Frühschichtzulage in Tankstellen

  • Nach ein paar Jahren Abstinenz fahre ich mal wieder ein eigenes Auto.
    Heute morgen an meiner Tankstelle: Super 1,64 Euro.
    Nach Feierabend gegen 17 Uhr: Super 1,40 Euro.


    Das sind ja Bewegungen?


    So extrem ist es zwar nicht täglich, aber 15 Cent Unterschied zwischen morgens und nachmittags
    für denselben Sprit sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme.


    Abgesehen davon, dass hier der Rechtsstaat eigentlich gefordert wäre,
    frage ich mich, was sich die Tankstellen davon versprechen.


    Wenn Sonntags wegen möglicher Sonntagszuschläge für Mitarbeiter
    der Sprit ein wenig teurer wäre, dann könnte ich das einigermaßen nachvollziehen,
    aber morgens und vormittags?


    Finden die Tankstellen denn nur noch nachmittags Personal?


    Tanken tut ja morgens kaum jemand, so wie ich das beobachte.


    Was versprechen sich die Tankstellen von diesem ganz offensichtlich
    mit der Konkurrenz abgestimmten Geschäftsmodell eigentlich?

  • Abgesehen davon, dass hier der Rechtsstaat eigentlich gefordert wäre,
    frage ich mich, was sich die Tankstellen davon versprechen.


    Warum sollte der Rechtsstaat gegen freie Marktwirtschaft vorgehen?
    Was für Mittel des Vorgehens schweben dir vor?


    Die Mineralölfirmen versprechen sich übrigens durch ein solches Geschäftsgebaren höhere Gewinne.

    Einmal editiert, zuletzt von komakino ()

  • Warum sollte der Rechtsstaat gegen freie Marktwirtschaft vorgehen?
    Was für Mittel des Vorgehens schweben dir vor?


    Die Tankstellen versprechen sich übrigens durch ein solches Vorgehen höhere Gewinne.


    1. Preisabsprachen.
    2. Ich bezweifle, dass diese Rechnung für die Tankstellen aufgeht.

  • es bedarf keiner formalen preisabsprachen, weil die bundesweiten preise, filterbar nach allen gewünschten kriterien, auf entsprechenden protalen veröffentlicht werden. ein klick genügt.
    auf dem hiesigen wochenmarkt kostet die saisonale ware, die äpfel, die gurken und salate etc., auch an jedem stand das gleiche, weil die sich natürlich an den preisen der anderen händler orientieren. was auch sonst? so funktioniert das seit es handel gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • ....auch an jedem stand das gleiche, weil die sich natürlich an den preisen der anderen händler orientieren. was auch sonst? so funktioniert das seit es handel gibt.


    Zwischen "orientieren" und Absprachen bzw. verdeckte Kartelle bestehen doch schon gewisse Unterschiede.
    Und exakt das letztere ist ja bei den Ölmultis gegeben.

  • Zwischen "orientieren" und Absprachen bzw. verdeckte Kartelle bestehen doch schon gewisse Unterschiede.
    Und exakt das letztere ist ja bei den Ölmultis gegeben.



    ist so, aber für den verbraucher ist es ohne belang, ob aufgrund eines nicht nachweisbaren, aber unterstellten kartells, oder aufgrund einer "orientierung" alle bratwürste und das bier in einem einkaufsviertel überall genau das gleiche kosten.

  • Nach ein paar Jahren Abstinenz fahre ich mal wieder ein eigenes Auto.
    Heute morgen an meiner Tankstelle: Super 1,64 Euro.
    Nach Feierabend gegen 17 Uhr: Super 1,40 Euro.


    Das sind ja Bewegungen?...


    Ist normal und als Autofahrer weiß man dass man erst Nachmittags zur Tanke fährt. Das ist wenigstens etwas auf das man sich verlassen kann.

  • ist so, aber für den verbraucher ist es ohne belang, ob aufgrund eines nicht nachweisbaren, aber unterstellten kartells, oder aufgrund einer "orientierung" alle bratwürste und das bier in einem einkaufsviertel überall genau das gleiche kosten.


    Aus Sicht des Knackwurst und Alkabhängigen hast Du natürlich recht....

  • Schaut man sich den relativ stabilen Rohölpreis an, sind die Abzockerpreise für Benzin und Diesel an den Tankstellen eine Unverschämtheit, insbesondere die Steuer- und Abgabenbelastung, die den wesentlichen Faktor für Endpreis ausmacht.

  • Ist normal und als Autofahrer weiß man dass man erst Nachmittags zur Tanke fährt. Das ist wenigstens etwas auf das man sich verlassen kann.


    Ich hab auf dem Smarti zwei verschiedene App's am laufen, die sagen mir immer, wann ich wo um wieviel abgezockt werden soll....

  • Was würdet Ihr denken, wenn die Brötchen beim Bäcker morgens 3 Euro kosten, mittags 2 Euro und spät nachmittags 23 Cent
    und wenn das plötzlich (welch Zufall) alle Bäckereien so handhaben würden?


    Ihr könnt dieses Spiel noch mit allerlei anderen Produkten des Alltags durchspielen.

  • Was würdet Ihr denken, wenn die Brötchen beim Bäcker morgens 3 Euro kosten, mittags 2 Euro und spät nachmittags 23 Cent
    und wenn das plötzlich (welch Zufall) alle Bäckereien so handhaben würden?


    Ihr könnt dieses Spiel noch mit allerlei anderen Produkten des Alltags durchspielen.



    PREISABSPRACHEN.....


    Unter neoliberalem Gesocks aber nichts ungewöhnliches....

  • Marktanpassungen.


    Das hat mit Markt nicht das geringste zu tun.
    Denn in einem solchen Geschehen, wenn es sich um freien Markt handeln würde,
    würde die Tankstellenkette "Miriam" morgens die Preisschraube nicht nach oben drehen,
    sondern den Preis des Vorabends beibehalten, zusätzlich noch eine paar Sonderangebote
    im Store machen und publizieren, dass man als einzige Tankstelle den tageszeitlichen,
    künstlichen Preiswechsel nie vollzieht, sondern Preise nur verändert, wenn der eigene Einkauf
    teurer oder billiger wird.
    Da würden
    a) die anderen Ketten dauerhaft deutlich an Marktanteilen verlieren oder
    b) sie geben diese Spielchen auf.


    In jedem anderen Markt, der tatsächlich auch Markt ist, geschehen solche Dinge,
    sind das die natürlichen Marktmechanismen.