Videotheken sterben.... was als nächstes?

  • ich bin übrigens davon überzeugt, dass in absehbarer zeit die meisten handy-shops sterben werden - und die meisten backshops hoffentlich gleich mit.


    hier in meiner gegend gibt es sicher zwei dutzend von beidem (zusammen) in fußläufiger nähe. ich habe es noch nie verstanden, warum es erstrebenswert sein soll, in einer fußgängerzone, die bereits gefühlt zur hälfte aus handy-shops und diesen aufback-stores besteht, davon noch ein paar weitere aufzumachen. aber so war es in den letzten jahren.


    aber irgendwann wird auch dieser kelch ausgeschlürft sein und dann wird wieder zurück gebaut...
    und niemanden wird dieser wandel zurück zur normalität der mieten und damit der chance zur rückkehr einer vielfältigen einkaufsstraße in übermäßige trauer stürzen.

    3 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • .....


    In der Tat, es ist verblüffend zu beobachten das nicht nur diese divers-dubiosen Handyshops ( abgelutschte Modelle für überteuertes Geld, womit machen die Ihre Mark ??? ) sondern auch( wie bei uns 5 ) Billigfriseure in 500 Laufmetern neben eben so vielen Backshops um Kundschaft buhlen. Und dazu neuerdings Nagelstudios mit derb gelangweilt dreinschauenenden Asiatinnen sind auch ganz hip...
    Dafür machte der einzige Elektroladen zu dicht.


    Frage ich mich also, die Leute fressen Billigpappe, gehen alle 3 Tage zum Friseur, polieren sich die... Nägel aber drehen keine neue Glühbirme in die Fassung etc.....

  • Bin zwar auch nicht der richtige Aldiexperte aber das halte ich nun eher für ein Gerücht. Ich kenne diese Läden noch als die Ware nur aus Pappkarton heraus verkauft wurde und Frischmilch war schon ein Highlight. Da hat sich in den letzten Jahren nun gewaltig was getan.


    Auch heute stehen die Artikel immer noch in den Pappkartons in den sie vom Produzenten geliefert wurden. Sieht zwar bunter aus als früher, ist aber gleich geblieben. Und Sonderaktionen gab es früher auch schon, mein Vater schoss vor ca. 20 Jahren bei Aldi einen PC (Pentium 2). Ich sehe jedenfalls keine großen Unterschiede, außer dass sie mittlerweile ab und an ein paar hochwertigere und -preisigere Artikel und vereinzelt sogar Markenwaren (z.B. Coca Cola) feilbieten.


    Sprechen wir von dem welches wir hier in Hamborch profan EKZ bezeichnen ? Denn das hat sich hier so richtig durchgesetzt, jedes "Quartier" hat so eins und wenn keins da ist wird ein neues Quartier drum herum gebaut.


    Das hat aber noch einen anderen Charakter als die gigantischen Malls mit noch gigantischerem Parkplatz irgendwo am Stadtrand wie es in den USA eine Zeit lang in Mode war. In der Innenstadt finde ich solche Einkaufspassagen eigentlich nicht per se schlecht und zumindest attraktiver als Karstadt.

  • Richtig. Tatsache ist einfach, dass viele Geschäftsmodelle, die vor 20-30 Jahren noch rentabel waren es heute nicht mehr sind. Das Internet ist dabei zwar ein Faktor, aber die arbeiten keineswegs profitabler, sondern drücken ohne Rücksicht auf Verluste die Preise. Z.B. steckte Zalando bis letztes Jahr dauerhaft in tiefroten Zahlen und wäre ohne die Beteiligung der operativ noch defizitäreren "Rocket Internet"-Firma vermutlich längst pleite.


    Zalando ist dabei nicht mal billiger als der Einzelhandel. Die tiefroten Zahlen zu Beginn gehörten zu Geschäftsstrategie, das hat man sich aus Amerika abgeschaut. Man geht mit einer Menge Veturekapital in den Markt und versucht mit entsprechendem Marketingeinsatz einen möglichst großen Anteil des zu verteilenden Onlinemarktes zu ergattern. Im Fall von Zalando gleich europaweit. Mit steigendem Umsatz stellt sich dann auch der irgendwann der Gewinn ein. Alles eine Frage des Geldes und des richtigen Zeitpunktes. Interesant in diesem Zusammenhang ist vielleicht Leo Kirch und sein Premiere. Der hatte schon vor 15 Jahre die Geschäftsidee, welche heute Amazon Prime und Netflix erfolgreich umsetzen, war aber zu früh dran.


