller lernen als eine unbewegliche KI.
    Ich denke, dass wie bei den meisten menschlichen Erfindungen nicht die gradlinigen Denker den Durchbruch hinlegen, sondern die echten Freaks und Querdenker.Manchmal kommt auch der pure Zufall hinzu, dass aus einer völlig anderen Zielsetzung ein komplett neuer Ansatz oder in seiner Anwendung ein neues Einsatzgebiet herauskommt.


    Für die Wissenschaft und Menschheit bleibt allerdings die philosophische Frage, ob die KI jemals den Status "ich denke und ich existiere" erreichen sollte.

  • Sehr guter Beitrag, wie ich finde. Ich stutze nur etwas ob des ersten Satzes:



    Nimmt man den religiösen Aspekt beiseite, dann ist der Mensch über seine neuronalen Verknüpfungen, Gen-Schalter und seinem chemischen Haushalt schon ein ziemlich geniales biologisches Produkt seiner Umwelt.


    Hm ... und nimmt man ihn nicht beiseite, dann sind wir kein geniales biologisches Produkte mehr?
    Was ändert die Existenz von Religion an deiner Aussage? :)

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • Sehr guter Beitrag, wie ich finde. Ich stuze nur etwas ob des ersten Satzes:




    Hm ... und nimmt man ihn nicht beiseite, dann sind wir kein geniales biologisches Produkte mehr?
    Was ändert die Existenz von Religion an deiner Aussage? :)


    Nein, er ist sowohl als auch ein geniales biologisches Produkt.Aber mit dem religiösen Aspekt kommt noch eine Erweiterung hinzu, in Form der Seele (welche unsterblich sein soll), die nicht im biologischen und physikalischen Sinne fassbar ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • Nein, er ist sowohl als auch ein geniales biologisches Produkt.Aber mit dem religiösen Aspekt kommt noch eine Erweiterung hinzu, in Form der Seele (welche unsterblich sein soll), die nicht im biologischen und physikalischen fassbar ist.


    P.s: Wenn man daran glaubt und darauf sein Weltbild gründet.