    Zitat


    Es ist m.E. nicht der Vertriebsweg und auch nicht die Produktion die die Preise macht. Die ist ja gerade im Textilgewerbe mittlerweile weitgehend "kostenoptimiert", so dass es am Ende hauptsächlich am Auftragsvolumen geht. Und um die Arbeitsverträge der VerkäuferInnen. D.h. im Klartext: Klamotten für Ottonormalverbraucher zu verkaufen ist als Kleinunternehmer nicht möglich.


    Wer braucht auch schon eine Verkäuferin um sich ein T-Shirt oder Unterwäsche von der Stange nach Einheitsgröße zu kaufen (höchstens um sich durch die Klamottenberge zu wühlen)? Bei maßgeschneiderten oder angepassten Anzügen sieht das schon wieder anders aus. Bei mir im Heimatort sind mittlerweile wieder 3 Schneider ansässig. Angefangen hat ein türkisches Schneider (Reparaturen und Änderungsschneider), jetzt haben zwei Deutsche nachgezogen. Jeweils kleine Läden, aber alle voll ausgelastet. Auch das lokale Textilkaufhaus ist auf den Zug aufgesprungen und bietet die Anpassung innerhalb 24h an, seither steigt auch dort wieder der Umsatz.


    Zitat


    Das ist unlogisch, denn konsumgeile Teenies kaufen trotzdem nicht weniger Klamotten und fahren dafür auch ins Gewerbegebiet am Stadtrand.


    Ich glaube wir missverstehen uns in diesem Punkt. Es ging mir dabei mehr um die Verödung der Innenstädte (vor allem im Kleinstadtbereich), weil alle in die großen Einkaufszentren am Stadtrand fahren. Die Dinger schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden.

  • (...) Es ging mir dabei mehr um die Verödung der Innenstädte (vor allem im Kleinstadtbereich), weil alle in die großen Einkaufszentren am Stadtrand fahren. Die Dinger schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden.


    dieser trend ist allerdings eher teil der vergangenheit. es kann schon sein, dass noch irgendwo "nachholbedarf" oder aber auch ein realisierungsstau abgearbeitet wird, aber die zeiten der einkaufszentren am rand sind eigentlich vorbei. in den 1990ern wurden viele solche projekte von geschlossenen immobilienfonds geplant und aufgelegt, die meisten sind aber defizitär. die leute wollen nicht wegen alltäglichem bedarf ins auto steigen müssen und die discounter haben längst umgeschwenkt und suchen im urbanen umfeld nach möglichkeiten, um verbrauchernah anbieten zu können. das mag in einigen unterversorgten flächen noch anders sein, aber ich würde heute jedem abraten, der in eine randlage investieren will, die schlecht angebunden ist. der trend geht aus verschiedenen gründen - nicht zuletzt auch wegen der sinkenden akzeptanz der kunden aufgrund der kosten und des zeitaufwandes für die an- und abfahrt - seit einiger zeit in die andere richtung. eine investition in eine gewerbeimmobilie ist auf jahrzehnte kalkuliertes wagnis, die frage der mobilität entscheidet sich in den nächsten jahren - und die wiederum ist ausschlaggebend für den wirtschaftlichen erfolg von randlagen mit angeboten für den alltagskonsumenten.


    ein zeichen für den wandel ist auch die einstellung junger menschen zum auto. das alles gilt in ländlichen gebieten natürlich nicht in gleichem maße wie in stadtlagen http://www.sueddeutsche.de/aut…to-nicht-noetig-1.1446884

    13 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: fehler

  • ich bin übrigens davon überzeugt, dass in absehbarer zeit die meisten handy-shops sterben werden -.....


    Der "Ersatz" steht schon in den Mediamärkten und Saturns rum. Dort verteilen sich "Vertragsverkäufer" und belästigen Kunden, die sich nur einen USB Stick kaufen wollen. Fünf Stehtische und gefühlte 10 "Vertreter" belagern die Märkte auf der Suche nach Frischfleisch, um dem den 5. Vertrag und das 4. Handy anzudrehen. Jeder, der es wagt ein ausgestelltes Handy zu begutachten, wird mit dem Satz "Kann ich ihnen Helfen?" bedroht.


    Das nächste mal bereite ich ein Schild mit der Aufschrift: "Mir kann niemand helfen!" vor und wenn dann so ein Wegelagerer.....


    Dann hab ich jedenfalls ein schlagkräftiges Argument dabei. :sifone:

  • Naja, besser so, als in diversen "Kaufhäusern", wo die Angestellten mehr oder minder mit sich selbst beschäftigt sind, oder mit ihren Kollegen - die aber ganz fix werden, wenn man dann doch mit einem Teil in der Hand gen Kasse schlendert, damit sie ihre Personalnummer draufpappen (zwecks Provision). :)

  • Ich möchte ein kleines Beispiel erwähnen .


    In dem HD Stadtbezirk wo ich lebe gibt es einen Laden der immer schon da war , von außen sieht er mickerig aus , aber der hat alles was man zum schrauben , installieren ,renovieren usw usw usf so braucht .
    Selbst bis zur Klobürste , Fußmatten , Werkzeuge , Holzlatten und Besen usw .


    Ich bin immer wieder begeistert wenn ich den kleinen unscheinbaren Laden betrete wenn ich was brauche . Und wenn er mal was nicht hat , ist es nächsten Tag da .
    Oder ich bestelle was .


    Das tolle ist , wenn ich die und die Schrauben brauche mit der und der Größe und Gewinde , das hat der LADEN , und ich bekomme auch nur 8 Schrauben was ich brauche und nicht ein riesen Pack wie im Baumarkt Discounter .


    Aber das beste ist , der LADEN ist quasi umme Ecke , gut zu Fuß bzw mit dem Bike zu erreichen .


    Die Discounter * Bauhaus & Co " haben mich schon lange nicht mehr gesehen .


    Nicht aus zu denken quer durch die Stadt mit dem Auto im Stau zu verrecken , um an der Peripherie der Stadt in so einem Mega Baumarkt Store zu gelangen .
    Wo man sich in diesem riesen - miesen Laden sich auch noch km lang die Hacken krumm läuft um was zu finden . ala Ikea & Co ... uuuufff :yikes:
    Und für ein beratendes Personal braucht man da auch ne Wünschelrute .


    Nö nö , ich liebe diese kleine autarken Läden die fast alles haben , und der Inhaber bzw Verkäufer auch ne Ahnung hat von dem was er verkauft .
    Und möglicherweise noch ein paar Tipps hat wie man was am besten wie installiert usw .


    Lang sollen solche kleinen Läden aller Couleur leben . ( Die haben es in sich und sind spektakulär )


    BB

    3 Mal editiert, zuletzt von BON BOX ()

  • Oder vermißt noch jemand diese physische Einrichtung?


    Wenn Du mich nach genau dieser Einrichtung fragst, antworte ich mit nein, ich vermisse sie nicht. Wenn es hochkommt, dann habe ich mir vielleicht 5 mal etwas aus der Videothek geholt. Und da waren es noch echte Videotheken mit Videokassetten.
    Filme, die mich wirklich interessieren, kaufe ich und schau sie mir auch oft an.

    ....und gehen wir beim Shopping bald auch nicht mehr in ein Geschäft? Essen kann man sich, wie den Einkauf auch, ja eh schon nach haus bringen lassen. Wie weit gehts noch? :sifone:


    mfg


    Was das betrifft, so werde ich weiterhin meinen Wochenmarkt besuchen, mit der Honigtandlerin schwatzen und das Gemüse auch mal in kleinen Mengen kaufen und meine Klamotten probiere ich auch lieber an, bevor ich sie kaufe. Kleiderkauf via Internet kommt für mich gar nicht in Frage.

  • Wenn Du mich nach genau dieser Einrichtung fragst, antworte ich mit nein, ich vermisse sie nicht. Wenn es hochkommt, dann habe ich mir vielleicht 5 mal etwas aus der Videothek geholt. Und da waren es noch echte Videotheken mit Videokassetten.
    Filme, die mich wirklich interessieren, kaufe ich und schau sie mir auch oft an.


    .....


    Ich habe mich immer gern zu erst über den Verleih davon überzeugt, ob ein Film "würdig" ist, in meine Sammlung aufgenommen zu werden. Es gab viele Filme, die es nicht in die deutschen Kinos schafften und somit hätte man die Katze im Sack kaufen müssen. Es gab auch in wenigen Fällen eine so genannte "Verleihversion" in den Videotheken. Da waren immer irgendwelche Extras mit drauf. Die hab ich dann, mit einiger Verzögerung der Chefin aus dem Kreuz geleiert. :wink5: ...oft für ein kleines Endgeld (unter 10€). Und letztlich ist es auch genau das, was ich vermissen werde.


    mfg

  • Ich habe mich immer gern zu erst über den Verleih davon überzeugt, ob ein Film "würdig" ist, in meine Sammlung aufgenommen zu werden. Es gab viele Filme, die es nicht in die deutschen Kinos schafften und somit hätte man die Katze im Sack kaufen müssen. Es gab auch in wenigen Fällen eine so genannte "Verleihversion" in den Videotheken. Da waren immer irgendwelche Extras mit drauf. Die hab ich dann, mit einiger Verzögerung der Chefin aus dem Kreuz geleiert. :wink5: ...oft für ein kleines Endgeld (unter 10€). Und letztlich ist es auch genau das, was ich vermissen werde.


    mfg


    Ich kannte die Filme entweder aus dem Kino oder in den letzten Jahren durch das Internet. Außerdem sind DVD mittlerweile so günstig, wenn man sie nicht gerade frisch nach dem Erscheinen kauft. So kann man auch einen schlechteren Film verschmerzen und man hat auch ein Geschenk....:)

  • Mit Sicherheit wird wohl XXX EDIT XXX , dann komme vllt. ich , und noch viele viele andere weitere Kandidaten sind an der Reihe zum abtreten .


    Den Gang zur * Never come back Airline * muß jeder gehen , daher sehe ich ein Sterben an Geschäften in meinen Umfeld gelassen . Es wird was neues entstehen .


    Und unsere Nachkommen werden sich schon irgendwie einrichten .
    Sofern sie sich nicht gegenseitig zerstören bzw umbringen .


    BB

    4 Mal editiert, zuletzt von Zippo () aus folgendem Grund: Bitte keine Spekulationen über die Lebenserwartungen anderer User

  • […] wo die Angestellten mehr oder minder mit sich selbst beschäftigt sind, oder mit ihren Kollegen […]

    Du hast offenbar keine Ahnung, wie wenige Angestellte solche Kaufhäuser noch beschäftigen; Kaufhäuser vermieten längst Teile ihrer Verkaufsfläche an "selbstständige" Repräsentanten der mittels "shop-in-shop" angebotenen Markenartikel - die dann hoffen dürfen, dass von den Kaufhauskunden ein Teil an ihren Warensortiment (Armbanduhren, Modechmuck, Parfümeriewaren usw.) Interesse zeigt.


    Selbst bei höherwertigen Schreibwaren, bei Markenklamotten und auf den Aktionsflächen innerhalb der Lebensmittel-/Süßwarenabteilung kommt's vor, dass der "Verkäufer" ein "Promoter" ist und ohne Lohnanspruch/Krankenversicherung/Rentenanspruch versuchen muss, einen vorgegebenen Mindestumsatz zu erzielen..

  • Ich kannte die Filme entweder aus dem Kino oder in den letzten Jahren durch das Internet. ]…]

    Beachtlich! Dass Du Filme, die nie im Kino gelaufen sind aus dem Kino kennst…

  • Beachtlich! Dass Du Filme, die nie im Kino gelaufen sind aus dem Kino kennst…


    Es geht um die Filme, die ich gekauft habe, nicht um Filme, die eventuell in irgendeiner Videothek vor sich hinschlummern. :rolleyes:
    Desweiteren bin ich durchaus in der Lage, einen Klappentext zu lesen und dann zu entscheiden, ob ich den Film kaufe, auch wenn ich ihn weder im Kino noch sonstwo gesehen habe. Und wie gesagt, sollte er mir nicht gefallen, dann habe ich immer noch ein Geschenk.

    Einmal editiert, zuletzt von Tweed ()

  • Es geht um die Filme, die ich gekauft habe, nicht um Filme, die eventuell in irgendeiner Videothek vor sich hinschlummern.

    Na sowas. Und ich dachte, es ginge um den Bezug zur Aussage Deines Vorposters, auf welche Du Deine Antwort geschrieben hattest. Ãœbrigens sind in Videotheken nicht nur Leihmedien angeboten worden, sondern auch Kaufvideos - teils als Gebrauchtware, d.h. DVDs, die im regulären Einzelhandel (also den Elektro-Fachmärkten) längst nicht mehr gelistet waren.


    In diesem Thread geht's also nicht hauptsächlich um die persönlichen Präferenzen beim Erwerb von Home-Video-Datenträgern, sondern um die sich abzeichnende Ausdünnung der Warenangebotsvielfalt, die ihren Zenit leider Anfang der 90er Jahren überschritten zu haben scheint. Tante-Emma-Laden adé, Kaufhäuser adé, neben Coffee-to-go-Verkaufsstellen und Ein-Euro-Shops halten sich derzeit nur noch "Outlets" und "Studios" für exklusives Blendwerk zur kochshowtauglichen Küchenausstattung…


    Was in den "Malls" als Fachgeschäft überlebt sind die Mister-Minit-Reparaturschuster mit Ersatzschlüsselanfertigung, die Papeterie, Geschenkartikelläden. Was man hingegen praktisch nicht mehr vorfindet sind gutsortierte Buchhandlungen, in denen eben nicht nur die aktuellen Bestseller und Promi-Kochbücher vorrätig sind, was man ebenfalls kaum noch antrifft, sind Geschäfte, bei denen der Blick ins Schaufenster einen Moment des Verweilens lohnt.

  • Also bei uns gibt es (trotz KleinKleinKaff, Kleinstregion blablabla ect.pp.) vier wirklich gute inhabergeführte Buchhandlungen, die alle (gefühlt) besser laufen als der Thalia.

  • Also bei uns gibt es […] vier wirklich gute inhabergeführte Buchhandlungen, die alle (gefühlt) besser laufen als der Thalia.

    So tröstlich und hoffnungsvoll dies klingt - aber die Sortimentsgestaltung, die Produktpräsentation und die Beratungsqualität der inhabergeführten Buchhandlungen sind zumeist von jener Geschäftsphilosophie der Thalia-Handelskettelängst nicht mehr zu unterscheiden; und wenn diese nicht genannten vier Buchhandlungen nach Deinem Gefühl besser laufen als die nächste dem Douglas-Holding-Portfolio angehörende Filiale, dann sind's ja bereits fünf Versorgungsstätten für Bücher. Auch wissen wir nicht, welcher Siedlungsgrößenordnung ein nach Deinen Worten "KleinKleinKaff" zuzurechnen ist. Aber bei mindestens vier Buchhandlungen ist anzunehmen, dass im Einzugsgebiet mindestens ca. 10.000 Einwohner anzutreffen sein sollten und dass die Lage sich in einem Bundesland befindet, in dem etwa die Schulbücher von den Eltern privat zu beschaffen sind…


    Und in der Agglomeration größerer Städte kommt's vor, dass kleinere Buchhandlungen (die nebenbei Papeteriewaren, Geschenkartikel, Souvenirs und dergleichen mehr) im Sortiment führen, das aufgeputzte Stadtzentrum schmücken. (Etwa in Bargteheide nordöstlich von Hamburg mit Ammersbek, Ahrensburg, Glinde, Trittau usw. in Shopping-Distanz)